MATTHIAS (1612-19)
I.
* 24. Febr. 1557 in Wien, † 20. März 1619, ⚰ in Wien im Königinkl., seit 1633 in der Kapuzinergruft. ⚭ 4. Dez. 1611 Anna (1585-1618), Tochter Ferdinands von Tirol, kinderlos. - Kg. von Ungarn, Wahl 16. Nov. 1608 in Preßburg, Krönung 19. Nov. 1608 in Preßburg; Kg. von → Böhmen, Wahl und Krönung 23. Mai 1611 in Prag; dt. Ks., Wahl 13. Juni 1612 in Frankfurt, Krönung 24. Juni 1612 in Frankfurt; Übernahme der Herrschaft in Ungarn, → Österreich und Mähren 1608 Juni 24, Übernahme der Herrschaft in → Böhmen 18.Aug. 1611. - Geschwister u. a. → Rudolf II. (1576-1612).
II.
M. wurde als dritter Sohn Ks. → Maximilians II. anders als seine älteren Brüder, die während ihrer Erziehung in Spanien auf die Übernahme der Staatsgeschäfte vorbereitet wurden, zu Hause u. a. vom Humanisten Augier Ghislain de Busbecq erzogen. Da → Maximilian II. seine Länder nicht teilte, war seine Perspektive die des Lebens eines apanagierten Prinzen. Die von → Rudolf II. betriebene Kirchenlaufbahn lehnte er gleichwohl ab. In dieser Situation nahm er ohne Rücksprache mit dem Ks. und Spanien 1577 die Einladung der Stände nurder südl. kath. niederländ. Provinzen an, die Statthalterschaft der span. Niederlande zu übernehmen. Überstürzt reiste er in der Nacht auf den 4. Okt. 1577 ab. Die vereinigten Stände stellten für die Statthalterschaft indes Bedingungen, die darauf hinausliefen, M. als Statthalter keine Machtbefugnisse zukommen zu lassen. 1578 wurde er so als Statthalter angenommen. Im Streit zw. den zum Abfall von Spanien neigenden protestant. Nordprovinzen und dem kathol. S konnte der ohnmächtige und unerfahrene Statthalter nur weiter verlieren. Ks. → Rudolf II. bemühte sich mittels Verhandlungenin → Köln 1579 um Hilfe, deren Scheitern die Gegner Habsburgs weiter stärkte. Noch bevor sich die Nordstaaten am 26. Juli 1581 formell von Spanien lossagten, konnte sich M. nicht länger halten und kündigte im Mai 1581 die Statthalterschaft auf, während sein Hofstaat aus Geldmangel schon in Auflösung befindl. war. Verschuldet mußte er in den Niederlanden bleiben, bis sein Bruder → Rudolf II. die Gläubiger befriedigt hatte. Im Okt. 1581 begab sich M. zurück und traf im März oder April 1582 in Linz ein, das ihm als Res. zugewiesen worden war. Reputation und Rückhalt warenso nachhaltig geschädigt, daß der lange Aufenthalt in Linz durch erfolgloses Pläneschmieden gekennzeichnet war. Pläne, diverse Bm.er, die Vormundstelle für den späteren Ks. → Ferdinand II., eine Statthalterstelle für seinen Bruder u. a. die poln. Krone an sich zu bringen, zeitigten keinen Erfolg. Seit derMitte der 1580er Jahre wurden ihm jedoch kleinere Aufgaben, etwa das Präsidium bei einigen Landtagen in Linz anvertraut. Bis auf kürzere Aufenthalte in Wien und → Innsbruck und einer etwa halbjährigen inkognito durchgeführten und mit → Rudolf II. wiederum nicht abgesprochenen Reise nach Dänemark i. J. 1587 hielt sich M. bis Mai 1590 ständig in Linz auf. Ein grundlegender Wandel trat 1593 durch die Abberufung seines älteren Bruders Ernst auf die Statthalterstelle in den Niederlanden ein, die M. dieStatthalterstelle im Ehzm. → Österreich einbrachte. Er geriet damit erneut in die miteinander verschränkten Konfliktfelder Protestantismus versus Katholizismus sowie fsl. Herrschaft versus landständ. Rechte. Die von Ks. → Rudolf II. bereits seit 1577 dekretierte Gegenreformation war in seinen österr. Hzm.ern (→ Österreich) beim weitgehend protestant. Adel ebenso wie bei Bürgern und Bauern