Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800)

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Eisleben

Eisleben

(1) E. liegt am westlichen Rand der Mansfelder Mulde im östlichen Harzvorland, durchflossen von der Bösen Sieben (Wilderbach) und am »Faulen See« gelegen. Aus altthüringischer Besiedlung hervorgegangen, erscheint der Ort in ottonisch-salischer Zeit als von sächsischen Pfalzgrafen verwalteter Burgort mit einem Magdeburg vergleichbarem Markt-, Münz- und Zollrecht, der überregionale Bedeutung gehabt haben dürfte: 1081 wurde hier Hermann von Luxemburg zum Gegenkg. gewählt. Am Schnittpunkt mehrerer Handelsstraßen gelegen, entwickelte sich der Ort im 12. Jahrhundert zum Marktflecken. Die Halberstädter Bischöfe dürften in den 1120er Jahren Lehnrechte an dem Ort besessen haben, in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gelangte das Gebiet in den Besitz des Magdeburger Ebf.s. Als Halberstädter und Magdeburger Lehnsnehmer traten die Grafen von Mansfeld vor 1286 in der Funktion von immediaten Stadtherren E.s in Erscheinung (vermutlich deutlich älter), die sich durch Vögte vertreten ließen. Seit dem 13. Jahrhundert hatten die Grafen zudem das Bergregal als Reichslehen inne; Ende des 12. Jahrhunderts war nach Entdeckung eines Kupferschieferflözes bei Hettstedt mit dem lukrativen Bergbau begonnen worden.

Die Entwicklung E.s zur Residenzstadt ist eng an das Geschick der Mansfelder Grafen im 15./16. Jahrhundert gebunden, als sich die gräfliche Familie in mehrere Linien aufteilte, die nicht auf der zum Schloss ausgebauten Stammburg Mansfeld verblieben, sondern in E. repräsentative Stadtschlösser errichteten. 1512 wurde vereinbart, dass sich die gfl.en Ratskollegien einmal monatlich in E. treffen, während die Grafen einmal vierteljährlich zusammenkommen sollten, um, wie es ab 1530 heißt, jeweils im Wechsel »gemeiner Herrschaft Händel, Regierung der Städte und Bergwerk« zu besorgen.

Im konfessionellen Spannungsfeld der Reformation zerstritten und durch dynastische Teilungen geschwächt, wurden die Grafen, obwohl formal Reichsstände, faktisch zu sächsischen Landständen. Durch wirtschaftliche Fehlentscheidungen bei andauernder repräsentativer Hofhaltung waren die Grafen hochverschuldet, weswegen ihre oberlehnherrlichen Gläubiger 1570 die Zwangsverwaltung der Grafschaft einleiteten. E. verlor rapide den Residenzcharakter, als 1573 nach einer von Kurfürst August von Sachsen und dem Bistum Halberstadt abgeschlossenen Permutation in der Altstadt sächsische Oberaufseher die gfl.en Mediatbehörden ersetzten. 1579 fielen die Vorstädte als magdeburgische Anteile an Kursachsen. Mit Übernahme des gfl.en Bergamtes und der Konsistorialrechte festigten die albertinischen Wettiner die Stadtherrschaft, obzwar es hier weit ins 17. Jahrhundert hinein noch gräfliche Wohnstätten und Kanzleien gab. Kursächsische Amts- und Bergbehörden zogen sukzessiv in die leeren Palais ein, und nach Aussterben der Mansfelder Grafen 1780 wurde E. bis 1808 kursächsische Landstadt.

In der Stadt ließen sich die Grafen durch einen Stadtvogt vertreten, namentlich ist erstmals für 1301 ein E.er Bürger Conrad genannt. Sitz des Stadtvogts dürfte die Burg gewesen sein, bis diese 1420 infolge Erbteilung an den zu dieser Zeit minderjährigen Graf Günther II. von Mansfeld-[2. Linie] († 1475) fiel; der ab 1420 überlieferte Burgvogt ist nicht identisch mit dem die Interessen aller Gf.enlinien vertretenen Stadtvogt. Nach dem Tod Günthers II. bildeten sich die Linien Vorderort und Hinterort, 1501 kam noch die Linie Mittelort hinzu, die in der Folge E., größte Stadt der Grafschaft und ungeteilter Besitz, gemeinsam prägten.

