Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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HODENBERG

B. Hodenberg

I.

Die Bückener Chronik nennt zu 1206 einen Truchsessen, der offenbar gleichzeitig Burgvogt war und den H. an die Hoyaer verriet, Cnofflock (Hodenb. UB, S. 5 f.), also »Knoblauch«, und es fragt sich, ob sich hinter diesem für Dienstmannen eher untypischen Namen nicht etwas anderes verbirgt, z. B. Clenkok, Klenck (= d.i. »Kleinkoch«), Ministerialen (Küchenmeister?) des Stifts Bücken, später der Gf.en von → Hoya. Bei kleineren Gf.en und Herren ist häufig nur ein Hofamt, das des Truchsessen, nachzuweisen. Das war auch so bei denen von H. Cnofflock ist mit dem Auftragen der Speisen beschäftigt – eigtl. Aufgabe eines Schenken. Später sind noch Vögte und Kapellane bezeugt (ebd., Nr. 49 und 52).

II.

Lange bestand der Lehnshof der einstigen Edelherren: 1486 gehörten die von Ribbesbüttel, von Eilte, von Harling, von Haselhorst, von der Wense, von dem Jettebruch, die Stockmann, Eylerdes, die Gogreven zu Eilstorf und weitere Bauern und Bürger, darunter solche von Einbeck, zu den Vasallen (ebd., Tl. 2, Nr. 239 S. 70 f.). Noch 1537 stellten die von Ribbesbüttel einen Lehnsrevers aus (ebd., Nr. 347).

Das Wappen, ein roter Adlerflügel auf Silber weist im Sinne eines pars pro toto auf die Nähe zum Kg. oder dessen Stellvertreter in Sachsen, bis 1179 die damals ausgestorbenen Pfgf.en von Sachsen aus dem Hause Sommerschenburg.