auf erhebl. Widerstand gestoßen. Unter dem Eindruck der materiellen Belastungen infolge des Ausbruchs des Türkenkriegs i. J. 1593 kam es in → Österreich ob derEnns 1594, in Niederösterreich 1596 zu Bauernaufständen, die ungeachtet der konfessionellen Verbindungen von Regierung und Adel gemeinsam erst 1597 völlig niedergeworfen werden konnten. Die gegenreformator. Maßnahmen wurden nunmehr verschärft und in diesem Zusammenhang wurde der Versuch unternommen, die protestant. Religionsausübung noch hinter die früheren Konzessionen → Rudolfs II. zurückzuführen. Mit der Blockade der Landtage in → Österreich ob der Enns in den Jahren 1597 bis 1599 und einem Zusammenschluß der protestant. Herren und Ritter i. J. 1603 wehrte sich dieständ.-protestant. Opposition in einer für die Landesherrschaft beunruhigenden Form. M. zur Seite stand jedoch die sich langsam herausbildende kathol. Partei, zu dieser Zeit noch unter der Führung des Bf.s von Wien (seit 1598) und späteren Kard.s Melchior Khlesl, der von 1598 bis 1618 mit Unterbrechungen wesentl. Einfluß auf M. ausübte. Unterdessen verlor M., der seit dem Tod des Ehzg.s Ernst im Febr. 1595 in der Thronfolge an die erste Stelle gerückt war, jedoch den Rückhalt bei seinem geistig zunehmend verfallenden Bruder → Rudolf II. und zog sich als ungeduldiger Erbe dessenFeindschaft und Haß zu. Auf den Reichstagen von 1598 und 1603 ließ → Rudolf II. sich noch durch M. vertreten, auch überließ er ihm 1594 bis 1595 und 1598 bis 1601 den Oberbefehl im Türkenkrieg. Dieser wurde durch den Aufstand des siebenbürg. Adeligen Stefan Bocshai im Herbst 1604 und den folgenden ungar. Aufstand jedoch zu einer Gefährdung → Österreichs. M. drängte → Rudolf II. auch angesichts des hoffnungslosen Geldmangels zum Frieden, den er dann selbst 1606 mit den Türken und Ungarn in Zsitvatorok und Wien abschloß. Im gleichen Jahr erlangte er von denGrazer Ehzg.en sowie seinem jüngeren Bruder Maximilian zwar die Anerkennung als Chef des Hauses, nicht aber den erhofften stärkeren Rückhalt beim Vorgehen gegen → Rudolf II. Aufgrund des Friedens mit Ungarn mußte → Rudolf II. M. die dortige Statthalterschaft überlassen. Der Versuch → Rudolfs II., den Türkenkrieg wiederaufzunehmen und Konzessionen für Ungarn zurückzunehmen, führte dort zu einem Aufstand, den sich M. zunutze machte. Er verband sich mit der Ständeopposition und schloß zur Verteidigung der Friedensschlüsse ein Bündnis mit den nieder- undoberösterr. Ständen und Mähren. Damit stellte er sich auf die Seite der ständ.-protestant. Opposition, was Khlesl zum einstweiligen Rückzug vom Ehzg. bewog. M. sammelte die vereinigten Kräfte und zog im April 1608 mit einem Heer gegen Rudolf II. Da die böhm. Stände zu diesem hielten, verblieben → Rudolf II. im Vertrag von Lieben vom Juni 1608 → Böhmen, → Schlesien und die Lausitzen, während → Österreich ob und unter der Enns, Mähren und Ungarn an M. fielen. In → Österreich kam es jedoch zum Konflikt mit den protestant. nieder- und oberöster.Ständen, die in Horn ein förml. Bündnis auch zur Wiederherstellung weitergehender protestant. Freiheiten abgeschlossen hatten, als M. sich unter dem erneuten Einfluß Khlesls weigerte, als Bedingung für die Huldigung die Früchte seiner gegenreformator. Tätigkeit preiszugeben. Erst unter dem Eindruck der Wehrhaftmachung der Stände gab er am 19. März 1609 nach. Bald aber nahm er seine gegenreformator. Politik in kleinerem Rahmen wieder auf, die von den kathol. Parteien der Stände bes. → Böhmens mitgetragen wurde und später den Anlaß für den Prager Fenstersturz gebensollte. Der Versuch → Rudolfs II., mit einer kleinen Streitmacht die böhm. Stände und M. unter Druck zu setzen (»Passauer Einfall«), scheiterte vollständig und brachte M. mit einer siegreichen ständ. Streitmacht nach → Böhmen. Im Mai 1611 wurde er dort zum böhm. Kg., und, nunmehr verheiratet, im Juni 1612 in Frankfurt als Kompromißkandidat auch zum röm.