(1) B. liegt an der Mosel rund 45 km nord-östlich von Trier an einer Flussschleife an der Mündung des Tiefenbaches und zu Füßen eines hohen Schieferkegels, der die ebf.e Burg namens Landshut trägt. Bis ins 19. Jahrhundert hinein ermöglichte eine städtische Fähre (Ponte oder fliegende Brücke) den Moselübergang. B., bereits wohl urzeitlich besiedelt, könnte vermutlich schon in antik-römischer Zeit als Handelsplatz an der Straße, die von Ürzig nach Kirn führte, fungiert haben; am Südosthang des Bergsporns ist ein Kastell archäologisch gesichert. Etwas östlich von B. gab es eine Verbindung von der Mosel über den Hunsrück zur Nahe.
B., in der Merowingerzeit eventuell Vorort eines Fiskus, gelangte zu einem unbekannten Zeitpunkt an die Grafen von Luxemburg (belegt Anfang 11. Jh.). Nach Aussterben des ersten Luxemburger Gf.enhauses kamen deren Besitzungen über die Grafen von Blieskastel weiter an die Grafen von Salm. Graf Heinrich V. von Salm war spätestens 1255 im Besitz der Vogtei, die er als Lehen der Erzbischöfe von Trier innehatte und an den Vogt von Hunolstein als Afterlehen weitergegeben hatte. 1280 verkaufte er alle Güter und Besitzungen zu B. an den Trierer Erzbischof Heinrich II. von Finstingen. Bis 1794 blieb B. im Besitz der Erzbischöfe von Trier, wenngleich ihr Zugriff durch Verpfändungen des 15. Jahrhunderts (an Nikolaus Vogt von Hunolstein, Abtei Prüm) sowie die Belehnung im 16. Jahrhundert (von Schwarzenberg) wohl phasenweise eingeschränkt war. Die um 1277 errichtete Burg wurde insbesondere von Erzbischof Boemund von Warsberg ausgebaut und erstmals 1505 als Landshut bezeichnet. 1692 wurde sie bei einem Brand vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut. 1801 von Frankreich annektiert, ging die Stadt 1815 an Preußen. Seit der Zusammenlegung mit der Gemeinde Cues 1905 führte sie den Namen B.-Cues (seit 1936 B.-Kues).
B. diente gelegentlich als Aufenthaltsort der Erzbischöfe, zumeist, weil sie auf der Durchreise, etwa zwischen ihren Hauptstädten Trier und Koblenz, Station machten. Phasenweise weilten sie häufiger in B., wohnten sowohl auf ihrer Burg als auch in der Stadt. 1508 hielt sich für kurze Zeit das Domkapitel in B. auf. 1512 empfing hier Erzbischof Richard von Greiffenklau zu Vollrads Kaiser Maximilian I. Dass B. tatsächlich als »Sommerresidenz« diente, wie spätestens F. Lucas (1941, S. 34) die Burg bezeichnet, scheint allerdings fraglich.
(2) Ob B. sich auf das römische Kastell oder auf die Burg des Adalbero von Luxemburg zurückführen lässt, ist umstritten. Die Deutung des Namens scheint eine Entwicklung aus primum castellum nahezulegen, das volksetymologisch mit einem Bären in Verbindung gebracht wurde.
Erste Hinweise zur Entwicklung der Stadt stammen aus dem endenden 13. Jahrhundert (z.B. Burggraben 1284; ebf.es Kelterhaus 1313). Die ältesten Stadtansichten aus der Mitte des 16. bzw. 17. Jahrhunderts lassen den Stadtgrundriss genauer erkennen. Die Mauer (1451 verstärkt, 1665 wiederhergestellt, 1689 niedergelegt) umschloss eine trapezförmige, sich dem Gelände anpassende Siedlung, deren kürzere Seite im Norden lag. Auf einer Stadtansicht des Jahres 1550 führt sie zudem zur Burg hinauf, was eine spätere von 1590 nicht mehr erkennen lässt. Auf dem Berghang zwischen Burg und Stadt lag die sog. underste Burg oder Altburg, die als ebf.es Lehen vergeben wurde. Im Spätmittelalter könnte mit der Einbeziehung der sog. Vorstadt eine Erweiterung erfolgt sein, zu der wohl zumindest Häuser in der Burgstraße (Nr. 95/96) zählten.
