[HATZFELDT-]WILDENBURG
I.
Namengebend für die Familie von W. sowie das zwischen Siegerland, Bergischem Land und Westerwald gelegene W.er Land (Lkr. Altenkirchen, Rheinland-Pfalz) ist die Mitte des 13. Jh.s als Höhenburg angelegte W. Erster Träger des Namens und vermutlich auch Gründer der W. ist der in den Kölner Schreinsbüchern in den Jahren 1235 und 1239 bezeugte Gerhard von W. (gest. 1283), der neben seinen Gütern im mittleren Siegtal, im Siegerland und im Westerwald auch über Immobilienbesitz in der Stadt Köln verfügte. 1250 überläßt Ebf. Konrad von Hochstaden dem Kölner Bgf.en Heinrich von → Arenberg und dem Edelherrn Gerhard von W. die in den Herrschaften Rosbach (Rhein-Sieg-Kr., Nordrhein-Westfalen) und [Alten-]Wied (Lkr. Neuwied, Rheinland-Pfalz) ansässigen Ministerialen, die ihre Vorfahren bereits gemeinsam mit der Gf.in Mechthild von → Sayn besessen haben. Im Zuge einer in den 1230er Jahren erfolgten Erbteilung spalteten sich die Herren von W. von den ursprgl. aus der Nordeifel stammenden und seit 1200 am Mittellauf der Sieg begüterten Herren von → Arenberg ab. Genealogische Verbindungen der im nördlichen Westerwald ansässigen Herren von W. zu den gleichnamigen, aus dem Hause Reifferscheid hervorgegangenen Edelherren von W. in der nordwestlichen Eifel, sind nicht nachweisbar. Chronikalische Quellen zur Geschichte des Hauses W. fehlen.
Das Erbe der 1418 im Mannesstamm erloschenen Herren von W. traten die Edelherren von H. (Schreibweise bis zur Mitte des 16. Jh.s H.) an, als deren erste Vertreter Folpertus de Hepisfelt und sein nicht namentlich gen. Bruder 1138/39 in einer von der Kanzlei des Kölner Ebf.s Arnold I. von Wied (reg. 1137-1151) für die Benediktinerabtei Siegburg ausgestellten Urk. erstmals als Gefolgsleute der Lgf.en von Thüringen bezeugt werden. Die Edelherren von H. waren im oberen Edertal beheimatet. Ihre 1282 erstmals in den Schriftquellen erwähnte Stammburg H. (Lkr. → Waldeck-Frankenberg, Hessen), trugen sie 1307 den Lgf.en von Hessen zu Lehen auf. Nachweislich falsch sind die in Humbrachts Stammtafelwerk von 1707 und in Johann Heinrich Zedlers großem Universal-Lexikon 1735 gemachten Angaben zu Reichhard von H. als Stammvater des Geschlechts. Er wird auf der Vorderseite von Blatt XVI des 1566 in Frankfurt am Main erschienenen Turnierbuchs des Johann Rüxner als Teilnehmer eines Turniers in Merseburg aufgeführt. In den Zeugenreihen zahlr. ebfl. mainzischer Urk.n werden die Herren von H. neben den Gf.en von Wittgenstein, Ziegenhain, Bilstein, → Waldeck und den Edelherren von Itter als nobiles domini de H. und viri nobiles dicti bezeichnet.
Als Stifter der Linie H.-W. ist Johann (gest. 1407) anzusprechen, der sich 1387 mit Jutta von W. vermählt hatte. Von dessen Söhnen, Johann (1380/1416), Kraft (1414/19) und Gottfried (gest. 1422), urkundete ersterer bereits 1416 als Mitherr zu W. Außerhalb ihrer Stammlande gelang insbes. den im 16. Jh. entstandenen Linien H.-Crottorf (seit 1641 H.-Crottorf-Gleichen), H.-Weisweiler und H.-Werther (seit 1589 H.-Werther-Schönstein) der Erwerb von Herrschaften in Westfalen, im Rheinland, in Franken, Thüringen, Schlesien und Kärnten.
II.
Bei Aufstellung der Reichsmatrikel 1521 befand sich die 1307 den Gf.en von → Sayn zu Lehen aufgetragene, vermutlich seit dem beginnenden 15. Jh. reichsfreie Herrschaft W. bereits seit einhundert Jahren im Besitz Herren von H.-W. 1575 ließen sich Georg von H.-W. (gest. 1593), sein Bruder Ludwig (gest. 1577) sowie ihr Vetter Hermann von H.-Werther-Schönstein (gest. 1600) von Ks. Maximilian II. die ihren Vorfahren angeblich bereits vor mehr als 150 Jahren verbriefte Reichsfreiheit der Herrschaft W. bestätigen.
