Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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CIMBURK

A. Cimburk

I.

Der älteste bekannte Vorfahre des späteren Geschlechts der Herren von C. war Ctibor (I.) von Lipník (wird 1237-1249, 1253 (?) erwähnt), der dem mähr. Adel angehörte und sich nach seinem Gut Lipník (bei Třebíč/Trebitsch) schrieb. Sein Sohn (?) Ctibor (II.) von Lipník (gest. vor 1308) wird in den 80er Jahren des 13. Jh.s erwähnt, als er bei Prag gegen die brandenburgischen Heere kämpfte. Ctibor erlangte offenbar Land um Trnávka/Türnau (bei Moravská Třebová/Mährisch Trübau), wo er oder sein Sohn Bernard (I.) die Burg → C. errichtete. Bernard wird erstmals 1308 mit dem Prädikat von C. erwähnt, das seine Nachkommen später verwendeten. Sein Bruder Ctibor (III.), 1308-1316 erwähnt, schrieb sich aber von Lipník und war offenbar der Erbe des ursprgl. Familienguts. Bernard (I.) errang eine bedeutende Stellung am Hof Kg. Johanns von Luxemburg – 1318 wird er im Amt des kgl. Schwertträgers und in dems. Jahr auch als mähr. Unter-Kammerherr erwähnt. Er wurde auch zum Vertrauten des Kg.s und zum Diplomaten, 1324 verhandelte er gemeinsam mit dem Luxemburger Seneschall Arnold von Pittingen mit Heinrich von Kärnten in Sachen politischer Heiraten und eines Bündnisses mit den Luxemburgern. 1328/29 nahm er an Kg. Johanns Zug nach Litauen teil (1323 gemeinsam mit Wilhelm von Egerberg beim Zug nach Preußen vermerkt). Um 1330 tauschte Bernard seinen Besitz Trnávka/Türnau mit der Burg → C. mit den Herren von Lipá und erlangte Besitzungen in Südostmähren – die Herrschaft Střílky mit Burg. Seine erste Frau hieß Sofie (gest. nach 1308), die zweite Sabina von Řečice aus dem Geschlecht der Vítkovcer (Wittigonen) (gest. 1350/51); er hatte drei Söhne: Bernard (II.), Albert (I.), gen. Vranovec, und Johann (I.).

Bernard (II.) (gest. 1357/58) errichtete auf dem Gut Střílky eine neue Familienres., die Burg (Neu-) → C. Auch er erlangte eine bedeutende Stellung am Hof Karl IV. und Ende der 40er/Anfang der 50er Jahre hatte er das Amt des Hofmeisters inne. Albert (I.) Vranovec (gest. nach 1358) erlangte in den 40er Jahren durch Grundpfand das Landherrengut Tovačov/Tobitschau, das sein Sohn Ctibor (IV.) gen. Kačka (gest. 1393), erbte. Der akzeptierte 1358 Tova- čov/Tobitschau als Lehen vom mähr. Mgf.en Johann Heinrich und verkaufte ihm zugl. die Güter Střílky und → C., die er vom kinderlosen Bernard (II.) nach dessen Tod geerbt hatte. Ctibor (IV.) erlangte relativ ausgedehnte Besitzungen, außer Tovačov/Tobitschau waren dies die Güter Drahotuše, Křídlo, Dřevohostice und Stražiště (Stražisko bei Prostějov/Proßnitz). 1385-1392 hatte er das Amt des höchsten Land-Kammerherrn in Brno/Brünn inne und war auch als Diplomat des mähr. Mgf.en Jost tätig. Seine Ehefrau war Margarethe von → Sternberg (gest. vor 1406).

Albert (I.) Vranovec hatte noch drei Söhne, Bernard (III.), Jaroš und Albert (II.). Albert (II.) (gest. nach 1398), auch Aleš gen., besaß das bfl. Lehensgut Sehradice (bei Vizovice) mit Burg und weitere Besitzungen in Südostmähren. Seine Gattin war Agnes von Velhartice und Herštejn; er hatte zwei Söhne, Miroslav (gest. 1463) und Johann (II.) gen. Balšan (gest. vor 1445). Beide gehörten zur katholischen Seite in Mähren, 1424 verpfändete ihnen Kg. Siegmund einen Teil des Landherrenguts Brumov, das sie später ganz als Grundpfand erhielten (Bestandteil des Besitzes waren die Burgen Brumov und Pulčín). Den Besitzanteil und die Besitzungen Johanns (II.) erbte sein Sohn Bernard (V.) (gest. nach 1461), nach dessen Tod Miroslav die Güter Brumov, Slavičín, Bánov, Šumice und Komňa besaß. Der bestimmte, da kinderlos, Johann (IV.) von C. und Jičín aus der zweiten Linie der Herren von C. zu seinem Erben.

