Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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SCHWANBERG

A. Schwanberg

I./II.

Das Adelsgeschlecht der Herren von S., ursprgl. aus Skviřín/Speierling (de Squirina), ist in Böhmen schriftlich zuverlässig seit dem zweiten Viertel des 13. Jh.s belegt. Bis zu seinem Aussterben i.J. 1664 verwendete es in seinem Wappen einen silbernen, laufenden Schwan auf rotem Schild, als Wappenkleinod wurde der Schwan selbst oder auch nur der Schwanenkopf mit Hals verwendet. Nur der Ronspergzweig (von Ronsperg/Poběžovice) erweiterte ab dem Jahr 1614 sein Wappen um eine rote Rose in silbernem Feld aufgrund der Erbschaft der Herren von → Rosenberg. Der Familientradition nach waren die Herren von S. nicht tsch., sondern skandinavischer Abstammung.

Die Tradition der Familie führt ihre Anfänge bis auf Strut-Harald, einen wikingischen Herrscher der schwedischen Provinz Skane, und seinen Sohn Thorkil den Großen, der die Tochter des englischen Kg.s Ethelred II. (976-1016) heiratete, zurück. Thorkil der Große übte unter dem schwedisch-norwegisch-englischem Kg. Knut dem Großen (1016-1035) das Amt des Verwalters Ostenlands aus und wurde danach zum Gouverneur Dänemarks ernannt. In der Versippung des Sohnes Thorkils mit der Tochter des englischen Kg.s Harald II. und seiner Ehefrau Edita gen. Schwanenhals kann viell. der Ursprung des s.ischen Wappens gesehen werden. Die angeblichen Vorfahren von S. dienten den dänischen und polnischen Kg.en. In Polen wurden sie Duninnen, d.h. Dänen, nach dem Land ihres Ursprungs gen. oder auch Labedž (Labedž, Schwan) und nach der Wende vom 12. zum 13. Jh. erscheinen sie angeblich in Böhmen. Ein direkter genealogischer Zusammenhang der polnischen Duninnen mit den Herren von S. ist aber durch keineswegs belegt und die tsch. Wissenschaftler stehen dieser Theorie eher skeptisch gegenüber. Als einziges ernsthaftes Argument für die Verwandtschaft bleibt also das ähnliche Wappen.

III./IV.

Für den ältesten zuverlässig belegten Vorfahren der Herren von S. wird von tsch. Historikern Ratmir I. von Speierling (Ratmirus de Squirina) gehalten – er wird in den Jahren 1224-1232 erwähnt; i.J. 1227 war er Kammerdiener im Pilsner Kr. Dem Sohn Ratmirs I., Ratmir II., wird die Gründung des Minoritenkl.s in Stříbro/Mies i.J. 1238 zugeschrieben. Dieses erreichte nach letzten Forschungen monumentale Ausmaße und wurde zur Begräbnisstätte der Herrn von S. In der ersten Hälfte des 13. Jh.s errichteten die Herren von Speierling unweit ihres ersten böhm. Sitzes in Speierling (14 km südwestlich von Mies) die Burg Bor/Haid bei Tachau und ungefähr gleichzeitig die Burg S., zudem auch Krasíkov (14 km nördlich von Mies). Die Speierling begannen, sich nach der Burg zu benennen und übernahmen allmählich das Prädikat »von S.«.

Die Herren von S. spielten von 1224-1664 in der tsch. und mitteleurop. politischen und kulturellen Geschichte eine große Rolle. Ihre Bedeutung für die tsch. Geschichte ist freilich noch nicht abschließend zu bewerten. Dabei kann das an Nachkommen reiche Adelsgeschlecht mit einer ganzen Reihe origineller Vertreter aufwarten, von loyalen Landesbeamten und Regionalbeamten bis hin zu ungezügelten Rebellen einschl. zweier Hingerichteter, von hohen Ordens- und Kirchenwürdenträgern bis hin zu radikalen Hussiten und Anhängern der Reformation. Die S. waren Erbauer, aber auch Zerstörer von Burgen und Festungen, errichteten Teiche, gründeten Kl., Spitäler, Kirchen und Kapellen, erscheinen als Kunstmäzene, waren Tyrannen, aber auch Wohltäter ihrer Untertanen.