(2) Der älteste Markt lag im Alten Dorf nordwestlich der das Stadtbild beherrschenden Andreaskirche. Noch im 12. Jahrhundert entstand die sich bis zum Burgbezirk erstreckende, aus Andreaskirchplatz und neuem Markt bestehende Kernstadt (Marktviertel), an der sich im 13. Jahrhundert östlich eine Erweiterung mit relativ regelmäßigem Straßensystem ausbildete, einschließlich eines zweiten Marktplatzes. Die erste Befestigung, 1286 bezeugt, wies vier Tore (Winzertor, Friesentor, Helftaer bzw. Viehweidentor und Glockentor) auf. Bereits im 12. Jahrhundert bildeten sich Vorstädte, im Norden das Nikolaiviertel auf dem von niederländischen Kolonisten entsumpften Areal des Faulen Sees, im Süden das Petri- oder Brückenviertel jenseits der Bösen Sieben und westlich das Neuendorfer Viertel um das 1229 genannte Katharinenhospital. Ende des 15. Jahrhunderts wurde dieses Areal mit einer gemeinsamen Befestigung umschlossen, außerhalb verblieb das östlich gelegene Hospital St. Spiritus. Das 1258 außerhalb der Stadtgrenze in Helfta angesiedelte Zisterzienserinnenkloster Beatae Mariae Virginis wurde aus Sicherheitsgründen um die Mitte des 14. Jahrhunderts als Kloster Neu-Helfta nordöstlich der Burg außen an die Stadtmauer verlegt.

Im 15. und zu Anfang des 16. Jahrhunderts kulminierte wegen des prosperierenden Bergbaus die Stadtentwicklung, was sich in einer regen Bautätigkeit niederschlug: Ungefähr zur selben Zeit wurden die drei Hauptkirchen sowie das Altstädter Rathaus, die Waage, der Kronenfriedhof und zahlreiche Bürgerhäuser neugebaut. Für 1451 ist ein Jüdenhof erstmals bekannt. Eine städtebauliche Zäsur bildete der Stadtbrand 1498.

Eine förmliche Stadtrechtsverleihung ist nicht bekannt. 1180 erscheint E. als »civitas« mit 12 »burgenses«, aus denen sich wohl das unter dem Stadtvogt agierende Schöffenkollegium ausbildete, daneben gab es Ende des 12. Jahrhunderts einen Rat mit Ratsmeister. Dieser wurde 1373 und 1384 um Innungsmeister und Viermänner (Viertelsmeister) erweitert, ohne dass die gfl.en Stadtrechte eingeschränkt wurden. So hatte Graf Gebhard II. 1366 erneut Weichbild- und Marktrecht erteilt. Überdies besaßen die Grafen das Münzrecht, die Hals- und Kirchengerichtsbarkeit sowie das Berggericht. 1445 führten die Grafen den jährlichen Wechsel des Ratsdrittel (Stadtvogt und drei Räte) ein. Eine kommunale Steuerhoheit ist nicht eindeutig zu erkennen. Die Verpfändung der Niedergerichte 1454 und die Ausweitung der Privilegien änderten nichts an der gfl.en Stadtherrschaft. Auffallend ist die hohe Zahl an Juristen in der Stadt.

Im Zuge des prosperierenden Bergbaus siedelten sich Gewerbe und Handel an, so gut wie alle Arten des Handwerks waren vertreten. Für Investoren, auch für Spekulanten war E. attraktiv, zudem konnte man im endenden 15. Jahrhundert nur durch eine hohe Einlage als Hüttenmeister aktiv werden. Als neue städtische Eliten etablierten sich Hüttenmeister und gräfliche Bergamtmänner, deren bevorzugte Stadtquartiere das Markt- und Nikolaiviertel waren, während die einfachen Berg- und Hüttenleute in Vorstädten und anderen Siedlungen lebten. Die Vorstädte waren agrarwirtschaftlich geprägt.

(3) Hauptpfarrkirche der Stadt und der Grafschaft war die St. Andreaskirche, wohl identisch mit der 1180 erwähnten »parochia superior«, Ende 12. Jahrhundert zur Kirche des zu dieser Zeit aus Wormsleben nach E. transferierten Archidiakons erhoben, in der Reformation als Superintendantur-Kirche fungierend. Seit dem frühen 16. Jahrhundert war diese das Stadtbild prägende Kirche Grablege der Grafen, größtenteils der vorderortischen Linie (v. a. die kunstgeschichtlich bedeutsamen Tumben für Graf Hoyer VI. von Mansfeld-Vorderort [† 1540] und für Graf Bruno II. von Mansfeld-Vorderort-Bornstedt [† 1615] sowie die als Spolien benutzen Grabsteine für Graf Burchard I. [† 1229] und für Äbtissin Oda von Hadmersleben und Helfta [† 1351], die in der nunmehr evangelischen Stadtkirche gezeigt wurden).

