STAUFEN
I.
1335?: hern Goetfrids von Stuoffen hof ze Stuoffen, der lehen ist von grave Cuonraten von Friburg.
II.
Zumindest in Erwägung gezogen wird die Existenz einer am nördlichen Ortsrand von S. gelegenen Burg, am Platz des heutigen Stadtschlosses, die zeitlich sowohl der Burg S. als auch dem Stadtschloß selbst voraus gegangen sein könnte. Dessen älteste Teile aus dem Kellerbereich werden zwar erst ins 13. Jh. dat., doch die Gliederung des früheren ummauerten Stadtbereichs von S. bietet Raum für die Annahme eines Vorgängerbaus. Demnach wurde die Stadt S. um 1300 aus dem ehem. Dorf S. heute im S des Altstadtbereichs, der neu angelegten Marktstraße (heute Hauptstraße) nordwestlich davon und einem offenbar herrschaftlichen Areal im NO gebildet und ummauert. Auf diesem letzteren Gelände wurde im späten MA das Stadtschloß errichtet (heute das staatliche Forstamt). Es kann vermutet werden, daß dieser Bereich schon früher herrschaftlich geprägt war und ein wehrhaft-repräsentatives Gebäude trug, wofür archäologische Nachweise jedoch noch zu erbringen sind. Ein Beleg aus dem Jahr 1335 nennt allerdings lediglich einen vom → Freiburger Gf.en Konrad zu Lehen gehenden Hof in S., hinter dem sich ebenfalls der Vorgängerbau des Stadtschlosses verbergen könnte.
III.
Das Stadtschloß, ein zweiflügliger Bau mit einem Treppenturm im Winkel, liegt von der Hauptstraße deutlich zurückversetzt und zeigt so eine herrschaftliche Distanz zu den bürgerlichen Untertanen. In seinem Bereich wurden römische Siedlungsspuren lokalisiert. Über die Gestalt seiner ma. Vorgängerbauten läßt sich nur wenig aussagen. Es geht offenbar auf einen Rechteckbau zurück, der sich noch im heutigen Kellerbereich abzeichnet. Der Keller wurde im 13./14. Jh. mehrfach erhöht und später eingewölbt. Wenngleich nicht gesagt werden kann, ob die Herren von S. mehr ihr Stadtschloß bewohnten oder doch eher auf der benachbarten Burg residierten, so zeigt der Bau des Stadtschlosses doch das Bedürfnis der Familie, eine Res. innerhalb der Stadtmauern bei ihren Untertanen zur Verfügung zu haben.
Literatur
Siehe C. Kastelberg.