Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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MONTFORT

C. Montfort

Munfort (1208), castrum Montis fortis (1261), Alt M. (1319), heute Altm., in der Bedeutung von »Starkenberg«, »Starkenburg«; Höhenburg oberhalb der Gmd. Weiler (Bez. → Feldkirch, Vorarlberg); als namengebender Sitz von Hugo I. (gest. vor 1337) bald nach 1200 auf einer steil aufragenden Kuppe am rechten Rand des Alpenrheintals in ca. 700 m Seehöhe errichtet; Hauptres. der Gf.en von M. und Zentrum der Gft. Unterrätien bis zur Mitte der 60er Jahre des 13. Jh.s. Von der ehem. weitläufigen Anlage über einem polygonalen, nach O hin spitz ausgreifenden Grundriß sind nur geringe Reste der Ringmauer erhalten. Hinweise auf einen Vorgängerbau fehlen. Mit der Burg M. standen zwei Ministerialengeschlechter in Zusammenhang, die Herren von M. sowie die Marschälle von M. Nach der Errichtung des Schlosses → Feldkirch verlor die Burg ihren zentralen Charakter. Im Rahmen einer Teilung innerhalb der Feldkircher Linie der Gf.en von M. wurde sie 1319 (bereits als Alt-M., zur Unterscheidung von der kurz zuvor bei Götzis, Vorarlberg, errichteten Burg Neu-M.) nochmals kurzzeitig Mittelpunkt eines eigenen Herrschaftssprengels. 1375/90 kam die Burg mit dem Verkauf der Gft. → Feldkirch an die Hzg.e von Österreich. Während des Appenzellerkriegs 1405 ausgebrannt, blieb sie Ruine.

Quellen

Siehe A. Montfort.

Siehe C. Tettnang.