Die Erwähnung Gerhards von W. (gest. 1283) in lgfl.-hessischen, ebfl.-kölnischen, nassauischen, saynischen und bergischen Urk.n zwischen 1247 und 1276 belegt eindrucksvoll die weit gespannten Aktivitäten des Stammvaters der Herren von W. Mit Heinrich II. (1288/1310) und Heinrich III. (1341/82) stellten die Edelherren von W. zwei Äbte des Reichskl.s Werden an der Ruhr.
Zahlr. Mitglieder der aus dem Haus H.-W. hervorgegangenen Linien haben Kannonikate an den Domkapiteln in Mainz, Speyer, Paderborn, Bamberg und Würzburg innegehabt. Darüber hinaus erlangten einzelne Familienmitglieder führende Positionen im Deutschen Orden und im Johanniterorden. Weibliche Angehörige der verschiedenen Familienzweige, die in den geistlichen Stand eintraten, wurden Nonnen bzw. Stiftsdamen in rheinischen und westfälischen Kl.n und Stiften.
Zu den bedeutendsten Mitgliedern der aus dem Haus H.-W. hervorgegangenen Linie H.-Crottorf-Gleichen zählten Melchior (1593-1658) und Franz (1596-1642). Melchior stieg in ksl. Diensten 1635 zum Feldmarschall auf. Sein Bruder Franz konnte 1631 bzw. 1633 die fränkischen Reichbm.er Würzburg und Bamberg in seiner Hand vereinigen. Er setzte sich 1632-1639 maßgeblich für die Belehnung seiner Brüder Melchior und Hermann (gest. 1673) mit den von den Hochstiften Würzburg und Mainz sowie dem Fsm. Brandenburg-Ansbach zu Lehen gehenden fränkischen Herrschaften (Rosenberg, Haltenbergstetten, Waldmannshofen, Schüpf und der Vogtei Laudenbach) sowie den unter kurmainzischer Oberhoheit stehenden thüringischen Herrschaften (Wandersleben und → Blankenhain) ein. Die thüringische Herrschaft Nieder-Kranichfeld gelangte erst 1668 an die Gf.en von H.-Crottorf-Gleichen.
Der geringe Eigenbesitz der Herren von W., zu dem Burg und Tal W. gehörten, konzentrierte sich im Raum Friesenhagen. Lehen hatten die Herren von W. von den Gf.en von → Sayn, von → Nassau., von Berg, den Erzstiften Trier und Köln sowie den Abteien Werden und Deutz. Die Herren von H., die den W.ern als Erben und Inhaber der Herrschaft W. und des Dorfes Merten folgten, hatten vor 1491 auch über die Hälfte von Burg und Herrschaft H. an der Eder inne, die der hessische Familienzweig 1311 den Lgf.en von Hessen zu Lehen aufgetragen hatte. Ferner verfügten Angehörige des Hauses H.-W. 1432 bis 1479 über die Hälfte der erzstiftisch-mainzischen Burg Mellnau (Kr. Marburg-Biedenkopf), die erstmals bereits 1351 an die Familie von H. verpfändet worden war.
Zu den bereits erwähnten Lehen der Herren von W., kamen im 16. und 17. Jh. infolge des Erwerbs von Herrschaften im Rheinland, Westfalen, Thüringen und Franken Lehen der Erzstifte Mainz und Würzburg, des Stiftes Haug, sowie Lehen des Hzm.s Jülich-Kleve-Berg. Bei der freien Standesherrschaft Trachenberg in Schlesien, die 1641 an die Reichsgf.en von H.-Crottorf-Gleichen gelangte und 1741 zum Fsm. erhoben wurde, handelte es sich um ein Reichslehen.
III.
Im Wappen führten die Herren von W. drei rote Mispelblüten (Rosen) mit grünen Kelchblättern und goldenen Butzen auf silbernem Grund. Das W.er Wappen wurde in das Familienwappen ihrer Erben und Rechtsnachfolger, der Herren (seit 1635 Gf.en) von H. übernommen. Die Herren von H. führten in ihrem Wappen einen schwarzen Maueranker (Wolfseisen) auf goldenem Feld. Das H.sche Wappen bildet einen neben dem saynischen Leoparden einen Bestandteil des Kreiswappens von Altenkirchen.
Abgesehen von der namengebenden W., deren Errichtung in die 1230er Jahre dat., kommen die Herren von W. als Gründer der am Ende des 14. oder zu Beginn des 15. Jh.s entstandenen Burg Merten gegenüber dem gleichnamigen Augustinerinnenkl. (Rhein-Sieg-Kr., Nordrhein-Westfalen) in Betracht. Als hochma. Vorgängeranlage des als Niederungsburg angelegten Adelssitzes Merten ist eine unweit entfernt gelegene Burg des Motte-Typs anzusprechen, die wahrscheinlich von den Herren von → Arenberg erbaut wurde. Bei der im Volksmund als Höferburg bezeichneten hochma. Höhenburg südwestlich von Friesenhagen, handelt es sich wohl ebenfalls um eine Gründung der → Arenberger, die nach dem Bau der Burgen Schönstein und W. aufgegeben wurde.
