GENF
I.
Dynastie, bezeugt seit dem 11. Jh., 1394 im Mannesstamm erloschen. Siebzehn Gf.en von G. folgten einander, bevor der Titel an Mitglieder der Hauses Savoyen überging, die seit 1427 die Gft. als Apanage innehatten. Zur Dynastie zählten gleichfalls zwei jüngere Linien, die heute noch existierenden G.-Lullin und G.-Boringe, abstammend von Peter, natürl. Sohn des Gf.en Wilhelm III. (1308-1320).
Die ältere savoyische und G.er Geschichtsschreibung hat comes gebennensis lange übersetzt mit »Gf. von Genevois« (G.er Gebiet), jedoch lassen die lat. Texte, die den Titel ungekürzt bieten, als auch die frz. Texte keinen Zweifel an der richtigen Benennung. Die Provinz Genevois existiert erst seit dem Ende der Dynastie der Gf.en von G., als sie savoyische Apanage wurde.
Ansässig in Savoyen, in Faucigny, im Land Gex und Umland von G., hatten die Gf.en von G. ebenfalls reiche Besitzungen im Waadtland und an den Ufern des G.er Sees. Ihr Fsm. erstreckte sich im 12. Jh. über fast 250 km zwischen Vully und They nahe Grenoble. Die Ausdehnung des Hauses Savoyen führte zum Verlust an Land und Macht. Im 13. Jh. besetzte Peter II. von Savoyen einen großen Teil des Waadtlandes und von 1250 an verloren die Gf.en von G. sämtliche Besitzungen nördlich des G.er Sees. Sie mußten ihre Burg → Bourg-du-Four in G. aufgeben, wie auch verschiedene Rechte an Dörfern des G.er Umlandes, die sie dem Priorat Saint-Victor überlassen mußten. Durch den Erwerb des Landes Gex (1353) und von Faucigny (1355) durch die Savoyer wurden die G.en von G. von diesen gefährlich eingeschlossen.
Über die Ursprünge der Dynastie vor dem 11. Jh. weiß man wenig. Vom 9. Jh. an belegen mehrere Rechtsgeschäfte die Existenz einer Gft. G., aber vor Gerold, einem Großneffen Rudolfs III., letztem Kg. von Burgund, kann kein Gf. ermittelt werden. 1032 starb Rudolf III. ohne legitimen Erben und sein Kgr. ging über an seinen Neffen, den dt. Kg. Konrad II. aus dem Hause der Salier. Auf diesem Boden, der von nun an zum Reich gehörte, entstanden kleine lokale Dynastien. Eine Familie erblicher Gf.en etablierte sich durch Gerold vor der Mitte des 11. Jh.s in der G.er Gegend. Im Bunde mit Gf. Rainald von Burgund versuchte Gerold, den Ks. daran zu hindern, nach dem Tod Rudolfs III. diesen zu beerben; die beiden Gf.en unterwarfen sich erst nach dem Tag von Solothurn (1045).
Von da an waren die Gf.en von G. Reichsfs.en und wandelten die Ländereien und die Gerechtsame, aus denen das ursprgl. gfl. Patrimonium bestand, zuerst in ein fsl. Patrimonium, dann in einen Staat um. Gf. Aimon (vor 1080 – nach 1124) konnte sich auf seinen Halbbruder Gui de Faucigny, Bf. von G. von 1078 bis 1129, stützen und auf einen seiner Neffen, Gerold von Faucigny, Bf. von Lausanne von 1107 bis 1128. Auch der Bf.ssitz von Maurienne war durch einen Onkel des Gf.en und später durch einen seiner Neffen besetzt. So besaß er immensen Einfluß in den Diöz.n G., Lausanne und einen nicht geringen in Maurienne. Dennoch komplizierten sich die Dinge nach dem Tod Gerolds de Faucigny. Von da an wurden die Gf.en Amadeus I. (1128-1178) und Wilhelm I. (1178-1195) zu Rivalen der B.e von G., Humbert von Grammont (1120-1135), Arducius von Faucigny (1135-1185) und Nantelm (1185-1205), indem sie sich als deren weltliche Beschützer aufdrängten und ihnen die Kontrolle der Stadt → G. streitig machten. So befeindeten sie sich während des ganzen 12. Jh.s. Das Übergewicht der Bf.e von G. wird offenbar durch die Verträge von Seyssel (1124), Saint-Simon (1156), Aix-les-Bains (1184) und Desingy (1219). Ende des 12. Jh.s blieb den Gf.en nur noch die Burg → Bourg-de-Four in der Stadt → G. Sie mußten ihre Hauptstadt nach → Annecy verlegen und ihre weltlichen Ansprüche auf → G. aufgeben.
