KATZENELNBOGEN
I.
Zu den Anfängen der Dynastenfamilie der K. und ihren frühen Besitzungen liegen infolge der fehlenden Überlieferung keine gesicherten Erkenntnisse vor. Unklar ist auch die Herkunft der ursprgl. edelfreien Familie. So läßt sich nicht entscheiden, ob sie im 11. Jh. nördlich (Taunus) oder südlich des Mains (Odenwald/Bergstraße) ansässig waren.
Als erste Vertreter der edelfreien Familie von K. treten im 11. Jh. Diether I. und Heinrich I. in Urk.n des Kl.s Siegburg in Erscheinung. Im 12. und im 13. Jh. gab es regelmäßig in fast jeder Generation zwei weltliche Träger dieser beiden Leitnamen, ohne, daß es zu länger dauernden oder grundlegenden Besitzteilungen gekommen zu sein scheint. Der Edelfreie Heinrich von K. fand in der Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg zu Siegburg seine letzte Ruhestätte. Anläßlich einer Schenkung an das Kl. wird Heinrich 1095 erwähnt. In einer 1102 vom Kölner Ebf. Friedrich I. von Schwarzburg wird Heinrich de Cazenelnboge gen., als seine Wwe., Luitgard von Heimbach eine Stiftung zu seinem Seelenheil tätigt. Die namengebende, auf dem Einrich im nordwestlichen Taunus gelegene Stammburg K. wurde sehr wahrscheinlich zwischen 1095 und 1102 von Diether I. oder Heinrich I. gegr. Infolge des Fehlens chronikalischer Quellen zur Geschichte des Hauses, ist eine Aussage, ob es einen Abstammungs- oder Gründungsmythos gegeben hat, nicht möglich. Vereinzelte chronikalische Nachrichten zu den Gf.en von K. bieten die Chroniken der mittelrheinischen Städte, insbes. von Mainz und → Limburg.
II.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung der Reichsmatrikel 1521 befanden sich die Ober- und die Niedergft. K. bereits seit mehr als vier Jahrzehnten im Besitz der Lgf.en von Hessen, die nach dem Ableben Gf. Philipps d.Ä. von K. (gest. 1479) das Erbe angetreten hatten.
Insbes. im 12. bis 14. Jh. lassen sich zahlr. Mitglieder des Hauses K. in der Nähe des Reichsoberhaupts nachweisen. Heinrich II. von K., der erste Träger des Gf.en-Titels trat in den 1130er und 1140er Jahren häufig in der unmittelbaren Umgebung des Kg.s in Erscheinung (so z. B. 1138, 1140, 1144-45, 1147 und 1149). Im letzten Viertel des 12. Jh.s erreichten die Beziehungen der K. zu den Staufern ihren Höhepunkt. 1174 wurde Hermann (gest. 1203), ein Sohn Heinrichs II. von K. (1124-1160) auf Betreiben Ks. Friedrichs I. Barbarossas Bf. von Münster. In der Reichspolitik diente er sowohl Friedrich I. als auch Heinrich VI. Auf Hermanns Fürsprache hin dürfte die Ernennung seines Bruders Diether (gest. 1191) zum Hofkanzler Heinrichs VI. erfolgt sein. Heinrichs II. Bruder, Philipp (gest. 1173) erlangte den Bf.sstuhl von Osnabrück. Am Ende des Interregnums diente Gf. Eberhard I. (gest. 1311) in einer Zeit rasch wechselnder politischer Konstellationen vier Kg.en. Diether VI. (gest. 1315), ein Neffe Eberhards I. von K., wurde 1310 Rat Heinrichs VII. und hielt sich mit dem Reichsoberhaupt 1311/12 in Italien auf. Nach dem Tod Heinrich VII. wechselte Diether IV. ins Lager des Hzg.s Friedrich von Österreich.
