Digitales
Digitales zum Deutschen Wörterbuch
Online-Datenbank Literatur zur Wortforschung:
In der Online-Datenbank Literatur zur Wortforschung der Göttinger Arbeitsstelle in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen können Sie nach Literatur zur Einzelwortforschung suchen. Die Online-Datenbank ermöglicht es Benutzerinnen und Benutzern, Forschungsliteratur zu Einzelwörtern ausfindig zu machen. Ihre Daten basieren auf einem Zettelkatalog, der wissenschaftliche Literatur zu Stichwörtern von A-Z enthält und im Projekt Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (Neubearbeitung) als ursprünglich internes Hilfsmittel entstanden ist. In den vergangenen Jahren wurden die Informationen aus dieser Kartei durch studentische Hilfskräfte zunächst in eine Access-Datenbank überführt und schließlich in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen online gestellt.
Die Datenbank enthält etwa 14.000 Einträge und liefert umfassende Angaben zur Forschungsliteratur für den Bereich Einzelwortforschung. Diese Informationen sind über bibliotheksinterne Identifikationsnummern direkt mit den entsprechenden Beständen des Bibliotheksverbundes (GVK) verknüpft worden, sodass die aufgefundene Forschungsliteratur im Anschluss an die Recherche online bestellt werden kann. Für Nutzerinnen und Nutzer ist dies ein komfortabler Weg direkt von der bibliografischen Information hin zum Buch in einer nahe gelegenen Bibliothek.
Digitalisierung des Quellenverzeichnisses des Göttinger Teils D-F:
Über das digitalisierte Göttinger Quellenverzeichnis können Sie bibliographische Informationen zu den im 2DWB zitierten Quellen finden. Das digitale Quellenverzeichnis zu den Bänden D–F der Göttinger Arbeitsstelle entstand in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen. Ziel des Projekts war es, die Göttinger Quellen mit dem Universitätsbibliothekssystem zu koppeln und so den Nutzer von der Göttinger Quelle unmittelbar zum Buch in einer Bibliothek des entsprechenden Verbundsystems zu führen.
Die bibliographischen Angaben sind in der Neubearbeitung, wie schon im 1DWB, traditionell in Form von Abkürzungen dem entsprechenden Textzitat nachgestellt. Interessiert sich nun ein Leser für den Volltitel einer Quelle, muss er zunächst den Kurztitel „mönch v. Salzburg 27,17 M./R.“ entschlüsseln. Dies gestaltet sich insofern problematisch, als sich das im 2DWB angewandte Zitiersystem weder aus sich selbst heraus erschließt noch an irgendeiner Stelle des Druckwerks erläutert wird. Bei entsprechender Kenntnis kann das oben abgebildete Beispiel folgendermaßen dechiffriert werden:
- Kapitälchen werden für den Verfassernamen verwendet, in diesem Fall ist also „mönch v. Salzburg“ eine Angabe zum Verfasser.
- Die Zahlen „27,17“ kennzeichnen die Stellenangabe, die nach Stück, Strophe bzw. Abschnitt 27 und Vers 17 aufzulösen ist.
- „M./R.“ steht für die Herausgeber F. Arnold Mayer und Heinrich Rietsch.
Weitere Informationen zu diesem Werk sind ausschließlich über die interne Göttinger Zitierliste zu beziehen, die sämtliche bibliographischen Abkürzungen mit zugehörigen Datierungen sowie den Quellennummern enthält. Die Quellennummer bildet die Verknüpfung zwischen den Kurztiteln der Zitierliste und den Volltiteln der sogenannten Quellendatei. Jeder Quelle ist folglich eine bestimmte Nummer zugeordnet, mit deren Hilfe man sowohl die bibliograpische Kurzform als auch die vollständige Angabe identifizieren sowie zueinander in Beziehung setzen kann:
Quellennr.: 3347.1
Datierung: (E14.jh.)
Volltitel: Mönch von Salzburg: Mönch von Salzburg, Die Mondsee-Wiener Liederhandschrift und der Mönch von Salzburg, von F. Arnold Mayer und Heinrich Rietsch, 2 Teile, Acta Germanica 3, 4, Berlin 1896. Signatur: 8° Ling. VI 325: 3, 4
Die folgenden Arbeitsgänge fielen dabei an: In einem ersten Schritt mussten die oben beschriebenen Dateien über die Quellennummern miteinander verknüpft werden. Darüber hinaus wurden im nächsten Schritt die bibliographierten Titel mit den entsprechenden Bibliothekssignaturen versehen, um den Nutzern nicht nur die Möglichkeit zu geben, den zitierten Volltitel zu identifizieren, sondern diesen auch zugleich in einer Bibliothek aufzufinden. Dazu war es notwendig, den betreffenden Werken eine sog. PPN (bibliotheksinterne Identifikationsnummer, über die sämtliche Signaturen einer Schrift im gesamten Bibliotheksverbundsystem ermittelt werden können) zuzuordnen. Da diese Arbeit aufgrund der hohen Fehleranfälligkeit und des notwendigen philologischen Sachverstands nicht von Computern geleistet werden kann, mussten die einzelnen Titel von zwei studentischen Hilfskräften überprüft, in der von der SUB zur Verfügung gestellten internen Bibliotheksdatenbank ausfindig gemacht und mit der zugehörigen PPN versehen werden. Im Anschluss an diese Vorbereitungen wurde eine Benutzeroberfläche in HTML entwickelt.
Für die in Göttingen entstandenen Wörterbuchteile D–F des Deutschen Wörterbuchs (Neubearbeitung) können Sie nun zu einem Volltitel gelangen, indem Sie in der Suchmaske der erstellten Datenbank die Funktion „[ZIT] Zitiertiel“ auswählen und die gewünschte Angabe in das Suchfeld einfügen, z.B. „MÖNCH V. SALZBURG“. Das Suchergebnis zeigt Ihnen dann eine Titelreferenz in Form einer Nummer („Titel im GVK: 136706134“) an. Nach dem Anklicken dieser Referenz wird ein neuer Tab geöffnet, der Ihnen den Volltitel sowie die besitzenden Bibliotheken angibt. Alle angezeigten Quellen können direkt im Bibliotheksverbundsystem bestellt werden. Als Ergänzung zum ursprünglichen Konzept wurde die Datenbank um einige hundert elektronische Referenzangaben erweitert, d.h. für die zugehörigen Titel kann ein Digitalisat (das aus einer geprüften Bibliotheksresource oder Google Books stammt) auch online eingesehen werden. Diese elektronischen Referenzangaben sind in der Trefferanzeige einsehbar und wurden bis 2016 aktualisiert und erweitert.
Wortarchiv:
Im Wortarchiv können Sie die vollständigen Stichwortlisten des Hintergrundmaterials zu den Bänden D, E und F als PDF einsehen. Die etwa 2,4 Millionen Belege des Göttinger 2DWB-Archivs (D, E und F) enthalten viele Stichwörter, die z. B. aufgrund geringer Bezeugung keine Aufnahme in das Wörterbuch finden (so wurden z. B. in Band 8 lediglich etwa 12% der im Archiv nachweisbaren Wörter aufgenommen, vgl. 2DWB 8,5*f.). Da es sich bei diesen nicht abgebildeten Stichworten gleichwohl um einen – nicht unerheblichen – Teil des deutschen Wortschatzes handelt, stellen wir Ihnen hier die vollständigen Wortarchivlisten des Buchstabenbereichs D, E und F zur Verfügung. Aus diesen Listen können Sie ersehen, welche Wörter sich im Belegarchiv des 2DWB befinden und aus welchem Zeitraum die Belege stammen. Bedingt durch die Erstellung und Bearbeitung der Listen zu unterschiedlichen Zeiten und nach leicht abweichenden Maßgaben, variiert die Form der Einträge. So werden für den Bezeugungszeitraum teils absolute Werte für Erst- und Letztbelege angegeben, teils lediglich Jahrhunderthälften.