Die Mitte des 13. Jh.s war eine sehr schwierige Zeit für die Gf.en von G. Nach dem vergeblichen Kampf gegen die Bf.e von G. und Lausanne stießen sie sich am damals in voller Ausdehnung befindlichen Hause Savoyen. Peter von Savoyen setzte die von seinem Vater begonnene Politik im Waadtland und in G. fort. Er wußte die Lehnstreue zahlr. Herren dieser Region zu gewinnen und profitierte zugl. mit Unterstützung seines Neffen von der Allianz zwischen Heinrich III. von England, Ks. Friedrich II. und den Römischen Kg.en Wilhelm von Holland und Richard von Cornwall, einem seiner Neffen.
Peter II. heiratete Agnes, Tochter Aimons II. von Faucigny, und wurde so Erbe des letzteren. Auf diesen Anspruch hin entbrannte zw. 1234 und 1236 ein Krieg um das Tal von Chamonix, v.a. mit Wilhelm II. Gf.en von G. Ein Waffenstillstand wurde 1237 unterzeichnet, aber zwei Söhne des Gf.en von G., Raoul und Heinrich, brachen den Frieden, bemächtigten sich Peters II., schlugen und verwundeten ihn und nahmen ihn gefangen. Der Gf. von G. mußte die Reparationszahlungen akzeptieren, die ihm von Amadeus IV. Gf. von Savoyen und Bruder Peters II. auferlegt wurden. Wilhelm II. wurde dazu verurteilt, 20 000 Mark Silber an Peter zu zahlen und das Schloß von Arlod aufzugeben. Der Krieg begann von neuem und Peter II. bemächtigte sich der Burg → Bourg-de-Four in G. (1250). Durch Vermittlung des Bruders von Peter II., Philipp von Savoyen, fand ein Vergleich statt. Der Gf. von G. wurde genötigt, die Ablösung von 20 000 Mark, ermäßigt auf 10 000 Mark, zu zahlen. Solange die Zahlung nicht erfolgte, besaß Peter II. von Savoyen die Schlösser von → G., Ballaison, Clées, das Lehen Langin und alle Besitzungen zwischen Arve und Dranse, Cluse und Gex und die Brücke von Bargen. Das ganze Waadtland sowie die Stadt → G. waren somit dem Einfluß des Hauses Savoyen ausgeliefert.
Das 13. Jh. ist gekennzeichnet durch einen beträchtlichen Rückzug des Hauses G. aus der Region des G.er Sees. Es war die Epoche, in der die Familie ihr Glück in der Ferne suchte. So hatten vier Söhne Wilhelms II. reiche Bm.er inne, wie das von Valence oder Langres, welche fast zum Monopol des Hauses G. wurden. So machte etwa Gui, jüngster Sohn Wilhelms II., eine brillante Karriere im Kgr. Frankreich: 1266 Bf. von Langres, begleitete er 1270 Ludwig IX. auf den Kreuzzug, nahm teil an der Salbung Philipps III. in Reims und wurde Rat dieses Kg.s, später von Philipp dem Schönen, und wurde Erzieher von dessen Kindern. Robert von G. wiederum war Bf. von G. von 1276 bis 1287.
