BRONCKHORST (-BATENBURG)
I.
Die Herren von Bron(c)khorst (Brunchorst, Brun[c]khorst) zählten zu den altadeligen Familien der Gft. (seit 1339 Hzm.) Geldern. Ihre gleichnamige Herrschaft lag zwischen Zutphen, Steenderen und der IJssel im geldrischen »Achterhoek« (heute östliche Niederlande, Provinz Gelderland).
II.
Als Stammvater des Geschlechts gilt nach jüngeren Erkenntnissen der 1140 erstmals bezeugte Gijsbert von B. de Radekem. Die Herren von B. gehörten zu den ältesten geldrischen Lehnsleuten. 1196/97 garantierte Wilhelm von B. die Treue seines Lehnsherrn Gf. Otto I. von Geldern gegenüber dem Hzg. von Brabant. Wilhelm von B., vermutlich Sohn des 1176/79 bezeugten Gerhard, wurde durch den geldrischen Gf.en Gerhard IV. (1207-1229) mit Salland belehnt. Zu Beginn des 13. Jh.s übten die Herren von B. zeitweilig gfl. Rechte aus, traten diese aber um 1225 wieder ab. Durch Eheverbindungen konnte die Familie ihren Besitz erweitern. Bedeutsam war dabei v.a. die Vereinigung der Häuser B. und Batenburg, die um 1315 mit der Heirat Wilhelms von B. (gest. 25. Sept. 1328) und Johannas von Batenburg (gest. 28. Nov. 1351), der Erbtochter Dietrichs und Margaretes von Batenburg, vollzogen wurde.
Eine Heirat legte auch den Grundstein für den Erwerb der im Hochstift Münster gelegenen Herrschaft Borculo. Wilhelms Enkel Gijsbert von B. (gest. 1401) heiratete 1360 Henrike von Dodingwerde, die Erbin von Borculo. 1397 trat Henrikes Onkel Godert von Borculo, gen. von Dodingwerde, die Herrschaft an Gijsbert ab. Da dieser keine legitimen Erben hinterließ, ging die Herrschaft Borculo auf seinen gleichnamigen Neffen (gest. 1. Nov. 1409) über, der damit beide Herrschaften, B. und Borculo, in einer Hand vereinte und sich durch den Bf. von Münster mit der Herrschaft belehnen ließ. Durch den Erwerb der Herrschaft Borculo konnten die Herren von B. ihre Stellung im »Achterhoek« beträchtlich ausbauen und verstärken.
Seit Mitte des 14. Jh.s hatte sich somit die Familie B. in zwei Linien geteilt, die sich nach ihren jeweiligen Stammsitzen nannten: die Linie B. bzw. seit 1397 B.-Borculo und die Linie Batenburg. Dietrich von B. (gest. 1407), Enkel Wilhelms von B. und Johannas von Batenburg, hatte die Herrschaft Batenburg 1350 übernommen. 1402 erwarb sein Sohn Gijsbert I. im Erbgang die Herrschaft → Anholt, die von da an rund 250 Jahre im Besitz der Herren von B.-Batenburg bleiben sollte.
Die Anfänge der Herrschaft → Anholt reichen nachweisbar bis ins 13. Jh. zurück. Ausgangspunkt der Herrschaftsbildung war die erstmals 1313 als Huis tot Anholt erwähnte Burg. Erbauer waren die Herren von Zuilen, die 1234 erstmals urkundlich im Zusammenhang mit → Anholt bezeugt sind. Sie verfügten offenbar bereits in der Mitte des 14. Jh.s über herrschaftliche Rechte, die es ihnen ermöglichten, ihre Anholter Gerechtsame weiter auszubauen und zu festigen. Auf welche Weise der Erwerb dieser Rechte erfolgte, ob durch Usurpation oder durch förmliche Verleihung, läßt sich aufgrund der Quellenlage nicht mit Sicherheit feststellen. Es ist jedoch davon auszugehen, daß der Ausbau des umliegenden Gebietes von der Burg aus erfolgte und im Zuge der zweiten Bauperiode im 14. Jh. die bestehenden Herrschaftsrechte gefestigt wurden. Dafür sprechen das Privileg Ritter Stephans III. von Zuilen (1313-1347) aus dem Jahre 1347, in dem er den Bewohnern Anholts ihre Hofstätten gegen einen Zins zum erblichen Eigentum überließ, und die vom 1. Sept. 1349 datierende Stadtrechtsverleihung unter seinem Sohn Dietrich von Zuilen. Das Stadtrecht belegt, daß die Herren von Zuilen bereits über wichtige landesherrliche Rechte wie hohe und niedere Gerichtsbarkeit, Marktrecht, Geleitrecht und das Besteuerungsrecht verfügten. Ein Münzrecht kommt nicht explizit zur Sprache, die Herren von Zuilen haben jedoch bereits im 14. Jh. Münzen in Nachahmung geldrischer Prägungen geschlagen.
