(1) Eine Siedlung hat es im Bereich des späteren und noch heutigen Markplatzes bereits im 7. oder 8. Jahrhundert n.Chr. gegeben. Die dortige Bebauung kann bis in die 1230er Jahre nachgewiesen werden, was vermuten lässt, dass um diese Zeit der gepflasterte Marktplatz angelegt wurde.
1108 werden die Burg und wohl auch die Siedlung das erste Mal urkundlich erwähnt. Ob mit O. bereits die Burg an der Stelle des heutigen Schlosses oder vielleicht doch der sogen. Heidenwall aus dem 11. Jahrhundert wenige Kilometer flussabwärts gemeint war, ist nicht geklärt. Dagegen darf es als gesichert angesehen werden, dass die ursprüngliche Handelsstraße von Westfalen und von Bremen nach Friesland, die durch eine Huntefurt zwischen dem Heidenwall und dem gegenüberliegenden Donnerschwee verlief, im 13. Jahrhundert über den neu erbauten Damm in und durch den Ort bzw. die nachmalige Stadt führte.
In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbauten die Grafen in O. ihre Burg in der sumpfigen Flussniederung zwischen Hunte und Haaren. 1149 nannte sich Elimar II. als erster »Gf. von O.«, Indiz dafür, dass die Burg zum Stammsitz geworden war. Abgesehen von der Besetzung durch Heinrich den Löwen 1167-1180 blieb der Ort fortan bis zum Aussterben des Grafenhauses 1667 im Besitz der Grafen von O. bzw. ihrer Hauptlinie. Gemäß den Testamenten und Verträgen des letzten Grafen Anton Günther fiel die Grafschaft nach dessen Tod 1667 an die verwandten Könige von Dänemark und Herzöge von Holstein. Seit 1676 unterstanden die Grafschaften O. und Delmenhorst der dänischen Krone, die sich durch einen in O. residierenden Statthalter (der meist zugleich Oberlanddrost war) vertreten ließ. Seit 1667 war O. keine Residenzstadt mehr (in der Literatur finden sich mit Blick auf die Zeit unter dänischer Herrschaft auch die Begriffe »Nebenresidenz« oder »Statthalterresidenz«). 1773 kamen die Grafschaften durch einen Tausch zwischen Russland und Dänemark an den (evangelischen) Bischof von Lübeck aus der jüngeren Linie Holstein-Gottorp und wurden 1774 zum Herzogtum erhoben. Erst dessen seit 1785 amtierender Nachfolger Peter Friedrich Ludwig verlegte die Residenz allmählich von Eutin nach O. Dieser Vorgang war um 1807 abgeschlossen.
(2) Der Bau der Burg führte seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts zu einem Zuzug von Menschen in die nördlich davon liegende Siedlung und zu deren Erweiterung bis zur Linie der heutigen Stau-, Schütting- und Gaststraße. In diesem Bereich wird auch die erstmals um 1273/78 erwähnte Mauer gelegen haben, die vermutlich der Vorläufer bzw. Anfang der späteren Stadtmauer gewesen ist. Die aus Ziegelsteinen errichtete, unmittelbar an die Befestigung der Burg anschließende Stadtmauer wurde erst im 16. Jahrhundert vollendet. Im 14. Jahrhundert erfolgte eine Erweiterung O.s nach Norden, die seit 1340 urkundlich belegte Neustadt. Altstadt (mit gitterförmigem Grundriss) und Neustadt zusammen bildeten ein unregelmäßiges Vieleck mit einer Fläche von knapp 30 ha.
Die Grafen haben die Entwicklung O.s zu einer Stadt offenbar planmäßig gefördert. 1243 ist von zwei Jahrmärkten die Rede, die Fernhändler aus Bremen und Westfalen ebenso wie die eigenen Bürger besuchen sollten. 1307 werden drei Märkte genannt, 1345 sogar sieben. Um 1600 gab es dann vier Jahrmärkte.
Seit 1270 wird O. häufiger als oppidum bezeichnet, um 1299/1300 begegnen scabini opidi Aldenburgensis. Das Schöffenkollegium wird ein Vorläufer des Stadtrates gewesen sein. Seit 1305 erscheint O. in gfl.en Urkunden fast ausnahmslos als civitas.
Die 1307 genannten Ratmannen führten ein eigenes Stadtsiegel, das ein Stück Stadtmauer mit drei Türmen und einem Stadttor zeigt. Laut Umschrift war es das Sigillum consulum oppidi in Aldenborch (in der Urkunde selbst wird O. als civitas bezeichnet). Das Wappen der Grafen als Stadtherren findet sich erst in der nächsten Siegelgeneration ab 1366.