Das Ende des 13. und der Beginn des 14. Jh.s war gekennzeichnet durch die fast durchgehende Feindschaft zwischen den Häusern Savoyen und G., und durch vier Kriege, erklärt von den Gf.en von G. zwischen 1282 und 1329, die versuchten, ihre ehem. Vormachtstellung an den Ufern des G.er Sees zurückzugewinnen. Die Gf.en von G. verbanden sich mit den Faucigny und auch mit den Dauphins von Viennois, um gegen Savoyen zu kämpfen. Die Regierung Wilhelms III. (1308-1320) markiert den Beginn einer Annäherung an Savoyen. Wilhelm III., Schwiegersohn von Amadeus V. durch seine Heirat mit Agnes von Savoyen 1297, schloß Frieden mit seinem Schwiegervater und verbündete sich mit ihm am 23. Okt. 1308. I.J. 1312 schlossen die Söhne des Gf.en, Eduard und Aimon von Savoyen, sogar ein Bündnis mit Wilhelm III. gegen die Dauphins. Ein letzter Konflikt trennte jedoch die Gf.en von G. und die Gf.en von Savoyen seit 1320, dem Datum der Zerstörung der alten → Burg Bourg-de-Four, Symbol der Rechtshoheit der Gf.en von G. in der Stadt seit dem 11. Jh., durch die Söhne Amadeus V., Eduard und Aimon von Savoyen. Der Krieg begann kurz danach. Wilhelm III. wurde unterstützt durch den Dauphin, seinen Onkel Heinrich, Bf. von Metz, und den Adel des Dauphiné. Wilhelm III. starb jedoch am 25. Nov. 1320 und sein Sohn Amadeus III. folgte ihm nach unter der Vormundschaft seiner Großmutter Agnes von Chalon. Der Krieg wurde nicht mit der selben Heftigkeit fortgeführt, v.a. seit dem Tod von Amadeus V. 1323, und wurde endlich 1329 beendet.
In die Regierungszeiten von Amadeus III. (1320-1367) und seinen vier Söhnen Aimon III., Amadeus IV., Johann und Peter fällt die wirkliche Annäherung der Gf.en von G. an das Haus Savoyen.
Die 47 Jahre währende Regierungszeit Amadeus III. erlaubte es dem Hause G. und seinen Institutionen, sich vollständig zu entwickeln. Die Einrichtung einer Verwaltung ähnlich der des Hauses Savoyen gab der Gft. G. den nötigen Zusammenhalt, um die angewachsenen finanziellen Aufgaben zu bewältigen. Da keine unmittelbare Gefahr drohte, konnte sich der Gf. von G. in den Dienst des Kg.s von Frankreich begeben. Seit 1328 unterstützte er die Politik Philipps VI. von Valois, der das Kgr. Arles und Vienne für einen frz. Prinzen zu gewinnen trachtete. Die Wiederaufnahme des englischen Krieges war ein anderes Motiv für eine Allianz zwischen Philipp VI. und Amadeus III. Seit 1337 hob er Truppen aus, um dem frz. Kg. zu Hilfe zu kommen. Nach dem Tod Aimons von Savoyen 1343 wurde Amadeus III. Vormund des jungen Gf.en Amadeus VI. von Savoyen, dessen Pate er war. Als andererseits Amadeus VI. den Orden zum Schwarzen Schwan gründete, ließ er Amadeus von G. als ersten beitreten. 1351 jedoch entfremdete sich der Gf. von G. dem Gf.en von Savoyen, indem er sich dem frz. Kg. Johann dem Guten annäherte und mit ihm im Dez. 1352 ein Bündnis einging, in dem er sich verpflichtete, dem Dauphin für Faucigny zu huldigen. 1355 jedoch überließ Johann der Gute Faucigny dem Gf.en von Savoyen, um sich dessen Freundschaft zu sichern, und auch das Land Gex sowie alle Lehen, die der Gf. von G. innehatte als Lehen des Dauphins. Und der Dauphin Karl wies den Gf.en von G. an, dem Gf.en von Savoyen für die Lehen des Genevois zu huldigen. Amadeus III. fand sich also eingekreist durch das Land Gex im N, Faucigny im O und durch die alten Savoyischen Besitzungen im W und S. Trotzdem wahrte Amadeus III. gute Beziehungen mit dem Gf.en von Savoyen. Im April 1364 empfing er aus dessen Händen die Kollane des Ordens. Amadeus III. starb 1367. Nach einer so langen Regierungszeit folgten die Söhne des Gf.en einer nach dem anderen für bisweilen sehr kurze Amtszeiten: Aimon III. befand sich mit dem Gf.en von Savoyen auf einem Kreuzzug, als sein Vater starb. Seine Regierungszeit war sehr kurz, sieben Monate, und spielte sich ganz außerhalb der Gft. ab. Er war einem Kreuzugsaufruf Papst Urbans V. gefolgt, um gegen die Türken zu kämpfen und Ks. Johann V. Paläologus, Schwager Amadeus' VI. von Savoyen, zu Hilfe zu kommen. Er starb an einer Krankheit auf der Rückkehr vom Kreuzzug am 30. oder 31. Aug. 