TRUHENDINGEN
I./II./III.
Die S. bzw. der im B.-Tal liegende Ort B.h kamen als ehem. Fuldaer oder Bamberger Lehen über die Hzg.e von Andechs-Meran an die Truhendinger. Die Lage am Zusammenfluß von B., Itz und Main sowie an wichtigen Handelstraßen Richtung Thüringen ermöglichte deren Kontrolle. Die Burg liegt nordwestlich von B. auf einem Ausläufer der Hassberge. Sie wurde wohl zu Beginn des 13. Jh.s als Höhenburg errichtet und im Bauernkrieg 1525 wie auch im Mgf.enkrieg 1553 zerstört. Die Reste dienten als Steinbruch für die B.er Bevölkerung. Außer einigen Mauerresten und einer Wall- und Grabenanlage ist heute nichts mehr erhalten.
Die S. wie auch B. dienten weniger als Res.en, sondern vielmehr als Verwaltungsmittelpunkte. Zur Stärkung ihrer Position gegenüber dem benachbarten Bamberger Bf. bemühten sich die Truhendinger um die Erhebung B.s zur Stadt. 1328 verlieh Ks. Ludwig IV. die begehrten Stadtrechte, die Verleihungsurk. selbst scheint aber stark interpoliert. 1396 mußten die Truhendinger Stadt und Amt B./S. an den Bf. von Bamberg verkaufen.
Literatur
Berger, Arthur/Böhner, Kurt/Thoma, Hermann: Der Hesselberg. Vor- und Frühgeschichte des Hesselbergraumes bis zur Entstehung der Städte Dinkelsbühl und Wassertrüdingen, Gunzenhausen 1993. – Huber, W.: Schloß und Burg von Truhendingen, in: Alt-Gunzenhausen 37 (1956) S. 12-19. – Russ, Hubert: Das Baunacher Stadtrecht von 1328 und 1341. Überlieferung und Textkritik, in: Frankenland 4 (1989) S. 93-98. – Russ, Hubert: Die Edelfreien und Grafen von Truhendingen. Studien zur Geschichte eines Dynastengeschlechtes im fränkisch-schwäbisch-bayerischen Grenzraum vom frühen 12. bis frühen 15. Jahrhundert, Neustadt an der Aisch 1992. – Spindler, Konrad: Landkr. Weißenburg-Gunzenhausen. Archäologie und Geschichte. Stuttgart 1987 (Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, 14). – Winter, Martin: Zur frühen Geschichte der Edlen von Truhendingen im Hahnenkamm, in: Alt-Gunzenhausen 39 (1981) S. 12-68.