Kurz nach Erwerb von Dorf und Burg erwirkte Erzbischof Boemund I. von Warsberg 1291 die Verleihung des Stadtrechts durch Kaiser Rudolf von Habsburg. Es sah die Freiheiten und das Recht der Reichsstädte vor, doch wurde deren Umfang durch die späteren Bestätigungen teils eingeschränkt (z.B. Möglichkeit der freien Niederlassung in der Stadt) und die Stellung des Stadtherrn weiter ausgebaut (Kontrolle der Selbstverwaltung durch Aufhebung von Gemeinschaften, die ohne seine Erlaubnis gebildet worden waren). Trotz der Stadtrechtsverleihung wurde B. als villa (1338) bzw. als Flecken (Beginn 16. Jh.) bezeichnet.
B. verfügte über kein eigenes Gericht, bildete aber eine Zenderei, d.h. einen kommunalen Friedensverband für die Hochgerichtsbarkeit. Die Zenderei (der Zender als Vorsteher und die Gemeinde) B. bildete zusammen mit den vier umgebenden Zendereien ein Banngericht (»Hof B.«), das sich aus 14 Schöffen zusammensetzte und unter der Leitung des Schultheißen für die Nieder- und Mittelgerichtsbarkeit zuständig war. Mit den »Höfen« Wintrich und (Bischofs-)Drohn sowie dem »halben Hof« Graach bildete der Hof B. das Hochgericht B., die sog. »Vierthalb Höfe«, das ebenfalls dem Erzbischof von Trier unterstand und sich aus den 18 Zendereien der vier Banngerichte zusammensetzte.
Insgesamt ist die Entwicklung der Gemeinde und ihrer Organe bis zum Ende des 16. Jahrhunderts schwer einzuschätzen: 1346 siegelten scheffen vnd gemeinde mit dem (wohl älteren) stede ingesigel. Ob es allerdings im 14./15. Jahrhundert einen Rat gab, ist umstritten. Die Ordnung von 1587 (nicht 1586, da im trierischen Stil datiert) vermerkt, dass die Gemeindeangelegenheiten bislang von der gesamten Gemeinde verhandelt wurden, was den Schluss zulässt, dass es bis zu dieser Zeit keinen Rat gab, worauf auch weitere Quellen des 14. und 15. Jahrhunderts hindeuten. Denkbar wäre, dass die Gemeindeversammlung das beschlussfassende Organ blieb oder dass mit Zender und Schöffen bereits ein kommunales Gremium existierte, das die städtischen Angelegenheiten regelte, vom Stadtherrn aber nicht legitimiert war. Für Letzteres würde sprechen, dass es schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein Raithaus gegeben hat (1540 im Schöffenbuch bezeugt; Neubau 1608) und jene Amtsträger genannt werden, die laut Ordnung von 1587 den neuen Rat bilden sollten. Erzbischof Johann VII. von Schönenberg (reg. 1581-1591) bestimmte, dass dieser künftig aus zehn Bürgern, d.h. dem Schultheißen, sechs Schöffen, dem Zender (hier Bürgermeister) und den zwei Baumeistern (auch für städtische Finanzen zuständig), gebildet werden sollte. An dessen Sitzungen sollte der kurfürstliche Amtmann oder Kellner teilnehmen. Von den Baumeistern, die auf zwei Jahre gewählt waren, war jährlich einer neu zu wählen, die übrigen Ratsherren waren auf Lebenszeit im Amt. Ihre Wahl erfolgte per Kooptation, was eine gewisse Autonomie der Gemeinde nahelegt. Der Rat stellte ab dem 16. Jahrhundert einen Schulmeister an, später auch eine Schulmeisterin, und setzte im 17. Jahrhundert eine Schulpflicht fest. Zudem hatte der Rat die Aufsicht über das Hl.-Geist-Spital, und ihm oblag die Verwaltung eines Teils der Almosenstiftungen.