Unter der Herrschaft des Hauses Luxemburg (1310-1419) spalteten sich die Herren von S. in zahlr. Zweige, die nach ihren jeweiligen Sitzen benannt sind. Während des 14. Jh.s teilen sich neben dem Hauptzweig mit den Sitzen Krasíkov und Haid nach und nach Seitenzweige ab (Lestkov, Věžka, Mílkov, Eipowitz, Hanov, Muckov usw.), durchwegs in der Pilsner Region), ohne daß diese jedoch in einen genau bestimmbaren genealogischen Zusammenhang mit dem Hauptzweig gebracht werden könnten.

Das Konnubium der S.er war überwiegend auf die mächtigsten und reichsten böhm. Adelsgeschlechter orientiert – wie z. B. die → Rosenberg (vier Heiraten), → Schlick (sieben), Gutstein (drei), → Lobkowitz (zwölf), Kolowrat (vier), Schelmberg (drei), → Sternberg (drei), Rosenthal (zwei), → Dohna (vier) und Pflug von Rabstein (zwei).

In der zweiten Hälfte des 14. Jh.s macht sich eine bedeutende Machtzunahme bei den S.ern bemerkbar, v.a. beim Zweig Krasíkov-Bor. Mit seinen vier Burgen – Krasíkov, Haid, Komberk und Věžka – nehmen die S.er unter den Adligen des Pilsner Kreises den zweiten, in Böhmen etwa den zehnten Rang ein. Dieser Aufstieg ist insbes. mit Bohuslav III. von Krasíkov und Haid verbunden. Dieser Sohn Bohuslavs II. war im Landesdienst Beisitzer des Landesgerichtes (1350), Beisitzer des Hofgerichtes (seit dem Jahr 1351), Landeshauptmann und Richter in Eger (1358-1366) und schließlich i.J. 1378 oberster Kammerdiener des böhm. Kgr.s. Es ist das erste Mal, daß ein S.er eines der höchsten Landesämter besetzte. Die Söhne Bohuslavs III. Buschek (Bohuslav IV.) und Bohuslav V. gehörten zu den obersten Mitgliedern des Herrenvereins, die sich i.J. 1394 gegen Kg, Wenzel IV. erhoben. Sie setzten den Kg. auf seinem Jagdsitz in Kg.shof gefangen und zwangen ihn zur Anerkennung der Mitherrschaft von Angehörigen des Herrenvereins. Bohuslav V. war zu dieser Zeit seit 1390 oberster Landesrichter (gest. ca 1401). Die Periode des hochadligen Widerstandes überlebte Jan d.Ä., ein weiterer Sohn Bohuslavs II., der 1404 zum Hauptmann in Tachau wurde. In dieser Funktion versagte Jan d.Ä. bei der Verteidigung der Westgrenze gegen Ruprecht von der Pfalz allerdings. Er wurde als Verräter 1406 nach der Erstürmung von Tachau durch das kgl. Heer Wenzels IV. eingesperrt und 1410 in Prag hingerichtet. Seine Hinrichtung war Ursache weiteren Widerstands der Herren von S. in den Jahren 1413-1414, der schließlich aber mit der Versöhnung mit Ruprecht endete.

Während der Hussitenkriege (1419-1434) blieben die S.er dem katholischen Glauben und Kg. Sigismund von Luxemburg treu. Bohuslav VI. von Krasíkov und Haid (gest. 1425) ist bei der Eroberung der Burg Krasíkov 1421 in die Gefangenschaft des Heerführeres Jan Žižka von Trocnov geraten. In Gefangenschaft konvertierte Bohuslav VI. zum hussitischen Glauben und wurde sogar auf der Seite Jan Žižkas zum Feldhauptmann der hussitischen Hauptstadt Tabor und fiel beim Kriegszug der Hussiten nach Österreich.