1367 in Pavia. Ihm folgte sein Bruder Amadeus VI. nach, der aber am 4. Dez. 1369 in Paris starb, um für nur neun oder zehn Monate durch seinen Bruder Johann ersetzt zu werden. Diesem folgte von 1370 bis 1394 Peter, ein weiterer Bruder. Der jüngste Sohn Aimons III., Robert, war am 20. Sept. 1370 unter dem Namen Clemens VII. zum Gegenpapst gewählt worden. Er erbte die Gft. nach dem Tod seines Bruders Peter, kehrte aber nicht dorthin zurück während seiner zweieinhalbjährigen Regierungszeit und überließ die Herrschaft seiner Mutter Mahaut von Boulogne. Er starb plötzlich am 16. Sept. 1394 ohne männlichen Erben. Humbert, Sohn Humberts VII., Herr von Villars und der verstorbenen Marie von G., schien der einzige potentielle Nachfolger des Papstes zu sein. Daraufhin begann 1394 ein Prozeß zwischen Humbert auf der einen Seite und auf der Gegenseite Mahaut von Boulogne, Amadeus von Savoyen-Achaia, Ehemann der Katharina von G., Blanka von G., Wwe. Hugos von Chalon, Herrn von Arlay, dazu Johann von Chalon, Ehemann der Marie von Beaux und Schwiegersohn der Johanna von G. In Folge verschiedener Übereinkommen wurde Humbert von Villars am 7. Dez. 1395 Gf. von G., und Ks. Wenzel bestätigte den Regierungsantritt des Hauses Villars. Am 23. Dez. 1398 brach der Krieg aus, denn Amadeus von Savoyen-Achaia behauptete die Rechte seiner Frau Katharina von G., die allerdings 1395 einen Verzicht unterschrieben hatte. Amadeus VIII. schritt ein, um die Feindseligkeiten zu beenden, und ein neuer Prozeß wurde eröffnet. Humbert von Villars starb vor der Lösung der Probleme. Er machte am 10. März 1400 sein Testament und setzte seinen posthum geb. Sohn bzw. seinen Onkel Odon de Villars zu Erben ein. Aufs neue entstanden Streitigkeiten, denn Odon war nicht mit den Gf.en von G. verwandt. Blanka von G., Herrin von Arlay, und Katharina, Fs.in von Achaia, beanspruchten das Erbe des Gf.en Peter bzw. das ihrer Mutter. Amadeus VIII. erhob 1400 seinerseits Ansprüche. Man einigte sich darauf, daß Amadeus VIII. auf alle potentiellen Ansprüche auf die Gft. G. verzichte unter der Bedingung, daß der neue Gf. ihn als Lehnsmann anerkennen würde. Falls Odon kinderlos stürbe, fiele die gesamte Gft. an Amadeus VIII. Indessen übertrug Odon die Gft. am 5. Aug. 1401 an Amadeus VIII. gegen Zahlung von 45 000 Goldfranken, die Überlassung des Schlosses und der Herrschaft Châteauneuf-en-Valromey sowie des Schlosses und der Ländereien von Lompnes. Im Fall seines kinderlosen Todes fielen diese Güter an den Gf.en von Savoyen. Amadeus erlangte die Gft. jedoch erst 1402 und hatte noch über zwanzig Jahre lang den Widerstand des Adels des Genevois und die Ansprüche der Töchter Amadeus' III. zu überwinden. Von 1403 an beanspruchte Blanka von G., Herrin von Arlay, den Titel Gf.in von G. In der ersten Zeit konnte Amadeus VIII. das Problem umgehen, aber 1412 bestätigte Ks. Sigismund die Rechte Blanches und ihrer Erben auf die Gft. Blanche starb kurz darauf, und es war nun die Reihe an Mathilde von Savoyen-Achaia, Tochter und Erbin von Katharina und ihrer Tante Blanka, sich gegen Amadeus zu erheben. Letzterer brachte sie dazu, gegen eine Vergütung von 70 000 Gulden 1417 auf ihre Rechte zu verzichten. Der härtere Kampf jedoch war der gegen Johann von Chalon, Herrn von Arlay, Ehemann der Marie de Baux und Schwiegersohn der Johanna von G., und er wurde fortges. von dessen Sohn, Ludwig von Chalon, Fs.en von Orange. Ein Prozeß begann 1417 vor dem Rat des Hzg.s von Savoyen, darauf 1421 vor dem Ks.; letzterem jedoch hatte Amadeus VIII. Dienste erwiesen, der Ks. war ihm günstig gesinnt und erkannte seine Legitimität am 25. Aug. 1422 an. Dennoch übertrug Sigismund am 11. Jan. 1423 die Gft. G. an Ludwig von Chalon. Angesichts der Hartnäckigkeit Amadeus' VIII. wies Sigismund Ludwig von Chalon am 2. Okt. 1423 endgültig ab, eine ksl. Urk. vom 14. Nov. ratifizierte die Schenkung an Amadeus von 1422. Im Jahre 1424 verzichtete Ludwig von Chalon endgültig auf seine Ansprüche auf die Gft. Daraufhin war seit 1427 der Titel Gf. von G. eine Apanage für die jüngeren Söhne des Hauses Savoyen.
