(1) S. liegt im Westen Niedersachsens an der Grenze zu den Niederlanden, etwa 60 km westlich Osnabrücks, 50 km nordwestlich Münsters. Der leicht erhöht gelegene und damit hochwassergeschützte Ort wird von der Vechte durchflossen, einem größeren Bach, der aus dem Höhenzug der Baumberge bei Coesfeld kommend zum IJsselmeer in den Niederlanden fließt. In S. dürfte es eine Möglichkeit zur Querung gegeben haben (erste Brücke 1734), Straßen führten ostwärts nach Rheine (17 km), wo es eine Emsfurt gab, und westsüdwestlich nach Bentheim (fünf Kilometer), dem Sitz der Grafen von Bentheim. S. dürfte bereits in vorrömischer Zeit als Siedelplatz gedient haben, eine Kapelle wird für um 700 n.Chr. erwähnt. Wann und wie genau S. im Laufe des Hochmittelalters in den Besitz der Grafen von Bentheim kam, ist nicht bekannt, 1154 wird S. erstmals urkundlich genannt. Von Graf Egbert von Bentheim (reg. 1270-1304) und seiner Gemahlin Heilwig (oder Hadewig) erhielt S. 1295 Stadtrecht. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die gräfliche Stadtburg Altena (auch Altona) errichtet. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg mehrmals als Witwengut der Gf.innen eingesetzt, ob sie zu dieser Zeit auch als Witwensitz diente, ist ungewiss. Sicher diente S. als solcher ab 1562 für Anna von Tecklenburg-Schwerin, der überlebenden Frau Graf Eberwin III. von Bentheim-Steinfurt (†1562), als Regentin für ihren unmündigen Sohn Arnold II. (IV.) von Bentheim-Tecklenburg bis zu seiner Volljährigkeit 1573 und weiter bis zu ihrem Tod 1582 (der sie im Bentheimer Hof in Münster ereilte). Ab 1606 war die Burg Witwensitz für Magdalena von Neuenahr-Alpen, der überlebenden Frau Arnolds II. (IV.), wohl bis zu ihrem Tod 1627; ihre Hofordnung von 1606 ist überliefert. In S. ging 1661 Graf Ernst Wilhelm von Bentheim-Tecklenburg in geheimer Weise die nichtstandesgemäße Ehe mit der aus dem gehobenen Bürgertum stammenden Gertrude van Zelst ein. Nach dem Tod des zum Katholizismus konvertierten Graf Ernst-Wilhelm 1693 wurde S. Witwensitz seiner zweiten Ehefrau Anna Isabella van Limburg-Stirum, die um 1700 nach Köln verzog.
Durch die den Niederlanden direkt benachbarte Lage wurde S. mehrmals in die Kampfhandlungen des Achtzigjährigen Kriegs einbezogen, ebenfalls in die des Dreißigjährigen Kriegs; 1632 wurden Teile der Burg zerstört.
(2) Über die Vor- und Frühgeschichte S.s ist wenig bekannt. Sicher ist, dass der Ort 1295 von Graf Egbert von Bentheim Stadtrecht erhielt. Grund- und Stadtherren waren die Grafen von Bentheim, denen der direkt an der Vechtequerung befindliche »Ole Hoff« bis heute als Eigentum gehört, und der schon vor der Stadtrechtsverleihung bestand; mit Erbauung der Burg Altena endete dessen Wohnnutzung durch die Grafen Verliehen wurde die Befreiung von grundherrlichen Lasten, das Vererbungsrecht des Eigentums der Bürger (bei Erbenlosigkeit hingegen fiel der Nachlass an den Stadtherrn), eigene Gerichtsbarkeit, deren Einnahmen zu zwei Drittel an die Stadt, einem Drittel an den Grafen ging, Erwerb des Bürgerrechts nach Jahr und Tag, und weitere Befugnisse, wie sie in der Stadt Münster galten, sowie das Befestigungsrecht. Von städtischen Organen verlautet nichts, jedoch werden 1299 Ratsherren und Schöffen als Aussteller eines Briefs an Osnabrück erwähnt. 1315 erscheinen drei Ratsleute, 1392 werden zwei Bürgermeister erwähnt. Ab 1379 erscheinen Siegel der Stadt. Die städtischen Amtsträger hatten dem Stadtherrn einen Eid zu schwören. Fertiggestellt worden sein dürfte die Befestigung unter Graf Simon (reg. 1333-1347). Erweitert wurde sie um einen Graben, der von der aufgestauten Vechte gespeist wurde, und einen äußeren Wall. Am Vechtestau wurde eine landesherrliche Mühle errichtet (für Korn, Lohe und Holz).
