Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800)

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Bergen op Zoom

Bergen op Zoom

(1) B. liegt an einem nördlichen Seitenarm der Schelde auf einem sandigen, nordsüdlich verlaufenden, »Brabantse wal« genannten Höhenzug, der sich in einem moorigen Niederungsgebiet erstreckt, an einer Stelle, an der ein west-östlich verlaufendes Gewässer die Terrasse durchbricht. Der erste Teil des Ortsnamens erscheint im 13. Jahrhundert in verschiedenen Formen (Berges, Bergis, Bergen und Berghen). Die Verbindung mit lateinisch »Zoma«, niederländisch »Zoem«, kommt in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts hinzu. Wahrscheinlich bedeutet der Name sovielwie wie »hügelige Fläche am Rande feuchter Niederungen«. Neben der Schelde waren die wichtigsten Landhandelsverbindungen die nach Süden (Antwerpen) und nach Osten (Breda).

Archäologisch ist eine Besiedlung seit der Vorgeschichte und der Römerzeit belegt. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts ging dieses Gebiet in der Markgrafschaft Antwerpen auf, um die im 12. Jahrhundert der Graf von Löwen und spätere Herzog von Brabant seine Macht erweitert hat. Um 1198 wurde der Herr von Breda als Vasall des brabantischen Hzg.s Herr dieses Gebiets. Nach Tod der letzten Herrin von Breda und deren überlebenden Mann wurde das (große) Gebiet der Herren von Breda geteilt, der westliche Teil als das »Land von B.« 1287 ausgegeben an Gerard van Wezemaal (†1308/1309) und aus diesem Anlass zur eigenständigen Herrschaft (»heerlijkheid«) erhoben; B. wurde Hauptort der neuen Herrschaft. Nach mehreren Erbgängen und dem zweimaligen Wechsel der besitzenden Familie ging die Herrschaft in die Hände Jans IV. van Glymes über, eines Nachkommens eines illegitimes Sohnes der Herzöge von Brabant.

Nach der Belehnung 1419 nannte sich dieser Jan I. van B. (ca. 1390-1427), der sich politisch eng an Herzog Philipp den Guten von Burgund anlehnte. Kontinuierlich blieb B. bis in die Zeit des Aufstands im Besitz der Familie, die ihre Stadt sehr förderten, zugleich die Unabhängigkeit ihrer Herrschaft wahrten. Prägend war die lange Herrschaftszeit Jans II. van B. (als Regent 1427-1440, selbständig 1440-1494), der im Aufstand der Stände gegen Maximilian I. diesem 1482-1492 treu blieb. Hervorzuheben ist, dass unter seinem Enkel Anton van B. (1500-1541) die Herrschaft 1533 von Kaiser Karl V. zur Markgrafschaft erhoben wurde.

Häufige Wechsel setzten ein, nachdem der letzte Herr Jan IV. van B. (1528-1567) als Gesandter des niederländischen Adels 1567 als Gefangener König Philipps II. in verstarb und seine Besitzungen durch Herzog Alba (1567-1577 kgl.er Statthalter in den Niederlanden) konfisziert wurden. 1577 wurde B. seitens der Republik erobert und als Lehen an eine Nichte des letzten Herrn ausgegeben, deren Ehemann sich politisch der Republik widersetzte, woraufhin die Markgrafschaft konfisziert wurde und 1582 dem Statthalter der Republik, Fürst Wilhelm I. von Oranien, übereignet wurde. Nach dessen baldigem Tod 1584 waren kurz die Stände von Brabant im Besitz der Markgrafschaft, worauf 1588 die legitime Erbtochter, Maria Mencia van Wittem, mit ihr belehnt wurde. Nach deren Tod 1613 geriet die Markgrafschaft in die Hände mehrerer adliger Frauen aus der Familie van den Bergh, von denen eine in die Familie Hohenzollern-Sigmaringen einheiratete, so dass 1672 die aus dieser Ehe stammende Henriëtte Francisca von Hohenzollern nachfolgte. Nach erneuter Konfiskation durch die Generalstände folgte 1698 der aus ihrer Ehe mit Frédéric Maurice de la Tour d’Auvergne geborene Sohn François Egon de la Tour d’Auvergne (†1710), dessen erbende Tochter wegen Minderjährigkeit unter Vormundschaft ihrer Mutter und zweier ihrer Onkel gestellt wurde. Sie heiratete 1722 Johann Christian Joseph von Pfalz-Sulzbach, wonach sie ihre Hofhaltung in B. aufgab und nach Deutschland verzog. In B. ließen sich die nachfolgenden Herrscher vertreten.

Die Markgrafschaft kam nach ihren Tod 1728 an ihren Sohn Karl Philipp Theodor von Pfalz-Sulzbach (zunächst unter Vormundschaft, ab 1742 selbständig), der sie bis 1799 innehatte. Sein Nachfolger Maximilian I. Joseph von Pfalz-Birkenfeld verkaufte die Markgrafschaft zusammen mit einigen weiteren Herrschaftsgebieten 1801 an die »Batavische Republik«.

