(1) M., gelegen im Hennegau, verdankt seinen Namen der strategisch günstigen Lage auf einem das Umland weithin prägenden Hügel (lat. mons, montes). Dieser befindet sich an der relativ genau ostwestlich fließenden Haine, wo diese von der nordsüdlich verlaufenden, antik-römischen Straße Bavay-Utrecht gekreuzt wurde. Eventuell gab es hier ein römisches Militärlager. Im 7. Jahrhundert n.Chr. gründete eine Adlige namens Waudru auf eigenem Grundbesitz ein Nonnenkloster, dem später ein Männerkloster angeschlossen wurde. Im 10. Jahrhundert wurden beide Gemeinschaften in ein Säkularkapitel umgewandelt und erhielten die Namen St. Waudru bzw. St. Germain. Ebenfalls im 10. Jahrhundert entstand das Amt der Grafen von Hennegau, als deren Inhaber die Adelsfamilie der Reginare auftraten. Diese trieben die Entstehung einer Landesherrschaft voran, was nicht ohne Auseinandersetzungen geschah, wie die Belagerung von M. 976 zeigt. Sie setzten sich als Laienäbte und Vögte des St. Waudru-Kapitels durch, das wiederum Grundherr des Stadtgebiets war, auch begannen sie um die Mitte des 10. Jahrhunderts mit dem Bau einer Burg. M. entwickelte sich zum Hauptort des Hennegau. Unter dem Haus Avesnes, das 1280 die Nachfolge als Hennegauer Grafen antrat, wurde M. insbesondere von Jean d’Avesnes mit umfangreichen Privilegien bedacht. 1299 folgte Jean d’Avesnes in der Grafschaft Holland-Zeeland nach, was eine Verlagerung des Herrschaftsmittelpunkts nach Den Haag mit sich brachte. M. blieb Nebenresidenz, auch nachdem 1356 die Herzöge von Bayern-Straubing in dem Länderkomplex von Holland-Zeeland-Hennegau nachfolgten. 1428-1433 setzte Herzog Philipp der Gute von Burgund seine Herrschaft in diesem Territorienkomplex gegen Herzogin Jakobäa von Bayern durch, wodurch M. in den burgundischen Niederlanden aufging und fortan nicht mehr als Residenz diente. Nur gelegentlich hielten sich die Landesherren, zumeist kurzfristig, in M. als der Hauptstadt des Hennegau auf, jedoch wurde M. 1451 als Schauplatz eines höfischen Ereignisses genutzt (Kapitel des Ordens vom Goldenen Vlies).
In der frühen Neuzeit war M. mehrmals Schauplatz kriegerischer Ereignisse. Im Rahmen des Niederländischen Aufstands war die Stadt von den Protestanten erobert worden, woraufhin sie sich 1572 Herzog Alba als habsburgischem Generalstatthalter öffnete, der die Stadt König Philipp II. unterstellte. 1580-1581 befand sich in M. die spanisch-habsburgische Regierung, die sich vor den Ständischen aus Brüssel zurückgezogen hatte. 1678 von den Franzosen einer Blockade unterworfen, wurde M. 1691 im Krieg der Augsburger Allianz bzw. Liga von Augsburg von französischen Truppen unter persönlicher Leitung König Ludwigs XIV. belagert, wobei die Stadt schwere Schäden erlitt. 1697 wurde M. wieder König Karl II. von Spanien übereignet. Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde M. 1709 erneut belagert, im Frieden von Utrecht 1713 den Österreichischen Niederlande zugeordnet. Im Österreichischen Erbfolgekrieg wurde M. 1746 erneut von den Franzosen eingenommen, nach der Rückgabe an Österreich wiederum zur Festung ausgebaut. 1754-1773 existierte wieder ein Hof in M., der sich um Anne-Charlotte von Lothringen, Schwägerin Kaiserin Maria Theresias, gebildet hatte, die als Äbtissin dem Kapitel St. Waudru vorstand.
M. war eine der »bonnes villes« der Grafschaft Hennegau (wortwörtlich »Gute Stadt«, aus gfl.er Sicht: eine die Landesherrschaft mittragende, kooperierende Stadt), die ihre Einkünfte direkt aus der Umgebung des Landesherrn bezog. In M. trafen sich üblicherweise die Landstände des Hennegau. Ebenfalls wurden das höchste gräfliche Gericht, der »souveräne Hof« und der »Rat des Hennegau« in M. niedergelassen. In M. wurde als erstes dem seine Herrschaft antretenden Landesherrn gehuldigt (Zeremonie des Feierlichen Einzugs, »joyeuse entrée«). Da die Nachfolger Kaiser Karls V. sich durchweg in Spanien befanden, ließen sich sich auch hierbei üblicherweise durch den ranghöchsten ihrer Hennegauer Amtsträger, den »Grand Bailli«, vertreten.