Deutlich erweiterte Privilegien gewährte 1465 Graf Bernhard II. von Bentheim (reg. 1465-1473). Sie bedeuteten eine Neufassung der Gerichtsverfassung (Einnahmen wurden nun hälftig zwischen Stadt und Graf geteilt und zwischen höherem Gogericht und täglichem [Stadt-]Gericht getrennt) und die Sicherung eines Wochenmarkts sowie von vier Jahrmärkten á sechs Tagen. Zugestanden wurden der Stadt Wegegeld, Akzise, Waage, desweiteren auch die Errichtung einer Ziegelei (bis 1831 im Besitz der Stadt). Wie vorher wurde Münster als Oberhof festgelegt. Auch hatte die Stadt die Aufsicht über den Schulmeister. Für den Rat wurden nun acht Amtsträger vorgesehen (zwei Bürgermeister, sechs Schöffen). Um die Mitte des 15. Jahrhunderts werden als weitere Organe der Verfassung zwei Älterleute und »Zwölf von der Gemeinde« (twelfftelinghe van unser ghemeente) erwähnt. Die Ratsumsetzung fand am Tag Petri-Stuhlfeier (22. Januar) statt.
Der unregelmäßige Straßengrundriss spricht für ein organisches Wachstum. Um Markt und Kirche herum entwickelte sich der Ort auf dem linken Vechte-Ufer nach Westen hin, Brunnengasse, Mauerstraße und Hagen entsprechen dem Verlauf der alten Befestigung, die im ausgebauten Zustand wehrhafter war als die der anderen gfl.en Landstädte Nordhorn und Neuenhaus. Nach Süden hin, an der Steinstraße (Straße zum Steinbruch), gab es das Steintor, daneben das Windtor (nach Osten, an der Windstraße, Name abgeleitet von der Winde der Zugbrücke), das Voentor (nach Norden, an der Voen- oder Vennstraße [heute Föhnstraße]) und das Mühlentor (im Südosten, an der Mühlengasse an der Vechte), dazu gab es drei Türme. Die Bürger bildeten die Miliz, organisiert in der »Schüttery«, der Schützengesellschaft (belegt für 1533, Protokollbuch ab 1645); Schießpulver bezog die Stadt vom gfl.en Büchsenmeister. Am zweiten Sonntag nach Pfingsten fand das Schützenfest statt. Die Stadt war zu Zeiten des Dreißigjährigen Kriegs in zwölf Rotten eingeteilt, von denen zwei im Notfall einen Mauerabschnitt mit einem Turm zu besetzen hatten. Das ummauerte Stadtareal war wohl nie völlig bebaut. Über Einwohnerzahlen ist nichts genaues bekannt, 1532 gab es 364 Personen über zwölf Jahre, wie eine Kommunikantenzählung ergab, was auf ca. 440 Einwohner schließen lässt. 1599 soll es 300 Wohngebäude gegeben haben, die in vier Klüfte eingeteilt waren. 1580 und 1607 sind Pestzüge belegt. Wirtschaftlich dominierte die Landwirtschaft und die Weiterverarbeitung von deren Erzeugnissen, Kleidungsherstellung und Hausbau. Hervorzuheben ist der Anbau von Flachs und seine Verarbeitung zu Leinen. Verloren ist ein Gildebrief, der 1341 den Schuhmachern ausgestellt wurde, 1362 erhielten die Tuchmacher und Schneider, 1387 die Schmiede ihren Gildebrief, weitere Zünfte gab es nicht. 1391 erscheint ein Pelzer, 1396 ein Platner (Harnischmacher), 1390 und 1392 ein Goldschmied, was auf Luxuswaren und damit eventuell hofnahe Gewerke verweist.