(2) Archäologisch ist eine Besiedlung seit der Vorgeschichte und der Römerzeit belegt. Der Siedelplatz dürfte im Frühmittelalter verlegt worden sein, in karolingischer Zeit konzentrierte sich die Bebauung um den späteren Markt mit der Pfarrkirche. Im 13. und 14. Jahrhundert erlebte B. ein deutliches Wachstum. Ausschlaggebend war der Handel auf der Schelde. Ab 1472/73 wurde ein neuer Hafen angelegt (heutiger Westen des Stadtzentrums), der sich innerhalb der Stadtmauern befand (Anlage von Grachten 1484-1488, Abbruch des Westteils der Stadtmauer 1490, einziger Rest ist das »Onze Lieve Vrouwepoort« oder Gefangenentor). Westlich des Hafens wurde eine neue Befestigung angelegt mit drei Toren (Sint Nicolaaspoort, Sint Jacobspoort und Hampoort (als Steinbauten 1505-1508). Seitdem betrug die ummauerte Fläche 52 ha. 1475 gab es 6000 Einwohner, 1525 ca. 9000. 1437 gab es inner- und außerhalb der Mauern 1119 Häuser bzw. Herdstellen, 1496 1709, 1526 2203. In der frühen Neuzeit schwankten die Einwohnerzahlen wegen der vielen Kriege stark.

Den ost-westlich ausgerichteten Siedlungskern bildete der Platz vor der Kirche mit der umliegenen Bebauung. Seit dem 13. Jahrhundert wurde dieser Kern um ein Straßennetz erweitert, zudem vermutlich zu dieser Zeit die »Grebbe«, ein Entwässerungsgraben, in ost-westlicher Richtung angelegt, der bis 1300 die Grenze der Bebauung bildete. Nach 1300 wurde B. über die Grebbe hinaus nach Norden kreisförmig erweitert und mit einer Befestigung versehen. Entlang der Ausfallwege entstanden bei den Stadttoren geschlossene Häuserzeilen, im Nordosten siedelte sich die Tuchherstellung an, gehäuft in den »Gasthuisbeemden« (Gasthausgelände, -wiesen) (erste Erwähnung 1406). Um den Hafen konzentrierte sich die Steingutherstellung und Färberkrappverarbeitung. Im 15. Jahrhundert wurde die Grebbe zunehmend überbaut bzw. überwölbt. Teile des südwestlichen und südöstlichen Stadtareals wurden erst im 15. Jahrhundert zugebaut, des nördlichen Areals noch später, woraus sich eine Ost-West-Erstreckung der bebauten Fläche erklärt. Um 1500 erlebte B. eine Hochkonjunktur, die der Stadt ihre Form gab, welche durch den wirtschaftlichen Niedergang nach 1530 nicht mehr stark verändert wurde, erst die Industrialisierung brachte weitreichende Eingriffe.

Vor 1212 wurden erste Stadtrechte vom Herrn von Breda erteilt, die in einem Statut diesen Jahres zusammengefasst wurden. Bei der Teilung der Herrschaft 1287 erhielt B. als Hauptort der neuen Herrschaft die hohe Gerichtsbarkeit, blieb aber in mancher Hinsicht von Antwerpen abhängig. In den Jahren 1314, 1349, 1365 (»Groot Privilege«) und 1383 wurden die ältesten Stadtrechte genauer festgelegt, die Verfassungsfragen, das Strafrecht und die Schuldeneinziehung regelten. Rechtlich gehörte seit dem Hochmittelalter noch ein Gebiet außerhalb der Mauern zum Stadtgericht, die »(Buiten)Poorterij« (dt. in etwa Außenbürger-Gebiet) genannt.

In der Stadt ließen die Herren sich von einem »drossard« (Drost) vertreten. Der Schultheiß und die Schöffen wurden vom Stadtherrn ernannt. Jan. IV. van B. gewann weitere Zugriffsrechte auf die städtische Verwaltung durch die Übernahme eines Teils ihrer Schulden. Im 17./18. Jahrhundert waren die Ämter des Drosten und Schultheißen in Personalunion vereinigt. Die Schöffenbank zählte sieben, seit 1521 neun Mitglieder, denen der Bürgermeister »binnen de bank« vorsaß. Die tägliche Verwaltung lag in Händen des »binnenraad«, der aus dem Stadtrat unter Vorsitz des Drosten und Vizevorsitz des Bürgermeisters »buiten de bank« tagte. Daneben gab es den »buitenraad«, auch Alter Rat genannt, bestehend aus den Alt-Schöffen, Alt-Rentmeistern und Vertretern der sieben »natiën« (wortwörtlich Nationen), den Vertretern der Zünften, und den »brede raad«, ursprünglich die Gemeindeversammlung, später ein aus Binnenrat, Außenrat und den Kaufleutegemeinschaften bestehendes Gremium.