Die Einwohnerzahl betrug um die Mitte des 14. Jahrhunderts wohl weniger als 1000, Anfang des 16. Jahrhunderts gut 2000, vor dem Stadtbrand von 1676 ca. 3200-3600, 1769 3167, 1807 4692.
Nachdem bereits um 1335 das Bremer Stadtrecht von 1303/08 in das älteste O.er Stadtbuch abgeschrieben worden war, erhielt O. 1345 von den Grafen Bremer Stadtrecht. Ratmannen und Stadt sollten ihr Recht in allem nach dem Recht der Stadt Bremen halten, jedoch vor dem gfl.en Vogt, der zweimal wöchentlich Gericht halten sollte. Die Herrschaft besaß ein eindeutiges Übergewicht. So durfte die Stadt u.a. keine Bündnisse gegen die Grafen eingehen. Seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts war das Untergericht unter Vorsitz des Stadtrichters als Nachfolger des gfl.en Vogtes erste Instanz für bürgerliche und peinliche Sachen. Von dort ging es in bürgerlichen Sachen in zweiter Instanz an den Stadtrat und in letzter an den Grafen, d.h. seit dem 16. Jahrhundert an dessen Kanzlei, in peinlichen direkt an den Grafen bzw. die Kanzlei. Der Rechtszug vom Stadtrat nach Bremen als Oberhof hörte seit dem späten 16. Jahrhundert allmählich ganz auf.
Seit 1345 existierte ein 18-köpfiger Stadtrat, von dem jeweils ein Drittel (als »Schof« bezeichnet) ein Jahr amtierte, noch im Verlauf des 14. Jahrhunderts von einem der insgesamt drei Bürgermeister geleitet. 1694 wurde der Stadtrat auf zehn Mitglieder verkleinert.
Zwischen 1362 und 1386 verlieh die Stadt den ersten vier Zünften (Ämtern) Privilegien nach Bremer Vorbild. Im Gegensatz zu diesen scheint die 1451 privilegierte Gewandschneidergesellschaft nicht lange existiert zu haben. Die seit 1529 nachweisbare, wohl schon im 15. Jahrhundert gebildete Oldenburger Schiffergesellschaft erhielt 1574 eine Satzung. Auf eine gräfliche Verleihung von 1608 geht der heute noch gefeierte Kramermarkt zurück.
(3) In dem Gebiet zwischen Burg und Marktplatz gründeten die Grafen die 1224 erstmals erwähnte Lambertikirche, die fortan als gräfliche und Stadtpfarrkirche eine Klammer zwischen Hofangehörigen und Stadtbevölkerung bildete. Um 1370 besaß sie fünf (1377 bereits zehn) Altäre. 1374/77 wandelten die Grafen das Gotteshaus in eine Kollegiatkirche unter Leitung eines Dekans um und übertrugen dem Stift die beiden Kapellen in der Stadt, St. Nikolai und Heiligengeist. Propst war der in Bremen ansässige Propst des Willehadistifts. Seit dem Spätmittelalter ließen sich die Grafen, die zuvor in Rastede und dann in Hude ihre Grablege gehabt hatten, in St. Lamberti bestatten, der letzte Graf, Anton Günther, sich ein großes, heute noch in Bruchstücken erhaltenes Epitaph errichten. Zum Kirchspiel O. gehörte auch eine größere Zahl von Bauerschaften in der Hausvogtei O., aus denen Anfang des 19. Jahrhunderts die Landgemeinde O. gebildet wurde. Im Bereich der »Kirchensiedlung« lagen die Dechanei, das Kapitelshaus und die Augustinerterminei.
Neben St. Lamberti gab es ein zweites, eventuell älteres Gotteshaus, St. Nikolai, das später als Kapelle bezeichnet wurde (1377 dem Lambertistift inkorporiert). Um 1350 wurde das Heiligengeistspital in der Neustadt errichtet. Der 1468 erbaute Glockenturm der Kapelle, der einzig erhaltene Rest der Anlage, wird als »Lappan« bezeichnet und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Ebenfalls in der Neustadt lag das 1388 vom Abt des Klosters Rastede für die Armen eingerichtete »Gasthaus«. Ein nördlich der Stadt gelegenes Siechenhaus wird erstmals 1345 erwähnt, die ihm angegliederte, noch vorhandene Gertrudenkapelle 1428. Der erhaltene Turm stammt aus dem Ende des 15. Jahrhunderts Im Anschluss an die Kapelle entstand der Gertrudenfriedhof, der allmählich den - 1791 aufgehobenen - Kirchhof an der Lambertikirche ablöste. Seit 1307 gab es eine Terminei der Osnabrücker Augustinereremiten, seit 1351 eine solche der Bremer Franziskaner. Unter den diversen Bruderschaften ist besonders die wohl im frühen 15. Jahrhundert entstandene Elendengilde erwähnenswert. Ein Kaland wird seit 1367 genannt.
