WERTHEIM
I.
Das Gf.engeschlecht adaptierte den Namen einer wohl schon zur Zeit der fränkischen Landnahme auf dem etwas erhöht liegenden rechten Mainufer angelegten und dementsprechend benannten (Wörth) Siedlung. Dieser Ort, seit 1109 Markt, führte später zur Unterscheidung von der auf dem gegenüberliegenden Ufer unter der Burg angelegten städtischen Siedlung den Namen Kreuzw. Zum Jahr 1103 ist im Hirsauer Codex die erste Nennung eines Gf.en Bruno nach W. bezeugt; dieser ist 1091 schon in Zusammenhängen mit dem Hochstift Würzburg ohne Ortszuordnung erwähnt. Die eigtl. Herkunft des Hauses ist umstritten; in Frage kommen neben dem Bachgau am linken Untermain besonders der Raum um (Wolframs-)Eschenbach in Mittelfranken, wohl kaum der ostwärts im Maindreieck anschließende Waldsassengau. Das Geschlecht trat nun gleichsam in Rechte dieser älteren Gaugft. ein. Urkundlich begegnet 1132 ein Wolfram von W., der sich 1143 als Gf. von W. bezeichnet. Dieses Hineinwachsen in den Gf.enrang war der Entstehung eines Gründungsmythos' nicht förderlich. Immerhin hatten sich die Gf.en von W. am Anfang des 13. Jh.s bereits ein solches Prestige erworben, daß in einer illustrierten Handschrift von Heinrich von Veldekes Eneide durch die Zuordnung ihres Wappens zu Turnus, dem Gegner des Aeneas, dem Geschlecht durch diese mythologische Verankerung in der Antike eine gewisse Ehrwürdigkeit bescheinigt wurde.
II.
Die Errichtung der Burg → W. ab ca. 1130 und darunter der späteren Stadt hatte gewiß nur im Benehmen mit den Hochstift Würzburg geschehen können; dennoch galt der Baugrund als Allod, das freilich am Anfang des 14. Jh.s als Lehen des Hochstifts reklamiert wurde. Trotz der in Anlehnung an das Erzstift Mainz und das Hochstift Würzburg bewerkstelligten Etablierung im Überschneidungsbereich der Interessensphären beider wurden die Gf.en nach der Kg.swahl Konrads III. 1138 Parteigänger der Staufer; Gf. Poppo I. nahm am 3. Kreuzzug teil; vollends kg.snah verhielt sich Gf. Poppo II. als häufiger Begleiter und wohl auch Ratgeber Ks. Heinrichs VI. Die Geleitsrechte auf der Straße Frankfurt-Würzburg und auf dem Main wurden wohl damals erworben. Für den Zeitraum zwischen 1183 und 1323 finden sich Belege für die Erwähnung des Gottesgnadentums beim Gf.entitel. Nach einer Schwächephase des Hauses konnten erst wieder unter Ks. Ludwig d. Bayern durch Gf. Rudolf IV. enge Bindungen an den Herrscher hergestellt und unter Ks. Karl IV. dank dessen Politik der Schaffung einer »Landbrücke« zwischen Prag und Frankfurt noch verstärkt werden. Demzufolge gehörten die Gf.en von W. zu den drei fränkischen Herren, denen 1356 die Goldene Bulle die zur Wahl nach Frankfurt reisenden Kfs.en zu geleiten aufgab. Nachdem Karl IV. 1360 W. besucht hatte, trug ihm 1362 Gf. Eberhard I. Burg und Stadt W. zu Lehen auf, um sie als Lehen der Krone Böhmens zurückzuempfangen. In der Folge gewährte der Ks mehrere Privilegien. Deren zusammenfassende Bestätigungen der Kg.e Ruprecht (1408) und Sigismund (1417) konstituierten erst die Reichsstandschaft, verankert durch die Aufnahme der Gf.en Asmus und Michael II. in der Matrikel von 1489. Unter den Gf.en Johann I. – 1389-1395 Landfriedenshauptmann in Franken und Bayern – und Johann II. – 1408 Hofrichter Kg. Ruprechts – entfaltete das Haus seine höchste Macht.
