„Wortgeschichte digital“ präsentiert innovative Lexikographie kontroverser Wörter

ZDL

Das Wörterbuchprojekt „Wortgeschichte digital“ stellt seine Ansätze zur Darstellung zentraler Wörter des Deutschen von 1600 bis heute auf der Tagung „Sprachgeschichte als Zeitgeschichte seit 1990“ vor. Projektleiter Prof. Dr. Andreas Gardt und Arbeitsstellenleiter PD Dr. Volker Harm zeigen in ihrem Vortrag am 6. November, 9:00 Uhr, wie kontroverse Wörter im Projekt lexikographisch behandelt werden. Die Tagung findet vom 5. bis 7. November an der Universität Trier statt.

Die Referenten führen durch die Online-Plattform wortgeschichten.zdl.org, erläutern die Struktur der wortgeschichtlichen Artikel und verdeutlichen an Beispielartikeln die Besonderheiten sowie Unterschiede gegenüber verwandten Projekten. Darüber hinaus skizzieren sie den institutionellen Rahmen des Zentrums für digitale Lexikographie der deutschen Sprache (ZDL).

Tagung „Sprachgeschichte als Zeitgeschichte seit 1990“

Die Tagung selbst wird von der DFG-Forschungsgruppe „Kontroverse Begriffe“ ausgerichtet, die ihre Zwischenergebnisse präsentiert. Ergänzend werden diskursgeschichtliche linguistische Studien zu Themenfeldern präsentiert, die im Projekt selbst nicht behandelt werden: Vorgestellt werden Forschungsergebnisse zu in den vergangenen 35 Jahren durchgängig sprachlich konstituierten und verhandelten ‚Gegenständen‘ – darunter Wirtschaftskrisen, innerdeutsche Ost-West-Unterschiede, Identitätsdebatten, Umweltproblemen sowie sprachlichen Kontroversen um ‚Fremdwörter‘ und ‚politische Korrektheit‘.

 

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