Zum Haupt der S.er wurde nach dem Tod Bohuslavs dessen Bruder Hynek Kruschina, der mit seinem Kusin Jan Kruschina 1434 bei der entscheidenden Niederlage des hussitischen Heeres in der Schlacht bei Lipany auf der Seite der sog. Herrenverein teilnahm. Als Hauptmann des Pilsner Kreises unter Kg. Sigismund (1436-1437) und Albrecht II. von Habsburg (1437-1439) legalisierte Hynek Kruschina den von ihm zu verantwortenden Raub zahlreicher kirchlicher Güter. Der Familienbesitz der Güter Krasíkov und Haid (bestätigt auch von Kg. Ladislaus Postumus [1453-1457]) wurde ganz wesentlich um das Pfandgut des Zisterzienserkl.s in Pomuk mit der Burg → Grünberg, die Städtchen Plánice und Blovice, ca 80 Dörfer, zehn Wirtschaftshöfe und etwa 300 Teiche erweitert. Weitere kirchliche Güter im Besitz der S.er waren diejenigen der Johanniterkommende in Manetin, die neben der zugehörigen Stadt noch etwa 27 Dörfer zählte.

Für Hynek Kruschina endeten die Kriege durch die Niederlage der Hussiten bei Lipany nicht, denn ihn beschäftigten stets neue Konflikte mit seinen Gegnern in Böhmen (Přibík Klenovský, Burian von Gutstein und anderen) oder mit benachbarten dt. Fs.en. Auch diente er als Söldner hinter der böhm. Grenze.

1449-1450 gehörte Hynek Kruschina gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Ulrich II. von → Rosenberg zu den vornehmsten Mitgliedern der Strakonitz-Allianz, die in der Zeit der Herrschaftslosigkeit mit der hussitischen Podiebrad-Allianz (geführt von Georg von Podiebrad) um die Herrschaft in Böhmen kämpfte. Die Strakonitz-Allianz wurde 1450 bei Rokitzan geschlagen und gezwungen, Georg aus Podiebrad als Landesverwalter anzuerkennen.

Im Krieg bei Eger gegen Heinrich von Plauen 1452 kämpften Hynek Kruschina und sein Sohn Bohuslav VII. auf der Egerseite und trugen Zur Etablierung eines eigenen Egerlandes innerhalb der Länder der Böhm. Krone bei. Die S.er unterstützten schließlich die Wahl Georgs von Podiebrad zum böhm. Kg., der ihre Besitzungen Krasíkov, Haid, → Grünberg und Manetin bestätigte.

Der zweite bedeutende Zweig der S.er nach dem Aussterben der Hanovci um 1430 ist jener der Přimda/Pfraumberg geworden, die von Jan d.Ä. abstammten, der 1410 hingerichtet worden war. Dem Sohn Jans, Jan Kruschina, wurde 1454 in Rokitzan der Besitz von Pfraumberg bestätigt, der zur Hauptres. der pfraumbergischen Zweiges der S.er bis zum Ende des 15. Jh.s wurde, danach saßen die Pfraumberger v.a. in Třebel/Triebl.