Ctibor (IV.) Kačka hinterließ die Söhne Albert (III.) und Bernard (IV.) (gest. vor 1408), die das Gut Tovačov/Tobitschau erbten, Matthäus (gest. 1430), der das Gut Stražiště bei Prostějov/Proßnitz erbte, und den Sohn Předbor. Předbor von C. und Křídlo (gest. nach 1420) erhielt die Güter Křídlo (bei Bystřice pod Hostýnem) und Dřevohostice (bei Přerov/Prerau), das sein Sohn Ctibor (VI.) (gest. 1436) erbte. Der wurde 1434 auch Erbe der ausgedehnten Besitzungen der Herren von Kravař/→ Krawarn– Starý und Nový Jičín/Alt- und Neu-Titschein, Štramberk, Rožnov pod Radhoštěm, Vsetín und das Lehensgut Valašské Meziříčí. Eine bedrükkende finanzielle Situation führte allerdings zum Verkauf einer Reihe dieser Besitzungen. Seinem Sohn Johann (IV.) von C. und Jičín (gest. 1472) gelang es, einen Teil der Besitzungen zurück zu erlangen und er schaffte nach und nach einen verhältnismäßig ausgedehnten Besitzkomplex in Ost- und Südostmähren. Johann (IV.) war ein ausdrücklicher Parteigänger Kg. Georgs von Poděbrady. Seine Frau war die Fs.in Katharina von Opava, mit der er die Tochter Kunka hatte (diese erbte die meisten seiner Besitzungen).

Der Gründer der wichtigsten Familienlinie war Albert (III.) (gest. nach 1412). Er hinterließ zwei Söhne und eine Tochter. Ctibor (V.) (gest. vor 1437) erbte das Gut Drahotuše (bei Přerov/Prerau) und gehörte zu den prägnanten Anhängern der Hussitenpartei in Mähren. Sein Bruder Johann (III.) von C. und Tovačov (gest. 27. 2. 1464) hatte das Gut Tovačov/Tobitschau geerbt. Johann war der hussitischen Lehre zugeneigt und Tovačov/Tobitschau wurde ab 1416 eines ihrer bedeutenden Zentren. Nach der Schlacht bei Vyšehrad (1. 11. 1420), bei der er gefangen genommen wurde, wurde er zum Verbündeten der Prager, er hielt auch enge Verbindungen zu den ostböhm. Hussiten aufrecht. Er wurde zum Kopf der Hussitenpartei in Mittelmähren, nahm an Militäraktionen an der Seite der böhm. Hussiten teil (Schlachten bei Ústí nad Labem/Aussig an der Elbe, 1426, und bei Stříbro/Mies und Tachov/Tachau, 1427). 1426/27 unternahm er einen Feldzug nach Nordostmähren, wo er die Städte Přerov/Prerau, Hranice na Moravě/Mährisch Weißkirchen, Odry/Odrau, → Fulnek und Nový Jičín/Neu-Titschein eroberte. Der Besitz einiger davon (Přerov/Prerau, Hranice/Mährisch Weißkirchen) wurde ihm später bestätigt. Johann wurde ein anerkannter und respektierter Politiker, 1437-1460 hatte er das Amt des mähr. Landeshauptmanns inne (Vertreter des Landesherren in der Mgft. Mähren). Er gehörte zu den Anhängern Georgs von Poděbrady, dessen Verwandte Sofie von Kunštát und Skály (gest. nach 1466) vermutlich 1437 seine Frau wurde. Er hatte zwei Söhne, Ctibor (VII.) und Johann (V.).