-dt. Ks. gewählt und gekrönt. Die Ordnung des Reiches war in dieser Zeit schon weitgehend zerfallen. Die Reichsgerichtsbarkeit konnte aufgrund der konfessionellen Gegensätze ihre Aufgaben prakt. nicht mehr erfüllen. Im Reichhatten sich zudem mit der evangel. Union von 1608 und der kathol. Liga von 1609 unter Führung → Bayerns zwei feindl. Blöcke gebildet, der Reichstag von 1608 hatte nicht zu einem Abschluß geführt. Der maßgebl. von Khlesl initiierte Versuch, durch den Reichstag 1613 vermittels eines Türkenkriegsplanes zu neuen Machtmitteln zu gelangen, schlug fehl. Als sich 1614 zudem der seit Jahren schwelende und mit den Reichsgerichten nicht zu bewältigende Konflikt im Erbfolgestreit um das Erbe des Hzg.s von Kleve-Jülich-Berg (→ Kleve und Mark, → Jülich und Berg) zur milit.Besetzung wichtiger Plätze ausweitete, aber auch vorläufig beigelegt wurde, ohne daß dem Ks. die Möglichkeit zu wirkl. Einflußnahme gegeben wurde, war offenbar, wie wenig die Reichsgewalt noch vermochte. Auch die von Khlesl, seit 1611/1612 Direktor des Geheimen Rates und wichtigster Ratgeber M., geführte »Kompositionspolitik«, die auf einen Ausgleich zw. den konfessionellen Blöcken abzielte, vermochte daran nichts zu ändern. In diesen Zusammenhang gehört auch der Abschluß des Verzichtfriedens von Tyrnau mit den Türken i. J. 1615. Im Innern drohte der landesfsl. Herrschaft die Bildung einerKonföderation sämtl. protestant. Landstände, die in den Bündnissen zw. den protestant. Ständen Ungarns, → Österreichs und Mährens von 1608 und → Böhmens und → Schlesiens zum Schutz der Majestätsbriefe → Rudolfs II. von 1609 bereits Konturen angenommen hatte. Einer in diese Richtung weisenden Versammlung in Linz (Aug. 1614) folgte im Juni 1615 ein Generallandtag im Rahmen des böhm. Landtages unter Teilnahme von Deputationen der übrigen Landstände zur Beratung der Konföderation. Die erstarkten kathol. Parteien im Verein mit Khlesl, mehr abernoch eifersüchtige Rücksichten auf die Eigenarten und Rechte der jeweiligen Landstände verhinderten das Zustandekommen der Konföderation. Unterdessen hatten sich Ks., Papst, die Ehzg.e sowie Spanien auf → Ferdinand von Innerösterreich als Nachfolger für den kinderlosen M. verständigt. Nachdem 1617 die nötigen Verzichtserklärungen vorlagen, wurde → Ferdinands Erhebung zum Kg. von → Böhmen (1617) und Ungarn (1618) erwirkt. Der Abriß der widerrechtl. auf geistl. Gütern errichteten Kirchen von Klostergrab und Braunau in → Böhmen gab den protestant.Ständen Anlaß zum Aufstand, der in den Prager Fenstersturz und schließl. in die Absetzung des böhm. Kg.s → Ferdinand II. mündete. Dieser ließ Kard. Khlesl, der wiederum auf Verhandlungen setzte, verhaften und nahm dem Ks. damit die Leitung der Regierung noch vollständiger aus den Händen, als sie diesem in den letzten Jahren ohnehin entglitten war. Widerstand setzte M., der seit seiner Thronfolge im Reich kaum noch initiativ hervorgetreten und zudem schwer an Gicht erkrankt war, dem nicht mehr entgegen. Nur Monate nach dem Tod seiner Frau im Dez. 1618 starb er selbst am 20. Mai1619.
III.
1568 wurde mit Ottavio Cavriani der erste Kämmerer für M. bestellt, 1564 und 1569 sowie 1576 und 1577 kam je ein weiterer hinzu. In den siebziger Jahren wurde der Sold seiner Kämmerer von 20 fl erst auf 30 fl, dann auf 40 fl erhöht. In den 1570er Jahren waren auch Edelknaben, deren Präzeptoren und Diener vorhanden. Der 1577 begonnene Ausritt in die Niederlande unterbrach die kontinuierl. Entwicklung des Hofstaats, verschaffte ihm jedoch denjenigen eines niederländ. Statthalters. Dieser zerfiel aus Geldmangel jedoch bereits im Frühjahr 1581. Nach seinerRückkehr aus den Niederlanden i. J. 1582 war M. in Linz von seinem sehr kleinen Hofstaat umgeben, der die Mittel des Ehzg.s gleichwohl überforderte. Darunter waren wenige Adelige, so der aus den Niederlanden mitgereiste Kammermaler Lucas van Valkenborch und der aus Lüttich stammende Kapellmeister de Sayve. Der Hofadel war trotz derVorhaltungen Ks. → Rudolfs II. mit namhaften Protestanten besetzt, etwa mit dem Hofmeister Reichard Strein von Schwarzenau. Die Reise nach Dänemark i. J. 1587 nutzte M. zur fast völligen Abdankung seines überschuldeten Hofstaats. Nach der Rückkehr wuchs dieser jedoch wieder an. Über die Entwicklung des Hofstaats in den nächsten 15 Jahren ist man kaum informiert. Es ist jedoch anzunehmen, daß die Übernahme der Statthalterschaft in Niederösterreich sowie M. Einbindung in die Führung des Türkenkriegs der weiterenEntwicklung wichtige Impulse gab. Noch vor 1608 umfaßte sein Hofstaat mit Hans Bernhard Löbl einen Oberstkämmerer, mit Ottavio Cavriani einen Oberstallmeister und mit Hans Wilhelm Losenstein einen Obersthofmarschall. Ein eigener Geheimer Rat war M. vom Ks. noch nicht zugestanden worden, doch trugen der Oberstkämmerer, der Obersthofmarschall sowie zwei Kämmerer den Ratstitel, was auf eine Vorstufe hinweisen könnte. Neben den erwähnten Kämmerern umfaßte der Hofstaat über zehn weitere vornehml. aus bedeutsamen österr. Familien. Fast gänzl. dem österr. Adel entstammten die Inhaber der übrigenadeligen Hofämter: fünf Mundschenken, vier Fürschneider, sieben Truchsessen sowie ein Panatier. Hinzu kamen noch neun Hofdiener, ein Silberkämmerer, mehrere Kammerdiener und acht Edelknaben. Auch besaß M. wohl bereits eine Trabantengarde. Seit dem Liebener Vertrag hatte M. seinen eigenen Geheimen Rat, auch seine eigene Hofkanzlei und konnte sich zudem der in Wien zurückgelassenen Teile der Hofkammer und des Kriegsrats bedienen. Der Hofstaat, mit dem M. 1612 zur Kaiserwahl nach Frankfurt zog, war mit Friedrich Gf. von Fürstenberg als Obersthofmeister, Leonhard Helfried Gf. von Meggau alsOberstkämmerer, Wolf Sigmund Herr von Losenstein als Obersthofmarschall und Frhr. Ottavio Cavriani als Oberstallmeister besetzt. Obersthofmeister und Oberstkämmerer waren zugleich Geheime Räte. Direktor des Geheimen Rates, der zwei weitere Personen sowie den Obersthofmeister der Ks.in, Georg Sigmund Herr von Lamberg, umfaßte, war Melchior Khlesl. Des weiteren waren über 20 Kämmerer zugegen, unter ihnen der kgl. Hofkammerdirektor, der kgl. Trabantenhauptmann, der Hofkriegsrat Hans Christoph von Puechheim und der Reichshofrat Maximilian Herr von Trauttmansdorff. Daneben standen je vierMundschenken und Fürschneider, zwei Panatiers, 13 Truchsessen, 15 Edelknaben nebst Erziehern. Die kgl. Hofkapelle umfaßte den kgl. Beichtvater, den Aumonier, den ersten Hofkaplan, drei weitere Hofkapläne sowie einen Vizekaplan, den Hofbeichtvater und dessen »socius«, den Organisten Podenstein, 20 Musiker, 16 Trompeter und einen Heerpauker. Hinzu kam weiter der Hofstaat der Kg.in, der mit acht adeligen Hoffräulein und Catharina Frau von Kollovrat als Obersthofmeisterin und Silvia Cavriani als Oberstkämmerin (!) besetzt war. Weiteres, auch ungar. Kanzlei-, Rats- und Kammerpersonal, dieOffiziere der böhm. Krone nebst Appellationsräten, Küchen- und Kellerpartei, Trabanten- und Hartschiergarde komplettierten den insg. schätzungsweise etwa 550 Personen zählenden Hofstaat. Nimmt man das freilich nicht unmittelbar zum Hofstaat gehörende Komitat der Hofleute hinzu, sind die in den Annales Ferdinandei, 7, 1723, Sp. 448 angegeben 3000 Personen viell. etwas hoch gegriffen, aber nicht unrealist. Seit 1614 wurden Versuche v. a. zur finanziellen Konsolidierung des seit 1612 ksl. Hofstaats unternommen, zu dem nunmehr der Reichshofrat sowie die bis dahin noch → Rudolf II. zugehörigenTeile der Verwaltung kamen. Daß man dabei in der Reihenfolge Hofwesen, Grenzwesen und schließl. Schuldenwesen vorgehen wollte, darf als Indiz für die kaum überwindl. Schwierigkeiten bewertet werden. Die im Jan. und Febr. 1615 gefaßten Beschlüsse liefen dann auch auf Sparempfehlungen und eine Reduktion des ksl. Hofstaats hinaus. Wichtig ist die enge Begrenzung der adeligen Ehrenämter (Kämmerer und Hofdiener), die durch Titulare ohne Besoldung und ohne zahlenmäßige Beschränkung jedoch ergänzt werden konnten. Der Hofstaat sollte nach dem Plan vom 7. Febr. 1615 neben anderen Ämtern mehr als zehnGeheime Räte umfassen, 14 Reichshofräte, je sechs Hofkammer- und Hofkriegsräte (zuzügl. Präsidenten etc.) sowie je zwei Mundschenken, Fürschneider, Panatiers, sechs Truchsessen, 12 bis 16 besoldete Hofdiener, zehn besoldete Kämmerer und 16 Edelknaben (diese selbst waren stets unbesoldet). Die Reformpläne wurden nur teilw. umgesetzt. Ende März 1615 waren nicht mehr als zehn Edelknaben vorhanden, während die Sollzahlen bei vielen adeligen Ehrenämtern bald überschritten wurden. 