Nach dem Tod des Hynek Kruschina 1455 wurde Hyneks Sohn Bohuslav VII. (gest. 1490) zum mächtigsten Mann der S.er. Bohuslav VII. ist sowohl ein bedeutender politischer Aufstieg als auch die umfangreiche Vermehrung des Vermögens zu verdanken. Er wählte zusammen mit weiteren S.ern 1458 Georg von Podiebrad zum böhm. Kg. und wurde dessen Feldhauptmann, gehörte aber schon 1465 zu den Gründern der widerständischen Grünberger Allianz. Im Krieg gegen Kg. Georg verteidigte Bohuslav VII. seine Positionen in Westböhmen und 1469 wählte er Matthias Corvinus zum böhm. Kg., dem die Kurie die Führung des Kreuzzuges gegen die böhm. Kelchner anvertraute. Nach fast 70 Jahren gewannen die S.er endlich ein hohes Landsamt, obwohl die utraquistischen Böhmen den Gegenkg. niemals anerkannten. Corvinus vergab an Bohuslav das Amt des obersten Hofmeisters und des Hauptmanns von Eger. In den Kämpfen gegen Georg von Podiebrad verlor Bohuslav Manetin, es gelang ihm aber, Haid und Krasíkov zu verteidigen. Nach dem Tod Georgs von Podiebrad anerkannte Bohuslav die Wahl des neuen böhm. Kg.s Vladislav II. von Böhmen nicht an und blieb Matthias Corvinus treu, ohne daß er daraus freilich irgendeinen Gewinn ziehen konnte. Trotzdem unterstützte er Corvinus milit. nicht gegen den neuen tsch. Kg. In den folgenden Jahren gelang dem bislang nicht sehr reichen Krasíkov-Haid-Zweig der S.er ein großer Machtanstieg. 1472 war in Böhm. → Krumau Jan II. von → Rosenberg gen. der Friedsame gestorben. Er war ein führendes Mitglied der Grünberger Allianz. Der neue rosenbergische Herrscher war aber der untaugliche sechszehnjährige Sohn Jans Heinrich V. von → Rosenberg geworden, der seinen Onkel Bohuslav von S. zum Verwalter und Tutor der Herrschaft → Rosenberg machte. Corvinus erteilte dem neuen Führer der Rosenberger den Titel eines Oberhauptmanns der Länder der Böh. Krone und erwartete von Bohuslav eine schlagfertige Kriegsführung gegen Vladislav II. von Böhmen. 1473 kaufte Bohuslav von Heinrich von → Rosenberg die Grundherrschaft Zvíkov, das Kl. in Milevsko/Mühlhausen und weitere Güter für 13 000 Schock Groschen. Die Grundherrschaft der Rosenberger brauchte zu dieser Zeit vor allem einen fähigen Soldaten, der sie nicht nur gegen die Gegner aus dem Lager der Calixtiner und Katholiken verteidigen konnte, sondern auch vor Gläubigern, weil die Herrschaft gesamtschuldnerisch hoch belastet war. Bohuslav leistete gute Arbeit, verlangte dafür aber seinen Anteil – die Herrschaft Zvíkov-Mühlhausen. Während der Verwaltung der riesigen Herrschaft → Rosenberg führte Bohuslav mit seinem Sohn Hynek private Kriege gegen Ks. Friedrich III. von Habsburg und österr. Adelige – gegen Fs. Albrecht IV. von Bayern, den Bf. aus Regensburg und die Stadt Regensburg, die Stadt Eger und andere. Anderseits kam Bohuslav Kg. Vladislav und seinen Anhängern näher. Diese selbständige s.sache Politik gefiel Matthias Corvinus nicht, der Bohuslav 1478 in Böh. Budweis gefangen nehmen ließ. Der Frieden von Olmütz zwischen Vladislav II. von Böhmen und Matthias Corvinus i.J. 1479 führte zu Bohuslavs Entlassung und seine Amnestierung durch Kg. Vladislav. In der Zeit des Friedenszeit nach den zehnjährigen böhm.-ungarischen Kriegen widmete sich Bohuslav mit Hynek seinen Herrschaften. Eine wichtige Rolle spielte der Aufbau von Fischteichen. Die s.ische Teichwirtschaft, die dauerhaft die tsch. Landschaft geprägt hat, ist vergleichbar mit den hochentwickelten Unternehmungen der Herren von → Pernstein und → Rosenberg in ihren Herrschaften. Die s.ischen Güter sind während der Herrschaft Bohuslavs VII. um die Herrschaft Rataje (zwei Burgen, Städtchen und zwölf Dörfer), die Burg Karlsberg mit Zubehör und eine Reihe von kleineren Gütern vermehrt worden. Sein Onkel Jan Strakonicky verkaufte Bohuslav 1483 für 9024 Schock Groschen das Landgut Manetin zum Erbschaftsbesitz, das er bis dahin nur schriftlich besaß. Neben dem Städtchen Manetin zählte dieses Gut 28 Dörfer. Die Aufzählung der Funktionen und Würden von Bohuslav VII. (gest. 1490) – oberster Hauptmann des Kgr.es, oberster Hofmeister, Herr der rosenbergischen Herrschaft, Beisitzer des Hof- und Landsgerichts und Hauptmann des Pilsner Kreises – machten aus ihm eine Persönlichkeit, die in der Geschichte des Hauses mit dem Schwanenwappen konkurrenzlos ist.

