Mediathek

Öffentliche Sommersitzung 2021

Die Coronavirus-Pandemie zeigt mit Macht, wie bedeutend die Entwicklung neuartiger pharmazeutischer Produkte für Deutschland ist. Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen hat daher auf ihrer öffentlichen Sommersitzung am 23. Juli 2021 einen Festvortrag in den Mittelpunkt gestellt, der bahnbrechende Möglichkeiten der modernen Nanomedizin aufzeigt. Prof. Dr. Ulrich S. Schubert, einer der europaweit meistzitierten Chemiker und Hochschullehrer des Jahre 2019 (Deutscher Hochschulverband / DIE ZEIT), sprach über „Pharmapolymere für das 21. Jahrhundert“. Auf der öffentlichen Sommersitzung wurde außerdem nachgeholt, was durch die coronabedingt abgesagte Jahresfeier entfallen musste. In feierlichem Rahmen fand die Amtsübergabe an das neue Präsidium statt und Ministerpräsident Stephan Weil hielt ein Videogrußwort. Es wurden Preise für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen und die neuen Akademiemitglieder begrüßt. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Elisabeth Eidel (Klavier) und Thorben Diederichsen (Violoncello). Einen Videomitschnitt der Veranstaltung finden Sie hier, einen Audiomitschnitt des Festvortrags von Prof. Ulrich Schubert hier .

Wissenschaft im Gespräch mit den OB-Kandidaten

Wie stehen die Kandidatinnen und Kandidaten für das Göttinger Oberbürgermeisteramt zur „Stadt, die Wissen schafft“? Welche Pläne haben sie zur Stärkung und Sicherung des Wissenschaftsstandorts Göttingen? Dies haben die Mitglieder des Arbeitsreises Wissenschaft/Hochschulen und des Göttingen Campus die Kandidatinnen und Kandidaten am 21. Juni 2021 in einer virtuellen Diskussionsveranstaltung gefragt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Katharina Peters, Geschäftsführerin des Deutschen Primatenzentrums – Leibniz-Institut für Primatenforschung. Ein Video der Veranstaltung finden Sie hier

Ringvorlesung "Die extreme Rechte – Bedrohungen und Gegenstrategien"

Extrem rechte Ideologien, Bewegungen und die damit einhergehende Gewalt sind auf dem Vormarsch. Die zugehörigen Sichtweisen und Phrasen tauchen immer öfter auch im Alltag auf. Sichtbar nicht nur durch Schmierereien an Universitätsgebäuden. Die ideologischen und antidemokratischen Wegbereiter – seien sie personell, medial oder institutionell – versuchen, ihren Einfluss in der Mitte der Gesellschaft zu stärken. Die Auswirkungen können in allen Gesellschaftsbereichen und im Alltag Einzelner spürbar werden. Grundlegende Prinzipien der Wissenschafts-, Presse- und Meinungsfreiheit stehen aus extrem rechter Sicht zur Disposition. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und das Vordringen rechtspopulistischer Vorstellungen in die Mitte der Gesellschaft bedrohen die Demokratie, ihre Repräsentantinnen und Repräsentanten ebenso wie im Universitätskontext Studierende, Forschende, Lehrende und alle, die sich für demokratische Prinzipien und Interessenvertretungen einsetzen. Vor diesem Hintergrund nahm die Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Göttinger Akademie im Sommersemester 2021 Forschung und Praxiswissen zur extrem rechten Bedrohungslage und zu möglichen Gegenstrategien in den Blick. Videomitschnitte finden Sie hier

Über den Umgang mit Blumenbachs Erbe

Die Basisgruppe Umweltwissenschaften hat am 6. Mai 2021 eine virtuelle Podiumsdiskussion veranstaltet, um eigenen Angaben zufolge „eine Debatte über den Umgang mit Blumenbachs Erbe in Göttingen anzustoßen“. An der Diskussion nahm auch der Leiter des Forschungsprojektes „Blumenbach-online“ der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Prof. Gerhard Lauer, teil. Auf dem Podium saßen außerdem die Historikerin Malin Wilckens, Dr. Sven Bradler und Prof. Dr. Christoph Bleidorn vom Blumenbach-Institut für Zoologie und Anthropologie, der Kulturanthropologe Thiago Pinto Barbosa und Tahir Della von der Initiative Schwarze Deutsche. Moderiert wurde die Veranstaltung von Johanna Strunge, Doktorandin am Forschungskolleg „Wissen | Ausstellen“. Rund 200 Besucher hatten sich live zugeschaltet. Die Diskussionsveranstaltung wurde aufgezeichnet: https://www.youtube.com/watch?v=QJTIYOa8b1s

Ringvorlesung "Ursprünge"

In der öffentlichen Ringvorlesung „Ursprünge“  der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen der Frage aller Fragen nachgegangen: Woher kommen wir? Die Vorträge zeigten, dass sich sowohl natur- als auch geisteswissenschaftliche Disziplinen intensiv der Erforschung von Aspekten widmen, denen oft sehr unterschiedliche Ursprungsvorstellungen zugrunde liegen. Die Ringvorlesung war zunächst als Präsenzveranstaltung geplant, doch mit dem zweiten Lockdown blieb nur noch der Weg ins Internet. Zur Überraschung aller Beteiligten war die Reihe aber auch online ein voller Erfolg. Im Livestream verfolgten durchschnittlich 80-90 Zuschauer die Vorlesungen, die Videoaufzeichnungen schauten sich schon innerhalb weniger Tage bis zu tausend Interessierte bei Youtube an; der Vortrag von Prof. Harald Lesch brachte es innerhalb kürzester Zeit auf mehr als 50.000 Aufrufe. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Waren die Germanen "hinterhältig"?