1616/1617 umfaßte der Hofstaat ohne den Hofstaat der Ks.in etwa 560 bis 600 besoldete Personen. Davonentfielen die größten Teile auf die Hartschier- und Trabantenwache (ca. 215), den Hofstall einschl. Edelknabeninstitut (ca. 130), die Küche (ca. 50), die Kammerpartei (ca. 40), die Kapelle (ca. 30) sowie die Hofkammer (ca. 55). Reichshof- und Hofkriegsrat sowie das Hofmarschallamt folgten mit jeweils unter ca. 20 Personen. Gering blieb die Zahl der tatsächl. besoldeten Inhaber adeliger Ehrendienste. Beim Kaiserhof M.' lassen sich in den letzten Jahren, bes. seit den Krönungen → Ferdinands II., Zerfallserscheinungen ausmachen, die sich am sichtbarsten im Etat niederschlagen (s. u.).Unter dem Eindruck des ständ.-konfessionellen Gegensatzes, bes. aber vor dem Hintergrund der kostenhalber angestreben Restriktion auch des adeligen Hofstaats, vermochte der Kaiserhof M.' nicht die Ausstrahlung zu entwikkeln, die er unter → Ferdinand II. und → Ferdinand III. wieder gewann. Auch die Spar- und Restriktionspolitik erwies sich in der zusätzl. Beschränkung der potentiellen Integrationskraft des Hofstaats als schädl. Weder war die Anbindung des Hofstaats an den Adel zahlenmäßig sonderl. intensiv, noch erreichte sie weitere Kreise des italien. oder dessüd- oder gar westdt. Adels. Die histor. Bedeutung des Hofes M. dürfte daher ganz wesentl. im Nachlassen seiner Integrationskraft liegen. Seit 1593 hielt sich der Hof M. hauptsächl. in Wien auf. Nach dem Erwerb der Kaiserkrone verlegte M. die Res. nach Prag, im Nov. 1617 auf astrolog. Rat hin wieder nach Wien. Dort stiftete die Ks.in im selben Jahr als Grabstätte das Kapuzinerkl. (Grundstein 1622, Weihung 1627, 1637 vollendet).
Die Organisation von M.' Hofstaat läßt sich nur vor dem Hintergrund seiner Emanzipation von → Rudolf II. nachvollziehen. Zunächst entwickelten sich Kammer und Hofstall als Ämter des Haushalts um den jedweder Regierungsfunktionen baren Fs.en. Erst mit der weiteren Ablösung vom Einfluß → Rudolfs II. besetzt er ganz in der Tradition des ksl. Hofstaats die vier klass. obersten Hofämter und schafft erst seit 1608 einen Geheimen Rat, sowie eine eigene Hofkanzlei einschl. einer mähr. Hofkanzlei (bis 1611). Die österr. Hofkanzlei bestand bis zur Kaiserwahl und wurdedann wieder als österr. Abt. in die Reichskanzlei unter dem Reichsvizekanzler integriert. Zukunftsweisend ist die häufige Bezeichnung derselben als österr. Hofkanzlei. Die Schlesier und Lausitzer vermochten M. bei der Huldigung 1611 zur Verärgerung des böhm. Kanzlers eine allein vom Kg. abhängige eigene schles. Kanzlei abzuringen, die von 1612 bis 1616 eingerichtet war. Bis zur Übernahme der ksl. Regierung hatte M. nur partiell Zugriff auf Verwaltung und Justiz. Die in Wien hinterlassenen Teile der Hofkammer und des Hofkriegsrats wurden teils als kgl. Behörden betrachtet. NennenswerteBesonderheiten der Organisation seines ksl. Hofes gegenüber der Entwicklung unter → Rudolf II. ergeben sich ledigl. bei der quantitativen Beschränkung der Hofämter sowie der formell weiter durchgeführten Trennung