WÖLTINGERODE-WOHLDENBERG
I.
Burgruine 750 m nordwestlich Bilderlahe, Lkr. Hildesheim, Niedersachsen. Historische Namensformen: castrum Woldenstene (1295, 1296, 1330, 1333), Woldensteyne (1349).
II.
Am südlichen Zipfel des Ambergaus auf einem aus dem Kamm des Hebers hervorspringenden Bergkopf nordwestlich Bilderlahe gegenüber dem welfischen Seesen lag der Ausgangspunkt eines erneuten Versuchs der Schaffung eines Herrschaftszentrums durch die Nachkommen Ludolfs IV. 1295/96. Die Höhenburg stand im Gandersheimer Lehensverband und war Mittelpunkt der kleinen Bgft. W. Die Lage ermöglichte die Kontrolle der Heerstraße von Gandersheim über Bilderlahe nach Seesen. Als Kastellan der Burg 1305 wurde ein Ritter Johannes von Dahlum gen. Nach der Zerstörung der Burg → Werder blieb nur noch der W., der zu einem Viertel 1330 durch Gf. Johnnes I. (1267-1331) an den Bf. Otto von Hildesheim (UB HHild., IV, Nr. 1113, S. 600 f.) verkauft wurde. Wieder zurückerworben 1333 (UB HHild., IV, Nr. 1329, S. 720) wurde → Werder 1349 als Lehen vom Reichsstift Gandersheim an den Edelherren Siegfried von Homburg verkauft. Dieser verkaufte sie bereits 1357 an den Hildesheimer Bf. Heinrich III. (1352-1362). Während der Hildesheimer Stiftsfehde (1519-1523) belagerte und verwüstete Hzg. Erich von Calenberg-Göttingen die Burg.
Von der Burg steht heute nur noch eine Ruine. Als Trümmerrest ist noch der Bergfried zu sehen, der als 18 m hoher Turmstumpf auf dem Berggipfel steht. Sichtbar ist auch noch ein 400 m langer und 25 m breiter Wallgraben.