Ursprünglich wählte die Einwohnerschaft die Bürgermeister »binnen« und »buiten de bank«, im 14. Jahrhundert ging das Wahlrecht auf die Schöffen über. Zur Unterstützung der Verwaltung gab es das Amt des »pensionaris« (wortwörtlich Pensionärs), eines (gelehrten) Juristen, und das des Sekretärs, des Vorstehers der Kanzlei, zur Unterstützung des Schöffengrichts einen »griffier« (Gerichtsschreiber). Im Laufe der Zeit entstanden hieraus weitere spezialisierte Ämter. Auf die Sieben Nationen ging der Stadtrat zu, um sich beraten zu lassen, weswegen sie als dem Buitenraad angeschlossen betrachtet werden können. Die Zünfte wurden geleitet von »dekanen« als Vorstehern und von Geschworenen. 1454 gab es einen schweren Konflikt zwischen Schöffen und den Zünften, der durch den Stadtherrn beigelegt wurde. 1456 ordnete dieser die Verfassung neu: Die Schöffen wählten seitdem die Rentmeister und die Bürgermeister, das Selbstverwaltungsrecht der Zünfte wurde eingeschränkt. Ihre Vorsteher wurden hinfort durch den Schultheiß und die Schöffen aus einem Vorschlag der Zunftmitglieder ausgewählt. Zunftversammlungen bedurften der Zustimmung der Bürgermeister oder des Schultheißen. Im Prinzip galt dieses bis 1795.

Um die Mitte des 14. Jahrhunderts entstand die erste Schützengilde, zu Mitte des 15. Jahrhunderts gab es vier: Alte und Junge Handbogengilde, Alte Fußbogengilde (auch St. Jorisgilde) und Junge Fußbogengilde, von denen einige ihre Schützenhöfe an den Stadtmauern hatten. 1464/65 griff Jan II. van B. auch bei ihnen neuordnend ein, hob die alten Gilden auf und schuf zwei neue, aus je 32 Schützen bestehende Gilden, die einen Treueid auf den Stadtherrn ablegen mussten. Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert gab es dann zwei Gilden, die Sint Ambrosiusgilde und die Sint Sebastiaansgilde.

Als halbformelle Schützenvereinigungen für die jungen Männer entstanden in den 1460er Jahren zur Freizeitgestaltung die »schutterij van de gebroken pees«, die »schutterij van de pauvere« und die »schutterij van de schermers«. Im 16. Jahrhundert bestand die Rhetorenkammer »De Vreugden-Bloeme«.

Wirtschaftlich ist neben der Landwirtschaft - sie prägte die entstehende Stadt - seit dem 13. Jahrhundert der Torfabbau zur Salzgewinnung und Brennstofferzeugung zu nennen. Mehrere Straßennamen verweisen auf die Tonwarenherstellung, die im frühen 13. Jahrhundert erwähnt wird. Silberschmiede, Milchverarbeitung und Brauereien werden ebenfalls früh genannt. Sicherlich seit 1314 gab es einen Wochenmarkt. Als älteste der Zünfte, die ihre Vertreter im Rat hatten, erscheinen die Tuchweber 1314, die Färber 1358, und einige andere mehr, darunter auch die »meerseniers« (Krämer, 1440), zu denen auch die Goldschmiede zählten (eigene Gilde 1558). Eventuell gab es Ende des 14. Jahrhunderts eine Schiffergilde. Eine Gilde der Arbeiter bestand 1431, seit 1491 wurde sie »cordewagencruyers« genannt, eine Küre erhielt sie 1571. Andere Stadtbewohner waren Mitglied der Gilde der »Poorterij«. Im 16. Jahrhundert kam die Majolicaproduktion als neuer, von der Stadt geförderter Gewerbezweig hinzu. Jan IV. ließ eine Muster-Bierbrauerei (»In de Blauwe Hand«) einrichten. Im 18. Jahrhundert gewährte Karl Theodor von der Pfalz neue Privilegien zur Hebung wirtschaftlicher Aktivitäten.

1337 erhielt B. vom König von England das Privileg, Wolle zu verkaufen. Mit dem »Groot Privilege« von 1365 wurden zwei Jahrmärkte eingerichtet (faktisch aber wohl ältere bestätigt), der sog. Paasmarkt zu Ostern und der Koudemarkt (wortwörtlich Kalter Markt) im November, mehrmals von den Ks.n bestätigt. Die Anziehungskraft beider Jahrmärkte wurde durch eine Reihe von Vergünstigungen der Landesherrn weiter erhöht (Jahrmarktsfrieden 1390; Bestätigung 1479), auch erwarb die Stadt 1499 und 1505 die in Zeeland und Brabant gelegenen Zölle. Größere Bedeutung im internationalen Handel hatte B. gegen Ende des 15./zu Beginn des 16. Jahrhunderts, als es nach Antwerpen der größte Stapelplatz englischer Tuche für den Weitertransport nach Zentral- und Südeuropa war. Auch der Handel mit Portugal konzentrierte sich um 1500 hier. Ebenfalls waren Italiener und Süddeutsche anwesend. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gab es direkte Beziehungen zu Kastilien und Leon. Der wirtschaftliche Verfall führte zu einer steigenden Verschuldung der Stadt in der frühen Neuzeit, die Generalstände liehen mehrmals große Summe, und im 18. Jahrhundert löste Karl Theodor von der Pfalz die bei ihm als Markgrafen bestehenden Außenstände ab.