(2) Die faktische Stadtwerdung vollzog sich im 13. Jahrhundert im Zentrum der Grundherrschaft des Waudru-Kapitels. Zu erkennen ist die frühe Entwicklung an der Umformung der anfangs bestehenden Großpfarrei St. Germain in mehrere Kirchspiele, von denen zwei dem Hl. Nikolaus gewidmet waren, was auf eine größere kaufmännische Aktivität der Bevölkerung schließen lässt. Neben den geistlichen und gfl.en Größen traten als weitere Kräfte der Bürgermeister und die Schöffen hinzu als Vertreter der Bürgerschaft und der Verwalter öffentlicher Einnahmequellen, vornehmlich aus dem Geldwechsel, was einmal mehr auf frühe kaufmännische Aktivitäten der örtlichen Oberschicht schließen lässt. Die Grafen förderten die entstehende Stadt durch die Übertragung einer ganzen Reihe von Rechten und Einkünften, nicht zuletzt, da diese ein ihr ergebener Aufenthaltsort war. Insbesondere Jean d’Avesnes (reg. 1280-1304) bedachte die Stadt 1295 mit wichtigen Privilegien. Die zu dieser Zeit errichtete zweite Stadtmauer maß fünf Kilometer, finanziert und unterhalten dank der »maltôtes« genannten indirekten Steuer auf Wein und Bier und des Verkaufs von Renten.
In der Stadt ließen die Grafen sich bei der Einziehung von Abgaben und der Ausübung der Gerichtsbarkeit durch mehrere Amtsträger vertreten, von denen der Prévôt der vornehmste war. An diesen Aufgaben war die Stadt jedoch beteiligt, als frühes Gremium begegnen die Schöffen. Aus einem 1265 angelegten Verzeichnis der Renten und Zinsen wird deutlich, dass der höchste gräfliche Amtsträger auf Landesebene, der Bailli (später Grand Bailli) den Eid der sieben (ab dem 15. Jahrhundert zehn) Schöffen entgegen nahm. Deren Kollegium wurde jährlich erneuert. 1428 wurde ihnen die Ausübung der hohen Gerichtsbarkeit zugestanden. Sie hörten die Rechnung des städtischen Rentmeisters, des »massards«, ab. Zentraler Teil der Ausgaben waren der Bau und die Unterhaltung der zweiten Stadtmauer ab dem ausgehenden 13. Jahrhundert Zu mehr als 80% wurde sie aus den Erträgen der »maltôtes« bestritten, der indirekten Steuer, die nunmehr auf Getreide und Getränken erhoben wurde, zum kleineren Teil vom Zoll, den Gf.in Margaretha von Flandern-Hennegau 1251 der Stadt zugestanden hatte. Politisches Zentrum der Bürgerschaft war das Rathaus, »Haus des Friedens« (»maison de la paix«) genannt, gelegen am »grand marché«. Dort saß auch der Stadtrat, der neben den Schöffen aus den Alt-Schöffen, den Richtern (»jurés«) und den einfachen Räten gebildet wurde. An der Spitze des Rats standen die auf Lebenszeit bestellten Bürgermeister (»mayeur«, »maire«). Das Amt wandelte sich im 18. Jahrhundert zu einer Ehrenfunktion. Der Erwerb des Bürgerrechts war an die Zahlung eines Aufnahmegeldes und einer jährlichen Abgabe geknüpft, wozu eine »franche origine« genannte Zahlung kam. Die Bürger wurden als »manants« oder als »masuyers« bezeichnet. In ihrer Gesamtheit bildeten sie die Gemeinde (»communauté«, communitet), wie sie im Siegelbild erscheint. Einige der »masuyers« blieben jedoch unter der Botmäßigkeit des Waudru-Kapitels. Die Schöffenfamilien bildeten einen abgeschlossenen Kreis führender Familien, die sich zu einem Patriziat wandelten. In der frühen Neuzeit kann man etwa 200 Familien erkennen, die Schöffen stellten, deren Zahl sich bis zum Ende des Alten Reichs in etwa halbierte.