Johann IV. von K. (gest. 1444) und sein Sohn Philipp d.Ä. (gest. 1479) treten im 15. Jh. als Räte der geistlichen Kfs.en von Köln, Mainz und Trier in Erscheinung: Während des Pontifikats Dietrichs II. von → Moers (1414-1463) zählte sowohl Gf. Johann IV. von K. (gest. 1444) 1443, als auch sein Sohn Philipp d.Ä. (gest. 1479) 1446 zu den Räten des Kölner Ebf.s Philipp d.Ä. von K. läßt sich 1455 und 1458 als Rat des Mainzer Ebf.s Dietrich Schenk von → Erbach (reg. 1434-1459) sowie 1465 als Rat des Trierer Ebf.s Johann II. von Baden (reg. 1456-1503) nachweisen.
Häufige Mitgliedschaften der Gf.en von K. in Landfriedensbündnissen (1255, 1265, 1279, 1378, 1379, 1376, 1389, 1405, 1406, 1410, 1448), Rittergesellschaften und anderen Bündnissen unterschiedlichster Art, v.a. mit den Pfgf.en, den Ebf.en von Trier und Mainz sowie den Gf.en von → Nassau, → Solms, sowie den Westerburgern und → Isenburgern verdeutlichen den weit gespannten Rahmen der territorialpolitischen Aktivitäten der Gf.en von K. Bes. Bedeutung kommt dem unter maßgeblicher Beteiligung der beiden Gf.en Johann IV. (gest. 1444) und Philipp d.Ä. (gest. 1479) 1422 gegr. Wetterauer Gf.enverein zu. Dieses System von Bündnissen mit zahlr. geistlichen und weltlichen Territorialherren des mittelrheinischen und hessischen Raumes wurde ergänzt durch eine im 13. und 14. Jh. betriebene Politik des Erwerbs von Edelbürgerrechten in den Städten Mainz, Köln und Koblenz sowie in Oberwesel.
Lediglich in der dritten bzw. vierten Generation gelangten im Kontext der engen Verbindung des Hauses K. mit der staufischen Reichsgewalt zwei Familienmitglieder zu bfl. Würden. Fern von den k.'schen Besitzungen im Mittelrheingebiet, im Odenwald und im Kraichgau wurde Philipp von K. (gest. 1173) vom Domkapitel zu Osnabrück 1141 zum Bf. gewählt. Sein Neffe Hermann (gest. 1203) bestieg 1173 den Bf.sstuhl von Münster. Im Unterschied zu anderen Dynastenfamilien des Mittelrheingebietes wie etwa den Herren von → Eppstein, gelang keinem Mitglied des Hauses K. der Erwerb eines der rheinischen Erz- und Hochstifte. Als Angehörige der Domkapitel zu Mainz, Trier und Köln sind 1196-1213 Gf. Heinrich von K. (Domherr zu Mainz), 1329 Gf. Diether (Domherr zu Trier), 1297-1299 Gf. Gerhard (stellvertretener Dompropst zu Mainz) und 1456 Gf. Eberhard (Domherr zu Köln) nachweisbar. Dem Domkapitel zu Speyer gehörten 1355-1361 Gf. Johann von K. (gest. 1361) sowie dessen Bruder Gerhard von K. (gest. 1402) an, der 1380 das Amt des Dompropstes begleitete. Gf. Hermann von K. ist vor 1174 als Kanoniker zu Würzburg bezeugt.
Gf. Diether von K. (gest. 1350), ein Sohn des Gf.en Wilhelm I. (gest. 1331) aus der älteren Linie des Hauses wurde 1341 Abt des Benediktinerkl.s Prüm. Seine Cousine Jutta (gest. 1378), die Tochter Diethers VI. (gest. 1315), stand 1333 dem Kl. Kaufungen als Äbt. vor. Diethers Onkel, Gf. Berthold (gest. 1316), war 1306 Propst zu Oberwesel. Von der jüngeren Linie erlangte Elisabeth (1338-1368) die Leitung des Stifts St. Maria im Kapitol zu Köln. Unter den Mitgliedern des Hauses K., die sich an den Kreuzzügen beteiligten, erlangte Gf. Berthold II. Bedeutung, der zu Beginn des 13. Jh.s die Herrschaft Valestino südlich von Larissa in Mittelgrichenland als Lehen des Kgr.s Thessaloniki innehatte.
