Überblick

Die Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen betreibt und fördert exzellente Forschung in den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften. Ihre Arbeit ist geprägt von langfristiger, interdisziplinärer Zusammenarbeit sowie einem starken Engagement für die Bewahrung und Weiterentwicklung von Wissen. Die Forschungsaktivitäten der Akademie gliedern sich in drei zentrale Bereiche: Akademienprogramm, Forschungskommissionen und drittmittelgeförderte Projekte.


Akademienprogramm

Die Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen betreut über zwanzig Projekte im Akademienprogramm, dem von Bund und Ländern finanzierten Programm zur Förderung langfristig angelegter Forschungsvorhaben in den Geistes- und Sozialwissenschaften, die meist interdisziplinär angelegt sind. Durch die Teilnahme an diesem Programm ist die Akademie in Göttingen die größte außeruniversitäre Einrichtung auf dem Gebiet geisteswissenschaftlicher Grundlagenforschung in Niedersachsen.

Koordiniert von der Akademienunion, ist das Akademienprogramm weltweit einzigartig. Seit 1979 dient es der Erschließung, Dokumentation und Bewahrung des kulturellen Erbes. Gefördert werden Langzeitvorhaben wie wissenschaftliche Editionen, Wörterbücher und digitale Archive bedeutender materieller und immaterieller Kulturgüter.


Forschungskommissionen

Neben den Forschungsprojekten, die über das Akademienprogramm gefördert werden, findet Forschung auch in interdisziplinären Forschungskommissionen statt. Dort entwickeln Akademiemitglieder und weitere Expertinnen und Experten aus den Geistes- und Naturwissenschaften gemeinsam neue Fragestellungen und langfristige Projekte. Die Kommissionen veranstalten regelmäßig Symposien, organisieren öffentliche Veranstaltungen und geben wissenschaftliche Publikationen heraus. Darüber hinaus bieten sie insbesondere Nachwuchsforschenden in der Postdoc-Phase wertvolle Möglichkeiten zum fachlichen Austausch mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.


Weitere Forschungsprojekte

Daneben koordiniert die Akademie auch drittmittelgeförderte Forschungsprojekte, die zum Beispiel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder privaten Stiftungen unterstützt werden. Viele dieser Projekte entstehen aus Themen des Akademienprogramms oder entwickeln diese weiter und zeichnen sich durch eine enge Zusammenarbeit von Mitgliedern der Akademie, externen Expertinnen und Experten sowie engagierten wissenschaftlichen Mitarbeitenden aus.


Eine lange Tradition wissenschaftlicher Exzellenz

Die 1751 von Georg II., König von Großbritannien und Kurfürst von Hannover, gegründete Akademie pflegt seit jeher die Zusammenarbeit zwischen Fachgelehrten aller Disziplinen. Sie verfügt über zahlreiche und enge Verbindungen zur internationalen Wissenschaftsgemeinschaft. Vorhaben werden im Kontakt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diverser Forschungseinrichtungen überall in der Welt durchgeführt. Die Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen orientiert sich an den Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis.