Von Kochrezept bis Minnesang: die deutsche Sprache des Mittelalters

Wussten Sie, dass „Elend“ im Mittelalter „Fremde, Verbannung“ bedeutete? Hätten Sie gedacht, dass „Arbeit“ damals vor allem „Mühsal“ und „Qual“ bezeichnete oder dass „arweizsuppe“ auch heute noch auf Volksfesten ausgeschenkt wird? Wer in die Welt der Ritter und Bauern eintauchen will, die Lieder der Minnesänger, die Predigten der Mönche oder die Urkunden der Amtmänner und Kanzlisten verstehen möchte, sollte das Mittelhochdeutsche Wörterbuch zu Rate ziehen.

Seit 1994 erforschen Mitarbeiter:innen der Akademien der Wissenschaften zu Göttingen und Mainz Wörter, die im Zeitraum zwischen 1050 bis 1350 verwendet worden sind, und erkunden ihre Bedeutung. Als Quellen dienen ihnen alle Schriftstücke die aus jener Zeit überliefert sind, von literarischen Klassikern über Kochbücher bis hin zu juristischen und medizinischen Texten.
Das neue „Mittelhochdeutsche Wörterbuch“ wird aktuelle Informationen zu etwa 60.000 Wörtern enthalten. Es soll die Lücke zwischen dem Althochdeutschen und dem Frühneuhochdeutschen Wörterbuch schließen und wird nach weit über hundert Jahren erstmals wieder ein verlässliches Hilfsmittel zum Verständnis der deutschen Texte des Hochmittelalters bieten. Das Werk erscheint in 5 Bänden, ist aber auch im Internet verfügbar (http://www.mhdwb-online.de/).

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Akademie

Ausschreibung zum Erstellen von drei Werken im Bereich der Forschungsdaten des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs

Die Forschungsdaten des MWB wachsen mit der langen Projektlaufzeit. Im Rahmen dreier Werkverträge möchten wir Teilaspekte unserer Daten vereinheitlichen, Annotationen vertiefen und neue Daten aufbereiten lassen.

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Mittelhochdeutsches Wörterbuch

Geiststraße 10
37073 Göttingen
 

Telefon: +49 (551-) 39- 215 75
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