Gegenstand der Zusammenarbeit von adligem Rat und Stadtrat war die Organisation und anteilige Finanzierung des Wasserwesens rund um B., für die 1578 eine gemeinsame Kommission eingesetzt wurde.

(3) Hauptkirche war die St. Gertrudis-Kirche, Patrozinium war die Hl. Gertrud von Nivelles (ndl. Nijvel). Der Legende nach war sie es, die 654 die Kirche gegründet haben soll, faktisch wird diese erst 1219 quellenmäßig erwähnt. Die Abtei in Nivelles hatte im 11. Jahrhundert Grundbesitz in und um B., bis ins 14. Jahrhundert übte der Abt von Nivelles das Patronatsrecht über die B.er Kirche aus, der Herr von B. hatte jedoch ein Mitspracherecht. Die Parochie ging über B. hinaus und umfasste mehrere Dörfer des Umlandes. Bis 1559 gehörte B. kirchlich zum Bistum Lüttich (Erzdekanat Kempenland, Dekanat Hilvarenbeek), danach zum neugegründeten Bistum Antwerpen. In mehreren Stufen wurde die Kirche während des Spätmittelalters vergrößert, ein deutlicher Ausbau setzte nach der von Jan II. von B. betriebenen und 1440 erfolgten Erteilung eines päpstlichen Privilegs zur Errichtung eines Stiftskapitels ein. Die Kirche war eine der größten der Niederlande. Nach einer Übereinkunft mit der Stadt durften die Herren von B. die Kirche für sich weiter ausbauen und in der Sakramentskapelle (1539-1563 weitgehend umgebaut) Grabstellen und Kirchenstühle einrichten. Dazu gehörte ein Denkmal, das vor 1560 umgesetzt, 1580 teilweise zerstört und 1700 abgebrochen wurde.

Um 1350 gab es zwei öffentliche Kapellen, die »Lievevrouwekapel« beim westlichen Stadttor und die Hl. Petrus und Paulus-Kapelle im Süden der Stadt. 1424 (Ersterwähnung) kam die von der Santiagopilgerbruderschaft unterhaltene Hl. Jakobskapelle, der ein Hospital (»gasthuis«) zur Armen-/Pilgerversorgung angeschlossen war, hinzu (1580 geschlossen).

Mehrere Klöster wurden wie die karitativen Einrichtungen vor allem ab Mitte des 15. Jahrhunderts gegründet, Ausdruck der wirtschaftlichen Konjunktur dieser Zeit: Die »Schwestern von B.« (Beginen, 1429 erwähnt, seit 1461 Franziskanerinnen) gründeten 1461 das Kloster »Sinte Margrieten in het Dal van Josaphat«, gelegen zwischen dem Fischmarkt und der Minderbroederstraat (seit 1600 städtisches Gasthaus). 1461 wurde das Observanten- oder Minderbrüderkloster in der Noordmolenstraat (seitdem Minderbroederstraat) gegründet, in dem die Herren von B. im 16. Jahrhundert eine Privatkapelle besaßen. Ca. 1475 wurden die »Gasthuisbeemden« (Gasthausgrundstücke, -wiesen) bestimmt für ein Alexianer- bzw. Cellitenkloster. 1484/85 wurde ein Alexianerinnen-/Zellenschwesternkloster im Südosten der Stadt gegründet (Huijbergsestraat). Östlich außerhalb der Stadt wurde in den 1480er Jahren das St. Elisabethkloster gegründet, dem eine Leproserie (»Lazerije«) und ein Hospital für Pestkranke angeschlossen wurden, 1520-1525 kam ein Krankenhaus hinzu, das das St. Martinshospital (s.u.) ersetzte. Als klosterähnliche Lebensgemeinschaft ist zu erwähnen, dass zu Beginn des 15. Jahrhunderts möglicherweise in dem Baublock zwischen dem Fischmarkt und der Minderbroederstraat Beginen wohnten. Ein neuer, großer Beginenhof wurde im Norden vor der Stadt errichtet, zu dem eine Kirche (1498 fertiggestellt und geweiht) und ein Hospital gehörten. Außerdem lassen sich zur B.er Klosterlandschaft noch Einrichtungen des direkten Umlands rechnen, die sich ebenfalls der Förderung des Adels erfreuten: Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kamen das Nonnenkloster Emmaus in Hildernisse (fünf Kilometer südlich B.s) und eines der Wilhelmitenbrüder in Huijbergen (zehn Kilometer südöstlich B.s) hinzu.