Unter den Herren von H.-W. wurde die W., die als Ganerbenburg bereits 1341 zwei adelige Haushaltungen beherbergte, im ausgehenden 15. Jh. um- und ausgebaut. Umfangr. bauliche Aktvitäten entfalteten einzelne Mitglieder der verschiedenen Zweige es Hauses H.-W. erst im ausgehenden 16., 17. und 18. Jh. Unter Hermann von H.-Werther-Schönstein (gest. 1600) wurde nicht nur der im Truchsessischen Krieg 1583 zerstörte Adelssitz Wocklum bei Balve (Märkischer Kr., Nordrhein-Westfalen) wiederherstellt, sondern auch 1589-1598 Schloß Schönstein (Lkr. Altenkirchen, Rheinland-Pfalz) zu einer Renaissanceanlage umgestaltet. Umfangr. Bautätigkeit im 17. und 18. Jh. lassen sich ferner an im Besitz der Linie H.-Crottorf-Gleichen befindlichen Schlössern Crottorf (Lkr. Altenkirchen, Rheinland-Pfalz), Haltenbergstetten und Waldmannshofen (beide Main-Tauber-Kr., Baden-Württemberg), → Blankenhain, Nieder-Kranichfeld (beide Lkr. Weimar-Land, Thüringen), sowie Trachenberg und Prausnitz (Kr. Militsch-Trachenberg, Polen). nachweisen. In Laudenbach (Main-Tauber-Kr., Baden-Württemberg) ließen Fbf. Franz und sein Bruder Melchior von H.-Crottorf-Gleichen 1642/43 unter Einbeziehung spätma. Bauteile die Bergkirche, einen bedeutenden Marienwallfahrtsort, wiederherstellen. Die Baugestalt der Schlösser in Kalkum (Stadt Düsseldorf) und Paland (Lkr. Düren, Nordrhein-Westfalen) ist wesentlich durch die Bautätigkeit der Gf.en von H.-Weisweiler geprägt.
Die Grabdenkmälern der Herren von W. im Zisterzienserkl. Marienstatt bei → Hachenburg (Westerwaldkr., Rheinland-Pfalz) und im Augustinerinnenkl. Merten an der Sieg (Rhein-Sieg-Kr., Nordrhein-Westfalen) haben sich nicht erhalten. Für seine erste Gattin Lucia von Sickingen ließ Sebastian I. (gest. 1631) zu Beginn des 17. Jh.s eine prachtvolle Familiengrablege in der Pfarrkirche St. Sebastian in Friesenhagen (Lkr. Altenkirchen, Rheinland-Pfalz) errichten. Das von dem Mainzer Bildhauer Gerhard Wolff geschaffene Epitaph in der so gen. Grafenkammer der Pfarrkirche zu Friesenhagen zählt zu den bedeutendsten Grabmonumenten der Spätrenaissance im Westerwald. Das ebenfalls von Wolff ausgeführte Epitaph für Hermann von H.-Werther-Schönstein (gest. 1600) in der Pfarrkirche zu Wissen (Lkr. Altenkirchen, Rheinland-Pfalz) wurde hingegen 1788 durch eine Brandkatastrophe vernichtet. Der Bildhauer Achilles Kern schuf 1659 die großartigen Grabmäler für Melchior von H.-Crottorf-Gleichen (gest. 1658) in der Wallfahrtskirche zu Laudenbach (Main-Tauber-Kr., Baden-Württemberg) und in der Pfarrkirche im schles. Prausnitz (Lkr. Militsch-Trachenberg, Polen).
IV.
Aus der Untersuchung der Wappen schlossen Genealogen bereits im 19. Jh., daß die Herren von W. möglicherw. eines Stammes mit den Herren von → Arenberg seien. Bei beiden Familien finden sich die drei Mispelblüten im Wappenschild, das bei den → Arenbergern die Grundfarbe Rot, bei den W.ern die Grundfarbe Silber hat. Ferner sprechen die in den älteren Generationen häufig verwendeten gleich lautenden Leitnamen Heinrich und Gerhard sowie der Hinweis auf den gemeinsamen Besitz von Ministerialen zu Rosbach und [Alten-]wied 1250 für eine enge genealogische Verbindung beider Dynastenfamilien.