Die Bürgergemeinde war wohl zur Wache und Feuerschutz in zwölf Rotten gegliedert. Ihre Mitglieder wie auch der größte Teil der übrigen Einwohner waren dem Trierer Erzbischof zu verschiedenen Dienstleistungen (Fronden, Achten, Wachten, Reisen u.a.) und Schatzung verpflichtet. Durch den zeitweisen Verzicht auf einzelne Steuerleistungen (Erlass des Weinungelds) unterstützte der Erzbischof die Gemeinde bei bestimmten Vorhaben wie Bau oder Erweiterung der Mauer.
Einwohnerzahlen sind erst für das 17. Jahrhundert zu ermitteln (1670 etwa 1200 Einwohner). Ein darauf einsetzender Rückgang ergab 1715 ca. 550 Einwohner. 1735 werden 236 Steuerzahler (rund 1200 Einwohner) angegeben, und um 1800 könnten ca. 1600 Einwohner in B. gelebt haben.
Spätestens in der Mitte des 14. Jahrhunderts dürfte ein Markt existiert haben. Laut Ordnung von 1714 gab es neben dem Wochenmarkt (zu dieser Zeit mittwochs) fünf Jahrmärkte (zu Halbfasten, Mittwoch vor Christi Himmelfahrt, St. Margrethen, St. Michaelis und St. Barbara), die vermutlich nur eine beschränkte Reichweite hatten. Der von den Ebf.en geförderter Silber- und Bleibergbau (seit 1466 belegt, bis ins 19. Jahrhundert betrieben; Ordnungen von 1502, 1510, 1564) scheint zumindest phasenweise ertragreich gewesen zu sein. Weinbau und -handel, den viele Gewerbetreibende wie auch den Detailhandel im Nebenerwerb betrieben, dürften B. im 15./16. Jahrhundert einen gewissen Wohlstand beschert haben.
Ab der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts sind verschiedene Gewerbe genannt (Schiffer, Metzger, Krämer, Lohgerber, Maurer, Bäcker, Armbrüster und Schneider). Die Steuerliste von 1624 weist 31 Gewerbe aus, 1784 gab es 35 verschiedene Gewerbe. Genossenschaftliche Zusammenschlüsse sind ab Mitte des 16. Jahrhunderts nachzuweisen, erste bekannte Ordnung war die für die Fassbinder 1546, wohl als Hinweis auf die Bedeutung von Weinbau und -handel zu werten. Die Einrichtung einer Krämerzunft scheiterte zunächst am Widerstand der Gewerbetreibenden, die auf die Nebeneinkünfte aus Weinbau und Handel angewiesen waren. Belegt sind zudem verschiedene Mühlen (u.a. des Ebf.s, von St. Matthias in Trier), Wirtshaus und Brauerei (18. Jh.).
(3) Die Pfarrei (1177 bzw. 1181 erstmals sicher belegt) war vermutlich zunächst dem Erzengel Michael, von spätestens 1324 bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Maria als erster Patronin und Michael als zweitem Patron geweiht, ab 1750 bzw. 1789 dem Erzengel Michael allein. Ob auch St. Sebastian (seit 1669) Patron gewesen ist, muss offenbleiben. Für die Pfarrei hatten die Erzbischöfe von Trier seit dem Anfang des 11. Jahrhunderts das Besetzungsrecht, das sie möglicherweise zeitweise (um 1337 sowie um 1439) zu Lehen gegeben hatten. Die einträgliche Pfarrei wurde an hochrangige Geistliche vergeben (u.a. Heinrich von Walderdorff; Auseinandersetzung Nikolaus von Kues um die Pfarrei, mit der zwischenzeitlich vier Geistliche providiert wurden; später dann Johann Krift von Cues, Simon von Wehlen und Johannes Römer, alle drei Verwandte des Kardinals). Diskutiert wird, ob es Ansätze zu einem Kollegiatstift gegeben hat. Wohl aufgrund von Schwierigkeiten, die Seelsorge zu gewährleisten, inkorporierte der Erzbischof die Pfarrei 1471 dem Stift Pfalzel (1501 an den Erzbischof zurückgegeben) und 1533 an das Hospital in Kues.