Eine der Eigenschaften, die den Germanen in den antiken Quellen explizit zugeschrieben werden, ist die „perfidia“, was so viel wie „Treulosigkeit“ oder „Hinterhältigkeit“ bedeutet. Doch wie kommt das? Gibt es Gründe für dieses Werturteil, oder handelt es sich nur um einen der gängigen Topoi, mit denen Germanen, aber auch andere fremde Völker verbunden werden? Um diese Frage geht es in dem Vortrag von Dr. Michael Zerjadtke „Die germanische perfidia. Topos mit historischem Hintergrund?“, der am 19. November 2020 um 18:00 Uhr in Hamburg gehalten wurde und hier abgerufen werden kann.

Der Vortrag wurde veranstaltet von der Forschungskommission „Imperium und Barbaricum: Römische Expansion und Präsenz im rechtsrheinischen Germanien", die im Jahr 2000 von Mitgliedern der Akademie gegründet wurde, um die Ausgrabungen auf dem römisch-germanischen Kampfplatz von Kalkriese nördlich von Osnabrück und anderen Fundplätzen der augusteisch-frühkaiserzeitlichen Epoche in Nordwestdeutschland wissenschaftlich zu begleiten.

Michael Zerjadtke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Alte Geschichte der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Er wurde über „Das Amt Dux in Spätantike und frühem Mittelalter“ promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte sind die spätantike Verwaltungs- und Militärgeschichte sowie Germanien im ersten Jahrhundert.

Virtuelle Ringvorlesung - Ein Virus verändert die Welt

Die Corona-Krise stellt die Welt vor zahlreiche Herausforderungen. Welche epidemiologischen, medizinischen, wirtschaftswissenschaftlichen, aber auch theologischen oder philosophischen Fragen stellen sich im Umgang mit der Pandemie? Dies war das Thema der Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen im Sommersemster 2020. Aus aktuellem Anlass musste die für ursprünglich geplante Ringvorlesung abgesagt werden. Stattdessen gab es eine virtuelle Ringvorlesung verschiedener Fakultäten und wissenschaftlicher Einrichtungen des Göttingen Campus, in der Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen mit ihrem jeweiligen fachspezifischen Blick auf das mit dem Virus verbundene Geschehen vortrugen. Die virtuelle Ringvorlesung sollte in einer Zeit, in der so gut wie alle Veranstaltungen abgesagt wurden und viele Menschen ihren Arbeitsplatz ins Home Office verlegen mussten, einen Ort für Austausch, Information und Gespräch schaffen. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Bewährt, lebendig, vernetzt - 40 Jahre Langzeitforschung im Akademienprogramm

Anlässlich des 40jährigen Jubiläums des Akademienprogramms haben die beiden norddeutschen Wissenschaftsakademien, die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und die Akademie der Wissenschaften in Hamburg, dieses Programm auf einer Abendveranstaltung am 23. Oktober 2019 im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg in seiner Vielfalt und Aktualität einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt und Interessierte zur Antragstellung ermutigt. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet, Sie können die Begrüßungen durch die Akademiepräsidenten, die Impulsreferate und die Diskussion als Youtube-Videos abrufen:

Begrüßungen:

Prof. Dr. Edwin J. Kreuzer, Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, hier
Prof. Dr. Andreas Gardt, Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, hier

Impulsreferate zur Bedeutung des Akademienprogramms

für die geisteswissenschaftliche Forschung in Deutschland und international von Prof. Dr. Siegfried Oechsle, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, hier

für die Kooperationspartner von Prof. Dr. Michael Friedrich, Universität Hamburg, Sprecher des Exzellenzclusters "Understanding Written Artefacts", hier

für die Zuwendungsgeber von Dr. Rolf Greve, Leiter der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Freien Hansestadt Hamburg, hier

für das Langzeitvorhaben "Katalogisierung der Orientalischen Handschriften" von Dr. Friederike-Wiebke Daub, Arbeitsstelle Hamburg, hier

für das Langzeitvorhaben "Entwicklung eines korpusbasierten elektronischen Wörterbuchs Deutsche Gebärdensprache - Deutsch" von Prof. Dr. Annika Herrmann, Universität Hamburg, hier

Diskussion mit Moderation von Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung, hier

Ringvorlesung "Tier oder Tofu?"

Im Verlauf der letzten 50 Jahre ist der Konsum von Fleisch global rapide angestiegen, der Preis für Fleisch gleichzeitig stark gesunken. In Deutschland und einigen weiteren nordwesteuropäischen Ländern stagniert der Fleischkonsum allerdings seit wenigen Jahren. Neue Fleischersatzprodukte werden mit viel Risikokapital entwickelt. In der Gesellschaft wird zunehmend kontrovers über Vegetarier und Vielfleischesser diskutiert. Politisch wird eine Transformation des Agrar- und Ernährungssektors gefordert, insbesondere aus Klima- und Tierschutzgründen. Unser Ernährungsstil wird durch ökonomische, gesundheitliche, ökologische, ethische, kulturelle und religiöse Motive beeinflusst. Die Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Akademie der Wissnschaften zu Göttingen hat aus interdisziplinärer Perspektive zentrale Facetten der Auseinandersetzung um den Konsum tierischer Produkte aufgezeigt und einen wissenschaftlich fundierten Dialog zur Transformation des Ernährungssektors angeregt. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Tagung „Historische Lexikographie: Potentiale, Perspektiven"

„Wörter finden“ - unter diesem Titel fand am 16. September 2019 ein Gespräch zwischen der Autorin und Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe und dem Präsidenten der Göttinger Akademie, dem Sprachwissenschaftler Andreas Gardt, statt. Das Gespräch war Teil der Tagung „Historische Lexikographie: Potentiale, Perspektiven“, die die Akademie gemeinsam mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften anlässlich des 40jährigen Jubiläums des Akademienprogramms ausgerichtet hat. Veranstaltungshinweis (Archiv der Akademie): https://adw-goe.de/veranstaltungen/ar.... Flyer: https://adw-goe.de/fileadmin/dokument...

