MANSFELD
I./II.
Burg des Hersfelder Zehntverzeichnisses (zweite Hälfte 9. Jh.), steinerner Ausbau der Burg durch die Edelherren von → Querfurt nach 1067, v.a. zweite Hälfte 12. Jh. unter Ebf. Wichmann von Magdeburg. 1287 ging die Burg käuflich an die Gf.en von → Mansfeld über, die sie zwischen 1450 und 1518 zum Wohnschloß umbauten.
III.
Unter Gebhard VII. von Mansfeld-Mittelort der ma. Palas in der Kernburg aufgestockt und ausgebaut (1515/1518, sog. Rittersaal mit Erker, Portalen und Kamin in hoher Qualität), ein spätma. Wehrturm zu Wohnzwecken aufgestockt (Roter oder Wwe.nturm): die oberen Wehrgeschosse abgetragen und Wohngeschosse mit mehreren Räumen und zweigeschossigen Erkern nach drei Seiten errichtet; zur Erschließung diente eine Wendeltreppe in der Mauerstärke.
1574 Verkauf des Schlosses an Kuno Hahn. Aus diesem Anlaß Erstellung eines umfänglichen Inventars (1575). Die in spätgotischer Zeit errichtete Kapelle östlich des Wwe.nturmes wurde in jenem als baufällig beschrieben. Erst im dritten Viertel des 17. Jh.s fanden dort Instandsetzungsarbeiten statt.
Literatur
Bartsch, Claudia/Schmidt, David: Schloß Seeburg am Süßen See. Baugeschichte und Bauforschung am Rittersaalgebäude, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 15 (2006) S. 151-186. – Hofestädt, Bernd: Schloß Seeburg im Jahre 1575. Ein Aktenstück belegt die Baulichkeiten und deren Inventar – Nickel Hoffmann und Christoph Lorenz begutachten den Zustand der Gebäude, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 11 (2002) S. 274-302. – Roch-Lemmer, Irene: Die »Mansfeldische Chronica« des Cyriakus Spangenberg als baugeschichtliche Quelle für Burgen und Schlösser des Mansfelder Landes, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 13 (2004) S. 133-150. – Stahl, Andreas: Die Burgen und Schlösser der Grafschaft Mansfeld en miniature, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 19 (2010) S. 396-417.