Neben den Lehensbindungen an das Reich und das Kgreich Böhmen bestanden weitere an das Erzstift Mainz, die Hochstifte Würzburg, Bamberg und Eichstätt sowie an die Reichsabtei Fulda, mithin entsprach die Stellung im Lehensaufbau des Reiches der eines Fs.en, sieht man von dem böhm. Lehen einmal ab.
Die zahlr. Bepfründungen von Mitgliedern des Hauses in den Domstiften zu Würzburg, Bamberg, Eichstätt, Mainz, Straßburg, Köln und Trier führten nur im Fall Gf. Albrechts, der von 1399 bis 1421 dem Bm. Bamberg vorstand, zur Erlangung einer reichsfsl. geistlichen Würde. Im benachbarten Bm. Würzburg dagegen gelang Gf. Johann 1433 für wenige Wochen und danach seinem Bruder Albrecht bis 1436 nur der Aufstieg zum Koadjutor. Erwähnung verdienen auch zwei Onkel der Genannten, Poppo, 1366-1374 Propst des Stifts St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, und Ludwig, der sich als Komthur zu Nürnberg, seit 1407 Landkomthur der Ballei Franken des Deutschen Ordens hervorgetan hat; die Kandidatur eines Gf.en Rapoto von W. zum Amt des Hochmeisters war 1252/53 wohl erfolglos geblieben; 1329 ist Gf. Rudolf von W. als Komthur zu Würzburg, 1433 Gf. Leonhard als Komthur zu Münnerstadt bezeugt. Als erster Dekan der 1481 zum Kollegiatstift erhobenen Pfarrkirche zu → W. amtierte Gf. Wilhelm, der auch Domherr zu Mainz, Köln und Trier war. Insgesamt elf Mitglieder des Hauses hatten zusammen 33 Domherren-, 14 Stiftspropst- sowie je eine Stifts- und eine Pfarrpründe inne. Gf.innen von W. wurden Äbt.nen des Prämonstratenserinnenkl.s Unterzell sowie der Zisterzienserinnenkll. Seligenthal, Stadtilm und Schmerlenbach, außerdem mehrfach Meisterinnen des dem Prämonstratenserorden zuzurechnenden Kl.s Gerlachsheim.
III.
Das seit etwa 1220 auf Siegeln, aber erst wesentlich später mit seiner Tingierung bezeugte Wappen der Gf.en zeigt im geteilten Schild oben in Gold einen wachsenden rechts sehenden schwarzen Adler und unten in Blau drei silberne Rosen. Seine Entstehung fällt zeitlich mit der Verfestigung der Heraldik zusammen; denn auf Siegelabdrücken aus den Jahren 1183 und 1199 begegnen noch das Standbild eines Gf.en bzw. ein links sehender Adler mit ausgebreiteten Schwingen. Wie bei vielen anderen Fs.en- und Gf.ensiegeln versinnbildlicht der Adler die bes. Bindung an oder auch Beauftragung durch den Herrscher. Die zur individualisierenden Unterscheidung bald erforderliche Abwandlung durch die Beifügung von drei Rosen dürfte einer Heiratsverbindung mit dem Gf.enhaus Riedenburg zuzuschreiben sein. Dieses Wappen erscheint etwa zeitgl. in einer Illustration einer Handschrift der Eneide des Heinrich von Veldeke in der StB Berlin, jedoch in anderer Tingierung. Es erscheint seit 1316 auch im Siegelbild der Stadt → W., die es noch heute führt. Seit dem Anfall von Teilen der Herrschaft → Breuberg im Gefolge des Erbfalls von 1323 führten die Gf.en ein geviertes Wappen, in dessen erstem und viertem Feld das W.er und in den beiden anderen Feldern das Breuberger Wappen (viermal von Silber und Rot geteilt) erscheint. Dieses Wappen zeigt das von der Bauinschrift von 1384, die die Inangriffnahme des Neubaus der W.er Stiftskirche durch Gf. Johann I. dokumentiert, umgebene Wappenrelief über dem Nordportal. Die Helmzier besteht aus einem wachsenden bekrönten Adler, dessen Kopf zwei Fähnchen mit dem Breuberger Wappen entwachsen. Auch die Darstellung des Koadjutors Gf. Johann in der Würzburger Bischofschronik des Lorenz Fries von ca. 1525 zeigt das gevierte Wappen.