Ctibor (VII.) von C. und Tovačov (geb. 1437/38 – gest. 26. Juni 1494) war zu Beginn seiner politischen Laufbahn zweifellos beträchtlich von seinem Vater beeinflußt. Seine Ausbildung erhielt er im Milieu utraquistischer Priester, später wurde er vom Humanismus beeinflußt, obwohl er keine Universitätsbildung hatte. Er heiratete etwa 1458 Elisabeth von Melice (gest. vermutlich 1490) und erheiratete den Besitz Náměšť nad Oslavou mit Burg, wo er bis zur Übernahme des Familienguts Tova- čov/Tobitschau (1464) residierte. Nach dem Tod Johanns (III.) fuhr er mit der eigenen politischen Laufbahn in den Fußstapfen seines Vaters fort und auch er war ähnlich wie sein Vater ein ausdrücklicher Anhänger Kg. Georgs von Poděbrady und verteidigte seine Position im Streit mit dem Papst und den böhm. katholischen Herren. 1466-1469 vertrat er das Amt des höchsten Hofrichters der Mgft. Mähren. Kg. Georg betraute ihn auch mit zahlr. milit. Aufgaben. 1466 führte Ctibor (VII.) einen Feldzug gegen Wrócław/Breslau nach Schlesien, der jedoch auf Schwierigkeiten stieß. Erfolgreicher war er ein Jahr darauf, als er am 11. Juni 1467 in der Schlacht bei Paczków das Heer von Wrócławs Bf.s Jošt von Rožmberk besiegte. Aus dem Jahr 1467 ist ein Briefwechsel zwischen Ctibor (VII.) und dem Bf. von Olomouc/Olmütz, Tas von → Boskovice, in Form von offenen Blättern erhalten, der ein außergewöhnliches Zeugnis des damaligen politischen Denkens darstellt. Bf. Tas war unter dem Einfluß des päpstlichen Banns gegen Kg. Georg zur katholischen Opposition übergelaufen und Ctibor (VII.) kritisierte die Änderung seiner Haltung. Zur gleichen Zeit, offenbar 1467, schloß er auch seinen Aufsatz Hádání Pravdy a Lži o kněžské zboží a panování jich (Erraten der Wahrheit und Lügen über Priestergut und ihre Herrschaft) ab, der nur mittels der gedruckten Version von 1539 erhalten ist. Es handelt sich um ein vielschichtiges allegorisches Werk, dessen Grund-Erzähllinie sich von einem Streit zwischen der personifizierten Wahrheit und der Lüge aus entwickelt. Die erniedrigte Wahrheit beschuldigt die Lüge des Zusammenbruchs der gerechten Weltordnung, denn sie habe die Menschheit in drei Stände eingeteilt. Die Lüge habe diese gerechte Ordnung zerstört. Ctibor (VII.) drückt so seine Überlegungen über die Zusammensetzung der Gesellschaft aus, wobei er die Aufgabe und die gegenseitigen Beziehungen aller drei Stände charakterisiert. Er berührt auch sehr kritisch die Frage der Priesterarmut und ihre Lebensweise. Die Loslösung der Geistlichen und, nach deren Vorbild, auch der übrigen Stände, also des Adels und der Untertanen, von der Wahrheit, sei der Hauptgrund für die von der Wahrheit vorgetragene Klage, die so symbolisch die utraquistische Seite aus kirchlicher und politischer Sicht repräsentiert und verteidigt.

1469 ernannte Georg von Poděbrady Ctibor zum Landeshauptmann von Mähren; dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod inne (1494). Er verfolgte ergeben die Poděbrader Politik, die sich ab 1469 auf eine poln. Kandidatur auf den böhm. Thron zu orientieren begann. Er stand an der Spitze einer Gesandtschaft, die am jagiellonischen Hof in Kraków/Krakau das Angebot der böhm. Krone für den Sohn des poln. Kg.s Kasimir vortrug. Ctibor engagierte sich auch später aktiv in Sachen jagiellonische Kandidatur, als er als Hauptunterhändler der poln. Seite tätig war. Die Wahl Vladislavs II. von Jagiellonien zum böhm. Kg. auf dem Parlament in Kutná Hora/Kuttenberg im Mai 1471 unterstrich dann Ctibors erhebliche Rolle. Gemeinsam mit seinem Bruder Johann (V.) führte er erneut eine Gesandtschaft nach Kraków/Krakau zum neu gewählten Kg. Vladislav mit der Aufforderung, den böhm. Thron zu besteigen. Die politische Karriere Ctibors (VII.) ging so in den Diensten Kg. Vladislavs II. weiter, der ihn im Amt des Landeshauptmanns von Mähren bestätigte und ihn auch mit dem Amt des obersten Kanzlers des Kgr.s Böhmen betraute, in dem er bis zum Vertragsabschluß mit Matthias Corvinus (1479) blieb; dieses zweite Amt bekleidete er jedoch eher titularisch.

