TRUHENDINGEN
I./II.
Die Burganlage befindet sich auf einer vorgeschobenen, nach allen Seiten steil abfallenden Kuppe am nordwestlichen Rand des Hahnenkamms. Ihre ovale Innenfläche von etwa 70 m Durchmesser wird im S und O von einem Graben begrenzt. Spuren einer Vorburg und eines Bergfriedes fehlen.
Als älteste Besitzer sind seit dem 12. Jh. die Edlen von S. überliefert. Um 1130 benannten sie sich noch nach ihrem angestammten Sitz Gnotzheim. In der zweiten Hälfte des 13. Jh.s erscheint die Burg dann im Besitz der Truhendinger. Anhand der Quellen läßt sich nicht feststellen, wann und wie die Burg von den Truhendingern erworben wurde, ob durch Kauf, Tausch oder Heirat.
III.
S. bildete aufgrund seiner strategisch günstigen Lage zusammen mit Gunzenhausen einen wichtigen Stützpunkt der Truhendinger zur Kontrolle des mittleren Altmühltales und seiner Hauptstraßen. Von dieser raumbeherrschenden Stelle an der Nordwestspitze des Hahnenkamms war das Freiland nördlich und westlich des Gebirgszuges zu kontrollieren. Darüber hinaus konnte mit der Burg eine Lücke in der Verbindung zum Herrschaftszentrum in → Hohentrüdingen geschlossen werden. Bei der Auflösung des truhendingischen Herrschaftsgebietes am Hahnenkamm kam die Burg über mehrere Stationen an die Gf.en von → Oettingen, die sie weiter ausbauten.
Literatur
Siehe C. Stiefenburg/Baunach.