Abschlussveranstaltung "Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800) | Eutin, 6.11.2025

Urbanität im integrativen und konkurrierenden Beziehungsgefüge von Herrschaft und Gemeinde

Im Zentrum des Vorhabens stand die Erforschung der etwa 900 spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Residenzstädte des Alten Reichs, die zwischen dem 14. und dem frühen 19. Jahrhundert ein wichtiges Element der europäischen Urbanisierungsprozesse, der Verklammerung städtischer und adlig-höfischer Lebensformen, der Entfaltung feudaler Herrschaft und vormoderner Staatlichkeit bildeten. In interdisziplinärer Zusammenarbeit von Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Regional-, Verfassungs- und Kunstgeschichte wurden vor allem die schon quantitativ dominierenden kleinen Verhältnisse außerhalb der großen Residenzstädte in den Blick genommen, versammelt in einem vierbändigen Handbuch.

Darüber hinaus galten exemplarische Studien mit geschichtswissenschaftlichen und kunsthistorischen Schwerpunkten der Behandlung spezifischer Fragestellungen. So wurden beispielsweise der einstige Greifensitz Barth an der Ostseeküste oder das gräfliche Mansfeld am Rande des Harzes, das Städtchen Rappoltsweiler der Herren von Rappoltstein im Elsass oder das fürstbischöfliche Brixen in Südtirol untersucht. Der Forschung unterlegt war dabei die These, dass die zu untersuchenden Sozialformen wie ‚Stadt‘ und ‚Herrschaft‘, ‚Staat‘ und ‚Hof‘ weniger antagonistisch als vielmehr komplementär und integrativ orientiert waren.

Das Projekt wurde von 2014 bis 2025 bzw. 2026 als Vorhaben der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen im Rahmen des Akademienprogramms von der Bundesrepublik Deutschland und vom Land Schleswig-Holstein gefördert.

 

Abschlussveranstaltung "Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800) | Eutin, 6.11.2025

Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800)

Das Akademieprojekt "Residenzstädte im Alten Reich (1300–1800)" wird in diesem Jahr erfolgreich beendet.

Zum Abschluss gibt es am 6. November 2025 eine Abendveranstaltung im Schloss Eutin,

mit folgendem Programm: 

18.00
Begrüßung durch Prof.  Dr. Dres. h.c. Gerhard Fouquet, Vorsitzender der Leitungskommission des Projekts
Grußwort des Bürgermeisters von Eutin Sven Radestock
Grußwort des Abteilungsleiters für Kultur Dr. Philipp Salamon-Menger im schleswig-holsteinischen Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur in Vertretung der Ministerin Dr. Dorit Stenke
Grußwort des Vizepräsidenten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Prof. Dr. Markus Hundt
Grußwort des Präsidenten der Niedersächsischen Akademie zu Göttingen Prof. Dr. Daniel Göske
Thematische Einführung durch Prof. Dr. Werner Paravicini, stellvertretender Vorsitzender der Leitungskommission des Projekts

18.30
Bürde oder Würde? Residenzstädte und ihr kulturelles Erbe heute – öffentliche Podiumsdiskussion
Moderation Prof. Dr. Matthias Müller
Teilnehmer und Teilnehmerinnen:
Dr. Sophie Borges/Kuratorin der Stiftung Schloss Eutin
Brigitta Herrmann/Geschäftsführende Vorständin der Stiftung Schloss Eutin
Linda Holung/Koordinatorin in der Stabsstelle Weltkulturerbe der Landeshauptstadt Schwerin
Dr. des. Lydia Klöppel/Leiterin Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, Landkreis Nordsachsen
Ralf Weingart/Leiter des Schlossmuseums Schwerin

Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800)

Kontakt

Prof. Dr. Jan Hirschbiegel
Arbeitsstellenleiter
Arbeitsstelle Kiel
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Philosophische Fakultät
Historisches Seminar
Christian-Albrechts-Platz 4
D-24118 Kiel 

 

 

Telefon: [0049] 0431/880-1484
E-Mail: jan.hirschbiegel@adwgoe.de