Von Zellbiochemie bis zur Tropenforschung

Akademie der Wissenschaften hat neue Mitglieder gewählt

Pressemitteilungen

Vier der insgesamt neun neuen Akademiemitglieder: Peter Rehling, Annette Beck-Sickinger, Claus Ropers und Hildegard Westphal (v. li.; Foto v. Westphal: Tristan Vankann; Kollage: A. Lochte)

Göttingen. Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen hat neun neue Mitglieder gewählt.

Die Aufnahme neuer Mitglieder ist für die Göttinger Akademie, die nicht nur die größte außeruniversitäre Einrichtung auf dem Gebiet geisteswissenschaftlicher Grundlagenforschung in Niedersachsen ist, sondern auch eine traditionsreiche Gelehrtengesellschaft, immer von besonderer Bedeutung und für die Gewählten eine Auszeichnung.

Die neuen Ordentlichen Mitglieder sind:

  • Annette G. Beck-Sickinger, Professorin für Biochemie an der Universität Leipzig
  • Ramin Golestanian, Professor der Physik und Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen
  • Harald Andrés Helfgott, Mathematikprofessor an der Universität Göttingen
  • Peter Rehling, Professor für Biochemie und Leiter des Instituts für Zellbiochemie an der UMG Göttingen
  • Claus Ropers, Professor für Experimentelle Festkörperphysik an der Universität Göttingen
  • Hildegard Westphal, Professorin für Geologie der Tropen und Direktorin des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung in Bremen

Als neue Korrespondierende Mitglieder wurden gewählt:

  • Rémi Brague, em. Professor der Philosophie
  • Gerhard Fouquet, Seniorprofessor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Spätmittelalters an der Universität Kiel
  • Yixu Lu, Germanistikprofessorin in Sydney, Australien.

Ordentliche Mitglieder können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden, die in Norddeutschland leben. Sie sind wahlberechtigt und haben das Recht und die Pflicht, an Plenarsitzungen teilzunehmen. Die Korrespondie­renden Mitglieder leben in der Regel außerhalb Norddeutschlands, oft im Ausland, und nehmen eher indirekt am Leben der Akademie teil.

Die neuen Mitglieder sind nun Teil eines Kompetenznetzwerkes, zu dem weltweit rund 360 herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Fachrichtungen gehören, darunter gegenwärtig sieben Nobelpreisträger. Seit ihrer Gründung im Jahr 1751 zählt die Göttinger Akademie insgesamt 74 Nobelpreisträger. Auch Forscherpersönlichkeiten wie Albert Einstein, Karl Friedrich Gauß, die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, Johann Wolfgang von Goethe, die Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt, Werner Heisenberg, Otto Hahn, Friedrich Hund, Felix Klein und Georg Christoph Lichtenberg waren Mitglieder der Göttinger Akademie.