(1) G. entstand in der sumpfigen und von Wasserläufen durchzogenen Niersniederung. Ungefähr ein Kilometer westlich der späteren Stadt verlief die römische Straße Xanten-Tongern, später Teil des Fernhandelsweges Münster-Venlo. Auch die Handelsverbindung Köln-Nimwegen war für die Entwicklung G.s bedeutsam. Projekt blieb der 1626 begonnene Bau der Fossa Eugeniana, eines Rhein und Maas verbindenden Kanals, der alsbald eingestellt wurde, ein zweiter Versuch 1764 blieb ebenfalls liegen.
Die Ursprünge von Burg und Stadt G. liegen im Dunkeln. Es wird angenommen, dass an einem seit langem genutzten Übergang über die Niers um 1120 eine Burg entstand; urkundlich belegt ist sie erst 1237. In ihrem Schatten entwickelte sich die Siedlung und spätere Stadt. Die Grafen von G. sind 1096 erstmals mit Gerhard I. (aus dem Haus Wassenberg), belegt, 1339 wurden sie zu Hzg.en erhoben. Grafschaft bzw. Herzogtum waren in vier Bereiche (seit 1359 »Quartiere« genannt), G. lag im sogenannten Oberquartier bzw. Quartier Roermond. Als Ort mit der einzigen Landesburg bis 1247 hatte G. in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts einen hohen Stellenwert innerhalb der Grafschaft, für die Erinnerungskultur der Grafen des Hauses Wassenberg wurden jedoch die 1220 und 1250 gegründeten Zisterzienserklöster in Roermond (55 km südwestlich G.s) und in Graefenthal (30 km nordwestlich G.s) als Grablegen bedeutender. Unter dem ab 1372 im Herzogtum herrschenden Haus Jülich verlor G. ab dem frühen 15. Jahrhundert seine Funktion als Aufenthaltsort des Hofs (1415 nur noch vier Aufenthalte), Nimwegen trat in den Vordergrund. Burg bzw. Amt und Stadt G. fungierten als Witwensitz der überlebenden Frau des letzten Hzg.s aus dem Hause Egmond, Karl (†1538), Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg, die erst 1572 verstarb. Noch unter Karl wurde G. ab 1536 zur Festung ausgebaut, diese im Dreißig- bzw. Achtzigjährigen Krieg wesentlich verstärkt. Mit dem Frieden von Utrecht 1713 wurde G. zum Verwaltungssitz des neu geschaffenen preußischen Anteils am Herzogtum G., wo sich ein Gouverneur und die Mittelbehörden befanden, von denen die 1713 geschaffene, für Militär-, Finanz- und Innere Angelegenheiten zuständige Interimskommission (auch »Geldrische Kommission« genannt) und das (mit einheimischen Katholiken besetzte) Justizkolleg (1714) zu nennen sind. Die Interimskommission wurde von dem 1770 gegründeten Landesadministrationskollegium abgelöst (ebenfalls mit Sitz in G.). Kurzfristig wurde der Landesteil und auch die Stadt G. im Siebenjährigen Krieg 1757-1763 von Österreich besetzt. 1764 wurde die Festung geschleift.
(2) Die eigentliche Stadt entstand im Laufe des 13. Jahrhunderts östlich der Burg. Sie löste als Siedlungsplatz ihre (im 12. Jahrhundert gewachsene?) Vorgängersiedlung ab, die sich nördlich der Burg befand und seit 1376 als alde stat bezeichnet wurde. Dort befanden sich Pfarrkirche, Karmeliterkloster, Beginenkonvent und das erste Rathaus. Am Ende des 14. Jahrhunderts handelte es sich bei der neuen Stadt um eine Vier-Straßen-Anlage, zu Anfang des 15. Jahrhunderts ließen sich an ihrem östlichen Rand die Klöster Hüls und Nazareth nieder, zudem entstand ein Spital. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gab es nur noch spärliche Erweiterungen. 1386 erhielt die Stadt eine Befestigung, die im ausgebauten Zustand 19 Türme und vier Tore zählte und eine Fläche von 38 ha umfasste. Vermutlich im Zuge des Festungsausbaus wurde ab 1727 östlich vom Harttor das Straelener Tor errichtet. Stadtmauer und -türme verschwanden größtenteils mit dem Schleifen der Festungswerke. Die Einwohnerzahl scheint am Ausgang des Mittelalters bei etwa 1200 gelegen zu haben, zu Anfang des 18. Jahrhunderts bei ca. 2000; um 1400 hat es vermutlich ungefähr 300 Häuser gegeben, um 1600 rund 500.
