Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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KRAIG

C. Kraig

I.

Der Stammsitz der K.er befindet sich in einem engen Tal zwischen Friesach und St. Veit an der Glan in Kärnten. Die K.er Burgen sind Teil eines Burgenkranzes, der die landesfsl. Res. St. Veit umschließt. In unmittelbarer Nähe befindet sich Freiberg, eine der Hauptburgen der Kärntner Hzg.e. Ein zugehöriger eigener K.er Res.ort hat sich, wohl wg. der unmittelbaren Nähe zum landesfsl. St. Veit, nicht ausgebildet.

III.

Das K.er Burgensemble besteht aus den Ruinen Hochkraig und Nieder- bzw. Neukraig und umfaßt eine ausgedehnte Bautengruppe. Das ältere, an einem Bergabhang gelegene Hochkraig besteht aus einem romanischen Bergfried, einem Vorwerkturm aus dem 11./12. Jh. sowie einer gotischen Kapelle. Um vieles größer ist das auf einem Hügel im Tal darunter gelegene Niederkraig, das zwei Bergfriede besitzt. Um den südlichen Turm befinden sich gotische Zubauten aus dem 14. und 15. Jh., sowie Reste des dreigeschossigen Palas aus dem 16. Jh. Ein isolierter Rundturm wurde am Anfang des 18. Jh.s in eine Kapelle verwandelt. Bes. auffällig ist ein ca. 40 m langer und 10 m hoher rundbogiger Aquädukt aus dem 15./16. Jh. Die gesamte Anlage ist bereits seit dem 17. Jh. mehr oder weniger verfallen.