GOTTORF C.7.
I.
In Minori Gottorp (1268); Ghottorpe (1327); Gottrup castrum (1329); an unsen slate Gottroppen (1496); Gottorff (1508). Aus PN Godi oder Goti und altdän. thorp, Dorf (Laur 1963).
Etwa 2 km westl. außerhalb von → Schleswig. Wasserburg in Insellage inmitten des Burgsees, der seit 1582 durch den G.er Damm vom offenen Wasser der Schlei abgeschnürt ist. Nach N und S Anbindungen über Brücken und Dämme an das Festland.
Bis 1268 bfl., dann hzgl. Burg. Hauptres. der Schleswiger Hzg.e (Titel zunächst Statthalter, lat. praefectus, dän. jarl, seit 1232 Hzg., lat. dux) aus dän. Königshaus, die seit 1237 mit den Gf.en von Holstein aus dem Hause Schauenburg verschwägert waren. Ab 1326 zunächst temporär, nach dem Aussterben des dän.-schleswig. Herzogshauses 1375 dauerhaft in Händen der Gf.en von Holstein-Schauenburg aus der Rendsburger Linie, die 1386 das Hzm. Schleswig als (seit 1440 erbl.) Lehen Dänemarks erlangten. Seitdem stehenSchleswig und Holstein (letzteres als Lehen des Reiches) unter dem gleichen Herrscher in fester dynast. Verbindung. Nach dem Aussterben der Schauenburger mit dem Tode Adolf VIII. 1459 fiel G. an den 1448 zum Kg. von Dänemark erhobenen Christian I. aus dem Hause Oldenburg. Als Neffe Adolf VIII. wird dieser am 2. März 1460 auf Betreiben der Ritterschaft in Ribe zugl. zum neuen Hzg. von Schleswig gewählt (Personalunion Dänemarks mit Schleswig-Holstein). 1474 erhob Ks. Friedrich III. Holstein, Dithmarschen, Wagrien und Stormarn zum reichsunmittelbaren Hzm. unter Beibehaltung des status quo. 1490teilten die beiden Söhne von Christian I., Johann (Hans), seit 1481 Kg. von Dänemark, und Friedrich, das Land bei ideeller Einheit in einen kgl. (Segeberger) und einen hzgl. (G.er) Anteil. Hzg. Friedrich von Schleswig und Holstein wird 1524 als Friedrich I. zum Kg. von Dänemark gekrönt und vereinigt erneut die Hzm.er für kurze Zeit. G. erlebt unter ihm und seinem Sohn und Nachfolger Christian III. (bis 1544) den Glanz einer kgl. Nebenres. Infolge der zweiten Landesteilung 1544 wird G. Stammsitz des fortan regierenden Herzogshauses Schleswig-Holstein-G., Zentrum der Verwaltung sowie desgeistigen und künstler. Lebens im Lande und erfährt v. a. im 17. Jh. unter den Hzg.en Friedrich III. und Christian Albrecht eine erneute Blütezeit. Nach der Niederlage der mit Schweden gegen Dänemark verbündeten G.er im Großen Nordischen Krieg wird das Schloß 1713 Sitz eines dän. Statthalters und 1721 schließl. dem dän. Reich einverleibt. Im Krieg 1848/50 dient es zunächst als Lazarett, dann als Kaserne. In gleicher Funktion 1864-66 unter gemeinsamer preuß.-österr. Verwaltung, seit 1867 unter alleiniger preuß. Herrschaft. 1871 Zerstörung des Standerkers im Schloßhof durch eine Pulverexplosion,1897 und 1917 Brände im Turm, im westl. Teil des Südflügels und im Westflügel. Seit 1948 beherbergt Schloß G. die zuvor in → Kiel stationierten, infolge des Bombenkrieges aber obdachlos gewordenen histor. Sammlungen des Landes Schleswig-Holstein (nunmehr Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß G.) - D, Schleswig-Holstein, Landkr. Schleswig-Flensburg.
II.