Die heutige Kirche dürfte Ende des 14. Jahrhunderts einen Vorgängerbau ersetzt haben. Sie ist mit einer überbauten Gasse mit dem Marktplatz verbunden. Zur Ausstattung der Kirche gehörten die Margaretenkapelle innerhalb des Kirchhofes (ca. 1338 belegt), sowie (zeitweise) sechs, im 17. Jahrhundert noch vier Altäre. Mit dem Annenaltar könnte eine Bruderschaft verbunden gewesen sein, die 1504 einen Ablass erhielt. Nach 1659 ließ der apostolische Notar und Sekretär des Domkapitels zu Trier, Johann Jakob Kneip, eine Kapelle (Kneipsche Kapelle) bauen. Grabmäler sowie Wappen auf weiteren Ausstattungsgegenständen belegen Stiftungen von Bürgern der Stadt an die Pfarrkirche.
1423 wird das Hl.-Geist-Hospital, das in der Vorstadt lag und zu dem neben dem Bruder- und Armenhaus u.a. die Hl.-Geist-Kirche, Friedhof, Kelterhaus und die Hl.-Geist-Pforte gehörten, erstmals urkundlich erwähnt; es wurde aus dem Kreis der Bürger mit mehreren Stiftungen, u.a. zur Unterstützung der Hausarmen bedacht (1597 Lorichisches Hausalmosen, 1640 Pfingstalmosen sowie 1712 Kneipsches Hausalmosen).
1641 wurde den vermutlich schon ab 1619 in B. tätigen Kapuzinern die Gründung einer Niederlassung gestattet; der Bau von Kirche und Kloster auf einem Abhang des Burgberges wurde 1652 begonnen (1655 geweiht).
Seit Ende des 13. Jahrhunderts gab es eine bis 1349 bestehende jüdische Gemeinde mit Synagoge und Begräbnisstätte, die Opfer von Pogromen und Ausweisungen wurden. Ihre Ansiedlung im Erzstift Trier wurde immer wieder gestattet (1356, 1518, 1618), wobei der Anteil der jüdischen Bewohner in B. eher klein gewesen sein dürfte (im 17./18. Jahrhundert wohl drei oder vier Familien).
(4) Möglicherweise waren Burg und Stadt zumindest phasenweise durch die Mauer verbunden (Stadtansicht von 1550). Die im Süden der Stadt gelegene Burg war spätestens ab dem 15. Jahrhundert Wohnsitz der ebf.en Bggf.en/Amtmänner. Mit dem nördlich der Pfarrkirche und neben der Moselpforte gelegenen älteren Kellereigebäude des 15. Jahrhunderts (erhalten ist ein Türgewände aus späterer Zeit mit den Wappen Ebf.s Damian Hartard von der Leyen und der Stadt sowie der Jahreszahl 1561) bestand ein zweites herrschaftliches Zentrum, das insbesondere bei den Aufenthalten der Erzbischöfe und Kaiser Maximilians im Jahr 1512 hervortrat. Zusammen mit der Burg umrahmten diese den Kern der Stadt mit Pfarrkirche, Markt und Rathaus. In unmittelbarer Nähe der Kellerei, auf der anderen Seite der Kirche, stand die ebf.e Münze, genutzt vor allem in den ersten 20 Jahren des 16. Jahrhunderts Im 16. Jahrhundert scheinen sich die ebf.en Gebäude vermehrt in den südlicheren Teil der Stadt und somit in größerer Nähe zur Burg verlagert zu haben. Ein weiteres Amtshaus wurde wohl Ende 16. Jahrhunderts auf der Mandat (im Berg) gebaut. Auf dem Gelände dieses 1703 völlig zerstören Amtshauses fand sich bei Grabungen ein Kaminstein des 15. Jahrhunderts mit dem Wappen der Burggrafen von B.