Zu den weltlichen Lehnsherren der Gf.en von K. zählten das Reich, die Pfgf.en bei Rhein, die Gf.en von Henneberg, die Lgf.en von Hessen, die Hzg.e von Jülich-Berg, die Gf.en von (später Hzg.e) von Luxemburg und die Hzg.e von Brabant. Hinzu kamen Lehen geistlicher Institutionen, der drei rheinischen Erzstifte Trier, Mainz und Köln, der Hochstifte Würzburg und Worms sowie der Kl. Prüm, Bleidenstadt, Lorsch und Fulda. Der für die Niedergft. K. bedeutsame Ort St. Goar ging vor 1190 von der Abtei Prüm zu Lehen, während es sich bei dem wichtigen 1219 erstmals erwähnten Rheinzoll zu St. Goar um ein Reichslehen handelte. Von den bedeutenden k.'schen Landesburgen waren → Rheinfels und Burgschwalbach im Taunus Lehen der Abtei Prüm. Zwingenberg und Auerbach an der Bergstraße sowie Hohenstein im Untertaunus hatten die Gf.en von K. als Lehen des Erzstifts Mainz inne, während es sich bei der Stammburg [Alt-]K. um ein Lehen der Abtei Bleidenstadt handelte. Burg Reichenberg im Hinterland von St. Goar trugen die K. 1319 dem Erzstift Trier zu Lehen auf. Bei der von den Herren von → Eppstein 1283 erworbenen Marksburg über Braubach und der Burg Lichtenberg südlich von Darmstadt handelte es sich ebenso wie bei der Gft. auf dem Einrich um Lehen der Pfgf.en. bei Rhein. Mit ihrer Burg zu Darmstadt waren die Gf.en von K. lehnsrechtlich an das Hochstift Würzburg gebunden. Die beiden Zölle zu Düsseldorf (1392) und Lobith (1412) hatten die K. als Lehen der Hzg.e von Jülich-Berg inne.
Reichslehen der Gf.en von K. waren Trebur (1276), die Burgmannschaft zu Oppenheim (1292), Dornheim (1276), Crumstadt (1276) und der Forst Schlichter (1276) – alle diese Lehnsobjekte gingen 1407 von den Pfgf.en zu Lehen – sowie der Zoll und die Burgmannschaft zu Boppard (1292), Panrod (1367), Nierstein (1285) und Geinsheim (1276). 1398 verpfändete Kg. Wenzel Gf. Diether VIII. von K. (gest. 1402) die Reichlandvogtei in der Wetterau. Im Unterschied zu dem umfangr. Passivlehen, zu denen nicht nur die wichtigsten Burgen zählten sondern auch sämtliche Herrschaften in den Kernzonen des k.'schen Einflußbereiches im Mittelrheingebiet sowie im Raum Odenwald-Spessart, verfügten die Gf.en von K. lediglich über geringen Allodialbesitz.
III.
Im Wappen führten die Gf.en von K. einen steigenden Löwen (erster Beleg: Siegel des Gf.en Diether IV. aus dem Jahr 1219). Die erste farbige Darstellung im Balduineum I aus der ersten Hälfte des 14. Jh.s zeigt einen roten Löwen auf goldenem Grund. Auf den Siegeln ist der Löwe z.T. gekrönt, z.T. ungekrönt wiedergegeben, so daß sich der gekrönte Löwe weder einer bestimmten Linie noch einer bestimmten Personengruppe zuweisen läßt. Die ältere Linie führt seit Diether V. (gest. 1276), die jüngere seit Eberhard II. (1312-1329) den gekrönten Löwen im Siegel. Die k. Helmzier, bestehend aus einem Schirmbrett, das den steigenden Löwen zeigte und seit Gf. Wilhelm II. (gest. 1385) aus einem geschlossenen Flug, belegt mit einer kreisrunden Scheibe, auf der der steigende Löwe zu erkennen ist, läßt sich erst seit dem 14. Jh. nachweisen.