Als Stifter des Hauses W. gilt Gerhard, der sich in den Schriftquellen erstmals 1235 nachweisen läßt. Als Vater Gerhards kommt möglicherw. Otto von → Arenberg in Betracht, der sehr wahrscheinlich mit Otto von Kappenstein (1217/20), einem Bruder des Bgf.en Eberhard von → Arenberg (1220/29) identisch ist. Die erstmals 1166 mit Heinrich (gest. 1197) in Erscheinung tretenden → Arenberger hatten von 1166 bis 1279 das bedeutende Kölner Bgf.enamt inne. Seit etwa 1200 übten die → Arenberger die Herrschaft im Raum Wissen an der Sieg aus. Die Güter im Kirchspiel Wissen hatten sie vermutlich auf dem Erbweg von den 1195 ausgestorbenen Edelherren von Freusburg an sich gebracht. Eberhard von → Arenberg (gest. 1229) vermählte sich vor 1206 mit Adelheid von Molsberg, der Wwe. eines Herren von Freusburg. Im Zuge einer vor 1235 durchgeführten Erbteilung des → Arenberger Besitzes an der mittleren Sieg erhielt Heinrich von → Arenberg (1220/51) Rechte und Güter südlich der Sieg, während seinem jüngeren Bruder, Gerhard, dem Stammvater des Hauses W. die nördlich des Flusses gelegene Hälfte des Kirchspiels Wissen und Güter im Raum Friesenhagen zufielen. Die Teilung des Besitzes hatte sehr wahrscheinlich die Aufgabe der Höferburg und die Gründung der Burgen Schönstein bei Wissen und W. bei Friesenhagen zur Folge. Mit Johann von → Arenberg (gest. 1281), dem Enkel Heinrichs, erlosch die ältere Linie der Herren von → Arenberg und der Kölner Ebf. Siegfried von Westerburg zog die vom Erzstift Köln zu Lehen gehende Burg Schönstein sowie die gleichnamige Herrschaft als heimgefallenes Lehen ein. Burg Schönstein bildete im SpätMA den Mittelpunkt eines kurkölnischen Amtes und gelangte 1586 in den Besitz des Hermann von H.-Werther (gest. 1600), der neben seinen Vettern aus den Linien H.-Weisweiler, H.-Crottorf und H.-W. auch einen Anteil an der h.tschen Samtherrschaft W. inne hatte.
Die → Arenberger Güter in der Nordeifel mit der namengebenden Stammburg → Arenberg (Lkr. Ahrweiler, Rheinland-Pfalz) fielen an Johanns Tochter, Mechthild, die 1299 Engelbert (gest. 1328), den Sohn des Gf.en Eberhard II. von der Mark (gest. 1308), ehelichte und einen neuen Zweig der Familie gründete, der seither den Namen von der Mark- → Arenberg führte.
Philipp von W., der am 27. Aug. 1247 gemeinsam mit Heinrich von → Arenberg, dem älteren Bruder Gerhards von W., als Zeuge in einer Urk. des Kölner Ebf.s Konrad von Hochstaden gen. wird, ist jedoch nicht den Herren von W. aus dem Westerwald zuzurechnen, sondern entstammt einem seit etwa 1200 nachweisbaren, aus der Dynastenfamillie von Reifferscheid hervorgegangenen edelfreien Geschlecht von W. aus der Nordeifel. Vor 1200 nahmen die Brüder Gerhard und Philipp von Reifferscheid eine Erbteilung vor. Philipp wählte die unweit von Reifferscheid gelegene W. (Lkr. Euskirchen, Nordrhein-Westfalen) als Herrschaftsmittelpunkt.
Zum engsten familiären Umfeld des Gerhard von W. zählen die Herren von Westerburg und die Gf.en von Wittgenstein. Sowohl Gf. Siegfried I. von Wittgenstein (gest. 1281) als auch der Kölner Ebf. Siegfried von Westerburg (gest. 1297) bezeichneten Gerhard von W. 1272 bzw. 1276 als ihren Blutsverwandten (consanguineus).
Bereits in der zweiten Generation knüpften die Nachkommen Gerhards eheliche Verbindungen zu Dynastenfamilien aus dem Mittelrheingebiet und aus Hessen. Heinrich I. von W. (gest. 1315) vermählte sich mit Elisabeth von → Limburg. Seine Schwester Elisabeth (1267/83) heiratete vor 1267 Gf. Reinbold I. aus der Königsberger Linie des Hauses → Solms (gest. 1279). Kunigunde von W. (gest. nach 1301) Schloß eine Ehe mit dem Bgf.en Johann von Hammerstein (1253/1302). Nach dem Tod Heinrichs I. fiel die Herrschaft W. an seine beiden Söhne Dietrich (gest. 1333) und Johann I. (gest. 1337). Der von Dietrich und seiner Gattin Agnes, der Wwe. des Philipp von Wilnsdorf gestiftete Zweig des Hauses W. erlosch bereits in der nachfolgenden Generation mit Heinrich II. und Johann III. Dietrichs Schwester Adelheid von W. (gest. 1341) war mit Widukind I. von Gft. (1256/1322) vermählt. Im Sept. 1339 ehelichte Johann II. von W. (gest. 1357), ein Sohn Johanns I., Elisabeth, die Tochter des Gf.en Gottfried II. von → Sayn (gest. 1354). Aus dieser Ehe ging Johann IV. von W. hervor, der vor 1389 Anna, die Tochter des Gf.en Gerhard von Diez zum Traualtar führte. Mit Johann IV. erlosch 1418 die Familie von W. im Mannesstamm. Die von Johanns Onkel, Hermann I. (gest. 1395) gestiftete Linie war bereits wenige Jahre zuvor mit dessen Söhnen Hermann II. (gest. 1411) und Johann III. (gest. 1417) ausgestorben.
