NIEDERMÜNSTER (REGENSBURG) C.4.2.
I.
Monasterium inferius, Nidernmunster, Niedermünster; die nicht vollständig erklärbare Bezeichnung wurde als Pendant zu → Obermünster gebildet - Stadt Regensburg - D, Bayern, Reg.bez. Oberpfalz, kreisfr. Stadt.
II.
N. liegt nahe der Donau in der nordöstl. Ecke des ehemaligen röm. Legionslagers, in unmittelbarer Nähe zum MA Bischofshof und zur ehemaligen hzgl. Pfalz am Kornmarkt.
III.
Indizien, die für eine von der stift. Architektur abzusetzende Res. sprächen, lassen sich kaum finden, es sei denn, man wertet die sog. Erhardskrypta aus dem Ende des 10. Jh. als ursprgl. Privatkapelle der Äbt. Es bedarf jedoch eingehender archäolog. und architekturhistor. Studien, um die vielfältigen Veränderungen, die am Baubestand von N. im Laufe der Jh.e eingetreten sind, nachzuvollziehen. Die heutige Stiftskirche ist unter Beteiligung einer Bauhütte aus Como in der Mitte des 12. Jh. errichtet worden; nach kleineren Umgestaltungen in got. Zeit sorgtenÄbtissinnen des 17. und 18. Jh. für eine Modernisierung von Kirche und Stiftsgebäuden im Geschmack des Barock, Rokoko und Klassizismus. Der Baukomplex wurde 1821 dem Bf. von → Regensburg zugesprochen und dient bis heute als bfl. Wohnung und Sitz des Ordinariats, die Stiftskirche seit 1824 als Dompfarre.