Der recht umfangr. Bestand an k.'schen Burgen umfaßte nördlich von Main und Nahe in der Niedergft. [Alt-]K. (um 1095), Hohenstein (um 1190), St. Goar (vor 1219), → Rheinfels (1245), die Marksburg (1283 von den Herren von → Eppstein erworben), Reichenberg (1319), Neu-K. (um 1360), Burgschwalbach (um 1360), Ellar (1367 von → Nassau-Hadamar erworben) und Werlau. Hadamar, Driedorf, Schadeck, die Laurenburg, Sonnenberg, Homburg und Steinheim am Main gelangten zeitw. zur Hälfte an die Gf.en von K. Südlich von Main und Nahe befanden sich folgende Burgen im Vollbesitz der K.: Zwingenberg (um 1260), Gerau (1259), Dornberg (vor 1236), Reinheim (1276), Lichtenberg (vor 1228), Auerbach (vor 1247), Darmstadt (vor 1330) und Rüsselsheim (vor 1400). Rechtsrheinisch gehörten → Habitzheim und Rodenstein, linksrheinisch Stadecken je zur Hälfte den Gf.en von K. Wesentlich umfangr. ist die Zahl der Fremdburgen, die zu denen die Gf.en von K. durch Öffnungsrecht, Lehnsbindung, Pfandnahme oder ihre Aufnahme in die Burgmannschaft ganz oder teilw. Zugang hatten. Zu dieser Gruppe zählten in der Niedergft. Lahneck und die Schönburg am Mittelrhein, die Ehrenburg, Schöneck und → Waldeck im vorderen Hunsrück, Westerburg, Weltersburg, Molsberg und Runkel im Westerwald, die Schaumburg, Miehlen, Camberg, Heppenheft, die Sauerburg, → Waldeck und Geroldstein im Taunus, Cleeberg, Gießen, Staden, Lindheim, Groß-Karben und Höchst in der Wetterau. Weit außerhalb der Kernzonen k.'schen Herrschaft im südlichen Rothaargebirge verfügten die Gf.en von K. im 14. Jh. zeitw. über Pfandrechte an der Burg Wittgenstein über Laasphe. Südlich des Mains gehörten Frankenstein, Lindenfels, Oppenheim, Sommerau und Hauenstein zur Gruppe der Fremdburgen, die im Rahmen einer forciert betriebenen Burgenpolitik der Konsolidierung der k.'schen Herrschaftsrechte dienten.
Grabdenkmäler von Angehörigen der Gf.en von K. befanden sich in der Kirche der Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg zu Siegburg, in der Kirche des Zisterzienserkl.s Schönau bei Neckarsteinach, in der Stiftskirche zu St. Goar, der Kl.kirche der Klarissen zu Mainz, der Pfarrkirche zu Darmstadt sowie in der Kirche des Zisterzienserkl.s Eberbach im Rheingau. Der gut erhaltene Grabstein für Diether von K. (gest. 1191) im Zisterzienserkloster Schönau bei Nekkarsteinach gehört zu den wenigen erhaltenen Grabplatten aus dem Ende des 12. Jh.s im Rhein-Neckar-Raum. Ihr Erbbegräbnis hatten die Gf.en von K. ursprgl. im südlichen Querhausarm der Eberbacher Abteikirche. Nach dem Tod Eberhards I. (gest. 1311), der 1260 die jüngere Linie des Hauses K. stiftete, ließen sich bis zur Wiedervereinigung der Familienzweige 1402 vornehmlich