Es gab eine ganze Reihe von Hospitälern und karitativen Stiftungen. 1246 wird das »Sint Maartensgasthuis« erwähnt, ein Hospital, das an der ostwärts nach Breda führenden Straße lag (1520 vom Krankenhaus am Elisabethkloster ersetzt). Zudem gab es mehrere Armenhäuser, »(gods)cameren«, die vom Stadtherrn oder von reichen Bürgern gegründet wurden. Zu nennen sind: 21 Kammern, die der Stadtherr 1470 von Anthonij Clauszoon kaufte (parallel zur Westseite des Fischmarkts), außerdem besaß der Stadtherr fünf Kammern an der Ecke Hofstraat-Scholiersberg. Nach 1533 nannte der Markgraf zehn Kammern an der Ecke Scholiersberg-Sint Antoniusstraat) sein eigen (1562 abgebrochen). Lijsbrecht Jansdochter stiftete 1478 das St. Elisabethhaus (Bruinevisstraat, zehn Kammern), 1523 an den Stadtherrn verkauft, seitdem als »Sint Janshuis« bekannt. Durch eine Regulierung und Neuorganisation der Finanzierung der Armenhäuser 1530 wurden sie als »proveniershuisen« umfunktioniert, in die man sich einkaufen musste, das Sint Janshuis diente als Hospital für alte Hofangehörige. Bereits 1498 war ein derartiges »proveniershuis« von Willem Coelgenenszoon gegründet worden. Zur Unterbringung von Obdachlosen diente das zu Beginn des 16. Jahrhunderts gegründete »Rabauwengasthuis« (Rozemarijnstraat). Als mildtätige Einrichtungen sind noch die Tafeln des Hl. Geist und der Abtei zu Nivelles zu nennen, deren Unterhaltung aus einigen Grundstücken bestritten wurde. Auch der Stadtrat war aktiv, er versorgte die Armen mit Brot (z.B. im Jahr 1488). Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gab es noch einen Fonds zur Unterstützung der Hausarmen.

Das geistliche Leben in der Stadt wurde überdies von mehreren Bruderschaften geprägt. Als Besonderheit zu nennen ist die »Onze Lieve Vrouwegilde«, die u.a. auch die beiden Jahrmärkte organisierte. Daneben gab es die Hl. Sakramentsgilde und die Hl. Antoniusgilde sowie die Jerusalembrüder. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurden die Hl. Kreuz-Prozession (zur Verehrung eines wundertätigen Kreuzbildes) sowie eine Marienprozession begangen, beide zogen zahlreiche Besucher in die Stadt. Die Herren bzw. Markgrafen von B. unterstützten namhaft die Sangeskapelle in der Gertrudiskirche.

Die Reformation führte zu Spannungen zwischen der Stadt und der Herrenfamilie. Bis in die 1560er Jahre wurden die Reformierten von Jan IV. geduldet, doch seine ihn überlebende Frau Marie de Lannoy setzte sie auf Begehren des Landesherrn König Philipps II. zunehmend unter Druck, so dass sich das Verhältnis verschlechterte, was im 17. und 18. Jahrhundert noch weiter zunahm. Im 17. Jahrhundert verstärkte sich der Zugriff der Generalstände auf die örtlichen Verwaltungen, was zu einer Beschränkung der mkgf.en Kompetenzen führte. Hierdurch wurden, auch in B., die Reformierten bevorzugt, Katholiken aus öffentlichen Ämtern gedrängt. Im 17. Jahrhundert führte dieses zu einer tiefgreifenden Spaltung zwischen der reformierten Stadtgemeinde und der katholischen Mkgf.enfamilie und deren Hof. Im 18. Jahrhundert wurden in der Hofkapelle Messen gelesen für die Mitglieder des Hofs, nach Wegzug desselben wurden die Gottesdienste für katholische Einwohner B.s geöffnet. Nach der Einnahme B.s durch die Franzosen 1747 im Österreichischen Erbfolgekrieg flüchteten Teile der reformierten Einwohnerschaft, wodurch sich der Anteil der Katholiken erhöhte.

1286 wird eine Stadtschule erwähnt, die im Süden des Stadtzentrums lag.

Es gab eine kleine jüdische Gemeinde, die allerdings keine Synagoge hatte, aber seit 1793 einen eigenen Friedhof.