Den sich auf den baulichen Ausdruck des Repräsentationsbedürfnisses richtenden hohen Anspruch des Hauses vermittelt am besten der in spätstaufischer Zeit entstandene Wohnbau der Burg → W., zu dessen Errichtung man sich im nahen Zisterzienserkl. Bronnbach tätiger Bauleute bediente. An dessen Gründung um 1150 waren freilich keine Mitglieder des W.er Gf.enhauses unmittelbar beteiligt gewesen; bald sind jedoch Förderung und ab 1202 auch Memorialstiftungen feststellbar. Als seitherige Grablege des Geschlechts wurde die fuldische Propstei Holzkirchen jedoch erst im 14. Jh. von Bronnbach vorläufig abgelöst. Als ältestes Denkmal eines W.er Gf.en hat sich dort die Grabplatte des 1373 verstorbenen Eberhard I. erhalten. Mit seinem Sohn Johann I., Stifter des Neubaus der W.er Pfarrkirche., setzen 1407 die Bestattungen dort ein; die Deckplatte der Tumba seines Stiftergrabs und sein künstl. hochwertiges Stifterdenkmal, das ihn mit seinen beiden Frauen Margarete Gf.in von → Rieneck und Uta Hzg.in von Teck zeigt, sind erhalten. Dieser für ein schließlich zwischen 1419 und 1481 nach und nach entstandenes Kollegiatstift geschaffene Kirchenbau galt den Gf.en von W. als sakrales Zentrum; sein Chor war Grablege. Die Abspaltung der Breuberger Linie des Hauses nach 1407 führte zu Bestattungen in der unter dem → Breuberg gelegenen Pfarrkirche in Sandbach; nur das Grabmal des letzten, 1556 verstorbenen Gf.en Michael III. hat sich dort erhalten. Für die ebenfalls in Sandbach bestatteten Gf.en Michael II. und Georg II. wurden in → W. Inschriften-Epitaphien errichtet. Gf. Michael I. aus der Breuberger Linie ist jedoch in → W. bestattet, woran eine Grabplatte erinnert, und sein Sohn Wilhelm wurde 1501, vier Jahre nach dem Erlöschem der W.er Hauptlinie, dorthin umgebettet. Sein und seines Sohnes Asmus Totenschilde sind ins W.er Museum gelangt. Die legitimitätsstiftende Funktion der Grablege im Chor der W.er Stiftskirche erwies sich in der Aufstellung der Epitaphien des Gf.en Ludwig von → Stolberg-Königstein, als Schwiegervater des letzten W.er Gf.en Nachfolger in der Regentschaft, sowie von dessen Tochter Katharina, die zwischen ihren beiden Gatten Gf. Michael III. von W. und Gf. Philipp II. von → Eberstein dargestellt ist. An zentraler Stelle und das Stiftergrab Gf. Johanns I. verdrängend präsentiert sich schließlich das Baldachingrabmal der dritten, als einzige mit Nachkommen gesegneten Tochter Anna des Gf.en Ludwig von → Stolberg, und ihres Gatten Gf. Ludwig III. von → Löwenstein von 1614. Bestattungen andernorts hatte es gleichwohl gegeben. Die mit Gottfried von → Hohenlohe verh. gewesene Gf.in Elisabeth stiftete 1328 als zweitälteste dt. die Kartause Grünau und bestimmte sie zu ihrer Grablege. Gf. Johann III. ließ sich in Bronnbach bestatten. Das prämonstratensische Frauenkl. Gerlachsheim gilt gewöhnlich als Hauskl. der Gf.en von W.; jedoch hat sich keine ältere Bausubstanz erhalten, die den Nachweis entspr. Denkmäler, etwa für Meisterinnen aus dem Gf.enhaus W., erlauben würde. In Grünsfeld, ihrer zeitweiligen Res. und zukünftigen Grablege, stifteten Gf. Asmus und seine Gattin Dorothea, geb. Gf.in von → Rieneck, verw. Lgf.in von Leuchtenberg, 1496 eine Michaelskapelle sowie einen Ölberg mit noch erhaltener Totenleuchte, und Gf. Asmus ließ sein Wappen am oberen Tor in Lauda anbringen. Das Grabmal der 1503 verstorbenen Gf.in Dorothea von Tilman Riemenschneider in der Pfarrkirche zu Grünsfeld ist erhalten. Gf. Asmus hatte 1498 seine Res. auf die Burg Freudenberg verlegt und diese ausgebaut sowie ausweislich einer Inschrift den Neubau des Rathauses veranlaßt. Seine kulturellen Interessen dokumentieren ein eigens für ihn geschriebenes Losbuch sowie ein prächtig illuminiertes Reisemeßbuch mit Wappen. Als Ausweis der Kulturbeflissenheit der Gf.en kann auch das Widmungsbild einer Handschrift des Compendiums des Gelehrten Johann von Wetzlar von etwa 1415 mit Darstellung der Gf.en Johann II. und III. gelten.