In den späteren 1520er Jahren begann sich in O. die Reformation allmählich durchzusetzen. Unterstützt von einem Teil der Gf.enfamilie, wirkte 1528 ein reformatorischer Prediger an der Lambertikirche, doch fehlte ihm noch die Zustimmung breiter Bevölkerungskreise. Der seit 1529 allein regierende Graf Anton I. sah in der Reformation die Chance, sich den kirchlichen Besitz anzueignen. Katholische Stiftsherren und Vikare hielten sich vereinzelt noch Jahrzehnte an St. Lamberti. Die letzten katholischen Bruderschaften lösten sich in den 1530er Jahren auf, was darauf schließen lässt, dass eine Mehrheit der Bürgerschaft inzwischen der lutherischen Glaubensrichtung anhing. Die erste lutherische Kirchenordnung wurde 1573 verabschiedet.
Eine neue katholische Gemeinde entstand seit den 1780er Jahren; ihre Kirche wurde 1807 geweiht. Juden gab es wieder seit 1694/95; eine Gemeinde bildete sich jedoch erst nach 1800.
(4) Der bis Anfang des 16. Jahrhunderts vollständig ummauerte Stadtbereich (der »Pulverturm« von 1529 ist erhalten) wurde bis 1746 zur Festung ausgebaut. Nach 1773, fortschreitend seit 1785 wurden die Wälle eingeebnet und zu Promenaden umgewandelt (abgeschlossen in den 1840er Jahren). Erst seit dem späten 18. Jahrhundert begann die Stadt über ihr altes Gebiet hinaus zu wachsen. Die von einem Burggraben umgebene Burg und die im Nordwesten davon gelegene Stadt bildeten eine durch eine gemeinsame Mauer geschützte Einheit. Zwischen der Burg und der Siedlung um den Marktplatz herum lag, durch einen befestigten Trockengraben, die Rönne, gesichert, eine Art Vorburg, auf deren Gelände die Lambertikirche erbaut wurde. Die ältere Wasserburg wurde von Graf Anton Günther seit 1607 zum Renaissanceschloss ausgebaut, dem im 18. Jahrhundert zwei Flügel angefügt wurden.
Ein Rathaus ist seit der Mitte des 14. Jahrhunderts nachweisbar. Das aus zwei Baukörpern nebeneinander bestehende gotische Gebäude lässt sich auf dem Stich von 1598 gut erkennen. Es wurde 1635 durch einen Renaissancebau ersetzt (1885 abgerissen). Abgesehen von den geistlichen Gebäuden, den Wassermühlen, den fünf Stadttoren war der Schütting, ein schon im 15. Jahrhundert existierendes Gast- und Versammlungshaus für Kaufleute und Zünfte, das einzige größere Gebäude, das sich mit seinem Dachreiter aus der Stadtsilhouette stärker heraushob. Ein bemerkenswertes Gebäude war auch das 1552 in der Mühlenstraße errichtete, 1926 abgebrochene Graf-Christoffer-Haus. Das Ballhaus am Schlossplatz von 1605 wurde 1759 zur Münze umgewandelt (1817/18 ersetzt durch das Kollegiengebäude).
Mit dem Regierungsantritt Herzog Peter Friedrich Ludwigs (1785-1829) zog in das sich wieder zur Residenzstadt entwickelnde O. der Klassizimus ein. Erste hervorragende Zeugnisse sind das hzl.e Mausoleum auf dem Gertrudenfriedhof (1786-1791) und der Umbau der Lambertikirche (Rotunde im Innern) (1791-1794). 1807 wurde der freistehende mittelalterliche Glockenturm abgebrochen. An der Huntestraße vor dem Schloss entstanden 1791-1796 acht Wohnhäuser. Um 1800 ließ der Herzog im Zuge der Entfestung u.a. den Platz vor dem Haarentor (heute Julius-Mosen-Platz) und die Toranlage am Heiligengeisttor im klassizistischen Stil anlegen. Als klassizistisch geprägte Residenzstadt wurde O. jedoch erst unter dem ersten Großhzg. Paul Friedrich August (1829-1853) vollendet.