Das Geschlecht derer von Zuilen war ursprgl. im Stift Utrecht ansässig und begütert; es benannte sich nach dem Ort Zuilen an der Vecht (nördlich von Utrecht). Neuere Untersuchungen gehen von einer ministerialischen Herkunft der Familie aus, zeigen jedoch auch, daß sich die Familie aufgrund eigener Herrschaftsausübung sowohl politisch als auch sozial von der übrigen Ritterschaft abhob und bereits sehr früh als adelsgleich betrachtet wurde. Mit Stephan I. (1234-1249) ist erstmals ein Mitglied des Hauses als Herr von → Anholt nachweisbar; in einer Urk. des Elekten Otto III. von Utrecht wird er unter den milites aufgeführt. Bereits 1200/04 erscheint ein Stephanus de Zuilen als Zeuge des Utrechter Bf.s, doch geben die Urk.n keinen eindeutigen Aufschluß darüber, ob jener Stephan mit dem Anholter Namensträger identisch oder verwandt war.
Bereits für die erste Hälfte des 13. Jh.s lassen sich auch engere Beziehungen zu den Gf.en von Kleve belegen; die Herren von → Anholt werden dabei eindeutig dem Adel zugerechnet. Stephan von Zuilen fungiert 1242, 1244 und 1247 in Urk.n Dietrichs von Kleve als Zeuge und wird dabei einmal als nobilis, ein anderes Mal als dominus bezeichnet. Zudem setzt der Übergang der Herrschaft → Anholt an die Herren von → Gemen und von B.-Batenburg ein standesgemäßes Konnubium derer von Zuilen mit adeligen Familien zwingend voraus.
Als das Geschlecht mit dem Tod Friedrichs von Zuilen (1373-1380) im Mannesstamm erlosch, wurde der Besitz unter Friedrichs Schwestern Herberga und Alionora aufgeteilt. Während Alionora mit ihrem Gatten Friedrich von Borselen die Herrschaft Zuilen erbte, brachte Herberga die Herrschaft → Anholt in die Ehe mit Hermann von → Gemen ein. Bei den Herren von → Gemen handelte es sich um ein westfälisches Geschlecht, das ebenfalls enge Beziehungen zum Hzg. von Geldern unterhielt. Am 16. Aug. 1380 bestätigte Hermann den Einw.n von → Anholt ihre Rechte.
Nachdem auch Hermann ohne männliche Nachkommen geblieben war, ging die Herrschaft → Anholt 1402 an die Linie der B.-Batenburger über. Zwischen Margarete, der Erbtochter Hermanns und Herbergas, und Gijsbert I. von B.-Batenburg (1402-1432) war am 12. April 1383 ein Ehevertrag geschlossen worden, demzufolge Gijsbert 2500 alte Écus erhalten sollte, wenn aus Hermanns Ehe noch ein Sohn hervorginge. Da dies nicht geschah, trat 1402 der vereinbarte Erbfall ein.
Für die Ausdehnung des Besitzes der B.-Batenburger blieben Eheverbindungen auch weiterhin von grundlegender Bedeutung. Gijsberts I. Nachfolger in → Anholt, Dietrich I. (1429-1451), vermählte sich 1425 mit Johanna, der Tochter Heinrichs III. von Gronsfeld; nach Heinrichs Tod ging dessen Herrschaft ebenfalls auf die Herren von B.-Batenburg über.