Zeichen weiterer gemeindlicher Organisation ist die 1534 erstmals erwähnte Schützengilde. 1645 erhielt sie eine neue Satzung. Graf Arnold Jost verbot 1623 seinem Rentmeister Georg Homoet, der Forderung der Stadt nach Beteiligung an Wach- und Stadtdiensten nachzukommen; die Stadt griff seit 1625 auch auf gräfliche Amtsträger zurück, Prozesse hierum gingen bis an das Reichskammergericht, 1628 wurde in diesem Zusammenhang der Bürgermeister verhaftet (auch der von Neuenhaus). Bis in die 1640er Jahre zogen sich die Auseinandersetzungen hin (u.a. 1642 Arretierung gfl.er Schafe auf der städtischen Allmende, 38wöchige Haft des S.er Bürgermeisters Gerhard tor Molen in Bentheim, bewaffneter Auflauf in Bentheim anlässlich der Urteilsverkündung). Nachwehen war die problematische Huldigung des neuen katholischen Landesherrn 1693, die nicht in S., sondern in Bentheim erfolgen sollte.
(3) Erste kirchliche Einrichtung war eine im Rahmen der frühen Missionierung des rechtsrheinischen Raums etwa um 700 erwähnte Kapelle. Missionsbf. Liudger von Münster soll vor bzw. um 800 hier gepredigt haben. Eine eigenständige Pfarrei wird erstmals 1209 erwähnt, Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Die Pfarrei war groß, zu ihr gehörten auch die im 13. und 14. Jahrhundert abgetrennten Kirchspiele Bentheim und Gildehaus. Der S.er Pfarrer war stellvertretender Archidiakon in der Bentheimer Obergft. 1313 werden zwei Plebane erwähnt. 1343 stiftete Graf Simon einen Altar. 1355 wurde ein päpstlicher Ablassbrief für die Unterstützung der Kirche erworben (1390 erweitert). 1451-1535 wurde die heute noch stehende Kirche im gotischen Stil errichtet (Chor 1478, der 82 m hohe Turm 1502 vollendet). Erhalten hat sich im Ostfenster das von zwei Löwen gehaltene Wappen der Grafen von Bentheim.
Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts werden Beginen erwähnt. Bis 1418 hatten sie ein eigenes Haus (von dem später behauptet wird, der S.er Ratsherr Johannes Monick habe es 1392 gestiftet), das der Bentheimer Graf in diesem Jahr dem Augustiner-Chorherrenstift Frenswegen (bei Nordhorn) unterstellte. Dieses machte daraus ein Schwesternhaus, das den Namen Mariengarten erhielt. 1587 wurde es vom Grafen unter Beteiligung der Stadt aufgelöst (1842 abgebrochen); 1701 wurde das Kloster zur Wohnung des zweiten reformierten Pastors bestimmt. Ende des 14. Jahrhunderts wurde eine Hl. Geist-Stiftung ins Leben gerufen zur Versorgung armer und alter Bürger, der zwei Ratsherren vorstanden. 1459 wurde bestimmt, dass der Vorstand des Hospitals aus einem Ratsherrn, dem Priester und dem gfl.en Hofmeister bestehen sollte. Zehn der zwölf Präbenden durfte die Stadt vergeben, zwei der Gf.
Auf Burg Altena gab es eine eigene Kapelle.
Die S.er Gemeinde dürfte die Konfessionswechsel mitgemacht haben. In S. erklärte Graf Arnold I. von Bentheim (reg. 1530-1553) 1544 seinen Übertritt zur lutherischen Lehre. Arnold II. (reg. 1553-1606) trat 1587 zum reformierten Glauben über, 1588 wurde in diesem Sinn eine Kirchenordnung erlassen (nur zwei bis drei Familien sollen katholisch verblieben sein). Allerdings scheint dieses in der Stadt nicht nachgelebt worden zu sein, wegen verbotener Fassnacht, Kränzehängen, Maibier und Vogelschießen u.a. altgläubiger Bräuche kam es zu Auseinandersetzungen, der S. er Bürgermeister wurde für fünf Wochen in Bentheim eingekerkert. In S. errichtete auch 1588 der theologisch gebildete Arnold II. mit dem Gymnasium die erste höhere Lehranstalt in der Grafschaft, die jedoch bereits 1591 nach Steinfurt verlegt wurde. In S. fand 1604 eine Synode der drei Grafschaften Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg statt.