Die Schwester Johanns IV., Jutta von W. hatte 1387 Johann von H. (gest. 1407) geheiratet, der das Haus H.-W. stiftete. Bis zum Jahr 1435 konnten sich die Herren von H. als Erben und Rechtsnachfolger der Herren von W. erfolgreich gegen die Gf.en von → Sayn durchsetzten, die ihrerseits versuchten, die Herrschaft W. in ihren Besitz zu bringen, um so eine territoriale Verbindung zwischen ihren oberbergischen (Herrschaft Homburg) und Westerwälder Besitzungen (Amt Freusburg) herzustellen. Während der W.er Streubesitz im Siegerland zum großen Teil an die Gf.en von → Nassau verloren ging, konnten die Herren von H.-W. ihren annähernd geschlossenen Besitzkomplex im W.er Land behaupten. Die inmitten der W.er Besitzungen gelegen kleine reichsfreie Herrschaft Crottorf, gelangte erst 1563 nach dem Tod des Johann von Seelbach-Crottorf an die Familie von H. Bereits in der dritten Generation gelang es Angehörigen des Hauses H.-W. Heiratsverbindungen zu alteingesessenen rheinischen, westfälischen und hessischen Adelsfamilien (Nesselrode, Burggf.en von Drachenfels, Seelbach-Crottorf, Hanxleden, Ketteler, Attendorn, Riedesel von Eisenbach, Virmond) zu knüpfen. Zum Heiratskreis der Herren von H.-W. gehörten ferner die Familien Kanitz, Neuhof zu Ahausen, Broele von Platern, Droste zu Schweckhausen, Plettenberg, Bellinghausen, Harff, Wylich, Eltz, Berlepsch, Dörnberg, Hundt von Wenkheim und die Hirschhorn.
Unter Johann d.Ä. (gest. 1482) und Johann d.J. (gest. 1478), zwei Söhnen Gottfrieds des Rauhen (gest. 1422) und seiner Gattin Lukarde von Erfurtshausen, vermehrte die Familie ihre Einkünfte und Herrschaftsrechte durch die Pfandnahme verschiedener kurkölnischer Ämter in Südwestfalen (Bilstein, → Waldenburg und Medebach). Johann d. A. von H.-W., der in erster Ehe mit Regina von Nesselrode und nach deren Tod mit Dorothea von Attendorn verh. war, hatte von 1458/59 bis 1470 das Amt des kurkölnischen Marschalls zu Westfalen inne.
Von den zahlr. Nachkommen des Johann von H.-W. (gest. 1505) und seiner Gattin Maria von Nesselrode (gest. 1523) stifteten drei Söhne eigene Linien: Als Ahnherr des Weisweilerschen Zweiges des Hauses H.-W. gilt Johann (gest. 1521), der 1509 Johanna von Harff heiratete. Sein jüngerer Bruder Hermann (gest. 1539) vermählte sich 1523 mit Anna Droste zu Schweckhausen und begründete die Linie H.-Werther. Ein dritter Sohn Johanns, Franz (gest. 1555), erhielt aus dem Erbe seiner ersten Gattin Gertrud von Bergheim, der Wwe. des jülich-bergischen Kanzlers Wilhelm Lüninck umfangr. Haus- und Grundbesitz in der Stadt Köln. In zweiter Ehe heiratete er Elisabeth von Wylich, mit der er die Linie H.-Merten stiftete. Die 1559 durch Wilhelm von H.-W. (gest. 1569) und Katharina von Seelbach-Crottorf (gest. 1582) begründete Linie H.-Crottorf (seit 1641 H.-Crottorf-Gleichen) läßt sich wie der auf Burg H. an der Eder und seit 1570 vornehmlich zu Biebighausen (Kr. Waldeck-Frankenberg) ansässige Zweig des Hauses H.-W. auf Gottfried (gest. 1470) und seine Gattin Juta Wais von Fauerbach zurückführen. An der Samtherrschaft W. waren nach dem Erlöschen der Linie H.-W. 1636 noch die Linien Weisweiler, Werther-Schönstein und Crottorf beteiligt. Im Unterschied zu den Hauptlinien Crottorf-Gleichen, Werther-Schönstein, Weisweiler und Merten erlangte der von Johann von H.-W. (gest. 1532) gegr. Zweig H.-Uffeln nur geringe Bedeutung. Als Hauptwohnsitz diente der 1637 ausgestorbenen Familie der Rittersitz Oedenthal bei Lüdenscheid (Märkischer Kr., Nordrhein-Westfalen). Die beiden in der ersten Hälfte des 16. Jh.s entstandenen hessischen Linien des Hauses H.-W., die in Biebighausen und Fleckenbühl (Lkr. Marburg-Biedenkopf, Hessen) ansässig waren und 1611 (Fleckenbühl) bzw. 1783 (Biebighausen) erloschen, können ebenfalls nur regionalgeschichtliche Bedeutung im oberhessischen Raum beanspruchen.