Das Datum der Stadtrechtsverleihung ist nicht bekannt, wohl für die 1250er Jahren anzunehmen (1353 bestätigt, schriftlich 1424 fixiert). Von Bedeutung für Vogtei (und späteres Amt) G. waren zudem die Landrechte, die Graf Rainald II. 1328 für das Gebiet »aufwärts der Niers und zu beiden Seiten der Maas« ausstellte. Die 1543 im Herzogtum G. nachfolgenden Habsburger mussten wie die 1713 nachfolgenden preußischen Könige die örtlichen bzw. Landesrechte anerkennen. Das Stadtgericht war bis 1786 Hauptgericht im Amt G. und Oberhof für andere Städte der Region (Goch, Gennep und Maasbommel). Mit der Verleihung des Stadtrechts unterstanden die Einwohner hinsichtlich der Hoch- und Niedergerichtsbarkeit dem städtischen Schöffengericht, das vorwiegend von Mitgliedern adeliger Familien der Stadt und der näheren Umgebung besetzt wurde. Bestellt wurden Richter wie Schöffen wohl durch den Drosten als Vertreter des Herzog in der Vogtei G. Die Drosten griffen in nicht genau zu umreißendem Umfang in städtische Angelegenheiten ein (zuständig für die Burg war aber der Schlüter, als hzl.er Rentmeister für das Domanialgut zuständig; in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts abgelöst vom Bggf.en).
Eine erste wirtschaftliche Blüte dürfte G. im 14. Jahrhundert erlebt haben, einen Markt gab es seit Beginn des Jahrhunderts, 1332 sind erstmals Lombarden nachweisbar, 1343/44 sind zwei Jahrmärkte und 1343 der Wochenmarkt belegt. Seit 1724 gab es vier Jahrmärkte. Abgesehen von Wollenwebern sind Zünfte zwar erst seit dem 16. Jahrhundert vorhanden, dennoch ist für das späte 14. Jahrhundert ein differenziertes Gewerbe belegt. Neben Tuchherstellung und -handel war das Braugewerbe führend. Für 1356/57 ist ein Treffpunkt, seit dem späten 15./frühen 16. Jahrhundert eine Nikolausgilde der Kaufleute belegt. Die Stadt erstritt sich 1520/21 weitgehende Zollfreiheit im Herzogtum, die 1538 von den Landständen in eine gänzliche Zollfreiheit erweitert wurde. Ob eine Stagnation des Handels durch die nachlassenden hzl.en Besuche verursacht wurde, ist nicht untersucht. Ab der zweiten Hälfte des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts beeinträchtigten die vielen Kriege die Entwicklung G.s. 1724 lebte G. hauptsächlich von der Landwirtschaft, ausgeführt wurde allein Getreide. Bis 1813/14 stiegen Garten- und Obstanbau offenbar deutlich an. Ab dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts förderte die preußische Regierung die Gründung von Manufakturen. Nach den Verheerungen des Siebenjährigen Kriegs im g.schen Oberquartier wurde die Wirtschaft durch Anwerbung von Immigranten gefördert. Eine 1764 geplante Kanalverbindung zwischen Rhein und Maas wurde nicht umgesetzt.
Spätestens seit 1386 zog die Stadt indirekte Steuern (tol oder scise genannt) sowie eine Wiegegebühr ein. Die Akzisen wurden wohl meist jährlich verpachtet. Daneben erhob die Stadt für den Herzog allgemeine (schattinge) und außerordentliche Steuern (pondschattinge), von denen sie wohl einen Teil einbehielt, sowie die Beden. Sogenannte onraetsgelder zog sie für die Landstände ein. Für das 14. Jahrhundert sind Monats- und Wochengelder belegt. Die Sozialstruktur G.s ist nicht weiter untersucht, von einem Dominieren der Landwirtschaft dürfte auszugehen sein.