II.
Obwohl Gerold ein Großneffe Ks. Rudolfs III. war, verschlechterten sich die Beziehungen zwischen dem Reich und den Gf.en von G. nach dem Tode Rudolfs. Tatsächlich erhob sich der Gf. von G. gegen Ks. Konrad II., dann gegen dessen Sohn Heinrich III. Er unterwarf sich ihnen indessen 1036 bzw. 1045. 1157 wurde Gf. Amadeus I. ksl. Vikar für das Bm. von G. durch Vermittlung von Berthold IV. von Zähringen bei Ks. Friedrich II. Gf. Wilhelm I. von G. (1178-1195) hatte Streit mit dem Ks. wg. seiner Differenzen mit den Bf.en von G., Arducius von Faucigny und Nantelm, weil er über kriminelle Kleriker gerichtet und eine Befestigungsmauer außerhalb seines Schlosses in → G. errichtet hatte. Infolge einiger Ausschreitungen und der Weigerung, die Mauer abzureißen, wurde der Gf. von Ks. Friedrich Barbarossa am Anfang 1186 vor seinen Hoftag zu Casale zitiert. Wilhelm verfiel dem Bann und wurde zum Reichsfeind erklärt. Dennoch wurde 1188 ein Kompromiß gefunden.
Die Beziehung zwischen den Gf.en von G. und dem Reich besserten sich im 13. und 14. Jh. 1291 übertrug Ks. Rudolf I. von Habsburg Gf. Amadeus von G. Lehen, die nach dem Tod von Aimon, Bruder des Gf.en, an das Reich zurückfallen konnten, und ebenso Privilegien für die Erhebung von Steuern auf Ernte und Transport von Waren. 1355 setzte Karl IV. Heinrich, Gf. von Mömpelgard, als ksl. Vikar in der Provinz Besançon ein und beauftragte ihn, Gf. Amadeus III. von G. und seine Gft. zu schützen und zu verteidigen. Der Ks. bewilligte unter dems. Datum dem Gf.en und seinen Nachfolgern das Recht, Gold- und Silbermünzen zu schlagen. Er nahm außerdem die Gft. Genevois und die Baronie Faucigny unter seinen Schutz und verlieh am 6. Febr. 1360 dem Gf.en eine Urk., die den Gf.en von G. zu einem unmittelbaren Untertan des Hl. Röm. Reiches erklärte und die Reichsunmittelbarkeit der Gft. G. als Reichslehen bekräftigte. Er erklärte außerdem im J. 1369, daß die Gft. G. als unmittelbares Reichslehen nicht einem Reichsvikar unterstellt werden könne. Zum selben Zeitpunkt widerrief er sämtliche Reichsvikariate, die seine Vorgänger oder er selber über die Gft. gesetzt hatten. Am 22. Febr. dess. Jahres ernannte er den Gf.en und seine Nachkommen zu Pfgf.en mit dem Recht, Notare und ordentliche Richter zu ernennen sowie Bastarde zu legitimieren.
III.
