Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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BRANDIS

C. Vaduz

I.

V. war von 1416 bis 1510 die wichtigste Res. der → Brandis (vgl. dazu A./B./C. → Werdenberg-Sargans-V.). Die 1499 im Schwabenkrieg niedergebrannte Burg wurde von den → Brandis zunächst nur notdürftig wiederaufgebaut, teilw. in Fachwerk, auch die St. Anna-Kapelle wurde wiederhergestellt (Altarweihe 1504, Glocke 1506). Mit dem Öffnungsvertrag mit Österreich von 1505 setzte der Ausbau der Befestigungen der Burg ein, die als Bastion gegen Eidgenossen dienen sollte. Die Gf.en von → Sulz verstärkten 1523/32 durch den Bau zweier Rondelle die Defensivkraft der Burg gegen die neue Waffentechnik der Artillerie; sie wurde als österr. Bastion gegen die Eidgenossen und den sich ausbreitenden Protestantismus ausgebaut.