Mitglieder der jüngeren Linie in Eberbach bestatten, während Eberhards Bruder Diether V. von K. (gest. 1276), der die ältere Linie begründete, und dessen Sohn Diether VI. (gest. 1315) in der Kirche des Klarissenordens zu Mainz ihre letzte Ruhestätte fanden. Lediglich Wilhelm I. (gest. 1331), der ebenfalls der älteren Linie der Gf.en von K. angehörte, wurde in Eberbach begr. Seine drei Jahre zuvor verstorbene Gattin Adelheid von → Waldeck (gest. 1328), und ihr Sohn Diether (gest. 1350), Abt des Kl.s Prüm, wurden in der Stiftskirche zu St. Goar beigesetzt. Ihre Grabplatten haben sich in der heute als evangelische Pfarrkirche dienenden Stiftskirche erhalten. Das Epitaph Gf. Diethers V. von K. (gest. 1276) befindet sich in der Sammlung Nassauischer Altertümer im Museum Wiesbaden. Elisabeth von → Hanau (gest. n. 1396), die Gattin Gf. Wilhelms II. von K. (gest. 1385), die 1375 Burg Darmstadt als Wwe.nsitz erhalten hatte, wurde nicht in Eberbach, sondern in der 1369 zur Pfarrkirche erhobenen Marienkapelle zu Darmstadt (heute evangelische Stadtkirche) bestattet. In der Kl.kirche zu Eberbach blieben sechs Grabplatten der Gf.en von K. erhalten: Das Epitaph Gf. Eberhards I. (gest. 1311), die Thumbenplatte Johanns IV. (gest. 1444), seines Sohnes, Gf. Philipps d.Ä. (gest. 1479) und seines Enkels Philipps d.J. (gest. 1453). Ferner befinden sich in der Kl.kirche das Epitaph des Gf. Gerhard (gest. 1403) aus der jüngeren Linie und seines Bruders Gf. Berthold III. (gest. 1321). Im ersten Viertel des 19. Jh.s ließ Hzg. Friedrich August von → Nassau (gest. 1816) vier Grabplatten der Gf.en von K. aus dem aufgehobenen Zisterzienserkl. Eberbach nach Wiesbaden-Biebrich bringen, wo sie an den Portalen der ab 1811 errichteten Kunstruine Mosburg im Schloßpark von Biebrich aufgestellt wurden.
IV.
In den Jahren 1066 bis 1075 wird in der urkundlichen Überlieferung erstmals ein Edelfreier mit Namen Diether (I.) (ca. 1065-1095) erwähnt, bei dem es sich um den Stammvater des Hauses K. handelt. 1089 tritt jener Diether (I.) als Untervogt der Gf.en von → Arnstein der Besitzungen der Abtei Prüm in St. Goar in Erscheinung. Diethers Sohn, Heinrich I. (1095-1102), errichtete vermutlich um 1095 als Inhaber der Vogteirechte des Kl.s Bleidenberg auf dem Einrich die namengebende Stammburg K. Die Gft. auf dem Einrich, die Kernzone der Niedergft. K., gelangte 1160 an die Gf.en von K., die diesen Besitz gemeinsam mit den Gf.en von → Nassau von Rembold von → Isenburg erwarben. Von der Niedergft. ist die Obergft. K. zu unterscheiden. Dort verfügten die Gf.en von K. über Besitzungen und Rechte an der Bergstraße, im Odenwald, im Kraichgau sowie auf rechtsrheinischem Gebiet in Rheinhessen.