Für das weitere Schicksal der S.er war der Erbschaftsvertrag (Erbainigung) Bohuslavs VII. und seiner Söhne Hynek und Heinrich I. mit den Herren von → Rosenberg i.J. 1484 über die gegenseitige Erbschaft im Fall des Ausbleibens männlicher Nachkommen von großer Bedeutung.

Große Unterstützung in der Verwaltung der → Rosenberg-Herrschaft und in den kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Ks. und anderen fand Bohuslav VII. in seinem entfernten Verwandten Jan Strakonicky von S., Generalprior des Johanniterritterordens in Böhmen, Mähren, Schlesien, Lausitz und in den Ländern Österreichs 1467-1510. Jan Strakonicky wurde in sein Amt zu dem Zeitpunkt gewählt, als die Güter des Ordens nach den Hussitenkriegen und den folgenden Kriegen weitgehend geplündert waren. Erhalten blieb die Strakonitzburg als Hauptsitz des böhm. Generalpriors und die Stadt Strakonitz, die durch Brände aber schwer beschädigt war. Von zehn blühenden böhm. Ordenshäusern und Kommenden blieben nur drei – die Festung mit der Kirche in Radomyšl, Pičín bei Přibram/Pibrans und Ploskovice/Ploschkowitz. Über die Kommende in Manetin herrschten während der Hussitenkriege die S.er von Haid-Krasíkov und sie gaben diese nicht wieder an den Orden zurück. Nur wenig besser überstanden die Ordensgüter in Mähren mit der Burg Orlov und drei Kommenden die Hussitenkriege. In Schlesien und in der Lausitz überdauerten alle 17 Kommenden, in den Ländern Österreichs waren es lediglich fünf. Keiner der S.er konnte allerdings die Exekutive über diese weit verstreuten Besitzungen ausüben. In der Zeit der Sedisvakanz des Ebm.s Prag stellte der Generalprior aus Strakonitz den höchsten kirchlichen Würdenträger der katholischen Kirche in Böhmen. Die politische Bedeutung des Jan Strakonicky liegt in seiner Rolle als Befrieder verschiedener lokaler kriegerischer Konflikte in Böhmen. Großen Anteil hatte Jan am Abschluß des Konfessionsfriedens von Kuttenberg i.J. 1485. Als nach fast zwanzigjähriger Unterbrechung in diesem Jahr die Sitzungen des Oberlandgerichtes wieder aufgenommen wurden, wurde von den S.ern lediglich Jan Strakonicky in dieses Gremium berufen.

Während der Regierung Heinrichs I. auf Zvíkov in den Jahren 1490-1523 kam es zu einem deutlichen Umorientierung der S.er, die sich fortan als Landswirte betätigten und sich um das Allgemeinwohl kümmerten. Heinrich I. kaufte kurz nach Übernahme der Herrschaft das Herrengut Kestřany mit drei Festungen, einer Brauerei, zwei Dörfern und sechs Teichen, was auch die künftig anhaltende Konzentration der S.er auf die Fischzucht unterstreicht. Nach dem Tod seiner Ehefrau Margarete von Rosenthal i.J.e 1496 erbte Heinrich I. als kgl. Pfand das Tausamt mit elf Dörfern der Tauser Choden. Er baute die s.ischen Res.en Zvíkov/Klingenberg, Haid, Krasíkov, Karlsberg und Kestřany kostspielig um, errichtete bei Klingenberg eine Brücke über die Moldau und in Haid und Mühlhausen Hospitäler. In der Nähe von Krasíkov und auf dem Grenzberg Dachsberg begann Heinrich I. mit der Ausbeutung von Bodenschätzen, von deren Einträglichkeit aber keine näheren Angaben vorliegen.