Ein eindeutig kommunales Zentrum scheint es nicht gegeben zu haben. Südöstlich der Kirche und somit auch in Nähe von Kellerei und Münze lagen vermutlich die städtische Schule, an der Ostseite des Marktplatzes das 1540 belegte Rathaus sowie der 1608 errichtete und heute noch bestehende Neubau. Durch den Marktbrunnen, der in etwa zeitgleich mit dem Rathaus entstanden sein dürfte und mit seiner Verzierung mit drei Muscheln auf den Stadtherrn, Erzbischof Lothar von Metternich, verweist, war auch der Stadtherr präsent.
Im 16. Jahrhundert entstanden etliche neue Häuser (1646 ca. 110 Wohnhäuser, davon 30 in der Vorstadt). Ein Teil davon gehörte den »Forenses«, d.h. auswärtigen adeligen Familien oder geistlichen Einrichtungen (z.B. Hof »Saal« und Hepginshaus der Hunolsteiner, Hof der Grafen von der Leyen, Hof des Klosters Eberhardsklausen, Zehnthaus im Besitz des Trierer Domkapitels, der kurtrierischen Hofkammer und des Nikolaus-Hospitals zu Kues).
(5) Die Stadt-Raum-Beziehungen sind undeutlich. Burg und Stadt B. spielten für den Landesausbau im Erzstift Trier eine Rolle. Seit dem 13. Jahrhundert befand sich in B. die Gerichtsstätte von Hoch- und Banngericht, und die Stadt war seit dem 14. Jahrhundert Hauptort eines landesherrlichen Amtes (ab 1719 Oberamt). Spätestens ab 1331 scheint zudem in B. das Geleitgeld erhoben worden zu sein. Im Rahmen der landständischen Entwicklung war B. Teil der Vereinigung, die Grafen, Herren und Städte des Erzstiftes 1456 abschlossen, um die Annahme eines neuen Ebf.s an bestimmte Bedingungen zu knüpfen. Erneuert wurde dieses Bündnis 1502.
(6) B. mit der Burg Landshut war von 1280 bis 1801 im Besitz des Erzstifts Trier, diente aber nur phasenweise als Aufenthaltsort. Der Ort wurde zwar am Ende des 13. Jahrhunderts zur Stadt erhoben, doch entwickelten sich Stadtrat und Zünfte erst über einen langen Zeitraum hinweg. B. war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Sitz von Bann- und Hochgericht sowie Sitz eines Amtmannes.
(7) Archivalien liegen im Wesentlichen im Landeshauptarchiv Koblenz (LHA Ko, Best. 1A, 1C, 70, 615). Darunter finden sich das Stadtrechtsprivileg (Best. 1A Nr. 321), die Akten von Stadt, Kellerei und Amt Bernkastel sowie die Stadtgerichtsprotokolle des 18. Jahrhunderts (Best. 1C) und seit 1985 das Archiv der Stadt (Best. 615). Zudem sind dort Skizzen und Pläne überliefert (z.B. Kupferstich um 1576 in Braun-Hogenberg 1612; Stadtbilder von Matthäus Merian 1646; Verzeichnis bei Vogts 1935, S. 42; Zusammenstellung: https://www.ro-klinger.de/BKS/kunstvor1880.htm). Weitere Archivalien (z.B. Steuerlisten des 17./18. Jh.s; Stiftungen) befinden sich im Stadtarchiv Trier (StATr L/2, L/10; Hs, Fz 231, 235), im Bistumsarchiv Trier (Abt. 71,94) und im Kreisarchiv Wittlich (u.a. Mss. Kortenkamp, Schmitt). Die Rechnungen der Almosenstiftungen am Hl.-Geist-Hospital, u.a. die Austeilungsregister (17. Jh.), geben nicht nur Auskunft über die Hausarmen, sondern auch über Ereignisse in Bernkastel und Umgebung. - Übersicht über den Inhalt der kleineren Archive der Rheinprovinz, bearb. von Johannes Krudewig, Bd. 4, Bonn 1915 (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, 19, 4). - Inventar des Archivs der Stadt Bernkastel-Kues. Landeshauptarchiv Koblenz: Bestand 615, bearb. von Gabriele Schulz, Koblenz 1985 (Veröffentlichungen aus rheinland-pfälzischen und saarländischen Archiven. Kleine Reihe, 37).