Die älteste Stadtansicht (eine detailgetreue Vogelschauansicht von Osten) stammt von Pieter Bast und wurde in der Hamelmannschen Chronik (1598) abgedruckt. Ihr folgten weitgehend die Ansicht in Merians Topographia Westphaliae (1647) und der Kupferstich von Wenzel Hollar (1657). Dagegen zeigt die vermutlich von Heinrich von Lennep stammende Vogelschauansicht in der Winkelmannschen Chronik (1671) den Zustand am Ende der Grafenzeit (um 1667). Die erste farbige Gesamtansicht der Stadt von Westen findet sich im Deichatlas des Johann Conrad Musculus von 1625/26. Der älteste reguläre Stadtplan stammt von 1790 (Kupferstich von 1792).
(5) Die Stadt blieb bis ins 19. Jahrhundert hinein auf ihr Kerngebiet beschränkt. Sie erwarb von verschiedenen Adelsfamilien zwischen 1375 und 1462 eine Reihe von Besitzungen (u.a. die Haarenmühle und das Gut bzw. Dorf Ehnern) zur Abrundung der Allmende. 1680 wurden der Innere Damm (heute Schlossplatz) und die Mühlenstraße der städtischen (bisher gfl.en) Gerichtsbarkeit unterstellt. Dort wohnten einige herrschaftliche Bedienstete. Mit der Niederlegung der Wälle seit dem späten 18. Jahrhundert griff die Besiedlung vor allem im Süden und Westen allmählich über den alten Stadtbereich hinaus, es entstanden einige Vorstädte.
O.s Handel war in erster Linie regional bestimmt. Den Nachteil, dass die Stadt abseits der großen Fernhandelsstraßen lag, suchten die Grafen durch die Privilegierung von Jahrmärkten seit dem 13./14. Jahrhundert auszugleichen. Auch förderten und schützten sie den Seehandel, der allerdings immer im Schatten Bremens stand. Restriktive Maßnahmen gegenüber Bremen beeinträchtigen auch die o.ische Seeschifffahrt. Die Einfuhr auswärtiger Handelswaren lief weitgehend über Bremen. Lüneburger Salz kam per Schiff von Hamburg. Einzelne O.er Fernhändler (z.B. Johann Hungerhove im frühen 16. Jh.) verfügten im 16./17. Jahrhundert z.T. über Handelsbeziehungen bis nach Köln. Die importierten Waren setzten sie meist in der näheren Umgebung ab oder belieferten damit den Hof. Wochenmärkte scheinen nicht vor dem späten 16. Jahrhundert existiert zu haben.
Abgesehen von den rechtlichen Beziehungen zu Bremen als Oberhof war O. zu keiner Zeit Mitglied von Städtebündnissen, nicht einmal der Hanse.
Zentrale Funktion für die Grafschaft hatte die Stadt - neben Delmenhorst die einzige in der Grafschaft O. - als Sitz der ab 1500 näher fassbaren gfl.en Kanzlei sowie der aus ihr hervorgehenden landesherrlichen Behörden. Landstände haben sich trotz gewisser Ansätze im 15./16. Jahrhundert nicht ausbilden können. Im 17. Jahrhundert kamen die im Hofdienst stehenden Adligen in ihrer Mehrzahl von auswärts. Familiäre Verflechtungen oder gar ein Konnubium zwischen dem Hofadel und den höheren Beamten, die kein Bürgerrecht hatten, häufig auch in den nicht wenigen adeligen Freihäusern wohnten, einerseits und der Bürgerschaft andererseits gab es so gut wie nicht.