(4) Es gab in der Stadt eventuell schon von Anfang an, vermutlich aber erst seit ca. 1300 ein herrschaftliches Haus, das nicht weit entfernt nordwestlich des Großen Markts lag, und das im Lauf der Zeit von der sich ausbreitenden Stadt eingeschlossen wurde und so eine relativ mittige Lage erhielt. Jan II. van B. beabsichtigte, das Haus deutlich auszubauen zum Schloss (»Grote Hof«, Steenbergsestraat, Bauzeit bis 1515 im Stil der »Brabanter Gotik«, Architekten waren Antoon I. und Rombout II. Keldermans), dem späteren »Markiezenhof« (Markgrafenhof, Bezeichnung erst seit 1533), weswegen er 1485 mit der Stadt einen Vertrag schloss (»privilege van de zaal«), der vorsah, dass die Stadt 2000 rh fl. zu den Baukosten zuschoss, der Herr hingegen öffentlichen Raum übereignete und das Privileg ausstellte, über den Ausbau der Grebbe zu entscheiden und dafür das (profitable) Recht zum Verkauf von Abfallgütern zu vergeben. Am Haupttor des Großen Hofs befand sich das Wappen der Herren von B., im öffentlichen Raum verteilt gab es Heiligenfiguren. Vor dem Hof auf dem Sint Jansplein stand eine Statute des Hl. Johannes des Evangelisten, des Patrons Jans II. van B. 1508/09 am Nikolaustor und am Jakobstor wurden zudem zwei Bilder des Hl. Nikolaus und Jakobs aufgestellt. Daneben besaß er noch den »Kleinen Hof« (Minderbroederstraat, 1534-1541) zur Unterbringung von Gästen sowie von besuchenden Familienmitgliedern. Im Großen Hof war neben der Hofhaltung i.e.S. die landesherrliche Verwaltung (u.a. der Rentmeister, die Lehnskammer) untergebracht. In der wirtschaftlichen Blütezeit ab etwa 1470 wurden gleich mehrere Großbauprojekte in Angriff genommen, neben dem Großen Hof, für den viele Häuser weichen mussten, wurde auch die Gertrudenkirche deutlich erweitert (»Nieuwe Werck«, Anfang 16. Jh.). Beide Vorhaben veränderten den Verlauf benachbarter Straßen, vor dem Großen Hof wurde ein öffentlicher Platz angelegt (1489/90 Sint Jansplein, später Beursplein). Ungefähr zu gleicher Zeit wurden der Kornmarkt im Nordosten und der Neue Markt an der Grenze von Innenstadt und Hafen angelegt. Bereits im 14. Jahrhundert wurden mehrere Wohnhäuser abgebrochen, um den Fischmarkt zu schaffen (heute Sint Catharinaplein). Um 1500 und 1517 wurde die Stadtbefestigung systematisch verstärkt, so auch zu Beginn des 18. Jahrhunderts Auf und an der Mauer befanden sich mehrere städtische Mühlen, als älteste die 1322 erwähnte Moutmolen im Norden, drei weitere folgten. Auch gab es herrschaftliche Mühlen in der Stadt.

Erste kommunale Bauten wie die Kirche, ein Hospital und die Stadtschule gehörten dem 13. Jahrhundert an, im 14. Jahrhundert kan weitere hinzu. Als erstes erscheinen der »Lombard«, die Wechselbank (1309), und die Tuchhalle, gelegen an der Südseite des Marktplatzes (Ersterwähnung 1314, später mit Belfort), beide zunächst noch im Besitz des Stadtherrn, der sie zu einem unbekannten Zeitpunkt der Stadt schenkte. In der Reihenfolge der Ersterwähnung folgen Badhaus (1321) und Fleischhalle, an der Südwestecke des Marktes (1324). Zudem gab es noch im Südwesten den städtischen »bolhove« zum Ballspiel. Als wichtigster städtischer Bau ist das »stadhuis« (Rathaus) zu nennen, entstanden aus urspünglich drei Häusern am Großen Markt. Das eigentliche Rathaus, das Schöffenhaus, ist der mittlere, nach dem Stadtbrand von 1397 zwischen 1398 und 1403 errichtete Bau; 1498 wurde das linke Nebengebäude, 1544 das rechte angekauft, 1611 wurden sie mit einer einheitlichen Fassade und gemeinsamen Dach versehen. An der Schauseite gab es Figuren der vier Kardinaltugenden, von denen nur noch zwei existieren, zu unterst die Justitia, darüber die Prudentia. Auch die Zunftvorsteher versammelten sich im Rathaus.

Im 15. und 16. Jahrhundert entstanden mehrere Kaufhäuser bzw. »hallen«, die von den Organisationen der fremden Kaufleute betrieben wurden, welche in B. kleine Gemeinden bildeten. Neben der städtischen Tuchhalle, in der Kaufleute aus Turnhout Räume anmieteten, waren so die brabantischen und flämischen Städte Antwerpen, Weert, Armentières, Nieuwkerke, Tongeren und Diest vertreten. Zugunsten fremder Kaufleute kaufte die Stadt ebenfalls Häuser an, so für die englischen Merchant Adventurers das »Engelsehuis« (in der Engelsestraat, stilistisch im Stil des »Grote Hofs« umgebaut) und für die norddeutschen Hansekaufleute, genannt »Oosterlingen«, das »Oosterlingenhuis« (in der Zuivelstraat).

Der Baustil des Großen Hofs bzw. Markiezenhofs wurde auch von anderen adligen und bürgerlichen Bauherrn übernommen, u.a. auch von Claes van Lyere für seinen Stadthof (»Hof van Lier«, Kerkstraat) und Drost Nicolaes van der Werve (»Hof van der Werve«, heute Moeregrebstraat).