Weisthümer, gesammelt von Jacob Grimm und nach dessen Tode von Georg Ludwig von Maurer, Tl.e 2 und 4, Göttingen 1840, 1863. - Deutsches Wirtschaftsleben im Mittelalter. Untersuchungen über die Entwicklung der materiellen Kultur des platten Landes auf Grund der Quellen zunächst des Mosellandes, bearb. von Karl Lamprecht, 3 Bd.e, Leipzig 1885/86. - Urkundenbuch für die Geschichte des gräflichen und freiherrlichen Hauses der Vögte von Hunolstein, 3 Bd.e, hg. von Friedrich Toepfer, Nürnberg 1866-1872. -Thiel, Nikolaus: Die Baurechnungen der Stadt Bernkastel vom Jahr 1584/5, in: Bernkasteler Zeitung. Beilage »Heimatgeschichte und Heimatpflege«, Nr. 10, 1927; Nr. 11, 1927. - Palm, Valentin: Das Bernkasteler Weistum vom 21. August 1431 und seine Merkmale mit Blick auf seinen ›Zeuge‹ Nikolaus von Kues, in: Archiv für Kultur und Geschichte des Landkreises Bernkastel 2 (1964/65) S. 46-61. - Mötsch, Johannes: Die Balduineen. Aufbau, Entstehung und Inhalt der Urkundensammlung des Erzbischofs Balduin von Trier, Koblenz 1980 (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, 33). - Die Ämter Kurtriers. Grundherrschaft, Gerichtsbarkeit, Steuerwesen und Einwohner. Edition des sogenannten Feuerbuchs von 1563, bearb. von Peter Brommer, Mainz 2003 (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 106). - Burgard, Friedhelm: Die Bernkasteler Kellnerrechnung aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, in: »Campana pulsante convocati«. Festschrift anläßlich der Emeritierung von Prof. Dr. Alfred Haverkamp, hg. von Frank G. Hirschmann und Gerd Mentgen, Trier 2005, S. 53-68. - Brommer, Peter: Kurtrier am Ende des alten Reichs. Edition und Kommentierung der kurtrierischen Amtsbeschreibungen von (1772) 1783 bis ca. 1790, Mainz 2008 (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 124, 1-2). - »ad rei perpetuam memoriam«. Das Schöffenbuch zu Bernkastel von 1526 bis 1682 (mit rückwirkenden Eintragungen ab 1494), bearb. von Jörg Matthias Braun, Köln 2010 (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V., 264). - Das Huldigungsbuch des Peter Maier von Regensburg, ediert und kommentiert von Achim Krümmel, Koblenz 2010 (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, 113). - Die Chronik des Pastors Philipp Jakob Schien aus Bernkastel von 1706 bis 1748, bearb. von Jörg Matthias Braun, Köln 2017 (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V., Sitz Köln, 325). - Gesta Treverorum. Ab initiis usque ad mcxxxii annum. Geschichte der Treverer Von den Anfängen bis zum Jahr 1132. Lateinisch/Deutsch, hg., vollst. ins Deutsche übersetzt und kommentiert von Paul Dräger, Trier 2017 (Publikationen aus dem Stadtarchiv Trier, 2; Geschichte und Kultur des Trierer Landes, 13). - Braun, Jörg Matthias: Die Einwohner der Stadt Bernkastel von 1500 bis 1900, 4 Bd.e, Köln 2021 (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V., N.F. 352; Deutsche Ortssippenbücher A/02, 253).
