Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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LOOZ

C. Stokkem

I.

Burg und Ort S. zwischen Maastricht und Masseijk lagen ursprüngl. direkt am linken Maasufer, gerieten dann aber an einen Altarm. Erste Nennung als Stockheim 1181. Bei der Privilegierung durch den Gf.en von → Looz auch Nieuwenborgh gen.

II.

S. erhielt 1244 von Gf. Arnold IV von → Looz Lütticher Stadtrecht, das 1246 bestätigt wurde. Die Stadt, die nach 1366 an das Bm. Lüttich kam, behielt seinen kleinstädtischen Charakter. Zu S. gehörte eine Schöffenbank.

In der Burg S. starb 1361 der letzte Gf. von → Looz, Diedrich von Heinsberg (begr. in Hasselt). Als Gottfried von Dalenbrock, der Ansprüche auf die Gft. → Looz erhoben hatte, von der Einnahme von Stadt und Burg S. durch Lütticher Truppen 1361 erfuhr, verzichtete er und verkaufte seine Ansprüche an Arnold von Rummen.

III.

Bei einer wahrscheinlich schon bestehenden Siedlung errichteten die Gf.en von → Looz im 12. Jh. auf eigenem Grund zur Sicherung ihrer Rechte im Maasgau die Burg → Neuenburg (S.). Die Burg war eine Anlage an der Maas, die in die Stadtbefestigung einbezogen war und diese verstärkte, sie soll eine der bedeutendsten Befestigungen der Gft. → Looz gewesen sein. Die Burg wurde 1325 und 1361 belagert und eingenommen, im 15. und 16. Jh. erneut ausgebaut, nach 1702 abgebrochen. Reste eines viereckigen Bergfrieds und Ruinen anderer Gebäude waren noch im 19. Jh. vorhanden.

Siehe C. Vogelsanck.