Felicitas Hoppe und Andreas Gardt tauschen sich zu den für Schriftsteller und Lexikographen gleichermaßen zentralen Themen Sprache – Schreiben – Wörter aus; Felicitas Hoppe liest dabei Ausschnitte aus ihrem Werk, u.a. aus einem noch unveröffentlichten Text."

Einen Videomitschnitt finden Sie hier

Ringvorlesung "Das sogenannte Böse"

Das Verbrechen ist allgegenwärtig in unserer Gesellschaft. Täglich werden wir in den Medien mit fiktionalen und realen Fällen von Kriminalität, insbesondere Gewaltkriminalität, konfrontiert. Aber auch im politischen Raum wird Kriminalität wieder verstärkt als wichtiges Problem wahrgenommen und das Gefühl der Bedrohung durch Kriminalität nimmt in der Bevölkerung zu. Die Ringvorlesung der Göttinger Universität und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen möchte dieser von momentanen Stimmungen und oberflächlichen Beobachtungen geprägten öffentlichen Debatte eine grundlegendere Betrachtung entgegensetzen. Das Verbrechen begleitet die Menschheitsgeschichte von ihren Anfängen an. Schon früh haben sich verschiedene Disziplinen mit dem Verbrechen befasst. Waren es zunächst Philosophen, Theologen und Rechtsgelehrte, so sind es die sich seit dem 19. Jahrhundert etablierenden Wissenschaften der Biologie, Psychiatrie, Soziologie und der Psychologie, die sich zumindest in Teilbereichen mit Kriminalität beschäftigen. Sie stellen Fragen wie: Ist der Verbrecher „krank oder kriminell“, ist er ein „Sünder“, „Außenseiter“ oder sozialer „Versager“; ist das Verbrechen gesellschaftlich bedingt oder gar rational begründet? Was fasziniert uns daran und wie gehen wir damit um? Was sind die angemessenen Antworten der Gesellschaft und des Staates? Diese und weitere Fragen wurde in der Ringvorlesung aus der Perspektive verschiedener Disziplinen behandelt. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Ringvorlesung "Verstehst du auch, was du liest?"

Mit der Entstehung und Entwicklung von Kulturen und Religionen auf das Engste verbunden sind autoritative religiöse Texte, die gemeinhin als „Heilige“ Schriften bezeichnet werden. Diese schriftlichen (oder auch mündlichen) Textzeugnisse enthalten Ideen, die nicht nur für Fragen des Glaubens, sondern auch für das Miteinander der Menschen insgesamt bis heute wichtig sind. Zugleich stellen sie einen „Kanon der Bildung“ für diejenigen Personen dar, die sich zu der betreffenden Kultur oder Religion bekennen. Welches Publikum sprechen diese Texte an? Bedurfte es eines ausgebildeten Lehrers für ihr Verständnis? Oder inwiefern erfolgte ihre Deutung durch Laien? Was passierte, wenn das gelehrte Wissen nicht verstanden wurde? Welche Debatten zum Textverständnis ergaben sich innerhalb der Religionsgemeinschaften, und welche Rolle spielten diese Texte in der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Religionen? Diese und weitere Fragen greift die Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen für verschiedene geographische Räume, Zeiten und Kulturen auf. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Rudolf Stichweh: Zur Genese eines Weltsystems der Wissenschaft

Das Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen „Akademie in der NS-Zeit“ hat einen Workshop veranstaltet, in dessen Rahmen der Soziologe Prof. Dr. Rudolf Stichweh einen öffentlichen Vortrag gehalten hat. Der Leiter des Forums Internationale Wissenschaft an der Universität Bonn hat am 15. November 2018 über  „Science is by Definition International: Zur Genese eines Weltsystems der Wissenschaft“ gesprechen. Einen Audiomitschnitt finden Sie hier

Tagung „Deutschland und Europa - Selbst- und Fremdbilder“

Im Folgenden finden Sie Videomitschnitte der Vorträge, die am 20. Oktober 2018 auf der Tagung „Deutschland und Europa - Selbst- und Fremdbilder“, gehalten wurden:

Begrüßung durch Andreas Gardt: https://www.youtube.com/watch?v=27WgaavV6ns&t=99s

Grußwort von Antonio Loprieno: https://www.youtube.com/watch?v=XC-GWMcz1aE

David Goodhart, britischer Journalist und Autor (u. a. The Road to Somewhere), hielt den Vortrag „Value divides and the new democratic settlement": https://www.youtube.com/watch?v=sm0d0teV4Ds

Piers Ludlow, Professor of International History, London School of Economics and Political Science, London, hielt den Vortrag „A German solution to the European problem? Or a German and European problem? British views on the FRG within Europe sind 1945“: https://www.youtube.com/watch?v=mNgfzG-0p9I

Simon Bulmer, Professor of European Politics, University of Sheffield, hielt den Vortrag „Germany's role in the EU crisis: indispensable leader or obstacle?“: https://www.youtube.com/watch?v=7ovxoVfkGG8

Andreas Busch, Professor für Vergleichende Politikwissenschaft und Politische Ökonomie an der Georg-August-Universität Göttingen, hielt den Vortrag „Die aktuelle und künftige Rolle Großbritanniens in Europa - ein deutscher Blick“: https://www.youtube.com/watch?v=IY_vA4xR5vQ

Stefan Collignon, Professor für European Political Economy, Sant'Anna School of Advanced Studies, Pisa, hielt den Vortrag „Zum Ökonomischen Deutschlandbild aus französischer Perspektive“: https://www.youtube.com/watch?v=NamwdqK0SL4

Stefan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident, hielt den Vortrag „Ein Kontinent im Zeichen der Zuwanderung: Wie können Europa und Deutschland die Einheit in Vielfalt stärken?“: https://www.youtube.com/watch?v=n663DwiSA6w&feature=youtu.be

