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Kolloquium zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: "Deutsche Sprachwissenschaft" 2009

Am 20. und 21. Oktober 2009 veranstaltete die Göttinger Akademie der Wissenschaften unter Mitarbeit der Göttinger Arbeitsstelle des Deutschen Wörterbuchs ein Kolloquium zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuches unter dem Titel "Deutsche Sprachwissenschaft", zu dem in diesem Bereich tätige Nachwuchswissenschaftler eingeladen waren, um ihre derzeitigen wissenschaftlichen Arbeiten vorzustellen.
Zur Unterstützung der fachlichen Beratung und Diskussion nahmen verschiedentlich Mitarbeiter diverser Göttinger Akademieprojekte sowie Angehörige der Universität Göttingen teil.
Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Göttinger Akademie statt.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Karl Stackmann übernahm Dr. Andrea Bambek die Moderation der Veranstaltung, die mit Björn Lüders Vorstellung seines Dissertationsprojekts mit dem Titel Automatisierte Bestimmung des phonetischen Abstands begann.
Daran schloss sich der Vortrag von Alexander Werth zum Thema Was sind Tonakzente?, in dem Thema und Ergebnisse seiner kürzlich fertiggestellten Dissertation behandelt wurden.
Auf eine kurze Kaffeepause folgte in Anlehnung an ihr gerade begonnenes Dissertationsprojekt ein Vortrag von Susanne Haaf mit dem Titel Sprachwissenschaft im Mittelalter: Die "linguistischen" Quellen für die Übersetzung der sog. Wien-Zürcher Bibel.
Der letzte Beitrag an diesem Tag kam von Vreni Wittberger-Markwardt, die aus ihrer Abschlussarbeit über Die Negationspartikel ni im Althochdeutschen referierte.
Den Abschluss des ersten Tages bildete ein gemeinsames Abendessen aller Vortragenden, bei dem der wissenschaftliche Nachwuchs die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen, ausführlich wahrnahm.

Am 21. Oktober eröffnete Christiane Gante nach der Begrüßung durch Dr. Ulrike Stöwer die Vortragsreihe des zweiten Tages mit ihrem Vortrag Reste aktivsprachlicher Strukturen, der in Anlehnung an ihre Abschlussarbeit und im Hinblick auf ein mögliches Dissertationsprojekt entstand.
Stefanie Frieling referierte aus ihrem gerade begonnenen Dissertationsprojekt über Die lexikographische Behandlung von Paarformeln im Deutschen Rechtswörterbuch.
Nach einer kurzen Kaffeepause berichtete Nathalie Mederake als Vorstufe zu einem angestrebten Dissertationsprojekt über die Vernetzung von Wörterbuchinformationen, vor allem am Beispiel des Deutschen Wörterbuchs.
Der abschließende Vortrag von Sabine Elsner-Petri behandelte in Anlehnung an ihr Dissertationsprojekt Außersprachliche Einflüsse in gegenwartssprachlichen Bedeutungswörterbüchern, untersucht am Diskurs der Political Correctness.

Das Abschlussgespräch zeigte, dass diese erstmalig ins Leben gerufene Veranstaltung mit der Möglichkeit des Austauschs des wissenschaftlichen Nachwuches der Arbeitsstellen verschiedener Akademien untereinander bei allen Teilnehmern großen Anklang fand. Der Wunsch nach einer Fortsetzung wurde laut und es entstand die Idee, im kommenden Jahr ein derartiges Kolloquium möglicherweise unter Schirmherrschaft einer der anderen Akademien auszurichten.
Abgerundet wurde der Vormittag mit einem von der Göttinger Akademie gestifteten Mittagsbuffet.

Resümierend kann festgehalten werden, dass sowohl die Vortragenden als auch die übrigen Teilnehmer des Kolloquiums die Vorträge, die sich mit den unterschiedlichsten Themengebieten der Linguistik befassten, mit Interesse verfolgten und gerade der sonst oft zu kurz kommende Kontakt des Nachwuchses der Arbeitsstellen sehr begrüßt wurde.
Ch.Gante

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