Gf. Amadeus I. erhielt vom Hzg. von Zähringen in der Mitte des 12. Jh.s die Hoheitsrechte übertragen, die der Ks. ihm mit der Verleihung des Reichsvikariates über die Bm.er Sitten, Lausanne und G. gewährt hatte. Als Dank für diese Verleihung nahm das Haus G. das Wappen der Zähringer an: in Silber ein blauer Schrägbalken begleitet von zwei blauen Löwen. Dieses Wappen war 1252 immer noch in Gebrauch, obwohl 1162 Ks. Friedrich die Veräußerung durch den Hzg. von Zähringen an den Gf.en von G. annulliert hatte. Raoul von G. (1253-1265) nahm während seiner Herrschaft einen zwölffach von Gold und Silber geschachten Schild an. Um 1288 soll Amadeus II. das endgültige Wappen der Gf.en von G. angenommen haben: neunfach geschacht von Silber und Blau. Die Zähringer Löwen wurden gelegentlich als Schildhalter genutzt.
Die Gf.en von G. trugen seit den 1180er Jahren sichtlich Sorge um ihre Memoria, indem sie den Zisterzienserkonvent Sainte-Catherine-du-Mont als Begräbnisstätte für die Dynastie begründeten. Die Gründung des Kl.s bei → Annecy in einem Winkel des Semnoz-Gebirges in 700 m Höhe geht auf Beatrix von G., Frau des Gf.en Wilhelm I., zurück. Abseits aller Verkehrswege war es nur auf einem Maultierpfad zu erreichen. Es hieß ursprgl. »La Montagne« (das Gebirge) und wurde unter das Patrocinium »Notre-Dame« gestellt. Die Nennung nach »Sainte-Catherine« ist zuerst 1360 im Testament des Gf.en Amadeus III. bezeugt, wenn auch das Abbild der Heiligen schon 1344 auf dem Gegensiegel der Äbt. Guigone Alamand erscheint.
Die Wahl der Gründung einer Nekropole der Gf.en von G. nahe → Annecy zeigt deutlich die Bedeutung dieser Stadt zu jener Zeit, nachdem die Gf.en G. hatten verlassen müssen infolge der Streitigkeiten mit den Bf.en von G. Gf.in Beatrix war die erste, die dort beigesetzt wurde, ihr folgten ihr Mann Wilhelm I. (gest. 1195), dann Wilhelm II. (gest. 1252), Raoul (gest. 1265), Amadeus II. (gest. 1308), Wilhelm III. (gest. 1320) und andere Mitglieder der Dynastie. Im Okt. 1360 jedoch verfügte Amadeus III. in seinem Testament, daß sein Erbe eine Kapelle in der Kirche Notre-Dame-de-Liesse in → Annecy gründen und erbauen solle, falls er selber dies Vorhaben nicht zu seinen Lebzeiten ausführen könne, damit er dort beigesetzt werden könne.
Amadeus III. starb im Jan. 1367 in → Annecy und wurde seinem Willen gemäß in Notre-Dame-de-Liesse beigesetzt. Wenige Monate später, im Aug., folgte sein Sohn Aimon III. dem Vater in das neue dynastische Erbbegräbnis. Die Kirche erlangte einen glanzvollen Höhepunkt durch Robert von G., 1378 Gegenpapst unter dem Namen Clemens VII., danach Gf. von G. 1392. Er bestätigte die Privilegien dieser Kirche und richtete ein Jubiläum alle sieben Jahre ein, bekannt unter dem Namen »grands pardons«. Seitdem kamen zahlr. Pilger zu diesem Heiligtum, um dort Ablaß zu erlangen. 1395 wandelte Benedikt XIII. die Kirche in eine Kollegiatskirche um und 1398 weihte Wilhelm von Lornay, Bf. von G., die neue Kollegiatskirche unter dem Patrozinium Saint-Antoine. Das Gebäude wurde 1412 teilw. durch einen Brand zerstört. Es gibt auch keine Spuren mehr von der ersten Gruft der Gf.en von G. in Sainte-Catherine-du-Mont, weil das Gebäude zum größten Teil in der Revolution zerstört und im 19. Jh. wieder aufgebaut wurde. Wir besitzen keinerlei Zeugnisse mehr von den Gräbern der Gf.en von G., ausgenommen das Grabmal des Gf.en Amadeus IV., der 1369 in Paris starb. Sein Grab befindet sich in der Kirche der Kartäuser in Paris. Es zeigt ihn in Rüstung unter einem Bogen mit dem Wappen der Gf.en von G. und der Inschrift: Cy git noble et puissant prince messire Amé de Geneve qui trepassa l'an de grace mil CCCLXIX, le iiii jour de decembre. Dieses Grabmal wurde 1793 während der Revolution zerstört. Eine Zeichnung des 18. Jh.s, befindet sich in der Bibliothèque nationale de France im Cabinet des Estampes unter der Signatur Pe 11 a, f. 225; collection Gaignières Nr. 4733. Ebenso wird das Grabmal Roberts von G./Clemens VII. (gest. 1394), das sich in der Coelestinerkirche in Avignon befand, heute im Musée du Petit Palais in Avignon aufbewahrt. Das G.er Wappen befindet sich auf dem Kissen, auf dem der Kopf des Papstes ruht.