IV.
Mit Gf. Bruno wird 1103 erstmals ein sich nach W. nennender Angehöriger des Hauses faßbar. Bis ins 13. Jh. scheint nur jeweils eines seiner Mitglieder den Gf.entitel geführt zu haben, jedoch konnte sich das Gf.enhaus in staufischer Zeit als solches machtmäßig etablieren. Ein Leitname läßt sich anfangs schwer fassen, bis sich ab 1157 Poppo für vier Generationen durchsetzt; daneben begegnen Wolfram und Dieter, ab 1244 auch Rudolf. Poppo IV. (reg. 1260-1283) hinterließ nur drei in die Häuser Henneberg, → Hohenlohe und Schlüsselberg verh. Töchter, deren Erbe den Schwiegersöhnen zuwuchs. Poppo hatte die Herrschaft mit seinem jüngeren Bruder Rudolf II. (reg. 1260-1303) geteilt; dieser setzte das Haus fort. Der weltlich gebliebene mittlere seiner drei alle ebenfalls Rudolf gen. Söhne erheiratete 1321 durch seine Ehe mit Elisabeth von → Breuberg Anrechte auf einen Teil dieser im Odenwald gelegenen Herrschaft. Schon dessen Sohn Eberhard I. (reg. 1357-1373) führte einen Breuberger Traditionsnamen. In der nächsten Generation treten mit Johann (I. reg. 1373-1407) und Georg zwei neue Namen auf. Hatte die Teilung der Gft. unter Poppo IV. und Rudolf nach dem Tod des ersteren 1283 zu territorialen Verlusten geführt und den Rückerwerb von Anteilen am Stammsitz erforderlich gemacht, so bewirkte das 1398 von Gf. Johann I. erlassene Hausstatut, mit dem für den jüngsten seiner Söhne zweiter Ehe, Michael I., eine eigene Herrschaft aus den mittlerweile drei Viertel ausmachenden Anteilen an → Breuberg sowie aus Schweinberg und einigen weiteren Orten geschaffen wurde, im Ergebnis eine Konsolidierung; denn die Hauptlinie starb 1497 mit Johann III. (reg. 1453-1497) aus, der sich zwar hatte laisieren lassen, um seinem vor dem Vater verstorbenen Bruder Eberhard II. nachfolgen zu können, jedoch unverheiratet blieb. Zur Erhaltung der Machtgrundlagen hatten sich jüngere Brüder schon seit der Generation Eberhards I. zum Übertritt in den geistlichen Stand bereitfinden müssen. Dem Begründer der Breuberger Linie, Gf. Michael I., blieb dies wohl dank der Intervention seiner aus dem Hzg.shaus Teck stammenden Mutter erspart. 1422 und 1444 wurde die Primogeniturfolge hausgesetzlich festgeschrieben. Der Verzicht Gf. Johanns III. auf legitime Nachkommen könnte auch die Wiedervereinigung beider Linien bewußt bezweckt haben. Immerhin verließ, als dies absehbar war, nach dem Tod Gf. Wilhelms I. aus der Breuberger Linie dessen zweiter Sohn Asmus den geistlichen Stand und beanspruchte beim Erbfall der Hauptlinie 1497 mit Freudenberg erfolgreich einen Teil der Herrschaft; 1489 war er die Ehe mit der reichen Gf.inwwe. Dorothea von → Rieneck eingegangen, was ihm zwar keine Nachkommen, aber das Führen einer hochadligen Existenz sicherte. Hatte