Anläßlich einer Schenkung an die Abtei auf dem Michaelsberg zu Siegburg wird 1095 Heinrich I. gen., der in einer 1102 für seine Wwe., Luitgard von Heimbach vom Kölner Ebf. Siegfried von Schwarzburg ausgestellten Urk. mit dem Beinamen de Catzenelenboge gen. wird. Im Blick auf die Nähe des Hauses K. zu den Staufern gewinnt insbes. Heinrichs Gattin, Luitgard von Heimbach an Bedeutung, da sie in zweiter Ehe Goswin von Stahleck heiratete. Der aus dieser Verbindung hervorgegangene Sohn, Hermann von Stahleck, vermählte sich mit Gertrud, der Schwester des späteren Kg.s Konrad III. von → Staufen. Die zweite Ehe Luitgards stellte nicht nur die Verbindung zum Hause → Staufen, sondern auch zum Mainzer Ebf. Adalbert I. her, in dessen Umgebung sich Heinrich II. von K. (1124-1160) häufig anzutreffen war. Gf. Heinrich II. war mit Hildegard von Henneberg verh., die ihrem Gatten umfangr. Besitzungen in der Obergft. K. (u. a. Zwingenberg, Dornberg und Groß-Gerau) aus dem Erbe der Gf.en von Hohenberg und der Gf.en von Henneberg zubrachte. Zu dem ererbten Besitzkomplex gehörte ferner die Gft. im Kraichgau. 1138 erhob Kg. Konrad III. Heinnrich II. von K. auf Grund naher politischer und verwandtschaftlicher Beziehungen und der diesem aus dem Hohenberger Erbe zugefallenen Gft. im Kraichgau in den Gf.enstand. 1141 setzte sich Konrad III. für die Wahl von Gf. Heinrichs II. Bruder, Philipp von K. (gest. 1173) zum Bf. von Münster ein.
In der auf Heinrich II. folgenden Generation bestimmt Ks. Friedrich I. Barbarossa 1174 Hermann von K. (gest. 1203), den Bruder Heinrichs III. (gest. 1151-1173) zum Bf. von Münster und bediente sich später in diplomatischen Angelegenheiten häufig der Dienste des Kirchenfs.en. 1186 ist Hermann von K. bei der Weihe des Zisterzienserkl.s Eberbach im Rheingau zugegen, das den Gf.en von K. später als bevorzugte Grablege diente. 1188 stand Hermann von K. an der Spitze der Gesandtschaft Ks. Friedrichs I., die dieser zur diplomatischen Vorbereitung des Kreuzzuges an Ks. Isaak Angelos nach Konstantinopel entsandte. Hermanns Bruder, Diether von K. (gest. 1191) diente Ks. Heinrich VI. als Kanzler. 1190 erbauten die Gf.en von K. im Untertaunus an der Grenze des Immunitätsbezirks des Kl.s Bleidenstadt die gegen die dortigen Vögte, die Gf.en von → Nassau gerichtete Burg Hohenstein, nach der sich eine von Diether III. (gest. 1214) gestiftete Seitenlinie der Dynastenfamilie von K. benennt. Dieser Zweig erlischt jedoch bereits mit dessen Sohn, Heinrich IV. von K. (gest. 1245). Gf. Berthold II. von K. (gest. 1211), ein Neffe des Münsteraner Bf.s Hermann, der am vierten Kreuzzug teilnahm, fungierte 1204 als Verbündeter Kg.s Bonifatius von Thessalonich und vermittelte 1205 im Auftrag des Papstes zwischen dem Fs.en Boemund von Antiochien und Kg. Leo von Armenien.
