Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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STOTEL

C. Stotel

I./II.

Die → S.er hatten ihren Sitz bis zu deren Zerstörung durch die Stedinger 1214 auf einer Turmhügelburg in einer Flußschleife der Lune, einem Nebenfluß der Weser, in der Marsch nahe der S.er Kirche. Der mehrwällige Neubau der Burg wurde dann an den nordöstlichen Ortsrand verlegt (an der Mündung der Lune in die Weser haben Siedlung und Burg S. sich niemals befunden). Die namengebende Turmhügelburg ist schwerlich der ursprgl. Sitz der Dynasten. Hierfür kommen die Monsilienburg bei Kirchwistedt und der Driftsether Erbsitz des Edelherren Trutbert in Frage. Lt. Vertrag von 1307 war Johannes II. berechtigt, sich in der Stader Kl.kirche St. Marien bestatten zu lassen. Seine Eltern machten vor ihrem Tode eine Stiftung für die Eigenkirche in Kirchwistedt, wo sich möglicherw. ihre Grablege befand. Unklar ist, ob dafür auch die spätromanische St.-Margarethen-Kirche zu S. in Frage kam.

Um sein Versflether Erbe zu sichern, baute Gf. Gerbert die Veste Stoltenbroke (mutmaßlicher Platz zwischen Hagen und Driftsethe). Die Gf.enres. Stoltenbroke (Stolzen-Bruch, nicht etwa Stotlenbroke als Ableitung von Stotle) wurde für ihn namengebend.