schon die Zeit vor der Herrschaftsteilung von 1407 einen Machthöhepunkt dargestellt, so kann dies nach der Wiedervereinigung in einer Hand 1509 für die Regentschaften der Gf.en Michael II. (reg. 1482/97-1531) und Georg I., dem sein Vater 1509 bis zu seinem frühen Tod 1530 die Verwaltung der eigtl. Gft., mit der er auch belehnt wurde, überließ, wieder gelten, so daß die durch Reformation und Bauernkrieg heraufbeschworenen Krisen gemeistert wurden. Freilich fehlte nun die Bestandssicherung für das Haus, so daß es mit dem frühen und söhnelosen Tod von Georgs II. Sohn Michael III. 1556 ausstarb. Immerhin hatte Gf. Georg II., der 1521 beim Reichstag in Worms mit Luther zusammengetroffen war, seit 1524 als einer der ersten in Süddtl. in seiner Gft. die Reformation eingeführt.
Der Heiratskreis des ursprgl. nur edelfreien Hauses umfaßte anfangs noch länger seinesgleichen, etwa die Häuser Boxberg, → Eppstein, Dürn und – mit Erbaussicht – Breuberg sowie die Bgf.en von Regensburg aus dem Haus Riedenburg. Erst Poppo III. verschwägerte sich vor 1243 mit dem Gf.enhaus → Rieneck. Mit diesem und dem Henneberger Gf.enhaus bestanden dann im 15. Jh. so engmaschige Heiratsverbindungen, daß man von endogenen Verbänden sprechen kann. Weiterhin gab es Ehen mit den Gf.enhäusern → Schwarzburg, → Oettingen, → Eberstein, → Montfort und → Stolberg-Königstein sowie den Schenken von → Limpurg. Ausnahmen bildeten die Ehen mit Damen von Fs.enrang, nämlich Mgf.in Kunigunde von Baden (vor 1293), Bgf.in Katharina von Nürnberg (vor 1338) und Hzg.in Uta von Teck (1391). Die ausgehandelten Mitgiften bewegten sich unterhalb der Mitte des bei Gf.en- und Herrengeschlechtern Üblichen. Überdurchschnittlich war (mit 60%) die Praxis, Töchter geistlich werden zu lassen. Insgesamt ergibt sich ein weitgehend von dynastischer Raison geprägtes, den realen Machtverhältnissen entspr. Bild.
Quellen
Das aus der Zeit der alten Gft. überkommene, zuvor private Archivgut bildet seit 1978 die Abt. Gemeinschaftliches Archiv des Staatsarchivs W. An Editionen sind zu nennen: Aschbach, Joseph: Geschichte der Grafen von Wertheim, Zweiter Teil. Wertheimisches Urkundenbuch, Frankfurt am Main 1843, ND Neustadt an der Aisch 1994. – Ehmer, Hermann, Quellen zur Münzgeschichte der Grafen von Wertheim im Mittelalter, in: Wertheimer Jahrbuch (1986/1987) S. 17-34. – Engel, Wilhelm: Urkundenregesten zur Geschichte der kirchlichen Verwaltung der Grafschaft Wertheim 1276-1499, Sonderveröff. des Historischen Vereins Wertheim 1958. – FRIESE, Alfred: Der Lehenhof der Grafen von Wertheim im späten Mittelalter, Würzburg 1955 (Mainfränkische Hefte, 21). – Friese, Alfred: Die ältesten Steuerverzeichnisse der Grafschaft Wertheim, in: Wertheimer Jahrbuch 1954, S. 46-66.
