Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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SAARWERDEN

B. Saarwerden

I.

Siehe A., Abschn. II und IV.

II.

Größter Ort in der Gft. war Bockenheim, für den Gf. Friedrich von S. 1328 mit Zustimmung des Metzer Bf.s als Lehensherr einen Freiheitsbrief ausstellte, seitdem öfter »Stadt« gen. Eine dortige gfl. Burganlage ist nicht eindeutig nachgewiesen. 1513 wird von einer Stelle gesprochen, wo vor Zeiten la forte maison gestanden habe. Bockenheim war der wirtschaftlich bedeutendste Ort, belegt sind eine Geleitsgeldhebestelle und Zoll seit 1346, ein Wochenmarkt um 1350. Die überlieferten Handwerke entsprechen der allg. Bedarfsdeckung und lassen keine Besonderheiten erkennen.

Der Sitz der Verwaltung ist nicht eindeutig zu fixieren. Im Jahr 1346 werden ein Kellner und ein Schreiber zu S., ein Schultheiß und ein Schaffner in Bockenheim gen., in einem bald nach 1350 entstandenen Einkünfteverzeichnis ein Schaffner in S., ein Schultheiß und ein Schaffner in Bockenheim, 1377 ein Schaffner in Bockenheim, 1397 wiederum ein Schultheiß in Bockenheim.

Silbernes und goldenes Geschirr aus dem Nachlaß Gf. Heinrichs III. (gest. 1397) fiel an seine Wwe.