Gf. Ernst Wilhelm konvertierte auf Drängen des Münsteraner Bf.s Christoph Bernhard von Galen 1668 zum katholischen Glauben, woraufhin in der Burgkapelle der katholische Gottesdienst begonnen wurde, ab 1670 auch außerhalb der Burg, ab 1702 wieder in der Burg (bis 1868). 1712 wurde in der Vorburg eine katholische Schule eingerichtet. Dem katholischen Pfarrer wurde der vormalige Beversche, mittlerweile gräfliche Hof (heute Rathausstr. 6) als Wohnung überlassen (bis 1859 im Besitz der Gf.en).
Bereits 1316 erscheint ein »Rector scholarum«, was als Indiz für eine Schule gewertet werden kann.
(4) Die gräfliche Burg lag in der südöstlichen Ecke der Stadt. Teile der Stadtmauer haben sich bis heute erhalten (vgl. Mauerstraße), da sie Ende des 18. Jahrhunderts für Wohnbauten genutzt wurden. Auch ruht der Südgiebel des ca. 1450 errichteten Westflügels der Burg Altona auf der Stadtmauer auf, Ost- und Südseite der Burgmauer bildete zugleich die Stadtmauer. Von der Stadtmauer umfasst war auch das Areal des unter Gf.in Anna von Tecklenburg-Schwerin angelegten Burggartens. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, in dem der Ostflügel des Schlosses durch Beschuss zerstört worden war, wurde die Stadtbefestigung nicht mehr gepflegt, in den 1820er Jahren wurde sie abgerissen. Am Marktplatz stand das Rathaus, eventuell kann eine Bauzeit um 1400 angenommen werden, es diente ferner zum Tanz, der einmal jährlich von der Schützengesellschaft abgehalten wurde, auch wurden dort die Hochzeiten vermögenderer Bürgerfamilien begangen. Baugeschichtlich dürfte die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts von mehreren Großvorhaben geprägt gewesen sein (Kirche, Schloss, Kloster). Der anfangs große Kirchhof wurde im Laufe der frühen Neuzeit verkleinert auf nur noch ein Viertel seiner einstigen Größe und bebaut, was einer Verdichtung der Siedlung entspricht.
Es gab mehrere Adelshöfe: Bevernscher Hof (später katholische Kirche), Cantzlers Hof, Ketteler Hof, Berninckhausenscher Hof, Hof Schotte de Bever (dann Beninga von Grimersum), Keppeler Hof, Valkenhof (nach Stadtbrand 1608 evangelische Schule, 1824 durch Neubau ersetzt), Kerkering (Föhnstr. 23). Davon abgesehen entsprach die Bebauung dem Typ des Niedersächsischen Bauernhauses, was der landwirtschaftlichen Ausrichtung der städtischen Wirtschaft entsprach. Im 18. Jahrhundert gab es neue Formen, wie das Haus Markt 3 zeigt, dass der Stadtrichter van Beesten 1740-1750 hat errichten lassen (steinerner Schildgiebel mit Allianzwappen Beesten-Middachten). Stadtbrände gab es 1604 und 1703.
Straßenpflasterung und Regelung der Oberflächenentwässerung begannen 1780 in der Föhnstraße.