Unter den Erben Gf. Diethers IV. (gest. 1245), eines Neffen Bertholds II., spaltete sich die Dynastenfamilie um 1260 in zwei Linien. Gf. Diether V. (gest. 1276) stiftete die ältere, sein Bruder Eberhard I. (gest. 1311) die jüngere Linie. Der umfangr. Besitz nördlich und südlich des Mains zu dem u. a. die 1160 gemeinsam mit den Gf.en von → Nassau erworbene Gft. auf dem Einrich zählte, wurde so geteilt, daß beiden Linien sowohl im Mittelrheingebiet als auch in der Region Bergstraße-Odenwald begütert blieben. Diether V. wählte die Burgen → Rheinfels, Zwingenberg, Lichtenberg und St. Goar mit dem lukrativen Rheinzoll, während Eberhard I. die Burgen Hohenstein und Auerbach erhielt. In gemeinschaftlichem Besitz verblieben die Burgen Dornberg und Reinheim sowie die Stammburg [Alt-]K. Vier Jahrzehnte später, 1300, teilten die Söhne Diethers V. von K., Wilhelm I. von K. (gest. 1331) und Diether VI. von K. (gest. 1315) ihren ererbten Besitz. Mit dem kinderlosen Tod Gf. Diethers VII. (gest. 1325) endete nach zweieinhalb Jahrzehnten diese Abspaltung. Innerhalb der jüngeren Linie vollzogen die Berthold III. (gest. 1321) und sein Neffe Eberhard II. (gest. 1329) 1318 eine Landesteilung. In der jüngeren Linie gelangte der abgeteilte Besitz 1354 mit dem Tod Eberhards IV. wieder an den Hauptstamm zurück. Die 1383 beschlossene Ehe zwischen Gf. Johann IV. von der jüngeren Linie mit Anna, der Erbtochter von der älteren Linie bereitete die Wiedervereinigung der beiden Familienzweige vor. Als im Verlauf des Jahres 1402 sowohl Gf. Diether VII. (jüngere Linie) als auch Gf. Eberhard V. (ältere Linie) starben, konnte Gf. Johann IV. von K. (gest. 1444) den gesamten inzwischen auf beiden Seiten vermehrten Besitz des Hauses erneut in einer Hand vereinigen.
Der Heiratskreis der Dynastenfamilie reichte nicht über den eigenen Stand der Gf.en hinaus. Zumeist wählten Angehörige des Geschlechts Ehepartner, die aus dem Umkreis der Stammlande nördlich und südlich des Mains. Viermal verbanden sich Angehörige der K. mit Familien, die später in den Reichsfs.enstand aufstiegen: Gf. Heinrich II. von K. (1124-1160) war mit Hildegard von Henneberg vermählt. Diether V. (gest. 1276) Stifter der älteren Linie des Gf.hauses schloß nach dem Tod seiner ersten Frau, Agnes von → Eberstein um 1261 eine Ehe mit Margarethe von Jülich. Diethers Sohn, Diether VI. von K. (gest. 1315) führte vor 1308 Katharina von Kleve zum Traualtar. Gf. Gerhard aus der jüngeren Linie der Gf.en von K. (1293-1312), heiratete 1299 Margarethe von der Mark. Einen bedeutenden territorialen Zuwachs für die Niedergft. K. brachte die erste Ehe Gf. Wilhelms I. von K. (gest. 1331) mit Irmgard von → Isenburg, die dem Haus K. mit St. Goarshausen, Petersberg, Offenthal und Werlau wesentliche Ergänzungen seiner Positionen um St. Goar bescherte. Insbes. der im Hinterland von St. Goarshausen gelegene Besitz sicherte den Gf.en von K. eine territoriale Verbindung von St. Goar mit dem Kernbereich der Niedergft. auf dem Einrich. Wilhelms Onkel, Gf. Eberhard (gest. 1311), der mit Elisabeth von → Eppstein verh. war, konnte 1283 aus dem Erbe Gerhards IV. von → Eppstein (gest. 1269) die Stadt Braubach mit der Marksburg sowie vor 1294 Anteile an den Burgen Steinheim am Main und Homburg von d. H. erwerben.
Die Verbindung Gf. Philipps d.Ä. von K. (gest. 1479) mit Anna von Württemberg stellte die K. gleichberechtigt neben das mächtigste Gf.engeschlecht des südwestdt.en Raumes. Eine Ausdehnung des Konubiums auf den Reichsgf.enstand gelang erst in der letzten, bzw. vorletzten Generation des Hauses K. Anna von K.(gest. 1494), die Tochter Philipps d.Ä. (gest. 1479) vermählte sich 1458 mit Lgf. Heinrich III. von Hessen und ihre Nichte Ottilie (gest. 1517), schloß 1469 eine Ehe mit Mgf. Christoph von Baden. Die Ehen Gf. Diethers VIII. (gest. 1402) mit Anna von → Nassau und Eberhards V. (gest. 1402), mit Agnes von Diez, 1361 bzw. 1367, ermöglichten den Gf.en von K. den Zugang zum Westerwald und eröffneten ihnen die Anwartschaft auf das Erbe der Gf.en von Diez.
