Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

Zurück zur Liste

HOHNSTEIN

C. Heringen

I.

H./Helme, Lkr. Nordhausen. Erstmals erwähnt wird Heringa i.J. 874. Im 13. Jh. im Besitz der Gf.en von → Beichlingen verkaufen diese H. um 1300 an die Gf.en von → Hohnstein. 1339 wird die Siedlung durch Dietrich IV. von → Hohnstein.zur Stadt erhoben. Die Burg H. – älteste Teile sind um 1327 entstanden – ist im Nordwesten der Stadt mit in deren Befestigungsanlage einbezogen. Daß nach der Ausbildung der Linie → Hohnstein.H. 1394 diese Linie in H. residierte ist zu vermuten. Nach dem Aussterben dieser Linie geht H. 1417-1439 in Gemeinschaftsbesitz von → Stolberg und → Schwarzburg über. Das noch erhalten »Alte Schloß« ist Ergebnis des Umbaus der Anlage i.J. 1590.

Brückner, Jörg: Zwischen Reichsstandschaft und Standesherrschaft. Die Grafen zu Stolberg und ihr Verhältnis zu den Landgrafen von Thüringen und späteren Herzögen, Kurfürsten bzw. Königen von Sachsen (1210-1815), Chemnitz 2003, S. 63-65. – Hinsching, Susanne: Art. »Heringen«, in: Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Thüringen, bearb. von Stephanie Eissing und Franz Jäger, hg. in Zusammenarbeit mit der Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege, Neubearb., München u. a. 2003, S. 600 f. – Timm, Albrecht: Art. »Heringen«, in: Handbuch der Historischen Stätten, Bd. 11: Provinz Sachsen, Anhalt, hg. von Berent Schwineköper, Stuttgart 1975, S. 208 f.