Ctibors außergewöhnliche politische Stellung in Mähren und im Rahmen der böhm. Krone wurde auf dem Landtag von Brno/Brünn im März 1475 hervorgehoben, als er für das Amt des Landeshauptmanns vorgeschlagen und nachfolgend auch von beiden Parteien, also der böhm. und der ungarischen, die die beiden konkurrierenden Anwärter auf den böhm. Thron vertraten, bestätigt wurde. Der jahrelange Kampf Vladislavs von Jagiellon und Matthias Corvinus um die Herrschaft über die böhm. Krone wurde 1479 mit dem Abschluß der sog. Olmützer Verträge beendet. Einen großen Anteil am Friedensschluß zwischen den beiden Herrschern hatte gerade Ctibor (VII.), der bereits seit der Mitte der 70er Jahre diplomatische Aktivitäten entfaltet hatte und oft die Rolle eines Vermittlers erfüllte. Obwohl Ctibor in den Diensten von Matthias' Rivalen Georg und Vladislav tätig war, genoß er auch bei Kg. Matthias großes Ansehen und Vertrauen. Als anerkannte Autorität schrieb er im Lauf der 80er Jahre des 15. Jh.s das juristische Buch Tovačovská kniha (Tobitschauer Rechtsbuch), das die Grundlagen des mähr. Landesrechts und des politischen Ständesystems in Mähren erfaßt. In den einzelnen Kapiteln beschreibt er das Landesrecht auf institutioneller Ebene (Landfrieden, Landgericht, Landtag, Landämter). Dieses Rechtsbuch wurde zur Basisquelle des mähr. Landesrechts, und dies bis zum Beginn des 17. Jh.s. Obwohl es nie gedruckt herausgegeben worden war, wurde es in Form zahlr. Abschriften verbreitet. Ctibor (VII.) starb ohne Nachkommen und darum wurde sein Neffe Adam Erbe seiner Besitzungen.

Johann (V.) (Jaroš) von C. und Tovačov (geb. um 1440 – gest. Nov. 1483), der Bruder Ctibors (VII.), erlangte 1468 durch Heirat mit Magdalena von Michalovice (gest. 1469/70) ausgedehnte Besitzungen in Böhmen – die Herrschaften Mladá Boleslav/Jung-Bunzlau, Brandýs nad Labem und Hrubý Rohozec/Großrohosetz. Gemeinsam mit seinem Bruder Ctibor (VII.) besaß er das kgl. Gut Bezděz/Bösig als Grundpfand. Er übte das Amt des Hauptmanns des Distrikts Boleslav/Bunzlau aus, 1475-1479 war er oberster Landesrichter und 1479-1483 oberster Landes-Kammerherr des Kgr.s Böhmen. Er war einer der Hauptrepräsentanten der Utraquistenpartei in Böhmen. Mit seiner zweiten Ehefrau Johanka Krajíř von Krajk (gest. nach 1531) hatte er den Sohn Adam und die Tochter Agnes. Nach seinem Tod wurde sein Bruder Ctibor (VII.) zum Vormund seiner Kinder. Adam (geb. vermutlich 1482 – gest. 3. 12. 1502) nahm sich seiner Besitzungen 1494 an und wurde der Erbe der mähr. Besitzungen Ctibors (VII.). Bald starb er jedoch als letzter männlicher Nachkomme der Hauptlinie der Herren von C.; die Güter Mladá Boleslav/Jung-Bunzlau mit Burg, Brandýs nad Labem mit Burg und die Burg Hrubý Rohozec/Großrohosetz mit der Hälfte der Stadt Turnov/Turnau vermachte er seiner Mutter (das Pfand des Guts Bezděz/Bösig hatte er 1495 abgetreten), ebenso wie seine Besitzungen in Mähren (Johanka von Krajk verkaufte Tova- čov/Tobitschau 1503 an Wilhelm von Pernštejn).