Dr. Vladislav Belov, Deputy Director for Scientific Work, The Institute of Europe of the Russian Academy of Sciences (IE RAS), Moskau, hielt den Vortrag „Europäische Werte - eine russische Perspektive“:

https://www.youtube.com/watch?v=c1K4OTC5Z_w

Ringvorlesung "Nachhaltigkeit als Argument"

Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwissenschaft des 18. Jahrhunderts, die eine dauerhafte und ertragreiche Bewirtschaftung der Wälder anstrebte. In den vergangenen Jahren haben die Auseinandersetzungen um „Nachhaltigkeit“ im Rahmen aktueller Umweltdebatten immer mehr an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig wurde der Begriff inhaltlich gedehnt, so dass er nun in einer Vielzahl von Kontexten verwendet wird. Die Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen wirft einen kritischen Blick auf die Existenz und Entwicklung von Denkmustern über „Nachhaltigkeit“ in Geschichte und Gegenwart. Als Kern von „Nachhaltigkeit“, wie er in Diskursen und Praktiken erscheint, werden die Widerstandsfähigkeit gegen veränderte Umweltbedingungen sowie die sparsame und effektive Nutzung von Ressourcen angesehen. Doch es zeigt sich auch, dass „Nachhaltigkeit“ in allen Epochen als Argument für die Durchsetzung herrschaftlicher Ziele verwendet wurde. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem aus den Fächern Geschichte, Deutsche Literatur, Landschaftsökologie oder Biologie greifen die Frage nach den Diskursen um „Nachhaltigkeit“ interdisziplinär in der Ringvorlesung auf. So entsteht ein Panorama der wissenschaftlichen Betrachtung, das geographisch West-, Mittel- und Südeuropa umfasst und zeitlich von der Antike bis zur Gegenwart reicht. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Ringvorlesung "Forschung im Zeitalter der Extreme"

Seit dem Aufbau moderner Großforschungseinrichtungen, der in Deutschland 1910 mit der Gründung der Kaiser- Wilhelm-Gesellschaft (der heutigen Max-Planck-Gesellschaft) einsetzte, mussten die etablierten Akademien der Wissenschaften aus einer Defensivposition ihre Bedeutung als Institutionen der Forschung außerhalb der Universitäten behaupten. Dies galt gerade für die NS-Zeit, in der zahlreiche neue außeruniversitäre Forschungseinrichtungen etabliert wurden. Die Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen vermittelt einem breiteren Publikum die Entwicklung des Verhältnisses der außeruniversitären Forschung und insbesondere der etablierten Akademien zum Nationalsozialismus im Kontext der Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Leitende Gesichtspunkte der Vorträge sind die personellen und institutionellen Kontinuitäten und Brüche in den Forschungseinrichtungen, die Selbstwahrnehmung der ihnen angehörenden Wissenschaftler als Elite, ihre (Selbst-) Mobilisierung unter der nationalsozialistischen Herrschaft sowie ihre Auseinandersetzung mit der unmittelbaren Vergangenheit nach 1945 beziehungsweise deren Vermeidung. Angesichts ihrer national wie international herausragenden Mitglieder, personeller Verbindungen zu neuen nationalsozialistischen Einrichtungen wie der Reichsluftfahrtakademie (Hermann Rein) und der Konkurrenz durch die Akademie des NS-Dozentenbundes stellen mehrere Vorträge thematische Bezüge zur Göttinger Akademie her. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Ringvorlesung "G. C. Lichtenberg - Schriftsteller, Physiker, Aufklärer"

Georg Christoph Lichtenberg ist nicht nur der mit den „Aphorismen“, als der er in der gebildeten Öffentlichkeit meist verbucht wird. Berühmt wurde er als akademischer Lehrer der Experimentalphysik, der seinem Unterricht eine neue didaktische Gestalt gab – etwa indem er als erster Mensch elektrische Ladung sichtbar werden ließ. Er wurde so für die Göttinger Universität und die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, dessen Mitglied er war, eine der bedeutendsten ihrer „Ikonen“. Die gemeinsam von der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen veranstaltete Ringvorlesung „Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799) – Schriftsteller, Physiker, Aufklärer“ erinnert an den Physiker und Philosophen, den akademischen Lehrer und Schriftsteller, Sprachkritiker und satirischen Denker. In einer Reihe von Vorträgen beleuchtet sie im Lichte seiner und unserer Zeit Lichtenberg und sein Werk aus der Perspektive der verschiedenen Disziplinen. Die Vortragenden sind Historiker, Theologen, Philosophen, Physiker und Mathematiker, Literaturwissenschaftler und Kunsthistoriker aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und England. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Ringvorlesung "Aufklärung 2.0"

In gesellschafts- und kulturpolitischen Orientierungs- und Selbstverständigungsdebatten der Gegenwart ist es üblich, die eigene Zivilisation »des Westens« oder »Europas« als Folge der »Aufklärung« zu bezeichnen. Werte und Haltungen wie Toleranz, Gewissens-, Forschungs- und Religionsfreiheit, Freizügigkeit, Historisierung, Rechtsstaatlichkeit und anderes mehr seien in der Aufklärung entwickelt oder verfochten, ausgeformt und durchgesetzt worden. In aller Regel gilt »Aufklärung « als etwas unbedingt Positives; die in den 1960er-Jahren breit thematisierte »Dialektik der Aufklärung« scheint einliniger Affirmation gewichen. Erscheinen Religionen als unduldsam und intolerant, wird ihnen »Aufklärung« anempfohlen; kulturelle Konflikte mit islamisch geprägten Ländern oder mit muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern werden immer wieder darauf zurückgeführt, dass der Islam keine »Aufklärung « erlebt oder diese 'noch' vor sich habe. Auch religiösem Fundamentalismus wird in öffentlichen Diskursen ein Mangel an »Aufklärung« bescheinigt. »Aufklärung«, eine geistes- und kulturgeschichtliche Schlüsseletappe der europäischen und globalen Neuzeit, scheint gegenwärtig zu einer universalen Chiffre des Selbstverständnisses der »westlichen« Moderne geworden zu sein. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Bejahung der »Aufklärung « und der Beschwörung ihrer Notwendigkeit war es das Anliegen dieser Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, in einem Dutzend allgemeinverständlicher Vorträge über »Aufklärung« aufzuklären. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Gründung der Göttinger Akademie