Während der Regierung Ks. Ferdinands I. (1526-1564) läßt sich ein ungewöhnlicher politischer Aufstieg der S.er feststellen. Die S.er, zu der Zeit noch ein katholisches Adelsgeschlecht, blieben ihrem Herrn bei der Zerschlagung des ersten Ständewiderstands i.J. 1547 treu, an dem v.a. die nichtkatholische Aristokratie und die Städte teilnahmen. Mit der Übernahme höchster und weiterer Ämter gelang den S.ern während der Zeit Ferdinands I. und Maxmilians II. die Positionierung neben dem Haus → Lobkowitz und dem Haus → Sternberg als eine der drei politisch einflußreichsten Familien. Die S.er stellten den Oberstlandrichter (Adam auf Pfraumberg 1577-1581), den Obersthofrichter (Jan Muckovsky auf Neustadtl 1533/34, Heinrich, der Ältere auf Zvíkov 1544-1550, Jan auf Mühlhausen 1557-1558 und Adam auf Pfraumberg 1560-1577), den Oberstmünzmeister (Jan Erazim auf Haid 1561-1566), den Hauptmann der dt. Lehen der Krone (Jachym auf Königswart 1572-1574?), den Hofkammerpräsidenten (Jachym auf Königswart 1572-1574), den Landzollmeister (Adam 1556), den Egerbgf.en und Miesbgf.en (Jachym auf Königswart), die Hauptmannschaft im Pilsner Kr. (Peter auf Ronsperg 1552 und Jan Erazim auf Haid 1576) und die Hauptmannschaft im Bechiner Kr. (Heinrich, der Ältere 1542-?, Wenzel auf → Bechin 1551-1562) sowie im Kr. Prácheň (Heinrich, der Ältere i.J. 1552). Schließlich ist auch das Amt des Beisitzers des Oberstlandgerichtes nicht hoch genug einzuschätzen. An der Entwicklung dieses Spitzenamtes der böhm. Rechtsprechung, deren Entscheidungen sich selbst der Kg. unterziehen mußte, waren die S.er von erheblicher Bedeutung. Schon 1534 ernannte Ferdinand I. Heinrich d.Ä. zum Landesrichter und danach auch weitere Mitglieder der Familie wie bspw. Jan von Mühlhausen und Peter von Ronsperg.

In dritten Viertel des 16. Jh.s gerieten die S.er aus Haid und Pfraumberg in große Schwierigkeiten mit ihren Untertanen – mit den Tanser und Pfraumberger Choden. Während der Aufstand der Pfraumbergchoden durch die Hinrichtung ihrer Anführer beendet werden konnte, gelang es den Tauschoden, sich 1572 auszahlen zu lassen und wurden für geraume Zeit direkte Untertanen des böhm. Herrschers.

Den Höhepunkt ihrer wirtschaftliche und politischen Macht erreichten die S.er unter Johann Georg von Ronsperg (gest. 1617) und seinem Sohn Peter II. (gest. 1620). Johann Georg erbte von dem letzten Mitglied des Zweiges Zvíkov, Christoph II,. 1582 Orlik mit den Städtchen Mirovice, Záhořany und Altsattel, 51 Dörfer, fünf Höfe, zwei Brauereien, 50 Teiche und weiteres Zubehör.

Im zweiten s.ischen Kampf um das Erbe der Rosenberger waren die S.er wesentlich erfolgreicher als in der ersten Auseinandersetzung. Als 1611 der letzte → Rosenberger Peter Wok starb, erbten die S.er auf Grundlage der Erbeinigung von 1484 die Grundherrschaften → Wittingau (drei Städte, vier Städtchen, 69 Dörfer, drei Brauerein, ca. 190 Teiche und vieles mehr) und Gratzen (Stadt mit Burg, sechs Städtchen, 92 Dörfer, 45 Teiche, vier Brauereien, 23 Höfe, 13 Mühlwerke, sechs Sägewerke, 44 Kneipen, Glaswerk und anderes). Nach dem kinderlosen Tod des Neffen Woks 1612 kamen die Grundherrschaften → Rosenberg (Stadt mit Burg, fünf Städtchen, 52 Dörfer, sechs Höfe, zwei Brauereien, acht Kneipen, vier Mühlwerke, zwei Sägewerke, drei Teiche, Grenzwald und anderes) und Libĕjovice (Städtchen mit Festung, 29 Dörfer, drei Höfe, fünf Mühlwerke, 20 Teiche und anderes) dazu. Im selben Jahr kaufte Johann Georg von Georg Emerich von S. (Zweig Haid) die Burg Zvíkov mit Zubehör für 70 000 Schock Meißener Groschen. Die verkleinerte Grundherrschaft Zvíkov bestand damals aus dem Schloß Zvíkov mit Brauerei, Mälzerei und Meierhof, dem Städtchen Podhradí, 14 Dörfern, zwei Höfen, sieben Teichen und anderem.