Gf. Philipp d.J. verstarb bereits 1453, sein Bruder, Eberhard, Domherr zu Köln folgte ihm drei Jahre später, so daß aus der Nachkommenschaft Gf. Philipps d.Ä. (gest. 1479) lediglich zwei weibliche Erbprätendenten übrig blieben: Anna, die einzige Tochter Philipps d.Ä. und seiner ersten Ehefrau, Anna von Württemberg, heiratete 1458 Lgf. Heinrich III. von Hessen. Gf. Philipps Enkelin, Ottilie von K. (gest. 1517), vermählte sich mit Mgf. Christoph von Baden. Die zweite 1474 zwischen Philipp d.Ä. von K. und Anna von → Nassau geschlossene Ehe blieb kinderlos. Nach dem Tod Gf. Philipps d.Ä. am 14. Juli 1479 entbrannte zwischen den Lgf.en von Hessen und den Gf.en von → Nassau ein Streit um das K. Erbe, den erstere schließlich 1557 zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Mit der Besitzergreifung der Nieder- und Obergft. K. im Sommer 1479 stießen die Lgf.en von Hessen an den Mittelrhein sowie in das Gebiet südlich des Mains vor.
Quellen
Nach dem Übergang der k.schen Besitzungen an die Lgf.en von Hessen 1479 verblieben die Archivalien vorerst auf den Burgen Rheinfels (seit dem 14. Jh. Hauptsitz der k.ischen Kanzlei und des Archivs), Hohenstein und Darmstadt. Unter Lgf. Philipp dem Großmütigen (gest. 1567) wurden alle wichtigen k.ischen Urk.n in die lgfl. Archive nach Kassel und von dort teilweise im Zuge der hessischen Erbteilung 1567 in das für alle vier Linien auf der Festung Ziegenhain eingerichtete Samtarchiv überführt. Die Bestände der Kasseler Archive gelangten in das 1870 begründete preußische Staatsarchiv Marburg, um hier Ende des 19. Jh.s wiederum ausgesondert und nach dem Pertinenzprinzip auf westdt. Archive aufgeteilt zu werden. Der größte Teil der namentlich die Staatsarchive in Darmstadt, Wiesbaden und Koblenz bestehenden Urk.n konnte in das 1938 neu gebildete K.ische Archiv nach Marburg zurückgebracht werden. Die Überlieferung zu den Gf.en von K. befindet sich heute in den hessischen Staatsarchiven Wiesbaden, Marburg und Darmstadt, im Landeshauptarchiv Koblenz, im Württembergischen Hautpstaatsarchiv Stuttgart und im Generallandesarchiv Karlsruhe. Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg, hg. von Hermann Diemar, Marburg 1903 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck, VII/1). – Wilhelm Dilich, Hessische Chronica zusammen getragen und verfertigt durch Wilhelm Scheffern genandt Dilich, Kassel 1605. Faksimiledruck, hg. von Wilhelm Niemeyer, Kassel 1961. – Die älteste Rechnung de Obergrafschaft Katzenelnbogen aus dem Jahr 1401, beab. von H.P. Lachmann, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde 39 (1981) S. 4-97. – Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060-1482, bearb. von Karl E. Demandt, 4 Bde., Wiesbaden 1953-1957 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, 11). – Tilemann Elhen von Wolfhagen, Die Limburger Chronik, hg. von Arthur Wyss, Hannover 1883 (MGH. Deutsche Chroniken, 4). – Wyss, Arthur: Eine Limburger Handschrift, in: Neues Archiv der Gesellschaft für Ältere Deutsche Geschichtskunde 7 (1882) S. 569-584.
Literatur
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