Am 27. Mai 1635 erhob Ks. Ferdinand III. die beiden Brüder des Fs.bf.s Franz, Melchior (gest. 1658) und Hermann von H.-Crottorf-Gleichen (gest. 1673) sowie ihre Vettern Wolf Heinrich von H.-W. (gest. 1636) und Wilhelm Heinrich von H.-Weisweiler (gest. 1655) in den Reichsgf.enstand. Die Linie H.-Werther-Schönstein erlangte unter Karl Ferdinand (gest. 1766), der unter den Kölner Kfs. Clemens August von Wittelsbach als Oberküchenmeister und Obersilberkämmerer diente, 1761 die Reichsgf.enwürde. Die in der ostwestfälischen Gft. Ravensberg gelegene Herrschaft Werther (Lkr. Halle, Nordrhein-Westfalen) und die Rittersitze Schweckhausen (Lkr. Soest, Nordrhein-Westfalen) und Wocklum bei Balve (Märkischer Kr., Nordrhein-Westfalen) gelangten auf dem Erbweg an die Linie H.-Werther. Nachdem Hermann von H.-Werther (gest. 1600) die bereits seit 1586 in Pfandbesitz befindliche kurkölnische Unterherrschaft Schönstein 1589 als erbliches Lehen erhielt, führte dieser Familienzweig den Namen H.-Werther-Schönstein. Gemäß einer testamentarischen Verfügung des Hermann von H.-Werther-Schönstein gelangte die kurkölnische Unterherrschaft Schönstein nach dessen Tod 1600 an die Linie H.-Merten und verblieb bis zum 1670 erfolgten Übergang an Melchior Gottfried von H.-Werther-Schönstein (gest. 1694) in deren Besitz. Mit Daniel (gest. 1681) erlosch der zu Merten ansässige Zweig des Hauses H. Besitzschwerpunkte der vornehmlich am linken Niederrhein begüterten Linie H.-Weisweiler bildeten die im Hzm. Jülich gelegene Doppelherrschaft Weisweiler-Paland (Lkr. Düren, Nordrhein-Westfalen) und die die jülichschen Unterherrschaften Wachendorf (Lkr. Euskirchen, Nordrhein-Westfalen) und Kinzweiler (Lkr. Düren, Nordrhein-Westfalen). Nach der Veräußerung der linksrheinischen Güter in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s bildeten die auf dem Erbweg Ende der 1730er Jahre an das Haus H.-Weisweiler gelangten Besitzungen der Gf.en von Winkelhausen mit Schloß Kalkum bei Düsseldorf einen neuen Herrschaftsmittelpunkt. Unter Melchior von H.-Crottorf-Gleichen (gest. 1658) fielen in Franken die Herrschaften Haltenbergstetten, Waldmannshofen (beide Main-Tauber-Kr., Baden-Württemberg), → Rosenberg (Neckar-Odenwald-Kr., Baden-Württemberg) und Schüpf (Main-Tauber-Kr., Baden-Württemberg), die Vogtei Laudenbach (Main-Tauber-Kr., Baden-Württemberg) sowie die Herrschaft Maßbach (Lkr. Bad Kissingen, Bayern) an das Haus H.-Crottorf-Gleichen. In Thüringen gelangten zwischen 1639 und 1668 die Herrschaften Wandersleben (Lkr. Gotha, Thüringen), Blankenhein und Nieder-Kranichfeld (beide Lkr. Weimar Land, Thüringen) an H.-Crottorf- → Gleichen. Den bedeutendsten territorialen Zuwachs stellte freie Standesherrschaft Trachenberg in Niederschlesien dar, die Ks. Ferdinand II. 1641 seinem Feldmarschall Melchior von H.-Crottorf-Gleichen überließ. Nach dem Aussterben der 1741 unter Franz Philipp Adrian (gest. 1780) gefürsteten Linie H.-Crottorf-Gleichen entbrannte 1794 zwischen den Linien H.-Werther-Schönstein und H.-Weisweiler einer- und den Gf.en von Schönborn andererseits ein Erbstreit, der 1802 beigelegt wurde. Franz Ludwig von H.-Werther-Schönstein (gest. 1827) wurde 1803 vom preuß. Kg. Friedrich Wilhelm III. in den Fs.enstand erhoben und begründete das Haus H.-Trachenberg. Die Gf.en von H.-Weisweiler, die 1830 die aus der vormaligen reichsfreien Herrschaft W. und der kurkölnische Unterherrschaft Schönstein 1821 hervorgegangene Standesherrschaft H.-W. innehatten, wurden 1870 in den preußischen Fs.enstand erhoben. Bis heute befinden sich die Schlösser Crottorf, Schönstein und W. im Besitz des gfl. Hauses H.-W.