Als vorstädtische Pfarrkirchen sind St. Nikolai (anstelle der Godehardikapelle 1426 geweiht und weiter ausgebaut) und St. Peter und Paul (anstelle eines Vorgängerbaus bis 1513 errichtet) zu nennen. Hinzu kommt die St. Annen-Kirche des Augustiner-Eremiten-Klosters, die von Graf Albrecht IV. von Mansfeld-Hinterort ab 1513 errichtet (Chorweihe 1516) und von ihm als erste evangelische Pfarrkirche in der Grafschaft bestimmt wurde. Sie war Memorialstätte der Hinterorter-Linie, im Westchor befinden sich die Epitaphe der Gf.innen Dorothea († 1558) und Margareta († 1596). Neben der St. Annenkirche steht der Konventsbau des 1515/16 von Martin Luther als Distriktsvikar eingerichteten und 1522/23 aufgelösten Augustiner-Eremiten-Klosters, das, für Mitteldeutschland singulär, bauzeitliche Mönchszellen im Dachgeschoss besitzt. Karitative Stiftungen der Grafen waren das um 1200 entstandene Katharinen-Hospital, das 1417 erweitert und später als Stiftsgut betrieben wurde, sowie das vermutlich im 13. Jahrhundert als Seuchen- und Aussätzigenhospital gegründete St. Spiritus-Stift, später Hl.-Geist-Stift, das östlich außerhalb der Stadtmauer lag.

Besondere Aufmerksamkeit genießt E. in der Reformationsforschung, da Martin Luther 1483 hier geboren wurde (getauft in der alten St. Peter und Paul-Kirche) und zeitlebens enge Verbindungen zu E. unterhielt; in der Andreaskirche hielt er 1546 seine letzte Predigt. Sein Vater gehörte zu den Hüttenmeistern. Zu beachten ist, dass die sich teils zum Protestantismus, teils zum Katholizismus bekennenden Grafen die Stadt patronatsrechtlich gemeinsam verwalteten. Auch wenn sich die Einwohner mehrheitlich früh zum neuen Glauben bekannten, blieb bis ins 17. Jahrhundert ein Simultaneum bestehen. Luther selbst griff mehrmals in das Kirchen- und Schulwesen E.s ein.

(4) Hauptresidenz der Grafen war die Stammburg Mansfeld. Im Rahmen des Erwerbs der Stadtherrschaft wurde im 13. Jahrhundert eine Burg in die Stadt E. versetzt oder anstelle eines Vorgängerbaus errichtet bzw. ausgebaut (heute Schlossplatz). Sie war wohl Sitz der gfl.en Stadtvögte, im 16. Jahrhundert wurde sie zur Residenz der Linie Mansfeld-Vorderort-E. ausgebaut. Ältere Stadtansichten wie das Heidelberg-Epitaph 1561, Braun-Hogenberg 1588 oder Merian 1647 zeigen ein imposantes, das Stadtbild prägendes Renaissanceschloss mit halbrunden Zwerchgiebeln. Beim Stadtbrand 1601 wurde das Schloss zerstört und blieb als Ruine mit Fundamenten bis zum Abriss 1881 stehen, allein der Bergfried blieb erhalten (1969 beseitigt). In E. gab es mindestens vier Grafenpalais, meist in bevorzugter Lage am Markt, deren Errichtung erst durch den Stadtbrand 1498 ermöglicht wurde. Vorhanden sind noch drei: Der nach 1501 erbaute Stadtsitz der Grafen von Mansfeld-Mittelort (heute Markt 34), das nach 1498 als Wohnhaus des patrizischen Hüttenmeisters Thilo Rinck errichtete Gebäude, das später als Stadtsitz der Grafen von Mansfeld-Vorderort diente und in welchem 1546 Martin Luther verstarb (nicht im heutigen Sterbehausmuseum) (Markt 56), und der ab 1500 erbaute Stadtsitz der Grafen von Mansfeld-Hinterort (heute Markt 58). Hinzu kommt die wegen ihrer Eck- und Höhenlage das Straßenbild beherrschende Münze, ein Bau des 16. Jahrhunderts, dessen heutiger Zustand auf die historistische Restaurierung des 19. Jahrhunderts zurückgeht.