(3) Die Kirche scheint um oder vor 1300 Pfarrrechte erlangt zu haben (später Patrozinium Maria Magdalena). 1306 übertrug Rainald I. dem Karmeliterkloster das Patronatsrecht. Sie diente den Hzg.innen Katharina von Geldern (†1497) und Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg (†1572) als Grablege. Ihre prächtige spätmittelalterliche Ausstattung erhielt sie wohl vor allem durch Stiftungen des Adels und der Bürger. Das Karmeliterkloster war die bedeutendste geistliche Institution und stützte den Katholizismus über die Reformation hinaus. Das 1415 von Stadt und Bürgerschaft gegründete Hospital für Pilger und Arme sowie dessen Hl.-Geist-Kapelle wurden von Herzog und Herzogin unterstützt. Ein gewisser Wohlstand und von der Devotio moderna inspirierte Frömmigkeit der Stadtbürger zeigte sich u.a. durch die Gründung gleich dreier Frauenklöster Nazareth, Ingen Hüls und Ten Elsen als Schwestern- und Beginenhäuser in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts Die Tochter Herzog Adolfs, Katharina von Geldern (†1537), war Priorin des 1425 der Windesheimer Kongregation der Augustinerinnen beigetreten Klosters Nazareth (der bisher einzige bekannte Bezug der hzl.en Familie zu den Frauenklöstern). Ursprünglich ebenfalls ein Beginenkonvent, wurde Ten Elsen 1452 als erster Frauenkonvent der Karmeliter überhaupt in den Orden aufgenommen. Alle Frauenklöster waren fest in die städtische Gesellschaft und darüber hinaus integriert, entstammten die Mitglieder doch G.er Bürgerfamilien und dem niederen Adel der Umgebung.
G. blieb im 16. Jahrhundert katholisch. Bis 1559 war G. in kirchlicher Hinsicht Teil des Ebm.s Köln (Archidiakonat Xanten) und gehörte seitdem bis 1801 zum neugeschaffenen Bistum Roermond. Reformationsversuche wurde 1566 durch Hzg.inwitwe Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg unterbunden. Kurzfristig kam es zu einer Niederlassung von Reformierten, als G. 1578-1587 Sitz einer Garnison der Generalstaaten war, die sogleich die Pfarrkirche für sich reklamierte und gegen andere Glaubensrichtungen vorging. 1579 schloss sich der Rat mit Zustimmung der Bürgerschaft der Utrechter Union an, der katholische Ritus kam zum Erliegen. Nach 1587 wurde G. durch die Spanier rekatholisiert und tridentinisch reformiert, woran das Karmeliterkloster großen Anteil hatte. Eine weitere Konfessionalisierung setzte mit Verzögerung ein, das Kapuzinerkloster (als Tochterkloster eines flämischen Konvents) wurde 1619 errichtet, Reformbruderschaften wie die Skapulier- und Sakramentsbruderschaften erst 1622 bzw. Ende des 17. Jahrhunderts eingerichtet. Mit der preußischen Eroberung 1703 wurde Reformierten und Lutheranern, letztere vor allem Soldaten, die Religionsausübung erlaubt, ihnen stand die Hl.-Geist-Kapelle als Garnisonskirche zu, die nach einer Explosion 1735 abgerissen wurde (Neubau 1740 geweiht). Eine Instandsetzung des »Lazarissen«-, d.h. Leprosenhauses, ist für 1565 belegt, gefördert wohl durch Hzg.inwitwe Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg.
Das zwischen 1423 und 1446 eingerichtete Konventsstudium der Karmeliter blieb für die Stadt selbst ohne Einfluss, anders als die 1634 den Karmelitern übertragene städtische Lateinschule, die Jungen einen fünfjährigen Schulbesuch ermöglichte. Vermutlich wurde im 18. Jahrhundert auch im Kapuzinerkloster höherer Schulunterricht erteilt. Die Karmeliter lehrten auch am 1785 in der Stadt eingerichteten theologischen Lehrstuhl für Preußisch-G.
Juden sind im Spätmittelalter mehrmals belegt. 1349/50 vermerkt die hzl.e Schlüterei Einnahmen aus beschlagnahmten Gütern wahrscheinlich vertriebener oder getöteter Juden. 1401 zogen G.er Juden nach Venlo; seit 1465 wanderten Juden aus dem Herzogtum und wohl auch aus der Stadt G. ab. 1545 verbot Kaiser Karl V. die Aufnahme von Juden und befahl ihre Ausweisung. Für das 18. Jahrhundert gibt es nur vereinzelt Hinweise auf Juden.
(4) Die eindrucksvollsten Gebäude der Stadt waren zunächst die Burg vor den Mauern der Westseite der Stadt (Lage 1299 gesichert) und im 16./17. Jahrhundert die Festungsbauten. Die Kirchen blieben bescheiden: die St. Maria Magdalena-Kirche wurde vermutlich 1339 um zwei Seitenschiffe und einen Turm erweitert und erst Anfang des 15. Jahrhunderts zu einer dreischiffigen Hallenkirche mit querschiffsartigen Ausbauten ausgebaut. Die übrigen Klosterkirchen waren einschiffige und schlichte Backsteinbauten, von denen heute nur die 1711/12 gebaute Kapuzinerkirche noch existiert.