zw. besoldeten und Titularamtsträgern. Bemerkenswert sind Entwürfe für eine neue Hofkriegsratsordnung von 1610/11 und die Instruktion für den Hofkriegsrat von 1615. Die Reformversuche im Bereich der Hofkammer seit 1615 darf man wohl als gescheitert betrachten. M. berief die meisten der nach dem Tod Rudolfs II. abgedankten Reichshofräte neu (23. Aug. 1612) und erhöhte ihreBesoldung von 1000 fl auf 1300 fl, wobei es bis in die zweite Hälfte des 17. Jh.s blieb. Auch im Bereich der Hofgerichtsbarkeit ergeben sich bemerkenswerte Abweichungen von der ksl. Tradition ledigl. im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit → Rudolf II. Dieser verzichtete 1611 zwar auf die Regierung, behielt aber seinen Obersthofmarschall und damit die Juristiktion über seinen Hof. Im übrigen richtete sich die Verwaltung des Obersthofmarschallamtes unter M. nach der Instruktion Ks. → Maximilians II. Auch für das Bauwesen war M. nur wenig bedeutsam. Während seinerAnwesenheit ließ → Rudolf II. die Linzer Burg ausbauen, in der Wiener Hofburg wurde unter M. der Nordturm und vermutl. nach dem Prager Vorbild auch die Zim-merflucht in der Folge Trabantenstube, Antecamera (Ritterstube und Antecamera), Audienzstube (Ratssaal), Retirade umgestaltet. Später ließ M. das ksl. Appartement erneuern. Die Wiener Kunstsammlung umfaßte 1619 mehr als 300 Gemälde, darunter Pieter Breughels Bauerntanz, Jan Breughels Kindermord, Sprangers Sündenfall, Cranachs Judith und seine sächs. Prinzessinen. 1614 ließ M. die 1605 von den ungar. Truppen zerstörte Katterburg (Vorgängerbau Schönbrunns) wiederherstellen, 1615 gestaltete er durch den Umbau eines Renaissancehofesden Sommersitz Favorita.
Nach dem Vertrag von Lieben nahm M. noch 1608 in den ungar. Münzstätten Kremnitz und Nagybánya die Prägung mit eigenem Bild auf, während → Rudolf II. bis 1612 in Wien, Hall, Ensisheim und → Böhmen weiterprägen ließ, bevor diese Münzstätten mit dem Tod → Rudolfs II. auf M. übergingen. Bes. Impulse gingen für die Münzprägung vom neuen Ks. nicht aus. Um M. war es auch hinsichtl. seiner Finanzquellen wenig glückl. bestellt. 1581 war sein Hofstaat aus Geldmangel zerfallen, 1587 löste er ihn wohl auch deshalb auf. Danach blieben derartige Zusammenbrüche zwaraus, doch zeugen die Hofzahlamtsbücher unter M. von vergleichsw. geringer und nach 1617 stark nachlassender finanzieller Kraft. Hatten die Einnahmen des Hofzahlamtes 1616 und 1617 noch etwa 620 Tsd. bzw. 860 Tsd. Gulden betragen, sanken sie 1618 auf 515 Tsd. Gulden. An Einnahmen konnten dort 1615 noch 1,2 Mio. Gulden verbucht werden, 1617 jedoch nur mehr 670 Tsd. Gulden, 1618 nur mehr ca. 515 Tsd. Gulden. Hofjuden spielten noch keine Rolle. Bes. Impulse für den Handel und die Erzeugung von Luxusartikeln gab der Hof M. nicht. Auch unter M. stieg in Wien die Zahl der hofbefreiten Handwerkerweiter an.