Quellen
Unter den Adelsarchiven zählten die Archive der aus dem W.er Zweig des H.schen Hauses hervorgegangenen Hauptlinien H.-Crottorf-Gleichen, H.-Weisweiler und H.-Werther-Schönstein (ab 1802 Trachenberg) zu den standesherrlichen Archiven, d.h. es handelt sich um die Überlieferung von ehemals regierenden Häusern, die den Charakter kleiner Landesarchive tragen. Die Schriftquellen zu den Herren von W. sowie zu den Linien H.-Weisweiler und H.-Crottorf-Gleichen werden im Fürstlich H.-W.schen Archiv Schloß Schönstein aufbewahrt, während das Familien- und Verwaltungsarchiv der Linie H.-Schönstein-Werther sowie große Teile des Archivs der hessischen Stammlinie des Hauses H. dem Fürstlich H.-Trachenbergschen Archiv auf Schloß Trachenberg einverleibt wurden, das nach 1945 als Depositum in das Woiwodschaftsarchiv Breslau gelangte. Große Teile des Verwaltungsschriftguts der fränkischen Besitzungen des seit 1635 reichsgräflichen Hauses H.-Crottorf-Gleichen (Haltenbergstetten, Unterschüpf, Rosenberg und Waldmannshofen) sowie diverse Privat- und Sonderrechnungen und verschiedene Nachlässe von Familienmitgliedern dieser Linie befinden sich im Hohenlohe-Zentralarchiv Schloß Neuenstein. Die urkundliche Überlieferung des Fürstlich H.-W.schen Archivs Schloß Schönstein wurde in den 1970er und 1980er Jahren von J. Kloft erschlossen und in Form eines fünf Bde. umfassenden Regestenwerkes sowie eines Registers erschlossen. Insbesondere für die Geschichte der Herren von W. und die Familien von H. bzw. H.-W. (bis 1500) sind darüber hinaus die übrigen hier aufgeführten regionalen Quellenwerke heranzuziehen. Codex Diplomaticus Rheno Mosellanus. Urkundensammlung zur Geschichte der Rhein- und Mosellande, der Nahe- und Ahrgegend und des Hundsrückes, des Meinfeldes und der Eifel, bearb. von Wilhelm Günther, 5 Tl.e, Coblenz 1822-1826. – Hessische Urkunden, bearb. von Ludwig Baur, 5 Bde, Darmstadt 1860-1873. – Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, bearb. von Jost Kloft, 6 Bde., Köln 1975-1993. – Das Kriegsarchiv des Kaiserlichen Feldmarschalls Melchior von Hatzfeldt (1593-1658). Analytisches Inventar, bearb. von Günther Engelbert, Düsseldorf 1993 (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, 61). – Mittelrheinische Regesten oder chronologische Zusammenstellung des Quellen-Materials für die Geschichte der Territorien der beiden Regierungsbezirke Coblenz und Trier, bearb. von Adam Goerz, 4 Bde., Coblenz 1876-1886. – Regesten des Archivs der Grafen von Sponheim, bearb. von Johannes Mötsch, 5 Bde., Koblenz 1987-1991 (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, 41-45). – Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter, Bd. 3: 1205-1304, bearb. von Richard Knipping, Bonn 1909-1913; Bd. 4: 1304-1332, bearb. von Wilhelm Kisky, Bonn 1915; Bd. 5: 1332-1349 (Walram von Jülich), bearb. von Wilhelm Janssen, Köln u. a. 1973; Bd. 6: 1349-1362 (Wilhelm von Gennep), bearb. von Wilhelm Janssen, Köln u. a. 1977; Bd. 7: 1362-1370 (Adolf von der Mark, Engelbert von der Mark, Kuno von Falkenstein), bearb. von Wilhelm Janssen, Düsseldorf 1982; Bd. 8: 1371-1380, bearb. von Norbert Andernach, Düsseldorf 1981; Bd. 9: 1381-1390, bearb. von Norbert Andernach, Düsseldorf 1981; Bd. 10: 1391-1400, bearb. von Norbert Andernach, Düsseldorf 1987; Bd. 11: 1401-1410, bearb. von Norbert Andernach, Düsseldorf 1992; bd. 12: 1411-1414, bearb. von Norbert Andernach, 2 Tl.e, Düsseldorf 1995 (Publikationen der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde 21). – Regesten der Erzbischöfe von Mainz 1289-1396, Abt. 1, Bd. 1: 1289-1328, bearb. von Ernst Vogt, Leipzig 1913; Bd. 2: 1328-1353, bearb. von Heinrich Otto, Darmstadt 1932 ff.; Abt. 2, Bd. 1: 1354-1371, bearb. von Fritz Vigener, Leipzig 1913. – Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060-1486, bearb. von Karl E. Demandt, 4 Bde., Wiesbaden 1953-1957 (Veröffentlichungen der Historischen Kommision für Nassau 11). – Regesten der Landgrafen von Hessen, Bd. 1: 1247-1328, bearb von Otto Grotefend und Felix Rosenfeld, Marburg 1929 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen-Waldeck, 