G. liegt in geostrateg. günstiger Position im innersten Winkel der Schlei, jenes etwa 40 km weit in das Land hineinreichenden schmalen Ostseearmes, der seit dem FrühMA als natürl. Teilstück des im Schutze des Danewerks von der Nord- zur Ostsee führenden internationalen Transitweges größte Bedeutung besaß. Die gleichzeitige Nähe zu der im O der cimbr. Halbinsel an den Förden entlang verlaufenden nord-südl. Heer- und Handelsstraße (Ochsenweg), die in → Rendsburg die Eider überquerte, machte die Burg, wie es schon im Rydaarbog heißt, zum »Schlüsselund Hüter ganz Dänemarks« (quasi clavis et custodia totius Daniae). Dieser überlegene Standortvorteil veranlaßte die machthungrigen und nach territorialer Selbständigkeit strebenden Hzg.e von Schleswig, den erstbesten Zeitpunkt zu nutzen, um die seit ihrer Gründung im 12. Jh. im Besitz der → Schleswiger Bf.e befindl. Burg an sich zu bringen und ihre angestammte eigene Res. aus der leicht einzunehmenden Hauptstadt des gleichnamigen Hzm.s heraus an einen sicheren Ort zu verlegen. Die erfolgreich verlaufene Schlacht auf der Lohheide 1261, in der nicht nur diedän. Königinwwe. Margarethe von Pommern und ihr Sohn Erich V. Glipping (reg. 1259-86), sondern auch Bf. Nikolaus II. in die Hände des Hzg.s fielen, bot dafür den willkommenen Anlaß. Die Bf.e (nach unsicheren Anfängen im 10. Jh. seit 1026 kontinuierl. bis zur Reformation 1541 in → Schleswig nachweisbar, die fsl. Administratoren als luth. Titularbf.e noch bis zur Aufhebung des Bm.s durch den dän. Kg. 1624) wurden zur Abtretung von G. gezwungen und erhielten 1268 im Tausch die Burg → Schwabstedt an der Treene unweit von Husum zugewiesen, wo das Domkapitel noch im SpätMA größerezusammenhängende Ländereien auf sich vereinigen konnte.
In der zweiten Hälfte des 13. Jh.s gelang es den Schleswiger Hzg.en, auch das Krongut und die Bareinnahmen in die eigene Hand zu bringen. 1286 wurde Hzg. Waldemar IV. die Schleswiger Münze übertragen, seit dem 14. Jh. flossen die außerordentl. Steuern nicht mehr dem Kg., sondern dem Hzg. zu. Bei der 1544 vollzogenen Landesteilung umfaßte der von Hzg. Adolf regierte G.er Anteil u. a. die Ämter und Landschaften Apenrade, Südschleswig, Stapelholm, Husum, Eiderstedt, → Kiel, Neumünster, Oldenburg/Holst., Cismar, Neustadt, Trittau und Reinbek. 1658 erzwang Hzg. Friedrich III.auf dem Höhepunkt seiner Macht vom dän. Kg. die Souveränität über den hzgl. Anteil in Schleswig. Nach der polit. und milit. Niederlage im Nordischen Krieg kassierte der Kg. 1721 diese Gebiete, so daß sich das Haus G., seines Stammsitzes beraubt, fortan auf den zersplitterten hzgl. Anteil in Holstein beschränken mußte, bevor auch dieser 1773 mit Ausnahme des vormal. Hochstifts → Lübeck und der zugehörigen Res. → Eutin im Tausch gegen Oldenburg/Old. und Delmenhorst an das dän. Reich fiel.
Die Stadt → Schleswig blieb nach dem Auszug der Hzg.e lange Zeit von der Entwicklung der Res. abgekoppelt und stagnierte dadurch auch in ihrer Siedlungsentwicklung. Erst im 16. Jh. wurde der Dom nach Einführung der Reformation (1541/42) hzgl. Hofkirche und Fürstengrablege, was seiner künstl. Ausgestaltung zugute kam. Zahlr. mit repräsentativen Portalen geschmückte Randkapellen, in denen die sterbl. Überreste der vornehmsten Mitglieder des Hofstaates ihre letzte Ruhe fanden, sowie eine Vielzahl von prächtigen Epitaphien legen davon eindrucksvoll Zeugnis ab. Das von dem AntwerpenerBildhauer Cornelis Floris 1551-55 geschaffene Freigrab für Kg. Friedrich I. und die 1661-63 nach Plänen von Artus Quellinus d. Ä. in der ma. Sakristei am Chor eingerichtete Obere Fürstengruft gehören zu den Hauptwerken nordeurop. Sepulkralkunst.