Bei einer Huldigung kam der Herr von seiner 1481 gekauften Burg in Borgvliet (nach 1568 dem Verfall preisgegeben) nach B., wo er vor der Stadt von einer Delegation empfangen und nach symbolischen Verhandungen in die Stadt zur Kirche und zum Rathaus zur Eidesleistung begleitet wurde.

In das B.er Stadtwappen fand das von den Herren von Breda, den ersten Stadtherren, geführte Wappen Eingang, das auf rot drei Andreaskreuze (angeordnet 2 : 1) zeigt. Im 16. Jahrhundert wurden unten in grün drei kleine Berge (»bergjes«) hinzugefügt, um es vom Wappen von Breda zu unterscheiden.

Es gibt zahlreiche Darstellungen B.s. Genannt seien nur die Manuskript-Karte Jacob van Deventers von ca. 1545 (Brüssel, Kgl.e Bibliothek, Handschriftensammlung Nr. 22.090), ein Stadtgrundriss von Frans Hogenberg 1581 (mehrmals veröffentlicht), eine Ansicht von Samuel de Swaef und Jacobus ab Heden (o.O., 1634 bei Jacob Lauwijck erschienen, erneut 1645). Um die Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden von mehreren Künstlern Zeichnungen des von den Franzosen 1747 zerstörten B., erschienen bei Simon Fokke (zumeist nach Cornelis Pronk): »Gezichten betrekkelijk het beleg en de verwoesting van Bergen-op-Zoom door de Franschen«, zehnteilige Kupferstichserie, hg. von A. Fokke Simonszoon, ca. 1750. B. fand Eingang in die im Rahmen der Landvermessung entstandenen Karten der Markgrafschaft Gegen Ende des 18. Jahrhunderts fertigten Valentijn und Bernardus Klotz (auch Clotz) verschiedene Veduten an.

(5) Durch die Lage an der Schelde und der Küste spielte B. eine wichtige Rolle als regionaler und überregionaler, ja internationaler Handels- und Marktort. Die B.er Jahrmärkte sind wahrscheinlich um 1320, kurz nach denen von Antwerpen eingerichtet worden. Antwerpen und B. waren voneinander abhängig und begannen ab 1429 Absprachen über die Terminierung einzugehen, so dass Gleichzeitigkeit ausgeschlossen wurde. Ihren Höhepunkt hatte der Jahrmarktshandel in der zweiten Hälfte des 15. und ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts Als Ankerplatz diente das seeländische Middelburg, auch bestanden zur 1530 größtenteils untergegangenen seeländischen Insel Zuid-Beveland enge wirtschaftliche Beziehungen. Stark vertreten auf den Märkten waren englische Kaufleute, die B. für die Tuch- und Wollausfuhr nutzten. Die Herren von B. setzten sich zur Absicherung des Handels ihrer Stadt am Hof der burgundischen, später habsburgschen Landesherren für eine pro-englische Politik ein, desgleichen warben sie am englischen Kg.shof um Förderung der Präsenz englischer Kaufleute in B. Wegen anhaltender Kriege mit Frankreich, wiederkehrender Überschwemmungen durch Sturmfluten, der Versandung der Osterschelde und nicht zuletzt wegen des Wachstums des Antwerpener Markts verlor B. ab etwa der Mitte des 16. Jahrhunderts an Bedeutung. Ein kurzfristiges Aufleben gab es 1577-1585, auch wenn der Achtzigjährige Krieg mit Spanien 1568-1648 den Fernhandel nachhaltig schädigte. Im 18. Jahrhundert verhinderten mehrere Kriege mit Frankreich ein Wiederaufblühen.

Zentralfunktion kam B. als Hauptstadt der 1287 gebildeten, gleichnamigen Herrschaft zu, die im Nordwesten Brabants an der Grenze zur Grafschaft Seeland lag. Durch die Vereinigung der niederländischen Territorien in der Hand Herzog Philipps des Guten von Burgund (reg. 1419-1467) wurde die Grenzlage aufgehoben. Während des Aufstands der Niederlande gegen die spanischen Habsburger als Landesherren wurde Brabant geteilt in einen südlichen, vom spanischen König beherrschten und einem nördlichen, von den Ständen beherrschten Teil, »Staats-Brabant«, dem sich B. 1577 anschloss, wodurch B. wieder Grenzstadt wurde. Als Stadt der Markgrafen gehörte B. aber nicht zu den Brabanter Landständen, hatte daher auch keinen Einfluss auf den »Raad van State« als dem von den Ständen getragenen Regierungsorgan. Festgeschrieben im Westfälischen Frieden 1648 verblieb dieses so bis zur französischen Besetzung 1795.

