NEUENBURG
I.
Der verfeinerte Dekor der Skulpturen des Schlosses von N. und die Literaturproduktion (Werke des Minnesängers Rudolf, Gf. von N., gest. gegen 1196), bestätigen indirekt ein qualitativ hochwertiges Hofleben in der zweiten Hälfte des 12. Jh.s. Das 13. Jh. dagegen war sehr glanzlos, während das 14. Jh. durch ein langsames Wiedererstarken markiert wurde. Die Periode des erneuten Niedergangs ist in der Mitte des 15. Jh.s mit den Gf.en von → Freiburg (i.Br.) und den Mgf.en von Baden-Hachberg, den indirekten Erben der Gft., anzusiedeln.
Das Schloß von N. war, abgesehen von → Valangin, wo ein anderer, von den Gf.en abhängiger Zweig der Familie von N. einen kleinen Hof im 15. Jh. und bis zum Jahre 1543 unterhielt, die einzige Res. der Familie, an der sich ein Hofleben ausgebildet hatte. Die Gf.en von N. besaßen in ihrer Gft. zahlr. Burgen, auf denen sie sich aus pragmatischen Gründen aufhielten und bei denen es sich v.a. um befestigte Orte und die Sitze der Kastellaneien handelte. Stadtwohnsitze sind außerhalb der Gft. im 15. Jh. in Bern und in Dijon bezeugt, aber sie wurden wahrscheinlich aus politischen Gründen (bei den ersteren aufgrund des Burgrechts und bei den zweiten wg. ihren Dienstverhältnisses am Hof von Burgund) und nicht zum Vergnügen unterhalten. Außer N. haben nur zwei andere Schlösser eine Rolle als Res. gespielt, und zwar v.a. Vercel und Champlitte. Das Hofleben in N. hörte schlagartig Anfang des 16. Jh.s auf, als die Gft. zuerst von den Schweizern (1512-1529) besetzt wurde, bevor sie dann Fs.en gehörte, die nicht mehr darin wohnten.
II.
Erste Kernfunktionen der Verwaltung sind für das Jahr 1234 bezeugt, als die Verpflichtungen des Gf.en gegenüber dem Stiftskapitel neu definiert wurden, dessen Kanoniker ihm als Kanzler dienten. Erst im 15. Jh., an der Schwelle zur Erlangung der Gf.enwürde, konnte sich mit dem Aufkommen eines Notariats im Dienst des Gf.en und einer kontinuierlichen finanziellen Verwaltung ein stabiler Verwaltungsrahmen etablieren, der auf die Ausgaben der Burgherrn und die Versorgung des Hofes achte. Es war dies in der Hauptsache das Werk des Gf.en Ludwig (gest. 1373). Ein Schatzmeister ist vom Jahre 1355 an nachgewiesen und Abrechnungen über den Kammerherrn (Maître d'hôtel) haben sich seit 1359 erhalten. Im 15. Jh. produzierte diese Verwaltung eine Vielzahl von Dokumenten, da sogar die den Abrechnungen beigefügten Belege aufbewahrt wurden. Die Gesamtheit dieser Überlieferung spiegelt das Hofleben in N. und in den burgundischen Wohnsitzen der Gf.en in ihren Einzelheiten wider.
Eine bes. detaillierte Rechnung aus dem Jahre 1441 erlaubt, die Größe des Hofs auf etwa sechzig Personen zu schätzen, die sich damals auf dem Schloß von Champlitte aufhielten. Dies war wahrscheinlich bereits in der zweiten Hälfte des 14. Jh.s der Fall, was sich aus der Zahl der Pferde erschließen läßt, die für die Reisen des Hofes benötigt wurden. Der Hof unterscheidet die Umgebung des Gf.en und jenen der Gf.in. Die Kinder, einschließlich der Bastarde, folgen dem Hof.