Im räuml. Vorfeld des Schlosses, am Lollfuß, dem Verbindungsweg zur Stadt → Schleswig, und im südl. gelegenen ländl. Vorort Friedrichsberg, entstanden seit dem frühen 17. Jh. eine Reihe von Adelshöfen und Hofbeamtenhäusern. Unter den wenigen erhaltenen Beispielen sind der Günderothsche Hof (heute Städtisches Museum) und das ehem. Görtzsche Palais (heute Schleswig-Holsteinisches Landesarchiv) hervorzuheben. Nach der Vertreibung der Hzg.e 1713 sank → Schleswig zur unbedeutenden Kleinstadt in Randlage des dän. Reiches herab und erhielt erst wieder eine gewisse Bedeutung,als es nach der Einverleibung in Preußen ab 1870 Sitz des Oberpräsidenten und der Provinzialregierung wurde. An der Stelle des von einem prächtigen Garten umgebenen, 1868 durch Brand zerstörten Palais Dernath, kam 1875-78, in unmittelbarer und gewollter Opposition zur barocken Eingangsfassade des Schlosses, der gewaltige Bau des Regierungspräsidiums und heutigen Oberlandesgerichts zur Ausführung.
III.
Die baul. Reste der älteren kgl. Stadtres. (aus der zweiten Hälfte des 12. Jh.s über noch älteren Fundamenten) konnten zw. 1980 und 1984 im Bereich des jetzigen Rathauses archäolog. nachgewiesen werden, dürften indessen aber schon 1234 dem an gleicher Stelle neu gegründeten Franziskanerkl. übergeben worden sein. Diese frühen Steinbauten umfaßten einen viereckigen Turm sowie ein westl. sich anschließendes Saalgeschoßhaus von annähernd 19 m Länge bei 10 m Breite. Ein nördl. Anbau (8 × 10 m) und ein nur in Spuren erkennbares südl.anschließendes Gebäude ergänzten den Komplex, dessen aufgehendes Mauerwerk bereits durchgängig den Backstein verwendete. Seit dem frühen 12. Jh. bestand zusätzl. auf der stadtnahen und durch eine hölzerne Brücke mit dem Schleswiger Ufer der Schlei verbundenen Möveninsel die Jürgensburg. Sie kontrollierte den Hafen, war Zollstelle und diente zeitw. auch als hzgl. Gefängnis.
Die ma. Wasserburg G. (Gottorp minor oder Neu-G.) entstand nach 1161 als Ersatz für die 4 km weiter nördl. auf der Endmoräne gelegene bfl. Großmotte Alt-G. (Gottorp maior), die - vermutl. noch aus der Frühzeit des Bm.s stammend - nach einem Streit zw. Knut Rasson, dem dän. Statthalter (jarl) Kg. Waldemar I., und dem Schleswiger Bf. Esbern (reg. 1145-61) während des sog. »Nordischen Schismas« erobert und zerstört worden war und deren Reste heute nur noch als mächtiges, von Wall und Graben umzogenes Erdwerk im bewaldetenGelände (nahe dem Gut Falkenberg) auszumachen sind. Auch die Bf.e besaßen zusätzl. eine Stadtres., die westl. des Domes zu lokalisieren ist und von der immerhin einige spätma. Bauteile erhalten geblieben sind.
