GÖRZ
I.
Auf den Resten des frühmal. Castrum Maiense errichteten die Gf.en von Tirol 1258-1309 oberhalb von Meran das Castrum montis sti. Zenonis. Unter den Söhnen Hzg. Meinhards II. von → Görz-Tirol war die Burg im frühen 14. Jh. zeitweilig Res. an Stelle des deutlich höher gelegenen Schlosses → Tirol. Nach Zerstörung 1347 in der Fehde zwischen Luxemburgern und Wittelsbachern zwar bald wieder aufgebaut, doch in der Folge ohne größere Bedeutung. 1486 als »Burgstall« bezeichnet, also wohl schon verfallen.
III.
Das um 1300 errichtete Portal zeigt in der Umrahmung neben phantastischen Tiergestalten einen Lindenbaum als Symbol der Gerichtsgewalt und erstmals in der Plastik den Adler als Wappentier Tirols.
Literatur
Trapp, Oswald: Tiroler Burgenbuch, Bd. 2: Burggrafenamt, 3. Aufl., Innsbruck u. a. 1980, S. 117-132.