Es sind keine Hofordnungen überliefert, aber die Jahresendrechnung von Johann von → Freiburg sind sehr detailliert und enthüllen eine sehr genaue Beachtung der Etikette: nicht nur die Beachtung des Rangs und der Sitzplätze der zahlr. Assistenten wird unterschieden, sondern auch die Art und Wertigkeit der Gerichte.
III.
Offenbar ist das im 14. Jh. geschaffene Verwaltungssystem um den Hof v.a. organisiert worden, um das dortige Leben und die zahlr. Abwesenheiten der Gf.en zu finanzieren, die in den großen europ. Konflikten der Zeit engagiert waren. Der Großteil der Mittel der Gft. gingen an den Hof, dessen Projekte zur Reform der Ausgaben eine rationellere Verwaltung empfahlen.
Der Hof schuf eine Art wirtschaftliches Netz, die die burgundischen und N.ischen Kastellaneien mit der Dynastie verband. Man kann in der Tat einen starken Anstieg des Warenverkehrs innerhalb des Jura beobachten, der dem Hof sogar erlaubte, sich eher über die entfernt liegenden Kastellaneien als über den lokalen Markt zu versorgen, egal ob es sich um Wein, um Vieh oder um Getreide handelte.
Die Gf.en der Familie von → Freiburg (1395-1458) ließen Juden in N. ansiedeln, um von ihnen Kredit und Handelsgüter zu erhalten Im Jahre 1406 findet sich ihre erste Erwähnung in einer Klage der Bürger von N., die forderten, von dens. Kreditbedingungen zu profitieren wie die Diener des Gf.en. Einige ansässige Juden erscheinen in den jährl. Gagenabrechnungen des Gf.en Konrad (1395-1424). Eine Rechnung, die für seinen Nachfolger, Johannes, durch »Simon dem Juden« i.J. 1450 ausgestellt wurde, ist uns durch eine Kopie in den Registern der gfl. Buchhaltung erhalten. Sie enthüllt uns die Existenz eines echten »Hofjuden«, der sowohl die Bankgeschäfte als auch die Versorgung des Gf.en und seines Hofes organisierte.
Für den Gf.en und seine Verwaltung war es umso nützlicher über eine Kreditquelle direkt in N. zu verfügen, da es kein dauerhaftes Münzgeld gab. Es war somit kein Gewinn über das Münzprivileg oder eine Veränderung des Edelmetallgehaltes der Währung möglich. Die Gf.en haben mehrfach versucht, Münzen zu prägen, aber ohne Folgen. Zwei Versuche sind von der Wende des 12. auf das 13. Jh. auf Konzession der Bf.e von Lausanne und Mitte des 14. Jh.s auf ein ksl. Privileg hin überliefert.
IV.
Hofmeister werden von 1185 an am Stiftskapitel, einer Gründung der Gf.en von N. vom Anfang der 1180er Jahre, erwähnt. Einer unter ihnen, Wilhelm, besuchte die Universität von Paris und diente als gfl. Kaplan und Kanzler (scriptor) und sogar als Erzieher (dies behauptet zumindest seine Vita). Er starb mit einer Aura der Heiligkeit i.J. 1232 und wurde Patron der Stadt.
Die Verwaltungsbeamten des Hofes, die Anfang des 14. Jh.s wieder sichtbar werden, organisierten die Verwaltung der Gft., bildeten die tägliche Umgebung des Gf.en und nahmen so an seinem Hofleben teil. Diese höfische Elite setzte sich sowohl aus den Herren der Gft. als auch Persönlichkeiten zusammen, die dem Gf.en ihren Aufstieg verdankten. Sie wird weitgehend frei gehalten, durch das Leben am Hof, durch die Reisen, die Neujahrsgeschenke, die Kleidungs- und Waffenspenden, wie die im Winter 1419-1420 durchgeführte Operation zur Befreiung von Johann von → Freiburg bezeugt, den Erben der Gft., der in Montereau zum Zeitpunkt des Attentates auf Johann Ohnefurcht, dessen Knappe er war, gefangen genommen worden war. Die Ausgaben für die Reise, die weitgehend durch den Kauf dauerhafter Güter entstanden, erreichten mehr als die Hälfte des Lösegelds!
