OSTERWITZ
I.
Das Kerngebiet der O.er Herrschaft liegt rund um den Magdalensberg in Kärnten und ist damit Teil jenes Gebietes, das 860 von Ludwig dem Deutschen an die Salzburger Kirche vermacht wurde. Daneben erwarben die O.er Besitz in Krain, so 1316 Wippach, ein Lehen des Patriarchen von Aquileja, das 1342 wieder verkauft wurde. Lehensabhängigkeiten ergeben sich zu geistlichen Herren und v.a. zum Hzg. von Kärnten, aber auch zu den Gf.en von → Sternberg. 1362 geben die Schenken von O. ihre Burgen und den gesamten Eigenbesitz in Kärnten und Krain den Habsburgern auf.
II.
Vom Hof der Schenken von O. ist praktisch nichts bekannt. Die Nähe zum landesfsl. St. Veit läßt aber auf eine gute Versorgungslage auch mit Gütern aus dem Fernhandel schließen. Als Geldgeber des Hofes wurden v.a. im 14. Jh. Juden herangezogen, was zur Überschuldung der Familie und endlich zum Ende ihrer freien Stellung beitrug.
Ebenso wenig sind Berichte über das Hofleben überliefert, vieles dürfte sich im Umfeld des Hzg.s von Kärnten abgespielt haben. Ortolf von O. findet im »Frauendienst« Ulrichs von Liechtenstein Erwähnung.
Quellen
Monumenta Historica Ducatus Carinthiae. Geschichtliche Denkmäler des Herzogthumes Kärnten, Bde. 3-11, Klagenfurt 1904-1972.
Literatur
Wiessner, Hermann: Die Schenken von Osterwitz (1100-1500). Klagenfurt 1977.