Erich Abelson, der erste auf (Neu-)G. residierende Hzg. († 1272), begann die vermutl. noch relativ bescheidene Anlage aus bfl. Zeit festungsmäßig auszubauen. Sein Sohn Waldemar IV. († 1312) und sein Enkel Erich II. († 1325) erweiterten sie. In der Zeit der Schauenburger Gf.en (1326-1459) widerstand die Burg mehrfach dän. Belagerungen, so unter Kg.in Margarethe und unter Erich von Pommern, der zw. 1415 und 1426 wiederholt mit seinen Truppen → Schleswig bedrohte. Seit 1459/ 60 in Händen Christians I. (1425-81), wurde unter seinem jüngeren Sohn Friedrich (1471- 1533, reg. ab 1490),der nach einem Schadenfeuer 1492 mit umfangr. Wiederherstellungsarbeiten begann, aus der wehrhaften Burg des MA schrittweise eine frühneuzeitl. Fürstenres. Friedrich konzentrierte seine Baumaßnahmen zunächst auf den Südflügel mit der Burgstube (Gotische Halle) und dem darüber liegenden großen Tanzsaal, nach seiner Erhebung zum dän. Kg. 1524 dann v. a. auf den repräsentativen Westflügel der bis zu diesem Augenblick noch aus einem uneinheitl. gewachsenen Gebäudebestand unterschiedl. Größe, Funktion und Zeitstellung bestehenden Randhausburg. Ältere hoch- und spätma. Bauteile, zu denen wohl -zumindest im Kern - der mehrfach überformte mächtige Wohnturm neben dem auch damals schon nach S weisenden Burgtor gehörte, aber auch einzelne Abschnitte der heutigen Süd-, Ost- und Nordflügel einschließl. der hohen Wehrmauer, an die sich sämtl. Häuser anlehnten, lassen sich - mit Ausnahme der gut erhaltenen Gotischen Halle im Erdgeschoß des Südflügels - nur mehr aus den wenigen Ansichten des späten 16. und des 17. Jh.s sowie aus neueren Untersuchungen der Bauforschung und Archäologie erschließen. Sichere Befunde liegen inzw. v. a. für den nordöstl. Eckbereich des ehemaligen Burghofes vor. Sokonnte ein in den Nordflügel des späteren 16. Jh.s integrierter kleiner gewölbter Raum, der sich als einziger hochma. Bauteil vollständig erhalten hat und im 17. Jh. das gemeinschaftl. Archiv der Hzm.er enthielt, in das letzte Viertel des 13. Jh.s dat. werden, während bei Ausgrabungen in dem östl. anschließenden, nicht unterkellerten Erdgeschoßraum sogar ein Fußbodenbelag und eine Warmluftheizung aus der Bischofszeit (vor 1268) zutage traten.
Deutl. zuverlässiger ist unser Bild vom Aussehen des Schlosses zum Zeitpunkt des Regierungsantrittes von Friedrichs jüngerem Sohn Adolf (1526-84), der nach der zweiten Landesteilung 1544 zum Begründer der Linie Holstein-G. wurde und den bis dato sehr heterogenen hzgl. Stammsitz schrittweise zu einer zeitgemäßen Vierflügelanlage vereinheitlichte, starke Festungswälle und Bastionen rings um das Schloß aufschütten ließ (ab 1842 geschleift) und am südl. Ufer des Burgsees mit der Anlage eines ersten Schloßgartens begann.
Den Innenhof prägte um die Mitte des 16. Jh.s das in den 1530/40er Jahren errichtete sog. »Neue Haus«, wie der Westflügel in den Quellen gen. wird. Dabei handelte es sich um einen im Kern rechteckigen Baukörper, der erstmals die alte Ringmauer durchbrach, über sie nach W hinausgriff und mit seiner beträchtl. Tiefe und regelmäßigen Raumaufteilung in der Art von Appartements neue Maßstäbe setzte. Mit ihren drei Vollgeschossen, dem weit vortretenden polygonalen Standerker (1985-87 unter Verwendung originaler Teile rekonstruiert) und den zwei hohen Giebeln war seine Hoffassade dominierenderBlickfang, dies um so mehr, als auf ihr ein innovatives Dekorationssystem Anwendung fand, das mit seiner klaren, fast symmetr. Gliederung in Achsen und Geschosse, Wandabschnitte und Fensteröffnungen in Nordeuropa bis dahin nicht seinesgleichen hatte.