Die Gf.en verfügten im 15. Jh. über Herolde und über berittene Boten, chevaucheurs, die oft mit Namen ausgestattet wurden, die die Macht ihres Herrn illustrierten, so daß sie z. B. ihre Familiennamen trugen (der Gf. Johannes von → Freiburg schickt seinen Boten mit Namen → Freiburg nach Jerusalem i.J. 1453, um an einer Wallfahrt teilzunehmen, auf der auch Familienmitglieder mitreisten), der Name einen Teil der Gft. repräsentierte (ders. Gf. Johann als Marschall von Burgund schickte i.J. 1441 einen berittenen Boten mit Namen Vautravers) oder eine Herrschaft der Gft. (der Herold mit Namen Vennes kehrte i.J. 1441 aus Jerusalem mit Reliquien und Souvenirs für die Gf.in zurück).
Musiker und Jongleure waren regelmäßig anwesend, insbes. die Sänger und Violenspieler; aber einige Musiker lassen sich schlecht von den berittenen Boten unterscheiden und insbes. Trompeten scheinen bei den berittenen Boten im Einsatz gewesen zu sein. Es handelt sich eher um Einzelpersonen; es gab kein am Hof installiertes Musikercorps, und bei bestimmten größeren Gelegenheiten war es der Hof von Savoyen, der Musiker zur Verfügung stellt.
Viele Persönlichkeiten, die am Hofe zu finden waren, sind nicht dauerhaft dort beschäftigt gewesen, wie z. B. Ärzte. Andere »Posten« werden ebenfalls von Offizieren besetzt, die zugl. für andere Aufgaben eingesetzt wurden. So war der Erzieher Johannes Alart auch maître d'hotel des Johannes von → Freiburg.
Der Dienst am Hof war eine Quelle der Gunst. Perronet des Berges, Hofmeister von 1371 bis 1383, gelang es, in die gfl. Familie einzudringen, indem er eine Bastardin des Gf.en Ludwig (gest. 1373) heiratete. Der Koch Johanns von → Freiburg, Wunderlich, diente mehr als 20 Jahre am Hof; bei seinem Tod wurde er in der Kollegiatskirche bestattet. Er hatte seinen Namen französisiert und zugl. seine Verwandtschaft um die Abstammung von einer adeligen Familie erweitert, die Merveilleux in N. und die Merveilleux in Vignaux in Frankreich. Die politisch mächtigste aristokratische Familie der Gft. N. vom 16. Jh. bis zur Revolution von 1848, Chambrier, verdanken ihr Vermögen Johannes Girardin, chambrier (Kammerherr) des Gf.en Rudolph, dessen Funktion Familienname geworden war.
V.
Das Wappen von N. ist seit dem 12. Jh. überliefert und ist insbes. durch Siegel und durch Manuskripte bekannt geworden, die Gedichte des Gf.en Rudolph enthalten. In der familiären Emblematik haben recht bald diejenigen Gebäude einen Platz gefunden, die die Macht der Dynastie von N. am besten repräsentierten: das Schloß, das vom Ende des 12. Jh.s an dargestellt wurde, dann eine Kombination aus dem Schloß und der Kollegiatskirche (ab 1240). Ein Jh. später illustrieren die ausgezeichnet geprägten Vertragssiegel die gfl. Macht und das Wappen der Dynastie, zu genau dem Zeitpunkt, an dem eine stabile Verwaltung einführt wurde und kurz bevor das Monument der Gf.en die Dynastie nur in der Kollegiatskirche symbolisierte, die geschmückt war mit Wappenfenstern der Gf.en, die heute allerdings nicht mehr erhalten sind.