NDR Info erinnerte in der Sendung "Zeitzeichen" am 265. Geburtstag der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen an deren Gründung am 10. November 1751. Eine Audiodatei der Sendung finden Sie hier

Ringvorlesung "Landwirtschaft zwischen Idylle und Hightech"

Die deutsche Landwirtschaft ist ein moderner Wirtschaftszweig, der durch effiziente und innovative Produktionsmethoden und einen damit einhergehenden tiefgreifenden Strukturwandel gekennzeichnet ist. Die gestiegene Effizienz der landwirtschaftlichen Erzeugung von Lebensmitteln hat unter anderem dazu geführt, dass in Deutschland mittlerweile ein Landwirt 140 Menschen ernähren kann. Verbraucher stellen in Deutschland im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Produktqualität und -sicherheit hohe Anforderungen an die Landwirtschaft. Gleichzeitig ist ein Festhalten an romantischen Vorstellungen von Landwirtschaft zu beobachten, verbunden mit Skepsis und Abneigung gegenüber den in der modernen Landwirtschaft stattfindenden Transformationsprozessen. Dies zeigt sich auch in einer nur begrenzt vorhandenen Bereitschaft, Veränderungen in der Landwirtschaft mitzutragen. Globale Entwicklungen wie steigende Weltbevölkerung oder Klimawandel führen zu neuen Herausforderungen an die Agrarwissenschaften hinsichtlich einer ressourceneffizienten Produktion, die eine nachhaltige Produktivität zur Ernährungssicherung einschließt. Für die Zukunft der Agrarforschung ist eine enge Verknüpfung von Grundlagenforschung, angewandter Forschung und wissenschaftlichem Transfer entscheidend. Die Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen hat das Spannungsfeld, in dem moderne Landwirtschaft agieren muss, verdeutlicht und zur Versachlichung der Diskussion in der Gesellschaft beigetragen. Auch die Frage, welchen Beitrag die Göttinger Agrarforschung leisten kann, war ein Thema. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Vortrag am OLG Celle 2016

Einmal im Jahr hält ein Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen einen Vortrag im Oberlandesgericht Celle. Am 17. Februar 2016 sprach Prof. Renate Ohr über "Perspektiven der europäischen Integration". Der Vortrag wurde vom OLG aufgezeichnet. Sie können ihn hier anschauen.

Ringvorlesung "Wissensort Museum"

Rund 6500 Museen allein in Deutschland, über 110 Millionen Museumsbesuche pro Jahr und die Zahlen steigen. Damit ziehen Museen sechsmal so viele Besucher an wie Bundesligaspiele und zählen zu den größten Publikumsmagneten unserer Zeit. Gleichzeitig haftet ihnen noch immer der Ruf des Verstaubten, Unbelebten, Altehrwürdigen an. Und das, obwohl Museen schon längst lebendige Orte des gesellschaftlichen Austausches und Erlebniswelten in einer zunehmend digitalen Welt sind. Die Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen nimmt aktuelle Debatten zum Anlass, Konzept und Planung des Wissenschaftsmuseums Göttingen zu diskutieren. Vor welchen Aufgaben steht die Universität Göttingen mit dem Forum Wissen? Wie lassen sich Praktiken und Ergebnisse wissenschaftlichen Arbeitens an ein breiteres Publikum vermitteln? Mit welchen Mitteln kann es gelingen, das Museum zu einem Wissensort werden zu lassen, an dem die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für den einzelnen erfahrbar wird? Die Referentinnen und Referenten der Ringvorlesung sind diesen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven nachgegangen. Sie präsentierten aktuelle Erfahrungen aus der Museumspraxis ebenso wie Forschungsansätze aus Museumswissenschaft, Wissenschaftsgeschichte, Ethnologie und Kulturanthropologie. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Vorträge der Akademiewoche 2015

Die Stadt als Lebensraum der Gesellschaft

Städte in China - Vergangenheit und Zukunft
Vortrag von Prof. Dominic Sachsenmaier am 22. September 2015, Beitrag im DRadio hier
Wie grün darf die Zukunftsstadt sein?
Vortrag von Prof. Dietmar Brandes am 23. September 2015, Beitrag im DRadio hier

Ringvorlesung "Ostasien und die Macht heiliger Klänge"

Von buddhistischen Gesängen in Tibet über die Pekingoper zum japanischen Nô-Theater: Die Vorlesungen erörtern die vielfältigen und bisweilen subtilen Zusammenhänge von Machtverhandlung und den darstellenden Künsten in religiösen Ritualen und Zeremonien. Der Fokus liegt dabei auf der Sinn und Gemeinschaft stiftenden Bedeutung von Musik und Ritual. Alle Musiktraditionen Chinas, Koreas, Japans und Vietnams haben Gemeinsamkeiten hinsichtlich ihrer Instrumente, Musiktheorie, Ästhetik und Aufführungspraktiken. Die dennoch sehr unterschiedlichen musikalischen Formen sprechen für einen kultur- und religionsspezifischen Umgang mit Klang. Das Thema der Ringvorlesung der Göttinger Universität und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen wurde aus unterschiedlichen Forschungsperspektiven beleuchtet. Politikwissenschaftliche Fragestellungen wurden ebenso berücksichtigt wie religions- und musikwissenschaftliche Ansätze. Ein besonderer Fokus lag auf der Beschäftigung mit konkreten Klangbeispielen und der Präsentation von Musikinstrumenten der Göttinger Musikinstrumentensammlung, die von international ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Einzelvorträgen vorgestellt wurden. Die Vortragsreihe hatte zum Ziel, Musik als bislang wenig beachtete Facette kultureller Praktiken Ostasiens in den Mittelpunkt zu stellen, innovative Forschungen zu fördern und neue Forschungsprojekte zu inspirieren. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Herrenhäuser Zukunftsdialog