Beide Zweige der Familie, sowohl B.-Borculo als auch B.-Batenburg-Anholt, wiesen ein ständisch auf den Adel ausgerichtetes Konnubium auf. Dazu zählten u. a. die geldrischen Gf.en von Bergh und die Bannerherren von Wisch, die aus dem westfälischen Raum stammenden Gf.en von → Bentheim-Steinfurt und die Herren von → Gemen sowie die für den Niederrhein bis zum Ausgang des MAs so bedeutenden Gf.en von → Moers. Darüber hinaus gehörten die klevischen Marschälle von Wylich, die Herren von Alpen und die Ketteler zu den bevorzugten Heiratskreisen im späten MA. Auch wurde das kirchenrechtliche Verbot von Ehen zwischen Verwandten und Verschwägerten bis zum vierten Grad wie üblich umgangen, indem man sich vor der Hochzeit päpstliche Dispense ausstellen ließ, wie die eheliche Verbindung Jakobs I. von B.-Batenburg mit Agnes von → Bentheim-Steinfurt, der Tochter Gijsbertas von B.-Borculo, zeigt.
III.
In ständischer Hinsicht zählten die B.-Batenburger seit ihrem ersten nachweislichen Auftreten zu den freiadeligen Herren und damit zum nichtfs.lichen Hochadel. In den spätma. Quellen treten sie stets innerhalb der Ritterschaft Gelderns bzw. der Quartiere Nimwegen und Zutphen auf, die sich teils aus altem Adel, teils aus ursprgl. ministerialischen, in den Niederadel aufgestiegenen Familien rekrutierte. Vor dem Hintergrund dieser heterogenen Zusammensetzung entwickelte sich seit dem 14./15. Jh. eine weitere Differenzierung. Man begann nun innerhalb des Adels nochmals die Bannerherren (baenrots oder bannerets) innerhalb der Ritterschaft herauszuheben. In Geldern war der Titel bannerheer dem alten Adel vorbehalten und auch erblich mit einer bestimmten Herrschaft verbunden. Zu diesen Herrschaften zählten die vier im Gebiet der alten Gft. Zutphen gelegenen Bannerherrschaften B., Bergh (→ 's-Heerenberg), Baer und Wisch. Die Titulierung als Bannerherr, die in Verbindung mit der Formierung der Stände und den immer häufiger zusammentretenden Ständeversammlungen zunehmend vorkommt, verdeutlicht die soziale Abgrenzung der altadeligen Familien gegenüber den »Aufsteigern« aus den Reihen der Ministerialität. Die exponierte Machtstellung der Bannerherren beruhte auf umfangr. Allodialbesitz, dem Alter der Familien (Anciennität) und der Ausübung von Rechten, die sie nahezu ranggleich mit den Gf.en machten. Durch ihre Bannerherrschaften und die Wahrung ihrer Selbständigkeit hoben sich die B.-Batenburger ebenso wie die Bergh, Baer und Wisch in ihrem Rang von der Ritterschaft deutlich ab. Im Hzm. Geldern spielten die Herren von B.-Batenburg damit eine politisch und milit. herausragende Rolle. Gleichzeitig beanspruchten sie jedoch auch eine Sonderstellung gegenüber dem geldrischen Herrschaftsverband, da sie als Bannerherren über ein eigenständiges Herrschaftsgebiet innerhalb des hzgl. Territoriums verfügten. Es wäre daher verfehlt, aufgrund ihrer Teilnahme an Quartier- und Landtagen auf eine Landsässigkeit zu schließen, da sie bei solchen Gelegenheiten nicht nur ihre Anliegen gegenüber dem fsl. Landesherrn formulierten, sondern auch deutlich ihr bes. Standesbewußtsein artikulierten. Mit ihrer Stellung im sog. Rat der Sechzehn, der 1423 dem noch minderjährigen Hzg. Arnold und seinem Vater Johann von → Egmond als Regenten zur Seite gestellt wurde, kontrollierten sie sogar zeitw. die landesherrliche Politik.
Nicht zuletzt waren die B.-Batenburger aufgrund ihrer Finanzkraft am geldrischen Hofe geschätzt. Der Sohn Dietrichs I., Gijsbert I. (1429-1451), hatte als hzgl. Rat und Kreditgeber eine einflußreiche Stellung inne. Gegen ein Darlehen von 3000 Arnheimer Gulden ernannte ihn Hzg. Arnold von Geldern 1427 zum Bgf.en und Amtmann zu Middeler. 1437 wurde Gijsbert, wiederum durch Hzg. Arnold, zum Amtmann zwischen Maas und Waal berufen, diesmal gegen einen Kredit von 9600 rheinischen Gulden.