Die Embleme der Gf.en wurden im 15. Jh. durch die häufige Verwendung des Wappens, der Devisen und der Monogramme allgegenwärtig. Somit wünschte die betuchte Gf.in Maria von Châlon, Wwe. des Gf.en Johann, N. mit Möbeln und Tapeten zu verlassen, die ihre Devise »Ich habe gut gewählt« trugen. Das Monogramm R (udolph von Baden-Hachberg), M (arguerite von Wien), und das Wappen von N. wechseln sich in einem Buch der gfl. Bibliothek ab, dem heute verschwundenen Roman des Gf.en von Artois, der aber, aufgrund seiner raffinierten Dekoration es Wert schien, zum Teil 1837 durch Barrois reproduziert zu werden. Philippe von Baden-Hachberg heiratete Maria von Savoyen. Man findet am Schloß von N. in allen möglichen Formen das Wappen von Baden-Hachberg-Savoyen: auf Wandmalereien, Reliefen, Ofen- und Bodenkacheln. Man hat drei Arten dieser Letzteren: mit dem Wappen von Baden-Hachberg, mit dem Wappen von Savoyen und schließlich mit beiden, was erlaubte, einen wahren »Wappenteppich« herzustellen.
Das Schloß von N. hatte im 15. Jh. eine Voliere mit einem komplexen System auf Rollen aufgerichteter Käfige für das Vergnügen der Gf.in Maria von Châlon; sie beherbergte Amseln, Nachtigallen und Tauben; es gab auch ein kleines Tierhaus, das Bären und Affen bewohnten; die gekauften oder geschenkten Hirsche oder Hirschkühe wurden für die Tafel gemästet, aber sie wurden dabei so hingebungsvoll gepflegt, daß diese Pflege weit über die Sicherstellung der Versorgung der Tafel hinausging. Dies war ebenfalls bezüglich der Tauben der Fall. Die burgundischen Wohnsitze der Dynastie beherbergten ebenfalls solche Tiere; möglicherw. sind die Affen auch den Reisen des Hofes gefolgt. Man kann mit dem Geschmack an exotischen Tieren oder Sängern auch die Pflege der Gärten in Verbindung bringen, die zum Teil auch zum Anbau von Heilpflanzen kultiviert wurden, wie jener bezeugt, den die Gf.in in Champlitte i.J. 1440 unter der Kontrolle eines Franziskanermönchs aus Gray unterhielt.
Die Gf.en Johann von → Freiburg und Rudolph von Baden-Hachberg hatten zusammen mit ihren Ehefrauen ein großes Interesse an Büchern, sei es an repräsentativen Luxusausgaben oder zur Unterhaltung. Sie trugen eine Bibliothek zusammen, die reich ausgestattet gewesen zu sein scheint, obwohl sie heute fast völlig verschwunden ist. Der Haupteinfluß war burgundisch, da die Gf.en wichtige Ämter im Dienste der Hzg.e bekleideten und insbes. als burgundische Marschälle häufig ihren Hof besuchten. Johann von → Freiburg (1424-1458), hatte Abschreiber, Buchbinder und burgundische Illuminatoren in seinen Diensten. Philippe von Baden-Hachberg ist der Erzähler der vierundachzigsten der ›Cent nouvelles nouvelles‹ (einer Sammlung von Geschichte, deren Erzähler die Hauptpersönlichkeiten des Hofes von Burgund und die Entourage des Dauphin Ludwig sind, der in Burgund von 1456 bis 1461 Zuflucht gesucht hatte). Ein Frgm. des Kataloges der gfl. Bibliothek vom Ende des 15. Jh.s enthält 44 Titel, die fast alle auf in frz. Sprache verfaßt waren, darunter auch einige Drucke. Er spiegelt eine an jener der Hzg.e aus Burgund angelehnte humanistische und höfische Kultur wider.