Die „Herrenhäuser Zukunftsdialoge“ waren eine Veranstaltungsreihe der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen in Kooperation mit der VolkswagenStiftung und der Niedersächsischen Landesregierung. Sie boten ein Forum, auf dem Wissenschaft und Politik miteinander und mit dem Publikum gesellschaftsrelevante Entwicklungen aufgegriffen haben und notwendige Neuerungen diskutieren konnten. Die Anregungen kamen von Seiten der Wissenschaft und berührten aktuelle technologische, wirtschaftliche und soziale Themen. Der jeweilige „Zukunftsdialog“ umfasste Impulsreferate und ein moderiertes Podiumsgespräch unter Beteiligung der Besucher. Die Veranstaltungen fanden im wiedererrichteten Schloss Herrenhausen statt und richteten sich an eine allgemeine Öffentlichkeit. 

21. Oktober 2014: Wie wollen wir morgen leben? Einen Audiomitschnitt finden Sie hier
1. Juli 2015: "Wahlen sind bald - die Jugend lässt's kalt?" Einen Audiomitschnitt finden Sie hier

Ringvorlesung "Umbrüche - Auslöser für Evolution und Fortschritt"

Umbrüche und geologische Umwälzungen markieren Stufen in der biologischen Evolution auf unserem Planeten. Ebenso wurden fundamentale Entwicklungen der Menschheit durch historische und soziologische Umbrüche sowie technologische Innovationen eingeleitet. Die Staaten und Gesellschaften der Welt stehen auch heute vor großen Herausforderungen und Umbrüchen, die die Zukunft der Menschen und die unseres Planeten erheblich verändern werden. Der Blick aus der Vergangenheit und das Lernen aus vorangegangenen Umbrüchen der Erd- und Menschheitsgeschichte ist notwendig, um die kommenden Umbrüche zu meistern und mit Zuversicht und politischer Kraft anzugehen. Die Vorträge der gemeinsam von der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen veranstalteten Ringvorlesung »Umbrüche - Auslöser für Evolution und Fortschritt« zeigen Beispiele solcher Umbrüche auf und erläutern deren langfristige Konsequenzen. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier

Ringvorlesung "Klassiker, Thriller, Ladenhüter - Wie Texte gebaut sind und wie sie wirken"

Was reizt uns an guten Texten? - Der bluttriefende Inhalt? Die elegante Wortwahl? Die korrekte Grammatik? Das Spiel mit der Sprache? Wenn wir lesen, findet in unserem Kopf ein Konzert von Wahrnehmungen statt: Wissen, Kognition, Emotion, Sprachfähigkeit und das Spiel mit kulturellen Mustern zusammengenommen machen das Lesen zum Horrorvergnügen oder Liebesrausch. Die Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen bietet einen Einblick in die Anatomie von Texten im Brennpunkt von Psychologie, Literaturtheorie und Linguistik. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier
 

Ringvorlesung "Kommunikation & Kulturtransfer in der Personalunion"

Mit der Krönung von Georg Ludwig, Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Hannover), zum englischen König Georg I. im Jahr 1714 verschoben sich die politischen Kräfteverhältnisse mit weitreichenden Folgen in Europa und im transatlantischen Raum. Mit der Vereinigung des Kurfürstentums mit dem Königreich England wurde ein wechselseitiger Austausch ermöglicht, dessen Auswirkungen weit über die Krönung 1714 und die beiden Territorien hinaus reichten. Diese Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen widmet sich daher diversen Facetten der kulturellen, sozialen, wissenschaftlichen, ökonomischen und politischen Entwicklungen besonders Großbritanniens und Hannovers im 18. Jahrhundert bis zum Ende der Personalunion im Jahr 1837. Diese müssen zum einen im Kontext des sich wandelnden Europas des 18. Jahrhunderts gesehen werden. Zum anderen gilt es, nach den Impulsen der Universität Göttingen für die Personalunion und nach den Kommunikationsnetzwerken im Europa des 18. Jahrhunderts zu fragen. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiodateien hier
 

Ringvorlesung "Die Grimms"

Die Grimms – weltweit verbinden Jung und Alt mit Jacob und Wilhelm Grimm ihre Sammlung der Kinder- und Hausmärchen. Eine Märchen-Sammlung, die seit 200 Jahren für unzählige Kinder den Weg in die literarischen Welten ebnete und noch immer eröffnet, eine Gattung Märchen, die ihrerseits seit 200 Jahren die Literatur befruchtet und von nachfolgenden Schriftstellern und Künstlern immer zu neuem Leben erweckt und in Bild und Film umgesetzt wurde und wird. Die Brüder Grimm waren jedoch weit mehr als die Sammler und Schreiber von Märchen, Sagen und Mythen, sie lebten in und für die deutsche Sprache, sie untersuchten ihre kulturellen Wurzeln, ihre historische Entwicklung und ihren systematischen Aufbau, begründeten das Deutsche Wörterbuch und die Deutsche Grammatik; und sie erkannten und nutzen Sprache auch in ihrem politischen Einsatz für ein demokratisches Deutschland. So durchschritten die Grimms das Feld der deutschen Sprache und Literatur in dieser umfassenden Weise vielleicht erstmalig. Die Ringvorlesung der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen hat das Schaffen der Brüder in exemplarischen Ausschnitten bis in die Gegenwart hinein in den Blick genommen. Die Vorträge finden Sie als Videomitschnitte hier und als Audiomitschnitte hier

Ringvorlesung "Sie befruchtet und ziert"