Die vier großen Räume, die den Westflügel in ganzer Tiefe durchstreichen, waren sämtl. mit Kaminen ausgestattet. Von den beiden mittleren Räumen aus konnte durch je eine Tür der zentrale Standerker betreten werden, dessen Kabinette ebenfalls heizbar waren und dank der ringsum angeordneten Fenster zugl. ungewöhnl. hell und transparent (daher wohl der Name »Laterne«) erschienen sein müssen. Sie eröffneten darüber hinaus einen panoramaartigen Ausblick in den Innenhof, der fortan nicht mehr nur als Freifläche sondern als Kernbereich künstler. Gestaltung und zeremonieller Nutzungverstanden wurde. Die aus importiertem Sandstein gearbeiteten Schmuckglieder der gerüsthaften Architektur dieses spektakulären Bauteils waren die stilist. fortschrittlichsten Elemente der gesamte Fassade; mit ihnen fand die Frührenaissance niederländ. Prägung Eingang in die Hzm.er. Das auf einer Vielzahl von Relieftafeln hier und an anderer Stelle der Hoffassade einst ausgebreitete ikonograph. Skulpturenprogramm, dessen Einzelheiten nur aus späteren Schriftquellen und wenigen, teilw. deplaziert erhaltenen Fragmenten bekannt sind, verband bibl.-hist. Inhalte mit allegor. Darstellungen undverstand sich im Sinne eines Fürstenspiegels (Norn 1986), viell. auch als polit. Manifest (de Cuveland 1988).
War die Fassade Friedrichs I. eine Bilderwand von stark dekorativem Charakter, zumal in ihrer ehem. farbig gefaßten Erscheinung, so wurde die nach einem Schadenfeuer unter Hzg. Adolf ab 1565 neu errichtete gegenüber liegende Hofansicht des G.er Ostflügels, der neben der Rentekammer (Erdgeschoß) insbes. die fsl. Wohngemächer (erstes Obergeschoß: Hzg., zweites Obergeschoß: Hzg.in) aufnahm, einst von großen Arkadenöffnungen in drei Geschossen übereinander beherrscht. Im Vergleich wird rasch deutl., wie sehr sich der Charakter der Architektur mittlerweile verändert hat: nicht nur das einzelneornamentale Detail, sondern auch die baul. Struktur insgesamt. Die hier zugrunde liegende Konzeption einer mehrgeschossigen, weit aufgebrochenen Bogenwand erinnert unverkennbar an die Arkadenhöfe der über zentraleuropä. Beispiele vermittelten italien. Renaissance, wobei das ab 1558 ebenfalls nach einem Brand wieder aufgebaute → Güstrower Schloß und sein Baumeister, Franz Parr, eine entscheidende Rolle gespielt haben könnten. Enge dynast. Verbindungen bestanden ohnehin seit 1556 durch die Ehe von Hzg. Adolfs älterer Schwester Elisabeth mit Hzg. Ulrich von Mecklenburg-Güstrow, demBauherrn des dortigen Schlosses.
Schon an den nach dem Brand von 1565 ebenfalls erneuerten Schaugiebeln des Ostflügels, konsequenter aber noch an der langen Reihe der Zwerchhäuser des nur wenig später unter der Leitung des in hzgl. Diensten stehenden niederländ. Baumeisters Herkules Oberberg begonnenen, jedoch erst gegen 1590 vollendeten Nordflügels, mit dem die beachtl., aber unregelmäßige Vierflügelanlage ihre Komplettierung erfuhr, wurde das Vokabular der klass. Säulenordnungen auf Schloß G. eingeführt. Bes. hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang das Sandsteinportal der Schloßkapelle, das in der Art einesTabulariummotives den Rundbogen einer Pfeilerarkade mit einer strengen dor. Halbsäulenkolonnade verknüpft und darüber in einer ion. Aufsatzädikula die Wappen Hzg. Adolfs und seiner Gemahlin Christine von Hessen enthält.