(8)Vogts, Hans (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Bernkastel. Mit einem Beitrag von Hans Eiden, Düsseldorf 1935 (Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, 15, 1). - Lucas, Franz: 650 Jahre Stadt Bernkastel, in: Der Hunsrück 1941, S. 34f. - Schaus, Emil: Stadtrechtsorte und Flecken im Regierungsbezirk Trier und im Landkreis Birkenfeld, bearb. von Richard Laufner und Kurt Becker, hg. von der Arbeitsgemeinschaft für Landesgeschichte und Volkskunde des Trierer Raumes, Trier 1958 (Schriftenreihe zur Trierer Landesgeschichte und Volkskunde, 3). - Hoffmann, Karl: Art. »Bernkastel-Kues«, in: Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland, hg. von Erich Keyser, Stuttgart 1964 (Deutsches Städtebuch, IV, 3), S. 98-100. - Nikolay-Panter, Marlene: Entstehung und Entwicklung der Landgemeinde im Trierer Raum, Bonn 1976 (Rheinisches Archiv 97). - Flach, Dietmar: Verfassungsentwicklung kurtrierischer Städte im Lichte der Stadtrechtsprivilegien des 13. und 14. Jahrhunderts für die Trierer Kirche, in: Festschrift für Berent Schwineköper zu seinem 70. Geburtstag, hg. von Helmut Maurer und Hans Patze, Sigmaringen 1982, S. 355-390. - Schmitt, Franz: Burg und Siedlung Bernkastel. Sommerresidenz der Erzbischöfe von Trier, in: Jahrbuch für den Kreis Bernkastel-Wittlich (1984) S. 125-142. - Schmitt, Franz: Bernkastel im Wandel der Zeiten. Herrn Heribert Schroeder zum Gedächtnis, hg. von der Stadt Bernkastel-Kues, Trier [1985]. - Heyen, Franz-Josef: Art. »Bernkastel-Kues«, in: Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands, Bd. 3: Rheinland-Pfalz, Stuttgart 1988, S. 38-40. - Bernkastel-Kues in Geschichte und Gegenwart. Festschrift zum 700jährigen Stadtjubiläum 1991, hg. von der Stadt Bernkastel-Kues, bearb. von Stefan Kritten, Bernkastel-Kues 1991. - Kerber, Dieter: Die Itinerare der Trierer Erzbischöfe. Ansätze zur Residenzbildung, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 56 (1992) S. 112-147. - Wettlaufer, Jörg: Art. »Landshut« [c.2], in: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein dynastisch-topographisches Handbuch, hg. von Werner Paravicini, bearb. von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer, Teilbd. 2: Residenzen, Ostfildern 2003 (Residenzenforschung 15/I/2), Sp. 318f. - Grundhöfer, Heinz H.: Das ehemalige Kapuzinerkloster zu Bernkastel. Gründung, Auflösung, neue Nutzung, in: Jahrbuch für den Kreis Bernkastel-Wittlich (2012), S. 160-165. - Bagola, Holger: Der Ortsname Bernkastel-Kues, in: Mosel-Anruf 44 (2014), S. 149-162. - Grundhöfer, Heinz H.: Es ist alles schon dagewesen! Klagen der Bernkasteler Zünfte über die Steuerfestsetzung 1784, in: Kreisjahrbuch Bernkastel-Wittlich (2015) S. 101-104. - Schmitt, Franz: Bernkastel war Sitz eines Hochgerichts, in: Jahrbuch für den Kreis Bernkastel-Wittlich (2015) S. 82f. - Braun, Jörg Matthias: Die Geschichte des Heilig-Geist-Hospitals zu Bernkastel - von seinen Anfängen bis zum Jahr 1750, Köln 2016. - Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, »https://kulturdb.de/index.php« (zuletzt aufgerufen am 21. Oktober 2021). - Grundhöfer, Heinz H.: Zur Geschichte der mittelalterlichen Burg Landshut oberhalb Bernkastel, in: Kreisjahrbuch Bernkastel-Wittlich 2021, S. 164-168.