(6) Da B. zum einen eine vollausgebildete Stadt mit internationalen Handelsbeziehungen war, zum anderen die Herren (ab 1533 Mkgf.en) von B. während des 14.-16. Jahrhunderts dort, der wichtigsten Besitzung ihres verstreut liegenden Besitzes, ihren Hof hatten (im 17./18. Jahrhundert ließen sie sich woanders nieder), kann B. als Residenzstadt gelten. Baulicher Ausdruck dessen sind die Höfe in der Stadt, vornehmlich der »Markiezenhof«. Für dieses Verständnis spricht ferner, dass die Herrschaft B. innerhalb Brabants eine relativ selbständige Einheit bildete. Als Stadtherren besaßen die Herren weite Einflussmöglichkeiten auf die Stadt, förderten sie sehr und verwandten sich auch bei auswärtigen Machthabern für sie, damit diese ihren Kaufleuten den Besuch der B.er Jahrmärkte gestatteten. Viele Amtsträger wechselten ihre Funktionen, was auch für Hofangehörige galt, die gelegentlich in die Stadtverwaltung übergingen. Auch gleichzeitige Funktionen an Hof und in der Stadt kamen vor. Insbesondere im 16. Jahrhundert gab es enge Verbindungen zwischen Stadtgemeinde und Hofgesellschaft, die sich im 17./18. Jahrhundert weitgehend auflösten. Bezeichnend ist, dass Karl Theodor von der Pfalz als Markgraf von B. seine Stadt nie besuchte.

Aus der Fremde kamen nicht nur Kaufleute in die Stadt, sondern auch an den Hof. Eigens genannt sei der ab 1552 in Hofrechnungen erscheinende Hofmeister Pierre d’Aguillera, der mit Jan IV. 1567 nach Spanien ging. 1494 war Erasmus von Rotterdam zu Gast bei seinem Mäzen, dem Bischof von Cambrai, Hendrik van B. (Sohn Jans II. van B. und Bruder Jans III., der zu dieser Zeit Herr von B. war) in B. oder vermutlich eher auf der Burg Borgvliet, die den Herren von B. gehörte; 1496 hielt er sich in B. auf, wo er mit dem Stadtschreiber Jakob Batt (Battus) einen Bekannten hatte. Zudem gab es viele Spezialisten als Handwerker oder Künstler, die für den Hof tätig waren (Baumeister, Glaser, u.a.). Mehrere Hofangehörige besaßen ihre eigenen Häuser in der Stadt.

(7) Die schriftliche Überlieferung findet sich in Bergen op Zoom, West-Brabants Archief, arch.nr. 1: Raad en Rekenkamer, und arch.nr. 5: Stedelijk Archief. Ferner ist zu berücksichtigen in ’s-Hertogenbosch, Brabants Historisch Informatie Centrum, arch.nr. 346 Cuypers van Velthoven 1320-1870, und, arch.nr. 19: Raad van Brabant 1586-1811. Desweiteren Brüssel, Algemeen Rijksarchief, afdeling Handschriften, inv.nr. 23A, cartularium heren van Bergen.

Faure, Jean: Histoire Abregée de la Ville de Bergen-op-Zoom, ’s-Gravenhage 1761. - Wagenaar, J[an]: Beschrijving der stad Bergen op den Zoom. Verrijkt met een omstandig berigt van het beleg dier Vesting door de Franschen in den Jaare 1747, Amsterdam 1780.

(8)Slootmans, C.J.F.: Jan metten lippen. Zijn familie en zijn stad. Een geschiedenis der Bergen-op-Zoomsche heeren Van Glymes, Rotterdam/Antwerpen 1945. - Slootmans, Korneel: Bergen op Zoom. Een stad als een huis, Roosendaal 1967, Zaltbommel 41974. - Slootmans, C.J.F.: Paas- en Koudemarkten te Bergen op Zoom 1365-1565, 3 Tl.e, Tilburg 1985 (Bijdragen tot de geschiedenis van het Zuiden van Nederland, 44). - Bergen op Zoom. Gebouwd en beschouwd, hg. von W.A. van Ham, W.C.A.M. LOEFF, Ch.C.M. de Mooij, C.D. Vanwesenbeeck und M.J. Venselaar, Alphen aan den Rijn 1987 (Studies uit Bergen op Zoom). - Bergs Monumentenboek. Monumentale architectuur in Bergen op Zoom, hg. von Willem A. van Ham, J. op ’t Oog, M. Vermunt und C.D. Vanwesenbeeck, Bergen op Zoom 1995. - De Mooij, Charles: Geloof kan bergen verzetten. Reformatie en katholieke herleving te Bergen op Zoom 1577-1795, Hilversum 1998. - Van Ham, W.A.: Macht en gezag in het Markiezaat. Een politiek-institutionele studie over stad en land van Bergen op Zoom (1477-1583), Hilversum 2000. - Jan IV van Bergen 1528-1567. Leven en nalatenschap van een (on)fortuinlijk markies, hg. von Bart van Eekelen und Joey Spijkers, Hilversum 2020.

Bart van Eekelen