HODENBERG
I.
Die namengebende Veste H. war eine Turmhügelburg, die im Winkel zwischen der Graue und der Weser östlich von Bücken lag. 1206 haben die Gf.en von → Hoya sie Burg mit Hilfe des H.er Truchsessen eingenommen und die → H.er daraus vertrieben. Hypothetisch, aber gut möglich, ist, daß die von H. Zuflucht im Herrschaftsbereich der mächtigen Vogtsfamilie von Bremen fand (Hodenb. UB, Tl. 1, S. 163 § 6). Hier bauten sich die H.er einen festen Sitz im Kolonisationsgebiet Oberneulands, wo sich der grabenumwehrte Gutshof H. findet. Zur Zeit des Zusammenbruchs der welfischen Hegemonie 1218 sassen sie jedenfalls noch upp de Weser (ebd., S. 4). Vor 1237 bauten sie die Burg Hodenhagen an der Meiße, einem rechten Nebenfluß der Aller. 1289 zerstörten die Welfenhzg.e diese Burg (ebd., Nr. 100). Die Herren von H. siedelten sich im benachbarten Hudemühlen an. Unter der Burg und dem späteren Schloß Hudemühlen entstand ein niederadlige Freiheit, ein sog. Freier Damm (ein frig dam), der wiederum zur Keimzelle eines Fleckens wurde (ebd., Tl. 2, Nr. 203).