Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

Zurück zur Liste

LOOZ

C. Montenaken

I.

M. (Gem. Gingelom), ca. 11 km südwestlich von St. Truiden, am südlichen Grenzbereich des Loozs'schen Herrschaftsgebietes war ursprüngl. eine der bedeutendsten Burgen der Gf.en von → Looz. Erstmals gen. 1139 als Montyneis (gallorömisch, einem Montinius gehörend).

II.

M. war Zentrum einer auf → Looz'schem Eigengut bestehenden Herrlichkeit aus 30 Gemeinden mit eigener Schöffenbank.

III.

Der Ort liegt auf einer leichten Anhöhe, die von einem Burghügel überragt wird, auf der eine der ältesten Burganlagen der Gf.en von → Looz bestanden hat. Die Burg wurde 1465 stark zerstört und die Reste mit den Fundamenten 1822 vollständig beseitigt. Vom ausgehenden 12. Jh. bis zum Anfall an Lüttich 1366 sind Kastellane auf M. belegt.

Siehe C. Vogelsanck.