Entscheidende Änderungen der Verfassungsstruktur gab es nicht. Dominierend traten zwei »Pensionäre« auf, angestellte und besoldete Juristen als Berater des Stadtrats (vgl. Syndicus im Deutschen). Bei wichtigen Fragen konnte sich der Stadtrat erweitern zu einer allgemeinen Bürgerversammlung, die als »60 Männer« bezeichnet wurde. 1787 trat dieses zusammen, um die Reformen Kaiser Josephs II. abzuwehren.
Der Markt diente anfangs in erster Linie zum Umschlag der Agrargüter aus der Grundherrschaft des Waudru-Kapitels. Zu Pfingsten und Allerheiligen gab es Jahrmärkte, die sehr von der Gewährung weitgehender Freiheiten ab 1290 profitierten. Ihren Höhepunkt erlebten sie im 15. Jahrhundert M. verfügte zudem über einen Hafen vor der Mündung der Trouille in die Haine. An der Trouille, die durch zwei Wassertore nach M. hinein- und hinausfloss, wurden mehrere Mühlen für Getreide, Gerberlohe u.a. eingerichtet, zudem gewährte sie die Wasserversorgung der Brauer, Gerber, Färber u.a. Einer Ausdehnung der Stadt stand die Befestigung im Wege, auch wenn neue Straßen außerhalb der Mauern angelegt wurden.
Um 1300 dürfte M. etwa 5000-6000 Einwohner gehabt haben. Die Einwohnerzahl stieg auf etwa 9000 um 1500 an und weiter auf über 15000 im Jahr 1750.
Versehen mit einer Tuchherstellung (mit einer 1265 errichteten Halle), ab dem späten 15. Jahrhundert mit der prosperierenden Herstellung leichteren Tuchs aus spanischer Wolle (»sayetterie«), entwickelte sich M. doch nicht zu einer Stadt des großmaßstäbigen Tuchexports, sondern blieb vorrangig dem Handel und dem Umschlag von Konsumwaren verpflichtet. Eine besondere wirtschaftliche Blüte bildete die Spitzenklöppelei, die von Äbtissin Anne-Charlotte von Lothringen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gefördert wurde. Von Abbau und Transport der Steinkohle aus dem »Couchant de M.« genannten Becken (oder Borinage, westsüdwestlich M.s), beginnend im 12. Jahrhundert, profitierte M. nur indirekt, da Finanzierung und Handel über die Börsengeschäfte abgewickelt wurden.
Die zahlreichen Kriege und Belagerungen in der frühen Neuzeit verursachten schwere finanzielle Belastungen der Städte, die man seitens der Regierung der Österreichischen Niederlande durch eine allgemeine Verwaltungsreform 1764 zu lösen versuchte, die eine strikte Ausgabendisziplin vorsah, was die Städte, auch M., in eigene Hände zu übernehmen trachteten, um die eigene Zuständigkeit zu wahren.
(3) Vom Kapitel St. Waudru hingen bis zum 18. Jahrhundert die geistlichen Institutionen ab, was die Schaffung von Pfarreien und die Gründung von Kapellen und Klöstern betraf. Eine ganze Reihe geistlicher Einrichtungen verliehen M. den Charakter einer geistlichen Stadt. Für die Zeit als Residenzstadt sind die beiden dem Hl. Nikolaus geweihten Pfarrkirchen wichtig, überdies verfügte die Burg über eine eigene Kapelle, geweiht dem Hl. Calixtus (der Bau aus dem 11. Jahrhundert hat sich erhalten). Im Hinblick auf die ritterlich-höfische Kultur des Hennegauer Adels hervorhebenswert ist das 1389-1409 erbaute Oratorium des Hennegauer Ritterordens Saint-Antoine-en-Barbefosse im Dorf Havré wenig außerhalb M.s, das sich der Förderung durch Graf Wilhelm VI. von Holland-Seeland-Hennegau und Herzog Johann ohne Furcht von Burgund erfreute, die den Bau einer Kapelle gestatteten bzw. förderten. Auf eine herrschaftliche Maßnahme zurückzuführen ist der Beginenkonvent, der 1248 von Gf.in Margaretha von Flandern-Hennegau gegründet wurde. Daneben sind eine ganze Reihe von Kapellen (Hll. Georg, Margaretha, Elisabeth, Makarios) und ein weiteres Frauenkloster zu nennen. In der Gegenreformation kamen hinzu ein Jesuitenkolleg und Klöster der »Schwarzen Schwestern« (Cellitinnen, Augustinerinnen), Visitantinnen (Salesianerinnen), Barfüßigen Karmeliter, Ursulinen. Überdies ist als karitative Einrichtung das Hospiz der »Chartriers« - i.e. Körperbehinderte - (erste Erwähnung 1454) zu nennen. Eine Besonderheit stellten die Stadthöfe mehrerer Hennegauer Abteien dar (Bélian zu Mesvin, Aulne, Saint-Denis en Broqueroie, Hasnon, Saint-Ghislain).
