Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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BRESLAU C.7. (Wrocław)

I.

Vratsao, Vratislavia, Wrotizla, Wretslaw, Presslaw, Bresslau, Wrocław war einer der Hauptsitze des Piastenreiches (sedes regni principales) und wurde seit der Dreiteilung Polens 1138 ständiger Mittelpunkt des ducatus Slesiae. Der am Oderstrom inmitten des Landes gelegene schles. Hauptort war Stützpunkt eines vom poln. Herrscher eingesetzten Statthalters und dessen Aufenthaltsort für Regierungsgeschäfte und Urkundenausstellung. Der ducatus Wratislaviensis (1202) wurde ab1335 als böhm. Lehen immediates Erbfsm. Nachdem Heinrich VI. sein Hzm. bei Nutzung zeit des eigenen Lebens an → Böhmen überschrieben hatte, verlor der älteste Piastensitz Schlesiens als erster den Charakter einer fsl. Res. Neben zwei breslau. Burganlagen gab es weitere an altpoln. Marktorten des Territoriums. Im NW der Gründungsstadt Neumarkt befand sich seit 1253 eine Herzogsburg mit Bergfried, dessen Bgf. ab 1269 belegt ist. Ausgangspunkt der Namslauer Talburg war ein hzgl. Wirtschaftshof, der zur Burg ausgebaut wurde und auf den die deutschrechtl. Stadt Namslau seit 1270ausgerichtet war.

II.

An einer wg. seiner festen Ufer zur Inselbildung bes. günstigen Übergangsstelle der Oder errichtete der přemyslid. Hzg. Wratislaw I. um 920 eine Burg, die gegen 990 in der Hand eines comes provinciae war, der den poln. Hzg. vertrat. Das früheste B. auf den Flußinseln war zugl. Baugrund der Hzg.e wie der Kirchenfs.en. Seit 1000/50 bestand Rivalität zw. dieser älteren Burg auf der Dominsel (Ostrów Tumski) und einer slaw. Vorgängersiedlung neben der sichersten Furt inmitten der den Urstrom speisenden Flüsse Weistritz, Lohe, Weide undOhle. Über die Niederlassung der Piasten hinaus reichte der Siedlungskomplex in eine Anzahl dörfl. Siedlungen zw. Sandinsel und Elbing hinein. Die Dominsel war seit Bf. Walter von Malonne (1146-69) unstrittig Bistumssitz und seit 1227 Archidiakonat mit zugehöriger Vorstadt.

Neben der insularen Herzogsburg entstand eine zweite hzgl. Burg auf dem linken Oderufer. Die Hzg.e ließen sich parallel zur rechten Uferseite nieder und auch die Neuplanung einer städt. Siedlung reichte auf die andere Flußseite hinüber. Bei der Neuanlage der Stadt um 1241 und aufkommendem Markt- und Handelsverkehr wurde der Fürstensitz im Anschluß an die Bürgersiedlung ans gegenüberliegende Oderufer verlegt. Die Einbindung der zweiten hzgl. Res. in die Stadt war angestrebt, wobei die Außenmauern der Burg den strateg. bes. wichtigen Teil der Stadtbefestigung bildeten, der Burgbereich aberdurch einen Graben zur Stadtsiedlung hin begrenzt wurde. Längs der neuen Herzogsburg gab es flußseitig keine Landeplätze, Lagerhäuser oder Gebäudefronten.

B.s Geräumigkeit bemerkte Enea Silvio Piccolomini 1457/58: urbs latericia ac non minus decora quam potens. Ihre spätma. Fläche übertraf diejenige → Prags oder → Wiens und war neunmal so groß wie → Neisse, zehnmal wie → Liegnitz und sechzehnmal wie → Oppeln. Innerhalb der Wallbefestigung fanden sich 27 Kirchen, elf Kl. und drei Kapitel. Etwa 10 000 Einw. werden für das Jahr 1335 geschätzt, 20 000 für 1500 und 30 000 für 1620. Für die drei Weichbilde B., Neumarkt und Namslau wurde von 1213 bis 1235ein stadtrechtl. Oberhof gegr. und 1261 Magdeburger Recht verliehen. Der bedeutendste schles. Umschlagsort und Stapelplatz war zw. 1387 und 1474 Mitglied der Deutschen Hanse. Die Landständigkeit schloß das Recht ein, eigene Münzen zu prägen, nach Magdeburger Schöffensprüchen Rechtsätze zu erlassen oder in Willküren zusammenzufassen sowie bewaffnete Neutralität (ius praesidii) einzunehmen.

