STOTEL
I.
Aus der kleinen Dienstmannschaft sind die Knappenfamilien von → S., von Stinstedt, Purrick von Uthlede, Nagel, von Würden, von Löhnhorst, Reese, Wrideke von Seebeck, von Bierden, Bulsing, von Redingstedt und von Wedel nachweisbar (Trüper, Ritter, S. 700). Die Ministerialen von S. (1240 Gerung erwähnt; UB Osterholz, Nr. 35 f.) könnten als Kastellane der Gf.enburg das Truchsessenamt innegehabt haben. Möglicherw. gehörten die 38 sog. Osterstader Knappenfamilien teilw. der S.er Ministerialität an (Trüper, Ritter, S. 700 und 707). Der Lehnhof der Gf.en war wesentlich umfangr.; zu ihm gehörten v.a. Bremer Ministerialen.
II.
Als Kanzlisten und Kapellane werden die Priester der S.er Pfarrkirche gedient haben, von denen dominus Hartbertus 1240 als Zeuge einer Gf.enurk. auftritt. Das Güterregister der Gft. S. von 1363/65 beginnt mit Aufzeichnungen seit dem Ende des 13. Jh.s (UB Bremerhaven, Nr. 45).
Um eine hochadlige Haushaltsführung aufrecht erhalten zu können mußte während der Vormundschaft Besitz für 150 Mark Silber verpfändet werden. Insgesamt verkaufte und verpfändete Gf. Rodolf III. Eigengut für mind. 744¼ Mark. Es fällt auf, daß nur 66 Mark von Seiten geistlicher Institutionen einkam. An seine niederadligen Verwandten verpfändete der Gf. Besitz für 63 Mark. Den Löwenanteil aber bezahlten die Dienstmannen, nämlich 175¼ Mark Von Seiten einiger Vasallen kamen insgesamt 140 Mark, von zwei reichen Bauern in Loxstedt 300 Mark.
Im Wappen führten die von S. auf Silber einen roten gegengezinnten Schrägrechtsbalken; zwei von Pfauenfedern besteckte Büffelhörner bildeten das Zimier (Hucker, Wappen).