Von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen wissen die meisten, dass es sich um eine traditionsreiche Gelehrtengesellschaft und Forschungs einrichtung mit internationalem Renommee handelt. Doch wie die Göttinger Akademie im Laufe ihrer 260jährigen Geschichte die Wissenschaft geprägt hat und nach wie vor prägt, ist weniger bekannt. Was die Akademie - sonst oft unbeachtet von der Öffentlichkeit - bewegt hat und bewegt, erfahren Sie in dieser Ringvorlesung, die gemeinsam von der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen veranstaltet wurde, auch weil die beiden Einrichtungen auf's Engste miteinader verbunden sind. Die Vorträge finden Sie hier

Ringvorlesung "Miteinander - Füreinander. Sozialverhalten von Affen und Menschen"

Was macht den Menschen zum Menschen? Welche Merkmale unterscheiden ihn von Tieren? Dies ist seit Jahrhunderten eine gemeinsame zentrale Frage der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften. Heute wissen wir, dass die herausragenden Besonderheiten des Menschen im Bereich des Sozialverhaltens liegen. Zweifelsohne ist Homo sapiens das intelligenteste, sozial flexibelste und ökologisch erfolgreichste Lebewesen, das je existiert hat. Unsere kulturellen und technologischen Errungenschaften, die durch unsere großen Gehirne, den Besitz von Sprache und die kulturelle Weitergabe erworbenen Wissens ermöglicht wurden, sind ohne Parallele im Tierreich. Innerhalb weniger Jahrtausende lernte der »nackte Affe«, komplexe Zivilisationen zu entwickeln, Kunstwerke zu schaffen, Krankheiten zu heilen oder gar auszurotten und in Sekunden bruchteilen Daten um den Erdball zu schicken. Trotzdem führen diese intelligenten und rationalen Lebewesen Kriege um Ressourcen, diskriminieren Mitglieder anderer ethnischer Gruppen, vergewaltigen und plündern, wann immer soziale Kontrollmechanismen wegfallen. Menschliches Sozialverhalten wird durch vorgeformte Verhaltensmuster beeinflusst, die wir bisher nur bruchstückhaft verstehen. Aufschlussreich sind daher Untersuchungen an unseren nächsten biologischen Verwandten, den nicht-menschlichen Primaten: Lemuren, Affen und Menschenaffen. Die Ringvorlesung der Göttinger Universität und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen stellt evolutionäre Denkansätze und Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit vor. Die Vorträge finden Sie als Audiodateien hier

Ringvorlesung "Chemie – unser Leben, unsere Zukunft"

Die gemeinsam von der Universität Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen veranstaltete Ringvorlesung »Chemie – unser Leben, unsere Zukunft« hat sich in facettenreichen Vorträgen damit befasst, welche Rolle Chemie in den verschiedenen Sparten des Lebens spielt. Neben scheinbaren Kleinigkeiten wie dem Geschmack und der Farbe von Lebensmitteln ging es darum, Fragen für die Zukunft zu beantworten. Die Vorträge luden dazu ein, auf Entdeckungsreise zu gehen – zu neuen Energien und Treibstoffen, zu kleinsten Teilchen oder wirkungsvollen Medikamenten. Die Göttinger Fakultät für Chemie ist fachlich sehr breit aufgestellt, ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können zu zahlreichen Aspekten des Themas fundierte Beiträge leisten. Gleiches gilt für das hervorragende Forschungsumfeld in benachbarten Disziplinen und den Göttinger Max-Planck-Instituten. Die Vorträge finden Sie als Audiodateien hier

Ringvorlesung "Vom Nutzen des Nutzlosen – oder: Vom Spiel zum Produkt"

Die Politik besitzt ein oft ambivalentes Verhältnis zur Wissenschaft. Einerseits benennt sie mit der Bildung den für unser Land wichtigsten Rohstoff, andererseits sind die öffentlichen Mittel für Bildung und Forschung begrenzt, und dies führt in der Regel dazu, dass notgedrungen nur kurzfristig aktuelle Themen mit vermeintlich hohem Innovationsgrad gefördert werden. Aber wie entstehen eigentlich Innovationen? Was braucht es, damit aus einer ersten Idee ein völlig neues Produkt wird? Kann man technische Neuerungen zielgerichtet planen und nach einem festgelegten Zeitplan verwirklichen? Mit solchen Fragen rund um das Thema Innovation haben sich die Vorträge der öffentlichen Ringvorlesung im Wintersemester 2010/2011 befasst, zu der die Georg-August-Universität und die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, erstmals gemeinsam mit der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft, in die Aula am Wilhelmsplatz eingeladen haben. Unter dem bewusst provokanten Titel »Vom Nutzen des Nutzlosen – Vom Spiel zum Produkt« soll diese Vortragsreihe das Verständnis von der Entstehung und Entwicklung naturwissenschaftlich-technischer Innovationen fördern. Die Vorträge finden Sie als Audiomitschnitte hier

Ringvorlesung "Arbeit am Mythos, Leistung und Grenze des Mythos in Antike und Gegenwart"

"Mythos" fordert heraus: Allein der Begriff polarisiert gleichermaßen antike Denker und moderne Zeitgenossen. Die gegensätzlichen Reaktionen zeigen, dass hier viel Stoff zur wissenschaftlichen Aufarbeitung ansteht. Die "Arbeit am Mythos" (Hans Blumenberg), die sich die Ringvorlesung der Georg-August-Universität und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen zum Ziel gesetzt hat, besteht in einer mehrschichtigen Annäherung an verschiedene Fragen: Welche Themen werden mythisch dargestellt und sind Stoff für Mythen? Was können solche Mythen für ihre Zeit leisten? Wie werden mythische Stoffe im Laufe der Geschichte verändert? Wann, von wem, warum? Dabei werden sich auch Fragen auftun zu Grenzen und Potential von Mythen in der heutigen Zeit. Außerdem geht es um eine systematische Auseinandersetzung mit Mythen, um die Diskussion der Frage, was "Mythos" überhaupt ist und wie man Mythen richtig verstehen kann. Von den frühesten, bislang weitgehend unbekannten Schrift- und Bildquellen aus dem Alten Orient bis hin zu Mythen im heutigen Kurdistan werden sich neue Perspektiven auf die vielschichtigen Phänomene im Kontext von Mythen und Mythemen auftun. Die Vorträge finden Sie als Audiomitschnitte hier