IV.
Nach einer im 15. Jh. schon fest eingeführten Tradition leiten die Gf.en von G. ihre Herkunft von Oliver, dem Gefährten Rolands ab, dessen Vater Renier einer der ersten Inhaber des Gf.entitels gewesen sein soll. Zehn Heldenlieder (chansons de geste) schreiben Renier in der Tat eine Stadt zu, die mit → G. gleichgesetzt werden könnte. Der Sohn Reniers, Oliver, wird darüber hinaus von Pseudo-Turpin gegen 1140 als Gf. von G. gen. Ein Diplom Karls IV. von 1360, ausgestellt für Amadeus III. Gf. von G., erwähnt diese illustre Herkunft.
Diesen Bezug auf Oliver findet man auch im Mobiliar der Gf.en von G., denn das 1393 angelegte Inventar des Schlosses von → Annecy führt Bänke und Tapisserien mit dem Wappen der Gf.en von G. und dem Olivers an wie auch eine Tafel, auf der die Heldentaten Olivers und Fierabras dargestellt sind. Zudem gab es in der Bibliothek der Gf.en von G. einen Roman über die Taten Karls d. Gr.
Die Frauen der Familienmitglieder der Gf.en von G. stammten im allg. aus den Familien der benachbarten Regionen (Faucigny, Thoire, Grandson), sei es, um einen Anspruch zu erhalten auf die nachbarlichen Ländereien oder um Unterstützung zu erlangen gegen die Savoyer, die störenden Nachbarn, im Falle eines Konflikts.
Die Eheverbindungen waren somit im ganzen ein Spiegel der Politik der Gf.en von G., mal im Einklang mit, mal gegen die Gf.en von Savoyen. So heiratete, als die Beziehungen zwischen den beiden Gft.en gut waren, Wilhelm I. von G., Sohn von Amadeus I., im 12. Jh. Agnes von Savoyen, Tochter des Gf.en Amadeus III. und Schwester Humberts III. von Savoyen. Ebenso verh. sich eine ihrer Töchter 1196 mit Thomas von Savoyen.
In Zeiten der Krise zwischen den beiden Dynastien dagegen zeigten die Gf.en von G. ganz offen den Dissens, so durch die Heirat (1241) zwischen Gf. Raoul von G. und Marie de Coligny, Herrin von Varey, der Tochter Alberts III. de La Tour-du-Pin, dem großen Rivalen der Savoyer. Marie brachte darüber hinaus ihrem Ehemann das bedeutende Schloß von Varey im Bugey in die Ehe. Ähnlich war es 1285, bei der Hochzeit von Amadeus II. von G. und Agnes von Chalon. Diese Heirat bekräftigte die Abkehr eines Familienmitglieds der Gf.en von Burgund von der savoyischen Allianz, denn Johann von Chalon, Herr von Arlay, Bruder der Agnes, wurde zum Schaden der Savoyer Bundesgenosse des Gf.en von G. Drei Jahre später, 1288, wurde die Schwester des Gf.en Amadeus II. von G. einem erklärten Feind der Gf.en von Savoyen, Aimar von Poitiers Gf. des Valentinois versprochen. Dieser Vertrag band den Gf.en von G. ein in die anti-savoyardischen Familienallianzen. Als sich die Spannungen 1293 gegeben hatten, näherten sich die Dynastien 1297 wieder an durch die Heirat von Wilhelm, Sohn des Amadeus II. von G. und zukünftiger Wilhelm III., mit Agnes, Tochter von Amadeus V. von Savoyen.