(6) Die unmittelbare Nähe der gfl.en bzw. hzl.en Residenz führte zu einer durchweg starken Abhängigkeit der Stadt von der Herrschaft. Im Freiheitsbrief von 1345 behielten sich die Grafen entscheidende Rechte vor. Das höhere Gerichtswesen lag ebenfalls in herrschaftlicher Hand. Innerstädtische Streitigkeiten nutzten die Grafen des Öfteren zu Entscheidungen in ihrem Interesse. Ein Beispiel bietet die schwere Krise des Bäckeramts um die Mitte des 17. Jahrhunderts Ende des 16./Anfang des 17. Jahrhunderts gab es z.T. heftige Auseinandersetzungen zwischen Graf und Stadt um den Wachtdienst auf den Wällen. Andererseits boten die Grafen auch Schutz und Unterstützung für die Stadt, ihre Kaufleute und Bürger nach außen. Sie förderten Wirtschaft und Handel u.a. durch die Verleihung von Jahrmärkten. Der gräfliche bzw. hzl.e Hof bot vielen Handwerkern und Kaufleuten mannigfache Verdienstmöglichkeiten. Güter des gehobenen Bedarfs wurden dagegen vorwiegend von auswärts bezogen. Der Verlust der Residenzfunktion in der dänischen Zeit 1667-1773 hat O. wirtschaftlich schwer beeinträchtigt. Eine Erholung setzte nach 1773 erst allmählich ein. Mit dem fortschreitenden Ausbau zu einer modernen Residenzstadt entwickelte sich die Stadt auch zu einem Zentrum für die Region, vor allem in kultureller Hinsicht. Es entstanden literarische und gesellige Gesellschaften und Clubs, an denen auch der Hofadel und die höhere Beamtenschaft teilnahmen.
(7) Die einschlägigen Archivalien befinden sich im Niedersächsischen Staatsarchiv in Oldenburg (heute: Niedersächsisches Landesarchiv - Abteilung Oldenburg), und zwar in der Urkunden- und der Handschriftenabteilung, außerdem in einigen Aktenabteilungen wie z.B. Bestand [folgend Best.] 20 Grafschaft Oldenburg. Die Bestände sind in der Datenbank des Landesarchivs (www.nla.niedersachsen.de) verzeichnet. - Des Weiteren bietet das Stadtarchiv Oldenburg, das in Räumen des Landesarchivs untergebracht ist, umfangreiches Material, vgl. hierzu u.a. Findbuch zum Stadtarchiv Oldenburg (Best. 262-1 A [jetzt: Dep. 10]): Akten der Stadtverwaltung 16.-20. Jahrhundert, bearb. von Joachim Schrape und Claus Ahrens (Inventare und kleinere Schriften des Staatsarchivs in Oldenburg, 36 ), Oldenburg 1990 (vgl. jetzt auch www.oldenburg.de/stadtarchiv). Zu den für die ältere Stadtgeschichte wichtigsten Archivalien gehören neben den Urkunden die Stadtbücher aus dem 14.-19. Jahrhundert, darunter das älteste Stadt(rechts)buch von ca. 1335/36-ca. 1400; außerdem z.B. Bürger- bzw. Steuerlisten seit dem 16. Jahrhundert. - Zu den dänischen Archivbeständen in Kopenhagen siehe Eckhardt, Albrecht: Archivüberlieferung, in: Eckhardt, Schmidt (siehe unter [8]), S. 94. - Die Urkunden bis zum 16. Jahrhundert sind ediert in: Oldenburgisches Urkundenbuch, 1, bearb. von Dietrich Kohl, 2-8, bearb. von Gustav Rüthning. Oldenburg 1914-1935.
(8)Kohl, Dietrich: Das Oldenburger Stadtrecht. Seine äußere Geschichte und handschriftliche Überlieferung, in: Oldenburger Jahrbuch 34 (1930) S. 5-65. - Lübbing, Hermann: Oldenburg, in: Niedersächsisches Städtebuch, hg. von Erich Keyser, Stuttgart 1952 (Deutsches Städtebuch, III, 1), S. 265-278. - Hanken, Hans: Das Kollegiatstift zu Oldenburg, Oldenburg 1959 (Oldenburger Forschungen, 8). - Schaub, Walter: Bürgerbuch der Stadt Oldenburg 1607-1740, Hildesheim 1974 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, XXXIV, 2). - Sozialstruktur der Stadt Oldenburg 1630 und 1678. Analysen in historischer Finanzsoziologie anhand staatlicher Steuerregister, hg. von Kersten Krüger, Oldenburg 1986. - Geschichte des Landes Oldenburg. Ein Handbuch. Im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft, hg. von Albrecht Eckhardt in Zusammenarbeit mit Heinrich