Westgermanien im Wandel – Edition und multidisziplinäre Erforschung der nordwestdeutschen Kulturlandschaft während der römischen Kaiserzeit (1.-4. Jahrhundert) 

Der nordwestliche Kulturraum der Germania magna bietet das faszinierende Potential, die soziale und wirtschaftliche Entwicklung germanischer Gesellschaften, die in der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends n. Chr. in räumlicher Nähe zum und im wechselseitigen Austausch mit dem Römischen Reich lebten, multidisziplinär zu untersuchen. Zahlreiche große Grabungsprojekte der vergangenen Jahrzehnte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen haben bislang kaum publizierte Erkenntnisse erbracht. Das Projekt widmet sich einer Edition dieser umfangreichen Quellen und einer neuen Gesamtsynthese der kulturellen Interaktion der grenznahen gentes mit dem römischen Imperium. Die Quellen zu Umwelt und Wirtschaft, zur Lebensweise und den Siedlungsformen sowie zur gesellschaftlichen Entwicklung werden über 500 Jahre zum ersten Mal holistisch durch Archäologie, Archäobiologie, Montanarchäologie, Archäometallurgie, Geschichte und Geoinformatik analysiert.

Interakademisches Projekt von:
Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Küste, Düsseldorf

Projektleitung:
Prof. Dr. Lorenz Rahmstorf (Georg-August-Universität Göttingen) 
Prof. Dr. Thomas Stöllner (Ruhr Universität Bochum)

Kooperationspartner:
Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung, Wilhelmshaven
Deutsches Bergbaumuseum Bochum

Laufzeit: 2026-2043; 18 Jahre