Heiraten von größerer Tragweite fanden indessen im 14. Jh. statt, als die Gf.en von G. die Politik der frz. Kg.e Philipp VI. von Valois und Karl V. unterstützten. Amadeus III. von G. konnte auf diese Weise 1335 Mahaut von Boulogne, Tochter des Gf.en Robert VII. von der Auvergne, heimführen. Sein Bruder Peter, der ihm nachfolgte, verh. sich 1374 mit Marguerite de Joinville. Diese reiche Heirat brachte dem Gf.en von G. die Herrschaft Joinville in der Gft. Vaudémont ein und das Land Houdan.
Quellen
Die handschriftlichen Quellen befinden sich hauptsächlich in Annecy, in Chambéry und in Genf und zum geringeren Teil in Turin und in Paris. Das Urkundenarchiv der Gf.en von G. ist fast vollständig erhalten. Alle Archivalien der Gf.en von G. wurden im 14. Jh. in einem Turm des Schlosses von Annecy aufbewahrt, der früher »Grande Tour« oder »Tour du Trésor« und heute »Tour de la Reine« genannt wird. Als Amadeus VIII. die Gft. erwarb, wurden das Archiv auf Maultieren ins Schloß Chambéry verbracht, und der Urkundenschatz wurde 1412 mit demjenigen der Fs.en von Savoyen in der »Tour du Trésor« vereinigt. Es folgten im Lauf der Zeit die Aufteilung der savoyischen Archive, Nizza, Turin, dann 1949 die Rückkehr eines Teils nach Chambéry und später nach Annecy. Bruchet, Max: Etude archéologique sur le château d'Annecy suivie des comptes de la construction et d'inventaires inédits, Annecy 1901. – Bruchet, Max: Trois inventaires du château d'Annecy (1393, 1549, 1585), in: Mémoires et documents publiés par la société savoisienne d'histoire et d'archéologie 13 (1899) S. 315-424. – Cibrario, Luigi/Promis, Domenico: Documenti, sigilli e monete appartenenti alla storia della monarchia sabauda, Torino 1833. – Détraz, Gérard: Un document inédit: le testament de Raoul, comte de Genève (1265), in: Chemins d'histoire alpine. Mélanges dédiés à la mémoire de Roger Devos, hg. von Michel Fol, Christian Sorrel und Hélène Viallet, Annecy 1997, S. 251-268. – Lullin, Paul/Le Fort, Charles: Recueil des franchises et lois municipales des principales villes de l'ancien diocèse de Genève, Genève 1863 (Mémoires et documents publiés par la Société d'histoire et d'archéologie de Genève, 13, 2e partie). – Lullin, Paul/Le Fort, Charles: Supplément au recueil de chartes inédites concernant l'ancien diocèse de Genève et antérieures à l'année 1312, Genève 1865 (Mémoires et documents publiés par la Société d'histoire et d'archéologie de Genève, 15, 2e partie). – Mallet, Edouard: Chartes inédites relatives à l'histoire de la ville et du diocèse de Genève et antérieures à l'année 1312, Genève 1862 (Mémoires et documents publiés par la Société d'histoire et d'archéologie de Genève, 14). – Mallet, Edouard: Documents, Tl. 1, in: Mémoires et documents publiés par la Société d'histoire et d'archéologie de Genève 1 (1841) S. 1-160; Tl. 2, in: 2 (1843) S. 1-56; Tl. 3, in: 4 (1845) S. 1-119. – Mallet, Edouard: Documents inédits relatifs à l'histoire de Genève de 1312 à 1378 […], publiés […] avec un répertoire chronologique de toutes les pièces imprimées concernant la même période, Genève 1872 (Mémoires et documents publiés par la Société d'histoire et d'archéologie de Genève, 18). – Muratore, Dino: Aimon III, comte de Genevois: sa participation à l'expédition du Comte Vert en Orient, son testament, sa mort, in: Revue Savoisienne 47 (1906) S. 137-145, 208-217.
Literatur
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