Die durch zwei Geschosse des Nordflügels reichende Kapelle ist noch heute der am besten erhaltene Raum aus der Zeit, da auf Schloß G. der regierende Hzg. von Schleswig-Holstein Hof hielt. Ihre Ausstattung führt - wie in → Celle oder → Schwerin - auf ebenso eindringl. wie repräsentative Weise das für norddeutsche Fürstenres.en typ. Bildprogramm und Raumkonzept eines frühneuzeitl. Kirchenraumes luth. Prägung vor Augen. Blickfang und Mittelpunkt ist der »Herzögliche Betstuhl«, eine prächtige Herrscherloge in Form eines vollständig mit verschiedenartigen,naturfarbenen Edelhölzern ausgekleideten heizbaren Kabinettes. Ab 1609 im Auftrage Hzg. Johann Adolfs (reg. 1587-1616) von dem G.er Hoftischler Andreas Salgen und seinen Gesellen unmittelbar über dem Altar am Nordende der Kapelle nachträgl. eingebaut, beherrscht der »Betstuhl« mit seiner wappengeschmückten Schaufassade den Kirchenraum und übertrumpft mit seinem Prunk sowohl die Prinzipalausstattungsstücke Altar und Kanzel als auch die bereits 1590-92 von Heinrich Kremberg aus Flensburg nach Sonderburger Vorbild geschaffene und von gut proportionierten ion. Säulen getragene Empore, diezuvor der hzgl. Familie sowie den ranghohen Mitgliedern des Hofes vorbehalten war, während alle anderen Personen zu ebener Erde Platz nahmen. Die Emporenbrüstung schmückt ein Zyklus mit insgesamt 26 Darstellungen aus dem Leben Christi, den der aus den Niederlanden eingewanderte Maler Marten van Achten nach Stichvorlagen und mit kommentierenden Legenden im Wortlaut der Lutherbibel ausführte und der zu den frühesten und qualitätvollsten Beispielen eines großangelegten evangel. Bildprogrammes in Schleswig-Holstein zählt. Zwei bes. Beicht- und Kommunionstühle standen dem Herzogspaar - ähnl.wie in → Celle - links und rechts des Altars im Erdgeschoß der Kapelle zur Verfügung, wohin eine hölzerne Wendeltreppe von der Empore aus führte.
Unmittelbar östl. neben der Schloßkapelle erstreckt sich der um 1600 vollendete Hirschsaal, der ehem. Fest- und Bankettsaal. Er durchmißt ebenfalls die ganze Gebäudetiefe des ansonsten - durch die auch an dieser Stelle überbaute ma. Wehrmauer - in zwei parallele Raumfolgen unterteilten Nordflügels. Seine flachen Kreuzrippengewölbe entsprechen strukturell denen der anderen Paraderäume des ersten Obergeschosses, sind aber hier von schwarzgrundiger Schweifwerkmalerei, die Bildfelder mit mytholog. Szenen umfaßt, vollständig überzogen. An den Wänden erscheinen inmitten einer farbig angelegtenLandschaftsschilderung (weitgehend 1927-31 erneuert) halbrund aus Stuck modellierte Hirsche in Lebensgröße, wie sie als Träger von Jagdtrophäen im N bereits eine Generation zuvor etwa im Schloß zu → Güstrow anzutreffen waren. Zur Hofseite hin existierte ein großer Musikantenerker.
Im 17. Jh. erlebte die G.er Herzogsres. ihren polit. und kulturellen Höhepunkt. Friedrich III. (reg. 1616-59) veränderte erneut den gewachsenen Raumorganismus des Schlosses, indem er sich im Südwestteil der Anlage einen abgeschlossenen privaten Bereich einrichtete, zu dem eine in der umfunktionierten Gotischen Halle aufgestellte Bibliothek nebst Kunst- und Wunderkammer, aber auch eine Kunstdrechslerei, eine Uhrmacherwerkstatt und ein chem. Laboratorium zur Durchführung alchimist. Experimente gehörten. Der Nordflügel blieb hingegen den Staatsräumen für hochrangige Gäste vorbehalten, die nunauch westl. der Kapelle zw. 1630 und 1650 eine reiche Auszierung erfuhren, im ersten Obergeschoß mit verschiedenartigen Stukkaturen, im zweiten Obergeschoß mit reich bemalten Holzbalkendecken, auf denen nicht zuletzt auch - neben portraitähnl. zeitgenöss. Personendarstellungen - Figuren in oriental. Gewändern auftreten, die möglicherw. als Reflex auf die unter Teilnahme des Hofbibliothekars Adam Olearius 1635 durchgeführte »Persianische Reise« zu verstehen sind.