Ringvorlesung "Wozu Theologie"

Ziel der gemeinsam von der Georg-August-Universität und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen veranstalteten Ringvorlesung ist es, die Ausdifferenzierung der evangelischen Theologie in ihre verschiedenen Disziplinen – Exegese des Alten und Neuen Testaments, Kirchengeschichte, Ethik, Systematische Theologie, Praktische Theologie und Religionswissenschaft – und deren spezifische Fragestellungen darzustellen. Zugleich soll ein konkretes Bild von der Art und Weise entwickelt werden, wie die evangelische Theologie im Rahmen der Universitätswissenschaften betrieben wird und wo ihre sachlichen Berührungspunkte mit den nichttheologischen Wissenschaftsgebieten liegen. Der Zugang aus der Innenperspektive der theologischen Fächer wird jeweils mit einer Außenperspektive verknüpft, in der aus Sicht der anderen Wissenschaften die Bedeutung der Theologie reflektiert wird. So werden den exegetischen Disziplinen die Literaturwissenschaft, der Kirchengeschichte die Geschichtswissenschaft, der Ethik die Rechtswissenschaft und Politik, der Systematischen Theologie die Philosophie zugeordnet, der Praktischen Theologie die Kunstgeschichte an die Seite gestellt und das Verhältnis von Theologie und Religionswissenschaft bedacht. In der Verbindung von Innen- und Außenperspektive sehen die Veranstalter die Bedeutung der Ringvorlesung, insbesondere auch für die im Kontext der universitas litterarum stetig mitgeführte Frage nach der Stellung und Bedeutung der Theologie an der Universität. Die Vorträge finden Sie als Audiodateien hier

Ringvorlesung "Wissenschaftliche Politikberatung"

Der moderne Staat greift bei der Bestimmung politischer Ziele und in seinem Handeln vielfach auf wissenschaftliche Beratung zurück. Bei staatlichen Interventionen und regulativen Eingriffen beruft er sich nicht selten auf die Einsichten und Erkenntnisse der Wissenschaft sowie den jeweils einschlägigen Stand von Wissenschaft und Technik. Wie Wissenschaft
zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen kann, ist demnach eine Schlüsselfrage für Staat und Gesellschaft, aber auch für die Wissenschaft selbst. Es stellt sich die Frage, welche Problemlösungskompetenz die Wissenschaft überhaupt hat und wie sie damit zur Rationalität politischer Entscheidungen beitragen kann. Dabei kann jedoch nicht übersehen werden, dass das Wirken der Wissenschaft selbst und die Bedeutung ihrer Aussagen im Kontext des Politischen anderen Regeln unterliegt. Hier stellen sich jene Fragen nach Legitimation, Geltung und Wahrheit, die seit langem Wissenschaftstheorie, Verfassungslehre und die politische Theorie beschäftigen. Die Ringvorlesung der Georg-Augut-Universität und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen spannt einen Bogen von den Formen, den Mechanismen und dem Bedarf wissenschaftlicher Politikberatung bis hin zu ihrer philosophischen Dimension. Sie stellt neben die allgemeinen Betrachtungen einzelne Politikbereiche: von der Wirtschafts- und Sozialpolitik über die Medizinethik bis hin zur Bildungs- und Migrationspolitik. Die Vorträge finden Sie als Audiomitschnitte hier
 

Ringvorlesung "300 Jahre Albrecht von Haller – Genialität, Internationalität, Exzellenz"

Der Schweizer Albrecht von Haller (1708-1777) war einer der hervorragendsten Gelehrten des 18. Jahrhunderts. Seine Beiträge zu den Lebenswissenschaften, insbesondere zur Botanik, Anatomie und Physiologie, sowie seine Leistungen als Dichter, Bibliograph, Staatstheoretiker und Wissenschaftsorganisator wurden in ganz Europa beachtet. Ihn als Universalgelehrten, ja Universalgenie mit internationaler Ausstrahlung zu bezeichnen, greift nicht zu weit. Mit 28 Jahren wurde Haller 1736 nach Göttingen an die neu gegründete Georgia Augusta berufen, wo er bis 1753 wirkte. Der jungen Universität verhalf Haller rasch zu internationalem Ansehen, und er schuf zudem mit der von ihm 1751 gegründeten Akademie der wissenschaften zu Göttingen eine Einrichtung, die bis zum heutigen Tage bedeutende Forschungsleistungen erbringt – nicht zuletzt durch das Zusammenführen von Geistes- und Naturwissenschaften, die in Hallers Person vereint waren. Hallers universale Arbeiten machen die europäischen Dimensionen der Göttinger Universitäts- und Akademiegründung offenkundig. Sichtbare Zeugnisse seines Wirkens in Göttingen sind der von ihm angelegte Alte Botanische Garten, die auf seine Initiative hin entstandene Reformierte Kirche und die von ihm seit 1747 herausgegebenen Göttingischen Gelehrten Anzeigen, eine bis heute fortgeführte bedeutende Literatur- und Rezensionszeitschrift. 300 Jahre nach Albrecht von Hallers Geburt am 16. Oktober 1708 war unter der Schirmherrschaft der Akademie der Wissenschaften und der Universität die zentrale Ringvorlesung des Wintersemesters 2008/2009 seinem vielfältigen Wirken gewidmet. Die Vorträge finden Sie als Audiomitschnitte hier