(4) Die gräfliche Burg wurde im 12. Jahrhundert fertiggestellt und mit einer Ummauerung um die entstehende Stadt versehen, so dass Stadt und Burg nach außen als eine befestigte Einheit wirkten (teilweise erhalten, von der Burgmauer der Turm »César« aus dem 13./14. Jahrhundert und das Torhaus). Mit dem Verlust der Residenzfunktion ging ein Bedeutungsverlust der Burg einher, die Sitz landesherrlicher Einrichtungen (des höchsten gfl.en Gerichts, des »souveränen Hofs« [»Cour souveraine«] und der »Rat des Hennegau«) blieb, teils verkauft wurde. Im 16. Jahrhundert zogen das Gericht und der Rat wegen Baufälligkeit in neue Gebäude in der Stadt um. 1781-1784 wurde unter Kaiser Joseph II. die Stadtmauer abgerissen und M. zu einer offenen Stadt gemacht. Erhalten hat sich von der Stadtmauer der Turm »Valenciennoise«, ein mächtiger Rundturm aus der Mitte des 14. Jahrhunderts Die Straßen waren ungefähr radial auf den »Grand marché« als Zentrum ausgerichtet; der Stadtgrundriss kannte keine grundlegende Änderung in der Vormoderne. Das Kapitel Sainte-Waudru und die Burg liegen westlich der Siedlung. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche zu einem Großbau von über 100 m Länge erweitert, blieb aber turmlos. 1662-1669 wurde in direkter Nähe zur Kapitelskirche seitens der Gemeinde im »Parc du Château«, dem Rest der herrschaftlichen Burg, der 87 m hohe Stadtturm (Beffroi) errichtet, der einen älteren Glockenturm ersetzte. 1324 wurde der Bau eines Rathauses am Marktplatz in Angriff genommen. Der heute noch erhaltene Bau entstand ab 1479 nach Zerstörung des Vorgängerbaus durch eine Pulverexplosion im benachbarten Magazin, bis ins 18. Jahrhundert mehrmals erweitert, u.a. durch einen markanten Turm.
Die Landesherren aus den Häusern Bayern und Burgund nutzten bei ihren episodenhaften Aufenthalten in M. nicht die Burg, sondern einen Stadthof, der nach der vorbesitzenden Adelsfamilie benannt worden war, dem »Hôtel de Naast«. 1564 wurde ihm ein Turm für die Unterbringung des landesherrlichen Archivs angefügt (1692 abgerissen).
(5) M. spielte eine zentrale Rolle bei den Hennegauer Landständen. Vertreten wurde die Stadt durch abgeordnete Schöffen und Amtsträger wie die Pensionäre, Advokaten und Schreiber. Unter den Städtevertretern, dem »Dritten Stand«, übten sie eine präponderante Funktion aus, da M. zwei Drittel der Abgeordneten stellte. Zu den vornehmsten Aufgaben der Schöffen gehörte die Gerichtsbarkeit, was ihnen in der Funktion von M. als ständischer Vorort (»chef de sens«) erlaubte, eine Vorherrschaft über die anderen Städte des Hennegau auszuüben.
Auch wenn M. sich nicht wie die benachbarten Städte Valenciennes oder Tournai, die aufgrund ihrer Lage an der Schelde eine Blüte im Hoch- und Spätmittelalter erlebten, zur Großstadt entwickelte, erfuhr M. doch einen Aufschwung, den es dem Land- und Flusstransport zu verdanken hatte, insbesondere der Beförderung von Wein aus der Île-de-France, Champagne und von Burgund. M. war seit dem 13. Jahrhundert einer der Etappenorte dieses Handels, was die hervorgehobene Stellung der Weinhändler in der städtischen Gesellschaft erklärt. Im 18. Jahrhundert wurde M. von der Österreichischen Regierung in den landesweiten Chausseebau eingebunden, es entstanden Verbindungen nach Brüssel, Charleroi, Valenciennes, Maubeuge und weiter nach Paris.