(5) Da die Grafen seit dem 13. Jahrhundert das Berg- und Hüttenwesen in ihren Händen hielten, verhinderten sie die Einbindung E.s in die Städtebünde, die sich in der weiteren Harzregion bildeten. Auch wenn E. abseits der großen Handelswege und Reichsstraßen lag, war der Ort als Markt von überregionaler Bedeutung, stand jedoch im Spätmittelalter und früher Neuzeit stets hinter Leipzig zurück. 1515 erhielten die Grafen von Kaiser Maximilian I. die Bewilligung zur Verlegung ihrer innerstädtischen Jahrmärkte, 1521 erteilte Kaiser Karl V. den Mansfeldern das Privileg zur Abhaltung eines Ochsenmarktes, welcher alljährlich am St. Egidiustage (1. Sept.) stattfinden sollte (»Eisleber Wiesen«). Ein immenses Wachstum erlebte der Mansfelder Bergbau und mit ihm die Stadt E. durch die Einführung des Saigerverfahrens um die Mitte des 15. Jahrhunderts zur Gewinnung von Silber aus Garkupfer. Die Einrichtung von ›privaten Erbfeuern‹, die neben den gfl.en ›Herrenfeuern‹ bestanden, ermöglichte bürgerlich-kaufmännischen Hüttenmeistern und Investoren lukrative Gewinnmöglichkeiten. Die Grafen änderten dies 1536 durch die sog. »Mansfeldischen Feuerteilung«, die eigentlich eine Gewinnabschöpfung zum Ziel hatte, mit der jedoch die bürgerlichen Hüttenmeister vom Betrieb ausgeschlossen wurden. Mittelfristig besiegelten sie damit den Niedergang der Grafschaft und auch E.s. Zwar konnte selbst unter kursächsischer Lehnpermutation die Stadt einen gewissen Wohlstand und eine kulturelle Blüte bewahren, doch folgten schicksalhafte Katastrophen. Der Stadtbrand von 1601 war eine Zäsur ebenso wie die Pestepidemien im 1. Drittel des 17. Jahrhunderts.

(6) E. wird gemeinhin als eine Luther- und nicht als eine Residenzstadt wahrgenommen, doch ist E.s Rolle in der Reformation nicht ohne die Funktion der Grafen von Mansfeld als Stadtherren zu verstehen. Insbesondere der protestantischen Kirchengeschichtsschreibung gilt E. verklärend als »Wiege der Reformation«, was die intensive Erforschung des späten 15. und der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erklärt. Unter der Ägide der zum Protestantismus konvertierten Grafen wandelten sich einzelne Gebäude wie die Andreaskirche zu Reformationsorten. Bergbau und Beziehungen zu den Grafen bestimmten die Geschicke der Familie Luther.

Die Grafen wirkten nicht nur politisch und rechtlich restriktiv (eine vollständige städtische Autonomie wurde bis 1808 nicht gewährt), sondern beförderten E. vor allem im 16. Jahrhundert in städtebaulicher, architektonischer und kultureller Hinsicht. Für die Grafen war E. das urbane Zentrum. Alle Nebenlinien nutzten die prosperierende Bergbaustadt zur höfischen Prachtentfaltung, die Stadt bot die Möglichkeit zur standesgemäßen Repräsentation, mehr, als die exklusive, abseits gelegene Stammburg Mansfeld es ermöglicht hätte. Auf Grund falscher familien- und wirtschaftspolitischer Entscheidungen verloren die Grafen von Mansfeld 1580 ihre Selbständigkeit, für E. bedeutete dies in der weiteren Folge den Verlust der Residenzstadtqualität. Der rückläufige Bergbau und der schwindende dynastische Bezug kulminierten im 17. Jahrhundert zum Bedeutungsverlust, aus dem sich E. erst im 19. Jahrhundert erholte.