Jacob van Ruisdael schuf um 1650 eine Ansicht S.s von der Wasserseite von Osten (siehe unter [8]: 700 Jahre Schüttorf [1995], S. 299). Einen Eindruck von der Größe S.s vermittelt eine undatierte Karte (wohl des 18. Jh.s), die sich im Fsl. Bentheimschen Archiv in Burgsteinfurt befindet (siehe unter [8]: 700 Jahre Schüttorf [1995], S. 18 und S. 46). Mehrere Darstellungen baulicher Gegebenheiten sowie eine Gesamtansicht S.s fertigte Frederic de Moucheron ca. 1675 an (überliefert in der Sammlung des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Göttingen, hier nach 700 Jahre Schüttorf [1995] S. 120 und S. 300f.).
(5) Nicht weit entfernt von S. lagen Steinbrüche in den Bentheimer Bergen (heutige Gemarkung Waldruh), in denen der Stein für die Stadtmauer gewonnen wurde. Fuhrdienste mussten die gfl.en Eigenleute der um S. herumliegenden Ortschaften leisten. Das S.er Stadtrecht diente als Vorbild für das 1369 an Neuenhaus und 1379 an Nordhorn übertragene Recht. 1683 schlossen die drei Städte der Grafschaft Bentheim, S., Nordhorn und Neuenhaus, einen Beistandspakt. Zusammen führten die Bürgermeister der drei Städte seit Mitte des 16. Jahrhunderts auf dem Bentheimer Landtag eine Stimme. Bereits 1487 beurkundeten die drei Städte den Erbvergleich unter den Vettern der Grafen von Bentheim und Steinfurt. Den Bürgern stand ein größeres Stück Land (etwa zwei mal drei Kilometer messend) nördlich der Stadt als gemeine Feldmark zur Bewirtschaftung, d.h. zum freien Weidegang und zum Plaggenstich sowie zum Abbau von Brenntorf (Soden- bzw. Suddenstich), zur Verfügung (bis zum frühen 19. Jh.).
(6) In herrschaftlicher Perspektive ist S. im Zusammenhang mit dem nahgelegenen Bentheim zu sehen, wo sich die Burg und damit der Hauptsitz der Grafen von Bentheim befand. Der Ort Bentheim blieb klein, als mit Stadtrecht versehener Ergänzungsort diente S., der im 14. Jahrhundert einen Aufstieg erlebt haben muss, wie die drei geschaffenen Zünfte, die Hospitalsgründung und die (wenn auch geringe) Anwesenheit von Luxushandwerkern ausweist. Im 16. und 17. Jahrhundert diente S. sicher als Witwensitz, aus dem 15. Jahrhundert sind Verschreibungen zur Versorgung gfl.er Witwen bekannt; ob S. auch in diesem Jahrhundert als Witwensitz fungierte, muss offen bleiben. Über die Verflechtung von Stadtgesellschaft und Hof ist wenig bekannt. In der Zeit der Konfessionalisierung und des Dreißigjährigen Kriegs gab es immer wieder Konflikte teils schärferer Art, was auf eine relativ selbstbewusste Bürgerschaft schließen lässt.
(7) Stadtarchiv Schüttorf (eine Kopie des erweiterten Stadtrechts von 1465), Stadtrechnung zum Jahr 1533. Das Archiv der Stadtherren befindet sich in Burgsteinfurt. Überliefert ist auch das Kirchenbuch der katholischen Gemeinde, beginnend 1669. Stadtrechtsbücher, Bürgerbücher o.ä. haben sich nicht erhalten, vieles fiel 1945 dem Rathausbrand zum Opfer.
Voort, Heinrich: »Damit ein jeder wissen möge, wessen er sich zu verhalten«. Die Hofordnung der Gräfinwitwe Magdalena zu Bentheim für Haus Altena in Schüttorf, in: Jahrbuch des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim 2006 (Das Bentheimer Land, 175), S. 143-161.
(8)Edel, Ludwig: Die Stadtrechte der Grafschaft Bentheim. Diss. Leipzig 1909. - 700 Jahre Stadtrechte Schüttorf (1295-1995). Beiträge zur Geschichte, hg. von der Stadt Schüttorf, Schüttorf 1995 (Das Bentheimer Land, 134). - Berge, Wilhelm: Aus der Chronik der Stadt Schüttorf, hg. vom Heimatverein der Samtgemeinde Schüttorf, Haselünne 2020 (Schüttorfer Schriftenreihe, 4).