6.1). – Regesten der Landgrafen von Hessen, Bd. 2: Regesten der landgräflichen Kopiare, bearb. von Karl E. Demandt, Marburg 1990 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, 6). – Rheinische Urbare, Bd. 2: Die Urbare der Abtei Werden an der Ruhr, bearb. von Rudolf Kötzschke, Düsseldorf 1978 (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, 20). – Siegener Urkundenbuch, Abt. 1: bis 1350, hg. von Friedrich Philippi, Siegen 1887, ND Osnabrück 1975; Abt. 2: 1351-1500, bearb. von W. Menn und B. Messing, hg. von Friedrich Philippi, Siegen 1927, ND Osnabrück 1975. – Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preußischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien, bearb. von Heinrich Beyer, Leopold Eltester und Adam Goerz, 3 Bde., Coblenz 1860-1874. – Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins oder des Erzstifts Cöln, der Fürstenthümer Jülich und Berg, Geldern, Meurs, Cleve und Mark und der Reichsstifte Elten, Essen und Werden, 4 Bde., bearb. von Theodor Joseph Lacomblet, Düsseldorf 1840-1858, ND Aalen 1966. – Westfälisches Urkundenbuch, Bd. 7: Die Urkunden des kölnischen Westfalen vom Jahre 1200-1300, bearb. von Friedrich Philippi, Münster 1908. – Urkunden und Akten des Klosters Merten, bearb. von Theodor Sukopp, Essen 1961 (Inventare nichtstaatlicher Archive 7). – Urkunden des Hatzfeldtschen Archivs in Trachenberg, bearb. von Heinrich Willmes, in: Heimatstimmen aus dem Kreise Olpe (1956), S. 1251-1259 u. S. 1304. – Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg, bearb. von Hermann Diemar, Marburg 1909 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, 7). – Das Zisterzienserkloster Marienstatt im Mittelalter. Urkundenregesten, Güterverzeichnisse und Nekrolog, bearb. von Wolf-Heino Struck, Wiesbaden 1965 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, 18).
Literatur
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Ausbau und bauliche Unterhaltung des Schlosses Paland bei Weisweiler unter den Reichsgrafen von Hatzfeldt-Weisweiler, in: Jülicher Geschichtsblätter 76-78 (2008-2010) [im Druck]. – Gensicke, Hellmuth: Landesgeschichte des Westerwaldes, Wiesbaden 1957, ND Wiesbaden 1987 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, 13). – Grote, Hermann: Turnose des Dynasten Hermann von Wildenburg, in: Münzstudien, hg. von Dems., Bd. 3, Leipzig 1863, S. 178-180. – Die Herrschaft Trachenberg in Schlesien – seit 1945 Zmigrod – über 300 Jahre im Besitz der Familie von Hatzfeldt 1641-1945, bearb. von Friedrich Graf Hatzfeldt-Trachenberg, Köln 1995. – Herzog, Isidor: Hatzfeldische Geschichte, Breslau 1793. – Krebs, Julius: Aus dem Leben des kaiserlichen Feldmarschalls Graf Melchior von Hatzfeldt (1593-1631), 2 Bde., Breslau 1910. – Die Kunstdenkmäler des Kreises Altenkirchen, bearb. von Margot Bitterauf-Remy, Düsseldorf 1935 (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, 14.1). – Lennarz, Ulrich: Territorialgeschichte des Hessischen Hinterlandes, Marburg 1973 (Untersuchungen und Materialien zur Verfassungs- und Landesgeschichte, 1). – Lenz, Rudolf: Das Urbar Wigands von Hatzfeldt aus dem Jahr 1398, in: Fachprosa-Studien. 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Ein Beitrag zur frühesten Geschichte des Hauses Werther, Werther 1993. – Militzer, Klaus: Die Hatzfeldtsche Fehde gegen die Stadt Köln, in: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins 53 (1982) S. 41-87. – Nebel, Ernst-Ludwig: Etwas über die adelige Familie von Hatzfeld, in: Archiv für Hessische Geschichte und Alterthumskunde 6,1 (1849) S. 159-166. – Neu, Peter: Die Arenberger und das Arenberger Land, Bd. 1: Von den Anfängen bis 1616, Koblenz 1989 (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, 52). – Oidtmann, Ernst von: Das Edelherrengeschlecht von Wildenburg mit den drei Mispelblüten im Wappen, in: Rheinische Heimatpflege 7 (1935) S. 499-510. – Die Kunstdenkmäler des Siegkreises, bearb. von Edmund Renard, Düsseldorf 1907 (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, 5.4), ND Düsseldorf 1984. – Rüxner, Georg: Thurnier Buch. 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