Literatur
Aschbach, Joseph: Geschichte der Grafen von Wertheim von den ältesten Zeiten bis zu ihrem Erlöschen im Mannesstamme im Jahr 1556, Erster Teil, Frankfurt am Main 1843, ND Neustadt an der Aisch 1994. – Ehmer, Hermann, Geschichte der Grafschaft Wertheim, Wertheim 1989. – Ehmer, Hermann: Graf Asmus von Wertheim (1453?-1509). Ein Lebensbild, in: Beiträge zur Geschichte des Odenwaldes und seiner Randlandschaften 5 (1992) S. 151-184. – Ehmer, Hermann: Die Reformation in der Grafschaft Wertheim und bei der Ritterschaft im Kraichgau und im Odenwald, in: Luther und die Reformation am Oberrhein, hg. von der Badischen Landesbibliothek, Karlsruhe 1983, S. 77-101. – Ehmer, Hermann: Die ältesten Siegel der Grafen von Wertheim und die Entstehung des Wertheimer Wappens, in: Aus der Arbeit des Archivars. Festschrift für Eberhard Gönner, hg. von Gregor Richter, Stuttgart 1986 (Veröffentlichungen der staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, 44), S. 407-423. – Flachenecker, Helmut: Art. »Albrecht von Wertheim († 1421), 1398-1421 Bischof von Bamberg«, in: Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448. Ein biographisches Lexikon, hg. von Erwin Gatz, Berlin 2001, S. 54 f. – Hofmann, Norbert: Grafen von Wertheim im Deutschen Orden, in: Wertheimer Jahrbuch (1993) S. 33-82. – Hogg, James: Die Kartause Grünau, in: Wertheimer Jahrbuch (1981/1982) S. 37-53. – Kern, Rolf: Die Beteiligung Georgs II. von Wertheim und seiner Grafschaft am Bauernkrieg, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 55 (1901) S. 81-130, 388-421 und 579-611. – Langguth, Erich: Wertheim in der Reichsgeschichte, in: Jahrbuch des Historischen Vereins Alt-Wertheim (1947) S. 25-32. – Rommel, Gustav: Elisabeth von Hohenlohe, geb. Gräfin von Wertheim (1260-1335), die Gründerin der Karthause Grünau im Spessart, in: Jahrbuch des Historischen Vereins Alt-Wertheim (1951) S. 33-39. – Rückert, Peter: Adelige Herrschaft und Repräsentation im hohen Mittelalter. Literatur und Architektur im Umfeld der Grafen von Wertheim und der Herren von Gamburg, in: Wirtschaft – Gesellschaft – Mentalitäten im Mittelalter. Festschrift zum 75. Geburtstag von Rolf Sprandel, hg. von Hans-Peter Baum, Rainer Leng und Joachim Schneider, Stuttgart 2006, S. 289-306. – Rückert, Peter: Die Grafen von Wertheim und ihr Hof um 1200: eine einführende Skizze, in: Wertheimer Jahrbuch (2008/2009) S. 17-26. – Spiess, Karl-Heinz: Familie und Verwandtschaft im deutschen Hochadel des Spätmittelalters, 13. bis Anfang des 16. Jahrhunderts, Stuttgart 1993 (Beihefte der Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 111). – Störmer, Wilhelm: Karl IV. und die Grafen von Wertheim, in: Kaiser Karl IV. 1316-1378. Forschungen über Kaiser und Reich, hg. von Hans Patze, Neustadt an der Aisch 1978, S. 547-561. – Störmer, Wilhelm: Mainviereck und unterer Tauberraum in der Stauferzeit. Reichsinteressen und hochadelige Herrschaftsbildung, in: Wertheimer Jahrbuch (2006/2007) S. 57-82. – Weber, Hans H.: Die Grafen von Wertheim und die Herrschaft Breuberg im 14. Jahrhundert, in: Wertheimer Jahrbuch (1956) S. 30-48. – Wendehorst, Alfred: Art. »Wertheim«, in: LexMA IX, 1998, Sp. 12. – Wipfler, Judith, Der Chor der Wertheimer Stiftskirche als herrschaftliche Grablege. Die Epitaphien der Regenten bis ins frühe 17. Jahrhundert, in: Wertheimer Jahrbuch (1996) S. 87-178.