Während für B. eine Reichslehnbarkeit nicht dokumentiert ist, erfolgte die erste nachweisbare Belehnung Batenburgs durch Ks. und Reich zu einer Zeit, in der sich auch der Gf. von Geldern um Reichslehnbarkeit bemühte. Wilhelm von B., der Batenburg durch Heirat erworben hatte, ließ sich 1317 durch Friedrich den Schönen belehnen; am 27. Juni 1349 erfolgte die Belehnung seiner Wwe. Johanna durch Karl IV. Für die Herrschaft → Anholt ist keine Reichslehnbarkeit nachweisbar, solange sie sich im Besitz der Herren von Zuilen befand. Erst 1431 wurde Dietrich I. von B.-Batenburg durch Sigmund mit den Herrschaften Batenburg und → Anholt belehnt. Im Juni 1442 erneuerte Friedrich III. das Lehnsverhältnis, und am 15. April 1486 empfing Dietrichs Sohn, Jakob I. von B.-Batenburg (1473-1516), Batenburg und → Anholt als Reichslehen aus den Händen Maximilians I.
Bereits 1431 erscheinen die Herren von Batenburg neben denen von Buren, B., Wisch, Culemborg und von der Lecke in einem Reichsanschlag, in dem die zur Hilfe gegen die Hussiten verpflichteten Herrschaftsträger und die jeweils zu stellenden Truppen festgehalten wurden. Mit Ausnahme des Batenburgers war keiner der aufgeführten Herren unmittelbar von Ks. und Reich belehnt. Die Reichsunmittelbarkeit spielte seit der ersten Hälfte des 15. Jh.s im Kontext der Umbildung des Reiches in einen Lasten- und Pflichtenverband eine immer größere Rolle. Damit verbunden war das Recht, den im Laufe des 15. Jh.s unter dem Eindruck äußerer Bedrohungen (Hussiten, Türken, Burgunder, Ungarn, Franzosen) entstandenen, ständisch-korporativ organisierten Reichstag zu besuchen.
Seit der Mitte des 15. Jh.s war → Anholt mehrfach in milit. Auseinandersetzungen verwickelt; bes. schwerwiegend waren die Auswirkungen der Geldrischen Fehde (1492-1537). Jakob I. von B.-Batenburg hatte sich auf die Seite Maximilians I. gestellt und kämpfte als Verbündeter Hzg. Johanns II. von Kleve gegen den geldrischen Hzg. Karl von → Egmond. 1512 konnte Karl Stadt und Burg → Anholt einnehmen und sich fast drei Jahrzehnte lang in ihrem Besitz behaupten. Dem Sohn Jakobs, Gijsbert III. von B.-Batenburg (gest. 1525), gelang es trotz anhaltender Bemühungen nicht, die Burg zurückzugewinnen. Erst nach Beilegung der Fehde (1537) erhielt Gijsberts Vetter, Dietrich II. von B.-Batenburg, die Herrschaft → Anholt zurück, mußte aber zunächst die Lehnshoheit Gelderns anerkennen, bis Ks. Karl V. i.J. 1540 die Reichsunmittelbarkeit wiederherstellte.
Als Lohn für ihre vielfach bewährte Reichstreue wurde den Anholtern später eine Standeserhöhung zuteil: 1621 wurden Dietrich IV. (1578-1649) und sein jüngerer Bruder Johann Jakob (um 1580-1630) wg. bes. Verdienste in den Gf.enstand erhoben, nachdem Maximilian I. bereits 1498 die von Dietrich I. von B.-Batenburg erworbene Herrschaft Gronsfeld-Rimburg zur Baronie erklärt hatte. Eine ganz bes. Auszeichnung erhielt während des Dreißigjährigen Krieges der gefeierte Feldherr Johann Jakob von B.-Batenburg (gest. 1630). Für seine im Reichsdienst erworbenen Verdienste wurde er 1621 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Dietrich IV. in den Gf.enstand erhoben, und 1625 wurde er sogar Mitglied des Ordens vom Goldenen Vlies. Erst die Übertragung der Herrschaft → Anholt auf Fs. Leopold Philipp Karl zu → Salm (1619-1663), den Gatten der Erbtochter Dietrichs IV., beendete 1647/49 die nahezu 250jährige Herrschaft der B.-Batenburger in → Anholt.
Quellen
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