Unter den Persönlichkeiten bei Hof sticht Melchior Kardinal Khlesl heraus, der annähernd 20 Jahre M.' Politik prägte. Der 1553 geborene Bäckersohn konvertierte 1569 und machte eine steile Kirchenkarriere, in deren Verlauf er u. a. 1598 Bf. von Wien und 1616 Kard. wurde. Als Gegenreformator angetreten, tendierte er in den späten Jahren zu polit. motivierter Nachgiebigkeit gegenüber den Protestanten bes. im Reich, aber auch in den Erblanden und prägte so entscheidend die polit. Entwicklung im Vorfeld des böhm. Ständeaufstandes. Da er den Zielen → Ferdinands II., dem er zudembei der Nachfolgefrage Schwierigkeiten gemacht hatte, im Wege stand, ließ dieser ihn im Juli 1618 verhaften und schickte ihn in die Verbannung. Ungeachtet dieses Bruchs zeigt sich zw. dem Hofstaat M.' und → Ferdinands II. eine beachtl. Personalkontinuität. Der Geheime Rat Karl von Harrach beispielsweise diente unter beiden Ks.n ebenso wie der bedeutende Hofkriegsrat Rambold Gf. Collalto; M. Oberstkämmerer Meggau wurde unter → Ferdinand II. Obersthofmeister. Auch Maximilian von Trauttmansdorff nahm unter M. hohe Ämter ein, so das des Obersthofmeisters der Ks.in und dasdes Stellvertreters des Reichshofsratspräsidenten. Unter den Künstlern sind die Kammermaler Daniel Fischl, Jakob Huefnagl, Jeremias Günther, bes. aber Lucas van Valkenborch zu nennen, der schon von 1579 in M.' Dienste getreten war und mit ihm nach Linz, dann auch nach Wien ging, bevor er sich 1593 in Frankfurt niederließ. Von ihm stammen zahlr. Porträts M.', u. a. das wohl bekannteste des Ehzg.s als Publius Cornelius Scipio Africanus major, Stadtansichten von Linz, aber auch Arbeiten für Ehzg. Ernst. Weiter arbeiteten Adriaen de Vries, Hans van Aachen und Egidius Sadeler für M. Seit dem Tod→ Rudolfs II. gelangte er in den Besitz von dessen Kunstsammlung. Unter Ks. M. herrschte in der Hofkapelle noch die niederländ. Polyphonie, wenn es auch vereinzelte Aufführungen im Stil der ital. Monodie gab. Teilw. wird auch die erste Opernaufführung am Kaiserhof in die Zeit M.' datiert. Leibärzte M.' waren Bartholomäus Paravicini, Johann Peter Magnus, Thomas Mingonius (Mignon), Beichtvater Johann Bernardinus Arnoldinus (OSF). Kapläne waren u. a. Franz Mengavius, der päpstl. Protonotar Johannes von Tombor, Johann Baptist Bruckman und Alexander Orlogio (Vizekaplan). Frauen nahmenam Hof M. erst mit seiner Eheschließung mit Ks.in Anna bedeutsame Ämter in deren Hofstaat ein, so als Hoffräulein auch die spätere Gattin des Maximilian von Trauttmansdorff, Sophia Pálffy. Militärs spielten am Hof M. außerhalb des Hofkriegsrates keine bes. Rolle. Bei der Rekrutierung des Personals ist auch auf die noch vergleichsw. starke Integration des niederen Adels zu verweisen. Im Geheimen Rat sollten nach der Planung von 1615 zwei Angehörige des Ritterstandes sitzen. Tatsächl. nahmen Ritterstandsangehörige mehr höhere Ämter ein als unter M.' Nachfolgern. Zwar nahm ihrGewicht bereits unter M. ab, ein fast völlig vom Hochadel dominierter Hof aber war der des M. anders als der seiner Nachfolger noch nicht.
Abgesehen vom Bereich der bildenden Kunst ist man über die herrschaftl. Repräsentation M.' nur ungenügend informiert. Die älteren Zeremonialakten verzeichnen in erster Linie Krönungen und Landtage. Im übrigen wird M. auch in diesem Bereich Untätigkeit zugeschrieben. In maliziöseren Schilderungen finden sich Hinweise auf eine hingebungsvolle Leidenschaft der Ks.in für die Hoftafel. Die Vergnügungen scheinen in späterer Zeit hauptsächl. im Besichtigen der Kunstkammer → Rudolfs II. gelegen zu haben. Beachtl. ist die auch von den Nachfolgern fortgesetzte Tradition der Haltung exot.Tiere (Kamele, Leoparden etc.). M. folgte wie → Rudolf II. der herald. Tradition Ks. → Ferdinands I. Er verwendete als genealog. Wappen die maximilian. Kombination Österreich-Burgund (→ Österreich → Burgund), doch kommt auch der österreich. Binnenschild allein als Herzschild vor.
Quellen
Siehe die Angaben im Art. B.1. Ferdinand II. (1619-37) und Ferdinand III. (1637-57).
Literatur
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