Da sie zweisprachig waren, spielte die Gf.en von → Freiburg und von Baden-Hachberg eine Rolle als kulturelle Grenzüberschreiter. Im Jahre 1456 übersetzte der Berner Magistrat Thüring von Ringoltingen den Mélusineroman auf Dt. auf Betreiben von Rudolph von Baden-Hachberg, während er in seinen Diensten stand. Rudolph war Gf. von 1458 bis 1487, lebt aber bereits im Hof seines Onkels und Vorgängers, Johannes von → Freiburg. Philipp von Baden-Hachberg war Gf. von 1487 bis 1503 und der Erste, der die Verehrung des Nikolaus von Flue auf frz. Boden heimisch machte.
Von diesem beinahe glänzenden Hof blieb fast nichts ausgenommen die urkundlichen Quellen. Champlitte, im Besitz des Johann von → Freiburg, ging nicht an die von Baden-Hachberg über; das Schloß wurde völlig neu wieder aufbaut. Vercel und die Schlösser der Franche-Comté wurden durch Habsburg i.J. 1493 beschlagnahmt um die Familie Baden-Hachberg zu bestrafen, die treue Verbündete des Kg.s von Frankreich geworden waren. Sie sind heute Ruinen. Einzig am Schloß von N. spiegeln sich noch das Ausmaß der Bauleistung des 14. und 15. Jh.s und der Reichtum sowie die Ausdruckskraft der Gf.en und ihres Hofes wider. Am Ende der Schweizer Besetzung der Gft. i.J. 1529 bestätigt ein Inventar, daß ein Teil der reichen Möblierung des vorhergehenden Jh.s und insbes. die »türkischen Teppichen« überlebt hatten. Davon ist heute nichts erhalten geblieben außer Überresten von Malereien und der Pflasterung.
Quellen
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Literatur
Les contributions de Jacqueline Lozeron à l'histoire de la vie quotidienne et de la vie de cour dans les terres des Neuchâtel sont répertoriées dans son hommage posthume paru dans le Musée neuchâtelois, 1958, S. 61-64. – Il en va de même des très nombreux travaux D'Arthur PIAGET dans l'hommage ouvrant ses Pages d'histoire neuchâteloise, Neuchâtel 1935, S. XXXIII-XLV, et pour la fin de sa vie dans l'hommage pour ses 80 ans, in Musée neuchâtelois, 1945, S. 105-108. – Bartolini, Lionel/Chatelain, Thierry/Morerod, Jean-Daniel: Les modèles comptables en concurrence à la fin du Moyen Age: le cas du comté de Neuchâtel, in: Les Services. Essor et transformation du secteur tertiaire (15e-20e siècles), hg. von Hans-Jörg Gilomen u. a., Zurich 2007, S. 357-376. – Loew, Fernand: Le système des échanges à Neuchâtel au XVe siècle, Neuchâtel, 1966 (Cahiers de la Société d'histoire et d'archéologie du canton de Neuchâtel, 3). – Morerod, Jean-Daniel: Aux origines de l'Etat de Neuchâtel: la mise en place de l'organisation financière du comté (milieu du XIVe siècle), in: Itinera 21 (actes du colloque de Berne de 1997: De l'Etat féodal à l'Etat gestionnaire. Naissance et développement de l'administration moderne), Basel 1999, S. 42-52. – Nordmann, Achille: Un compte de commerce juif de l'année 1450, in: Revue des Etudes juives 76 (1923) S. 171-175. – Nordmann, Achille: Les Juifs dans le Pays de Neuchâtel, Tl. 1, in: Musée neuchâtelois (1922) S. 127-139, 192-199; Tl. 2, in: (1923) S. 31-38, 61-71. – Sans, Anne-Laure: La rançon de Montereau. Comptes d'un voyage à Paris (1419-1420), in: L'itinérance des seigneurs (XIVe-XVIe siècles), actes du colloque international de Lausanne et Romainmôtier (29 novembre-1er décembre 2001), hg. von Agostino Paravicini Bagliani, Eva Pibiri und Denis Reynard, Lausanne 2003, S. 103-121. – Schnerb, Bertrand: »L'honneur de la maréchaussée«: maréchalat et maréchaux en Bourgogne des origines à la fin du XVe siècle, Turnhout u. a. 2000 (Burgundica, 3).