Als kommunales Gebäude ist das 1477 am Markt erbaute, 1703 zerstörte Rathaus zu nennen. 1724/26 wurde es im Barock-Stil wiederaufgebaut, es repräsentierte die Macht der preußischen Landesherren. Rund um das Bauensemble um das Rathaus befanden sich drei (seit 1724 vier) kleine Marktplätze. Bei den Bürgerhäusern dürfte es sich überwiegend um kleine, zweigeschossige Backsteinbauten gehandelt haben.
Die 1386 befestigte Stadt wurde von den Landesherren seit etwa 1536 zu einer Festung ausgebaut. Insbesondere 1632-1648 (inkl. Abbruch der Burg 1637) und 1727-1729 wurde die Festung erweitert, im Inneren wurden Kasernen errichtet, dazu ein Salzmagazin. Ab 1764 wurde die Festung wie mehrere andere im Westen der preußischen Territorien geschleift. Als baulich einschneidende Ereignisse sind Stadtbrände 1475 und 1547 zu nennen sowie die Zerstörungen infolge der Belagerung durch preußische Truppen 1703 und durch die Explosion eines Pulverturms 1735.
(5) Der G.er Märkte waren lediglich von regionaler Bedeutung. Ohne direkte Anbindung an schiffbare Flüsse blieb G. durch Fuhrverkehr in den Handel eingebunden (die Anlage von Kanälen kam über Projektstadien nicht hinaus). Im Rahmen der Herausbildung der Landstände zu Ende des 14./Anfang des 15. Jahrhunderts nahm G. einen der vorderen Plätze unter den Städten ein, doch fiel Roermond bald die Rolle einer Hauptstadt zu, die die kleineren Städte (auch G.) auf den Landtagen vertrat. Nach der Trennung des Oberquartiers von den anderen drei g.ischen Quartieren, nahm G. den Platz hinter Roermond und Venlo ein. Erst die Teilung des Oberquartiers 1713 und die daraus resultierende Abtrennung des nun preußischen Teils setzte G. an die Spitze der in diesem Teil verbliebenen Städte Wachtendonk und Straelen. Die Städtekammer des Landtages traf sich in G., dessen Bürgermeister den Vorsitz ausübte, ständische Schreiben wurden mit dem G.er Siegel beglaubigt.
Auch unter preußischer Herrschaft blieben im 18. Jahrhundert kulturelle Kontakte in die spanischen Niederlande erhalten. So war das Karmeliterkloster Teil der Belgischen und später Flandro-belgischen Ordensprovinz. Das Augustinerinnenkloster Nazareth tauschte sich mit anderen Klöstern Limburgs, der Windesheimer Kongregation und den Kartäusern aus. Bis zum Ende des Alten Reichs blieb Niederländisch Amts- und Verwaltungssprache, nur in der protestantischen Gemeinde G.s war Deutsch Kirchensprache. Niederländische Bücher wurde vor der Errichtung der ersten Druckereien im 18. Jahrhundert aus Brabant bezogen.
(6) G. entwickelte sich im 13/14. Jahrhundert unter den g.ischen Grafen (ab 1339 Hzg.en) aus dem Haus Wassenberg bzw. ab 1372 aus dem Haus Jülich vom Burgort zur Residenzstadt, musste sich diese Funktion im Herzogtum jedoch mit anderen Orten teilen und verlor sie im frühen 15. Jahrhundert u.a. an Nimwegen. Als Amtsstadt und in der frühen Neuzeit als Festung blieb G. jedoch wichtig für die Landesherrschaft, insbesondere wegen seiner umkämpften Grenzlage im 17./18. Jahrhundert Mehrmalige Kriegseinwirkungen behinderten ein Wachstum der Stadt. Für längere Zeit (1538-1572) fungierte G. zudem als Witwensitz für die überlebende Frau Herzog Karls von Geldern, Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg. Als Stadt lässt sich G. mit ca. 1200 oder bis zu 2000 Einwohnern den größeren Kleinstädten zuordnen. Die Verflechtung von Stadtgemeinde und Hof bzw. der landesherrlichen Verwaltung ist bisher nicht untersucht worden.