Schon 1615 vertraute Johann Georg von S. seinem älteren Sohn Peter die Grundherrschaft → Wittingau an, auch Nové Hrady/Gratzen, → Rosenberg, Libĕjovice und Borovany mit insg. 2790 Bewohnern sowie Ronsperg mit 150 Bewohnern, er selbst behielt Zvíkov und Orlik. Nach dem in diesem Jahr angefertigten Steuerregister wurde Peter dadurch zum drittreichsten Adligen in Böhmen mit 3529 Untertanen. Johann Georg, der den s.ischen Besitz am meisten vermehrt hatte, starb 1617 im Alter von 69 Jahren und hinterließ seinen Söhnen Peter II. und Adam II. eine riesige Herrschaft, die die Größe zahlreicher Reichsfs.entümer bei weitem übertraf.

Peter II. nahm als Lutheraner aktiv am protestantischen Widerstand der Stände gegen die Habsburger teil, der bekanntlich mit dem Dritten Prager Fenstersturz 1618 begann. Er wurde zu einem der Führer des Widerstandes gewählt, die Kg. Ferdinand II. für abgesetzt erklärten und 1619 den kalvinistisch gesonnenen Fs.en Friedrich V. von der Pfalz zum böhm. Kg. wählten. Der neue Herrscher, auch Winterkönig gen., übergab Peter das Amt des Obersthofrichters. Peters Mannschaften in → Wittingau, Gratzen, → Rosenberg, Zvíkov und anderswo konnten die schrecklichen Plünderungen der s.ischen Güter in Südböhmen durch das ksl. Heer nicht verhindern. Er erlebte die Niederlage des Widerstands in der Schlacht am Weißen Berg 1620 allerdings nicht mehr, weil er kurz vor diesem entscheidenden Kampf starb. Peter II. wurde nach seinem Tod von dem siegreichen Ferdinand II. zum Hochverräter erklärt und seine Herrschaften wurden konfisziert. Peters Bruder Adam II., der an dem Widerstand wg. eines Studiums im Ausland nicht teilnahm und danach sogar in die ksl. Armee als Kavallerieoffizier eintrat, verlangte vergeblich die Rückgabe der Hälfte der väterlichen Erbschaft. Zudem waren die s.ischen Herrschaften enorm mit Schulden belastet. Anna Maxmiliana, die schwangere Wwe. Peters II., war nach der Schlacht am Weißen Berg mit ihren sieben minderjährigen Kindern nach Brandenburg und danach nach Elbing geflohen. Der älteste Sohn Peters, Georg Wilhelm, starb i.J. 1635 in sächsischen Heeresdiensten als letztes männliches Mitglied des Ronspergzweiges.

Die katholischen S.er der Zweige Triebl und Haid waren den Habsburgern treu geblieben. Der letzte Angehöriger der Haid war der Kreishauptmann Jan Wilhelm II. von Kestřany und Haid. Er starb 1651 und hinterließ drei Töchter. Der letzte Angehörige der Triebl war Jan Friedrich von Krasíkov, Weseritz und Triebl, königlicher Berater, Landesrichter und Kreishauptmann. Er starb ohne Nachkommen i.J. 1659. Adam II. schließlich, der letzte S.er, starb völlig verarmt und ohne Nachkommen 1664 und übergab kurz vor seinem Tod seine erblichen Ansprüche an Fs. Jan Adolf von → Schwarzenberg auf → Wittingau. In einer Zeitspanne von nur 13 Jahren waren somit alle männlichen S.er dieser ehemals so zahlreichen Familie verstorben, die über mehr als vier Jahrhunderte von solch hoher Bedeutsamkeit für die böhm. und europ. Geschichte war.

Quellen

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