Hinter den hohen Festungswällen umgaben zahlr. Nebengebäude das Schloß auf der Insel: Westl. (an der Stelle der heutigen Nydamhalle) lag der Reitstall, daneben das Haus des Wagenmeisters und des Dachdeckers, auf der nordwestl. Bastion ein Tierzwinger, in dem Bären gehalten wurden. Südl. vor den Fenstern der Gotischen Halle erstreckte sich - von hohen Mauern umschlossen - der Turnierplatz mit der Stechbahn, an ihrer westl. Stirnseite entstand 1614-16 das erste Ballhaus, während östl. das langgestreckte Kavalliergebäude, das mit dem Torhaus in Verbindung stand, die Grenze zum Wirtschaftshofmarkierte. Ein großer Marstall und das Reit- und Wagenhaus, das Brauhaus und der Kornboden, aber auch das Zeughaus mit Rüstkammer und die hzgl. Münze befanden sich hier. Weitere Pertinenzen dienten der Versorgung des Hofes mit Nahrungsmitteln und Baumaterialien. Zu ihnen gehörten u. a. der Ziegelhof, der Fischerhof, der Jägerhof, der Meierhof mit Viehställen und einem Backhaus sowie die Kornmühle. Sie alle erstreckten sich auf die nähere und weitere Umgebung des Schlosses und sind heute aus dem Ortsbild völlig verschwunden.
Überregionale Bedeutung erlangte G. im 17. Jh. durch die Anlage eines neuen Gartens, des sog. Neuwerks, das ab 1637 in mehreren Ausbauphasen nördl. des Burgsees entstand, jedoch seit dem Ende der Residenzzeit (1713) zusehends verfiel und heute nur noch in seinen Umrissen erkennbar ist. Größte Sehenswürdigkeit dieser nach formellen Gestaltungsprinzipien angelegten hochbarocken Gartenschöpfung war die am unteren Ende einer von Kaskaden begleiteten Terrassenachse errichtete »Friedrichsburg« (1650-57 erbaut), ein mehrgeschossiges, von Belvedere-Plattformen bekröntes Lusthaus, in dem derG.er Riesenglobus (heute in Sankt Petersburg, Lomonossow-Museum) mit Hilfe eines komplizierten Räderwerks durch Wasserkraft in Bewegung gesetzt werden konnte und imstande war, die Erdrotation anschaul. vor Augen zu führen. Die begehbare Kugel simulierte auf ihrer von Kerzenschein beleuchteten Innenschale zugl. ein Abbild des Sternenhimmels. Vor dem sog. Globushaus erhob sich inmitten eines großen Wasserbeckens der vor kurzem aus wieder entdeckten Fragmenten rekonstruierte monumentale G.er Herkules im Kampf mit der Lernäischen Schlange, eine bewegte Figurengruppe, als vielstrahligeFontaine. Östl. neben dieser großen und bedeutenden Gartenanlage, zu der auf der Höhe des ansteigenden Geländes noch ein zweites Lusthaus, die Amalienburg (erbaut 1672), gehörte, hat sich ein kleiner Bereich in Gestalt der unter Hzg. Christian Albrecht (reg. 1659-94) erfolgten Erweiterung mit der spätbarocken Wassertreppe von 1692-95 (ausführender Bildhauer Theodor Allers aus → Kiel, wohl nach einem Entwurf Nicodemus Tessins d. J.) vor dem als Wandbrunnen gebildeten korinth. Antentempel aus klassizist. Zeit erhalten.
Das noch 1698 unter Hzg. Friedrich IV. (reg. 1694-1702) - wohl nach Plänen des aus Sachsen stammenden Bildhauer-Architekten Johann Heinrich Böhme d. J. und unter der techn. Bauleitung von Zacharias Wolff und Domenico Pelli - begonnene gewaltige Neubauprojekt, dem der gesamte Süd- und Teile des Ostflügels zum Opfer fielen, blieb unvollendet. Nur die den Eingang beherrschende axialsymmetr. Schaufront mit ihren 27 Achsen Länge konnte bis 1705 fertiggestellt werden. In ihrer nüchternen architekton. Formensprache deutl. beeinflußt von den etwas älteren albertin. Schlössern Weißenfels und→ Zeitz, wird sie - wie jene - von einem laternenbekrönten mittigen Turmaufsatz und dem von Allers entworfenen kolossalen Doppelsäulenportal geprägt, die seither das Erscheinungsbild von Schloß G. auf unübersehbare Weise bestimmen.
Quellen
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Literatur
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