III.

Die Herren von C. verwendeten ein Wappen, in dessen Feldern sich rote und silberne Würfelkantenbalken abwechselten (die Zahl der Balken und die Zahl der Zinnenschatten war nicht festgelegt, auf den erhalten gebliebenen Siegeln sind meist 5-7 Balken). Die Helmzier war in der Regel Adlerflug, bezogen mit den rot-silbernen Balken der Zinnen. In älterer Zeit tauchen in Ausnahmefällen auch andere Helmkleinode auf – Bernard (I.) von C. verwendete Helmkleinode in Gestalt eines Löwen(?)-Kopfs.

Ein Wappen mit Zinnen-Symbol benutzten auch einige weitere, weniger bedeutende Geschlechter aus Mähren und Böhmen, deren Verwandtschaft mit den Herren von C. nicht völlig klar ist. In Mähren handelt es sich um einige mit den C.s in ältester Generation verwandte Familien. Wahrscheinlich handelt es sich um Verwandte Ctibors (II.) von Lipnice, evtl. noch um Nachkommen Ctibors (III.) von Lipnice. Es handelt sich um Familien, die die Prädikate von Heraltice, von Račice, von Volfeřice, von Vojslavice u. a. verwenden.

In Böhmen lebte eine Familien-Nebenlinie (oder Nebenlinien), der außer dem gemeinsamen Wappensymbol auch das Prädikat von C. verwendete (aber nicht konsequent) und ab der zweiten Hälfte des 15. Jh.s dem Herrenstand angehörte. Es handelt sich offenbar um Nachkommen Johanns (I.) von C. Im Gegensatz zu den mähr. C.s gehörten sie in der Regel der katholischen Seite an. Zu den bedeutenden Mitgliedern dieser böhm. Familienlinie gehörte Mikuláš (Nikolaus) Divůček von C. (schrieb sich auch: von Jemniště) (gest. etwa 1423), ursprgl. ein Husanhänger, später ein Parteigänger Kg. Siegmunds, 1419-1420 oberster Münzmeister in Kutná Hora/Kuttenberg. Sein Sohn Bernard von C. (gest. 5. 1. 1471), Besitzer des mähr. Guts Šumperk/Mährisch Schönberg, unterstützte milit. und finanziell erheblich den Deutschen Orden im Baltikum. Eine andere böhm. Linie besaß kleine Güter in Südböhmen und das letzte männliche Mitglied Johann von C. starb 1593.

Quellen

Kniha Tovačovská, hg. von Karel Josef Demuth, Brno 1858. – Truhlář, Josef: Latinský panegyricus Martina z Tišnova o pánech Tovačovských z Cimburka, in: Věstník Královské české společnosti nauk, třída filozoficko-historicko-jazykozpytná (1895 [1896]) S. 3-22.

Goll, Jaroslav: Čechy a Prusy ve středověku, Praha 1896. – Hosák, Ladislav: Moravská větev pánů z Cimburka, in: Vlastivědný věstník moravský 22 (1970) S. 77-79. – Janiš, Dalibor: Mezi Pravdou a Lží. Ctibor Tova- čovský z Cimburka, in: Osobnosti moravských dějin, Bd. 1, hg. von Libor Jan und Zdeněk Drahoš, Brno 2006, S. 163-175. – Morava na prahu nové doby. Sborník příspěvků z konference konané 22.-23. června 1994 u příležitosti 500. výročí úmrtí Ctibora Tovačovského z Cimburka, hg. von František Hýbl, Přerov 1995. – Sedlá- ček, August: Rozletité kapitoly ze starého místopisu a dějin rodův, in: Časopis Matice moravské 16 (1892) S. 219-223. – Slovník naučný, Bd. 2, hg. von František Ladislav Rieger, Praha 1862, S. 122-124. – Válka, Josef: Ctibor Tovačovský z Cimburka, zemský hejtman a zákonodárce, in: Duchem, ne mečem. Fakta – úvahy – souvislosti, hg. von Jarmila Lakosilová, Praha 2003, S. 82-89.