Schmidt, Oldenburg 41993. - Krüger, Kersten: Wandel des Stadtbildes durch Festungsbau. Oldenburg in dänischer Zeit, in: Oldenburger Jahrbuch 87 (1987) S. 47-108. - Oldenburg und die Lambertikirche, hg. von Reinhard Rittner, Oldenburg 1988. - Schmidt, Heinrich: Kirche, Graf und Bürger im Mittelalterlichen Oldenburg, in: ebd., S. 9-40. - Die Bevölkerung der niedersächsischen Städte in der Vormoderne …, hg. von Thomas Schuler, St. Katharinen 1990 (Quellen und Forschungen zur historischen Statistik von Deutschland, 13), S. 343-359. - Böker, Doris: Stadt Oldenburg (Oldenburg), Hameln 1993 (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, 31). - Eckhardt, Albrecht, Elerd, Udo, Gässler, Ewald: Das Bild der Stadt. Oldenburg in Ansichten 1307-1900, Oldenburg 1995. - Stadt und Residenz Oldenburg 1345-1918, hg. von Siglinde Killisch und Siegfried Müller, Oldenburg 1995. - Schmidt, Heinrich: Freiheit und Herrschaft im Spiegel der Oldenburger Stadtrechtsurkunde, in: der sassen speyghel. Sachsenspiegel - Recht - Alltag, 1, hg. von Egbert Koolman, Ewald Gässler und Friedrich Scheele, Oldenburg 1995, S. 233-248. - Eckhardt, Albrecht: Bremer Stadtrechtsfamilie und Oberhof, in: ebd., S. 249-264. - Knollmann, Wilhelm: Zum Verfassungsrecht der Stadt Oldenburg im Mittelalter, in: ebd., S. 265-278. - Hüpper, Dagmar: Städtische Rechtsbücher in Gebrauch - Das Oldenburger Stadtbuch, in: ebd., S. 279-302. - Wachtendorf, Günter: Oldenburger Häuserbuch …, Oldenburg 1996 (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Oldenburg, 3). - Schmidt, Heinrich: Oldenburg in Mittelalter und früher Neuzeit, in: Geschichte der Stadt Oldenburg, 1: Von den Anfängen bis 1830, mit Beiträgen von Heinrich Schmidt und Ernst Hinrichs (nebst einem Kapitel von Claus Ritterhoff), bebildert von Udo Elerd, Oldenburg 1997, S. 12-477. - Hinrichs, Ernst: Oldenburg in der Zeit Herzog Peter Friedrich Ludwigs (1785-1829), in: ebd., S. 481-622. - Oldenburg - Kulturgeschichte einer historischen Landschaft, hg. von Siglinde Killisch, Siegfried Müller und Michael Reinbold, Oldenburg 1998 (Kataloge des Landesmuseums Oldenburg, 8). - Oldenburgische Kirchengeschichte, hg. von Rolf Schäfer in Gemeinschaft mit Joachim Kuropka, Reinhard Rittner und Heinrich Schmidt, Oldenburg 22005. - Eckhardt, Albrecht: Der Bremer Stadtrechtskreis, in: 700 Jahre Bremer Recht 1303-2003, hg. von Konrad Elmshäuser und Adolf E. Hofmeister, Bremen 2003 (Veröffentlichungen aus dem Staatsarchiv der Freien Hansestadt Bremen, 66), S. 136-151. - Schmidt, Heinrich: Oldenburg 1108. Interpretation einer Urkunde, in: Oldenburger Jahrbuch 107 (2007) S. 11-25. - Elerd, Udo, Meyer, Lioba, Steinwascher, Gerd: Oldenburg, Stadtgeschichte in Bildern und Texten. Vom Heidenwall zur Wissenschaftsstadt …, Oldenburg 2009. - Schmidt, Heinrich: Oldenburg, Stadtkreis, in: Oldenburgisches Ortslexikon, hg. von Albrecht Eckhardt im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft, Tl. 2, Oldenburg 2011, S. 767-779. - Steinwascher, Gerd: Die Oldenburger. Geschichte einer europäischen Dynastie (Urban Taschenbücher, 703), Stuttgart 2011. - Historische Stadtansichten aus Niedersachsen und Bremen 1450-1850, hg. von Klaus Niehr, Göttingen 2014 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, 268), Katalog, S. 244-246 (Udo Elerd). - Eckhardt, Albrecht: Residenz und Sadt. Herrschaft und Bürger in Oldenburg vom Mittelalter bis zu Peter Friedrich Ludwig (um 1800), in: Der Oldenburgische Hauskalender 191 (2019) S. 31-42. - Müller, Bernd: Die allmähliche Verlagerung der Residenz von Herzog und Fürstbischof Peter Friedrich Ludwig von Holstein-Oldenburg von Eutin nach Oldenburg in den Jahren 1785 bis 1829, in: Oldenburger Jahrbuch 118 (2018) S. 75-80.