(7) Dresden, Sächsisches Hauptstaatsarchiv: Geheimes Archiv Loc. 36359 Copeien, Brieve und Notuln der alten Mansfeldischen Hendel, 1391–1536; Geheimes Archiv Loc. 9724/3 Mannßfeldische Sachen, 1483–1563, Loc. 9736/17 Manßfeldische Verträge 1480–1571. – Magdeburg, Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt: Cop. 422 Copiarium litterarium Mansfeldensium et Querfoderensium, 1118–1777; Cop. 424 Copiale Mansfeldense, enthält Urkunden, welche Güter in der Grafschaft Mansfeld betr., 1271–1521; Cop. 425 a Mansfeldische Sequestration, Erbhuldigungen, Burgfrieden und Martin-Luther-Vertrag, 1437–1600; Cop. 424 Copiale Mansfeldense, enthalten Urkunden, welche Güter in der Grafschaft betreffen, 1271–1521. – Wernigerode, Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt: Rep. F 4 A a Nr. 3 I–III; Rep. F 4 A a Nr. 4 Theilung der Grafschaft Mansfeld, 1501; Rep. A 32 a Nr. 868 a Salbuch, 1569–1608. – Wien, Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv/Handschriftensammlung AT-OeStA/HHStA HS W 481 Spangenberg-Chronik 1547–1572. – Merseburg, Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt: Rep. C 48 I b Nr. 690 (Acta, Bauten und Reparaturen an der Ruine des Schlosses der Grafen von Mannsfeld zu Eisleben, 1844/45). – Zeidler, Johann Gottfried: Acht hundert jähriger an einander hängender Stammbaum des Uralten Hochlöblichen Helden-Hauses der Hochgebohrnen Graffen und Herren zu Mannsfeld, Edlen Herren zu Heldrungen, Seeburg und Schraplau […], Halle 1703. – Francke, Eusebius Christian: Historie der Grafschafft Manßfeld darinnen die curieusesten Nachrichten von dem Ursprung des Nahmens dieser Grafschafft […], Leipzig 1723. – Rohr, Julius Bernhard von: Geographische und Historische Merckwürdigkeiten des Vor oder Unter-Hartzes […], Frankfurt u. a. 1736.

Krühne, Max: Urkundenbuch der Klöster der Grafschaft Mansfeld, Halle 1888 (Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete, 20).

(8)Mülverstedt, Georg Adalbert von: Hierographia Mansfeldeica, in: Zeitschrift des Harzvereins für Gesichte und Alterhumskunde 1 (1868) S. 23–50. – Krumhaar, Karl: Die Grafen von Mansfeld und ihre Besitzungen, Eisleben 1872. – Grössler, Hermann: Urkundliche Geschichte Eislebens bis zum Ende des Zwölften Jahrhunderts, Halle 1875 (ND 1992). – Grössler, Hermann, Sommer, Friedrich: Chronicon Islebiense. Eisleber Stadt-Chronik aus den Jahren 1520–1738, Eisleben 1882. – Grössler, Hermann, Brinkmann, Adolf: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Mansfelder Seekreises, Halle 1895, S. 57–71. – Grössler, Hermann: Zwei geschichtlich merkwürdige Häuser in Eisleben, in: Mansfelder Blätter 25 (1911) S. 1–16. – Neuss, Erich: Eisleben, in: Handbuch der Historischen Stätten, Bd. 11: Provinz Sachsen-Anhalt (1987), S. 103–108. – Ebruy, Fritz: Über die Eisleber Stadtgerichtsbarkeit in alter Zeit, Eisleben 1997 (Heimatgeschichtliches Archiv, 25), S. 1–4. – Wartenberg, Günther: Die Grafschaft Mansfeld in der Reformationszeit, in: Philipp Melanchthon und das städtische Schulwesen, hg. von der Lutherstadt Eisleben, Halle 1997, S. 35–46. – Dehio, Kunstdenkmäler: Sachsen-Anhalt, Bd. 2 (1999), S. 467–468. – Wartenberg, Günther: Die Mansfelder Grafen und der Bergbau, in: Martin Luther und der Bergbau im Mansfelder Land, hg. von der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Eisleben 2000, S. 29–41. – Roch-Lemmer, Irene: Die »Mansfeldische Chronica« des Cyriakus Spangenberg als baugeschichtliche Quelle für Burgen und Schlösser des Mansfelder Landes, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 13 (2004) S. 133–150. – Stahl, Andreas: Cyriakus Spangenberg als Chronist. Zur Authentizität des Sterbehauses von Martin Luther, in: Reformatoren im Mansfelder Land. Erasmus Sarcerius und Cyriakus Spangenberg, hg. von Stefan Rhein und Günther Wartenberg, Leipzig 2006 (Schriften der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, 4), S. 191–216. – Feicke, Bernd: Die Grafen von Mansfeld als Stadtherren von Eisleben. Die Verpfändung der Niedergerichte 1454 an den Rat der Stadt, in: Harz-Zeitschrift 61 (2009) S. 141–154. – Stahl, Andreas: Die Burgen und Schlösser der Grafschaft Mansfeld en miniature, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 19 (2010) S. 396–417. – Stahl, Andreas: Die Lutherstadt Eisleben als Residenzstadt der Mansfelder Grafen, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 24 (2015) S. 316–347.

Andreas Stahl