(6) Seinen Ausgangspunkt nahm M. als geistlich geprägter Ort, bei dem das St. Waudru-Kapitel die bestimmende Größe war. Die Grafen von Hennegau traten im Laufe des Hochmittelalters als weitere prägende Kraft hinzu. Äußeres Kennzeichen war die gemeinsame Befestigungsanlage von Burg und Stadt, die im 12. Jahrhundert entstand. An deren Finanzierung war die sich als Körperschaft formierende Stadt beteiligt. Als Residenzstadt im engeren Sinn lässt sich M. für das 13. Jahrhundert bezeichnen, für das 14. Jahrhundert eher als Nebenresidenz, da die Hennegauer Grafen aus dem Hause Avesnes sich zu dieser Zeit meist in Holland aufhielten. Ab etwa der Mitte des 14. Jahrhunderts bis zum Ende des Ancien Régime ist M. als Amts- oder Behördenstadt bzw. als Hauptstadt des Hennegau zu verstehen. Als solche kannte M. eine weitere Entwicklung, die sich trotz zahlreicher kriegerischer Ereignisse in einer Zunahme der Bevölkerung in der frühen Neuzeit und eines wirtschaftlichen Wachstums niederschlug. Die aus strategischen Gründen angesiedelte Garnison dürfte dazu beigetragen haben. Zeichen städtischen Selbstverständnisses war der Ende des 17. Jahrhunderts errichtete Beffroi. Als Besonderheit ist die 1721 gegründete Freimaurerloge »La Parfaite Union« zu erwähnen, die älteste Belgiens.
(7) Die archivische Überlieferung der Stadt befindet sich im Staatsarchiv Mons (Archives de l’État à Mons, AÉM). Hinzu kommen die Bestände von der landesherrlichen Seite in Brüssel, Archives Générales du Royaume (AGR).
De Boussu, Gilles-Joseph: Histoire de la ville de Mons, ancienne et nouvelle, Mons 1725.
Devillers, Léopold: Inventaire analytique des archives des États de Hainaut, 3 Bd.e, Mons 1884-1906. - Cartulaire des comtes de Hainaut, de l’avènement de Guillaume II à la mort de Jacqueline de Bavière 1337-1436, hg. von Léopold Devillers, 7 Bd.e, Brüssel 1881-1896 (Commission royale d’histoire, in-quarto). - Chartes du chapitre de Sainte-Waudru à Mons 831-1804, hg. von Léopold Devillers, 4 Bd.e, Brüssel 1899-1913 (Commission royale d’histoire, in-quarto). - Ordonnances de Philippe le Bon pour le comté de Hainaut 1425-1467, hg. von Jean-Marie Cauchies, Brüssel 2010 (Recueil des ordonnances des Pays-Bas. Première série, 1381-1506, deuxième section, 3).
(8)Faider, Paul, Delanney, Henri: Mons, Mons 1928. - Piérard, Christiane: Le développement territorial de Mons et ses virtualités économiques ou les occasions manquées, in: Le Hainaut français et belge, [Bruxelles 1969], S. 45-61. - Cauchies, Jean-Marie: La législation princière pour le comté de Hainaut. Ducs de Bourgogne et premiers Habsbourg 1427-1506, Bruxelles 1982 (Publications des Facultés universitaires Saint-Louis, 24). - Piérard, Christiane, Mol, Bruno van: Mons. Une enceinte en mutation constante, de 1290 à 1865, in: Les enceintes urbaines en Hainaut, [Bruxelles] 1983, S. 15-50. - Guignet, Philippe: Le pouvoir dans la ville au XVIIIe siècle. Pratiques politiques, notabilité et éthique sociale de part et d’autre de la frontière franco-belge, Paris 1990 (École des hautes études en sciences sociales. Civilisations et sociétés, 80). - Le siège de Mons par Louis XIV en 1691. Actes du colloque du 16 mars 1991, Mons 1992 (Annales du Cercle archéologique de Mons, 75). - 700 ans de franchises à Mons. Les privilèges de Jean d’Avesnes 1295. Actes du colloque du 14 octobre 1995, Mons 1996 (Annales du Cercle archéologique de Mons, 77). - Piérard, Christiane: Mons (moyen âge), in: Les institutions publiques régionales et locales en Hainaut et Tournai/Tournaisis sous l’Ancien Régime, hg. von Bernard Desmaele und Jean-Marie Cauchies, Brüssel 2009 (Miscellanea archivistica, Studia, 119), S. 246-257. - Guignet, Philippe: Mons (temps modernes), in: Ebd., S. 258-269. - Cauchies, Jean-Marie: Sur les pas de Charles Quint à Mons. Une joyeuse entrée princière en novembre 1515, in: Annales du Cercle archéologique de Mons 83 (2016) S. 60-94.