(7) Urkunden, Amtsbücher und Akten finden sich im Stadtarchiv Geldern, Bestände A/ Urkunden, A/ Akten und Archivaliensammlung. Besonders hervorzuheben sind hier die 124 Bände Stadtrechnungen 1386-1796. Landständische Akten, auch Urkunden und Akten zur Stadtgeschichte gibt es zudem im Gräflich von Hoensbroechschen Archiv, Lagerort: Vereinigten Adelsarchive im Rheinland e.V. auf Schloss Ehreshoven. Die Einsicht in das digitale Archiv kann beantragt werden über: info@rijckheyt.nl. Inventar: Das Findbuch zum Archiv Schloss Haag. Einführung, Regesten, Siegel, Register, hg. von Rien von den Brand, Stefan Frankewitz, Geldern 2008 (Geldrisches Archiv, 10). Weitere ungedruckte Quellen des Herzogtum Geldern (preußischen Anteils) sowie auch der Stadt Geldern liegen im Geheimen Staatsarchiv - Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin sowie im Landesarchiv NRW Abt. Rheinland in Duisburg, Bestand Geldern. Dort liegen auch die Urkunden und Akten der stadtgeldrischen Klöster. Im Gelders Archief in Arnhem sind Urkunden und Akten, insbesondere Rechnungsbücher zur Geschichte der Stadt und des Amtes Geldern vor 1580 in den Beständen »Hertogelijk archief«, »Archief der Gelderse Rekenkamer«, »Archief der Gelderse Leenkamer« und »Archief van het Hof van Gelderland« zu finden. Das Regionaal Historisch Centrum Limburg (vormalig Rijksarchief in Limburg) in Maastricht beherbergt Urkunden und Akten zur Geschichte des spanischen Oberquartiers bis ins frühe 19. Jahrhundert. Das Archives Générale du Royaume, Chambre des Comptes in Brüssel hat Akten und Amtsbücher insbesondere zu Oberquartier, Domänen, Vogtei und Drostamt Geldern vorwiegend des 17. und 18. Jahrhunderts.
(8)Nettesheim, Friedrich: Geschichte der Stadt und des Amtes Geldern, Krefeld 1863. - Henrichs, Leopold: Das alte Geldern, Geldern 1971. - Topographia Geldriae. Ein Katalog der Historischen Pläne und Ansichten von Stadt und Festung Geldern, hg. von Peter Meurer, Geldern 1979 (Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend, 80). - Flink, Klaus: Rees, Xanten, Geldern. Formen der städtischen und territorialen Entwicklung am Niederrhein, Kleve 1981 (Schriftenreihe des Kreises Kleve, 2). - Frankewitz, Stefan: Die geldrischen Ämter Geldern, Goch und Straelen im späten Mittelalter, Geldern 1986 (Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend, 87). - Hantsche, Irmgard: Geldern-Atlas. Karten und Texte zur Geschichte eines Territoriums, Geldern 2003 (Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend, 103). - Frankewitz, Stefan: Geldern, in: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, hg. von Werner Paravicini, bearb. von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer, Tl. 2: Residenzen, Ostfildern 2003, S. 207-211. - Preußen an Peel, Maas und Niers. Das preußische Herzogtum Geldern im 18. Jahrhundert, hg. von Stefan Frankewitz, Geldern 2003 (Geldrisches Archiv, 7). - Nijsten, Gerhard J.M.: Art. »Geldern«, in: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, hg. von Werner Paravicini, bearb. von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer, Tl. 1: Dynastien und Höfe. Ostfildern 2003 (Residenzenforschung, 15, 1), S. 793-798. - Lieven, Jens: Adel, Herrschaft und Memoria. Studien zur Erinnerungskultur der Grafen von Kleve und Geldern im Hochmittelalter (1020-1250), Bielefeld 2008 (Schriften der Heresbach-Stiftung, 15). - Frankewitz, Stefan: Der Niederrhein und seine Burgen, Schlösser, Herrenhäuser an der Niers, Geldern 2011 (Geldrisches Archiv, 11). - Costard, Monika: Spätmittelalterliche Frömmigkeit am Niederrhein. Geschichte, Spiritualität und Handschriften der Schwesternhäuser in Geldern und Sonsbeck, Tübingen 2011 (Spätmittelalter, Humanismus, Reformation, 62). - Nordrheinisches Klosterbuch. Lexikon der Stifte und Klöster bis 1815, Tl. 2, hg. von Manfred Groten, Georg Mölich, Gisela Muschol, Joachim Oepen, Siegburg 2012 (Studien zur Kölner Kirchengeschichte, 37, 2).