Der letzte kinderlose Piastenhzg. Heinrich VI. schloß mit Kg. Johann I. von Luxemburg einen Erbvertrag und verzichtete auf die Landessteuer an Haupthandelsplätzen. Als die einengende fsl. Herrschaft wegfiel, entfaltete sich die Bürgergemeinde frei zu überregionaler Größe, gab aber den überragenden Hauptstadtstatus nicht auf. Die zweite Stadt in der Ländergruppe der Wenzelskrone wuchs landauf und landab zur Haupttriebkraft heran. Ks. → Karl IV. vertraute dem Rat 1361 die Landeshauptmannschaft über das Fsm. an, womit das Stadtregiment zum schles. Landstand und zur regionalenObrigkeit für Adel und Klerus im Zentralbereich hüben wie drüben der Oder wurde. Sitz und Stimme auf dem gesamtschles. Fürstentag wurden erst im Prager Frieden 1635 gegen Zusicherung des Religionsschutzes wieder eingezogen.

III.

Die ältere Res. im NW der Dominsel übernahm die Schutzlage der alten Kastellaneiburg vom 10. Jh., die von einem Holzerdewall umgeben war. Im 11. Jh. wurde die Anlage erweitert, im 12. der Dombezirk vom anschließenden suburbium abgetrennt. In der Gegend um die St. Martinskapelle herum befand sich eine ausladende Anlage auf Steinfundamenten mit Vorburg, die hinter dem Pfahlzaun insgesamt zwanzig Gebäude innerhalb der Burg mit bis zu 150 Personen Platz bot.

Auf der Dominsel zw. den Oderarmen im Residenzbezirk errichtete Heinrich I. in den 1220er Jahren die ersten Steinbauten, den Palas, ein Rechteck von 10 m Breite und 24 m Länge, mit zwei Obergeschossen, einem Badehaus und einer Küche (Funde eines Backofens weisen darauf hin) sowie einen an der Wallinie auf quadrat. Grdr. errichteten Wehrturm. Der roman. Zentralbau Heinrichs II. wurde von Heinrich IV. um eine Burgkapelle erweitert. Unter Heinrich IV. erfolgte ein Ausbau der Res. im got. Stil durch eine verstärkte Befestigung mit Ziegelmauern und quadrat. Türmen, die an der Nordseiteeinen zweigeschossigen Palas und im SO neue Gebäude erhielten. Im 14. und 15. Jh. erfolgten Umbau- und Neubaumaßnahmen an der Innenseite der Burgbegrenzung mit unv. freistehenden Wehrtürmen.

Die Saalbauten wurden zugunsten des Komplexes verlassen, der sich am Rand der Lokatorenstadt und dem dazwischenliegenden Judenviertel entwickelt hatte. Die Hzg.e aus dem piast. Seitenstrang gaben 1311 die Besitzrechte außerhalb der Burg auf der Dominsel auf; der Bf. beerbte die ältere Brückenstadt zw. den aufgefächerten Nebenarmen und hielt das gesamte Gelände als civitas sacra für seine geistl. Stifte in kirchl. Hand. Über die Oderfurt am Sandstift vorbei lag vor der alten Burg seit 1288 die Heiligkreuzkirche, dahinter St. Aegidius, eine Stiftung des Domdekans Viktorvor 1249. Nachdem auch der Bgf. die Dominsel verlassen hatte, stand diese terra sancta seit 1438 allein unter geistl. Herrschaft.

Die Kayserliche Burck findet sich auf Matthaeus Merians Kupferstichvedute »Wratislauia - Breßlaw«. Die mit drei Türmen bewehrte, fünfeckige Hofanlage besaß im W die Vorburg mit langgestrecktem Wirtschaftsgebäude und im O die Wohnburg mit dem Kaisertrakt → Ferdinands I., Huldigungshalle und Geschäftsräumen der ksl. Kammer sowie Laufgängen aus Holz um unregelmäßige Höfe. Gegenüber den Oderinseln riegelte das Nordtor auf dem linken Oderflügel eine unregelmäßige Gebäudegruppe mit ma. Rundtürmen und Umbauten der Renaissance ab: der Kaisertorturm. Im SWneben dem Haupttor stand ein Rundturm mit Aufsatz und Kugeldach sowie ein kräftiger Bergfried mit vier Eckerkern und Spitzdach. 1659 wurde das Ensemble dem Jesuitenkollegium übergeben.

Anstelle der alten Piastenburg fungierte seit 1359 die Kaiserburg über Jh.e hinweg als fsl. und kgl. Absteige. Die Herrscherburg am linken Oderufer bot sich vorzugsweise zum Aufenthalt an, wenn → Karl IV. die Stadt besuchte. Zudem stellte der baublockgroße Ring samt Kaufhaus, Tuchhallen und Laubengängen mit den z. T. sechsstöckigen Giebelbauten »Zum goldenen Becher« (1438), »Zur goldenen Sonne« (1511), »Zur Goldenen Krone« (1527) und »Zu den Sieben Kurfüsten« (1577) herrscherl. Unterkunft bereit, während bis zur Hohenzollernzeit kaum Adelspalais'erbaut wurden.

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