Vom 12. bis 16. August 2013 findet unter dem Titel "Scribal Processes in Greek and Hebrew - The Case of Ben Sira" die vierte Internationale Septuaginta Summer School in Göttingen statt. Veranstalter ist das im Jahre 1908 gegründete Septuaginta-Unternehmen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Altes Testament der Theologischen Fakultät der Georg-August Universität Göttingen und dem Centrum Orbis Orientalis et Occidentalis (CORO). Diesjähriger Dozent ist Prof. Dr. Benjamin G. Wright III (Lehigh University Bethlehem, Pennsylvania /USA), Mitherausgeber der New English Translation of the Septuagint (NETS). Er gehört zu den führenden Experten des Ben Sira Buches.
Den 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Südafrika, Israel, Belgien, Simbabwe, den USA, Italien, der Schweiz, Kanada und Deutschland wird zunächst ein genereller Einblick in die Septuaginta (die zwischen dem 3. und 1. Jh. vor Christus angefertigte griechische Übersetzung des hebräischen Alten Testaments) als besonderes Forschungsgebiet im Kontext der Erforschung des Antiken Judentums vermittelt. Dann werden die Studierenden anhand ausgewählter Stellen aus dem Ben Sira Buch insbesondere der Frage nach der hebräischen Vorlage des griechischen Textes und den damit verbundenen Problemen nachgehen.
Während ihres Besuches bekommen die Studierenden der Summer School auch Gelegenheit, die Stadt Göttingen, ihre Universität und andere bibelwissenschaftliche Forschungsvorhaben der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen kennen zu lernen. Neben einer Stadtführung steht ein Rundgang über den Stadtfriedhof mit Kurzvorträgen über die dort begrabenen gelehrten Persönlichkeiten Emil Schürer, Rudolf Smend d. Ä., Friedrich Leo, Paul Wendland, Julius Wellhausen, Walter Bauer, Mark Lidzbarski und Paul de Lagarde auf dem Programm. In der Arbeitsstelle des Septuaginta-Unternehmens wird den Studierenden die tägliche Arbeit des Unternehmens erläutert und der umfangreiche Handschriftenbestand gezeigt.