Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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FÜRSTENBERG

A. Fürstenberg

I.

Zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, das Quellgebiet von Donau und Neckar einfassend, erstreckt sich die Hochfläche der Baar. Deren naturräumliche Begrenzung bildet im S, bevor sich die Landschaft mit starkem Gefälle zum Hegau hin absenkt, ein schlicht »Länge« gen. Höhenriegel. Auf dessen fürderstem Berg«, d.h. seiner nach N ragenden ›vordersten‹ Erhebung, befand sich eine erstmals zu 1175 belegbare Burg. Diese Burg F. soll Hzg. Berthold IV. von Zähringen seinerzeit (einer einzigen Notiz zufolge: Ann. S. Georgii a. 1175, ed. Hofmeister S. 45) erobert haben. Mit dem Tod seines Sohnes und Amtsnachfolgers, Bertholds V., erlosch 1218 das mächtige Hzg.sgeschlecht, das allerdings schon im ausgehenden 11. Jh. den Schwerpunkt seines Herrschaftsbereiches an den Oberrhein verlagert hatte, im Mannesstamm. Das Allodialerbe traten die Familien der beiden Schwiegersöhne Hzg. Bertholds V. an: links des Rheines die Gf.en von Kiburg, rechts des Rheines, d.h. nördlich des Hochrheines die Gf.en von Urach, deren Besitzschwerpunkt ursprgl. auf der schwäbischen Alb lag, wo der Stammvater des Geschlechtes im 11. Jh. mit dem Bau der Burg Achalm dessen erstes in der Überlieferung faßbares Herrschaftszentrum geschaffen hatte.

Die Ansprüche auf das Zähringererbe wurden jedoch zunächst durch kgl. Zugriff beschnitten. Friedrich II. unterband nicht nur allg. den Fortbestand des Hzm.s, sondern machte insbes. den Urachern diverse Besitztitel aus der zähringischen Erbmasse streitig. Darüber entbrannte ein jahrzehntelanger, durch gelegentliche Vgl. nie endgültig gelöster Konflikt, der nicht nur um ehem. Reichs- und Kirchenlehen der ›Zähringer‹ kreiste, sondern sogar Teile von deren einstigem Hausgut betraf.

Im Zentrum dieser Auseinandersetzungen stand nicht zuletzt der Kampf um die Stadthoheit in Villingen, der einzigen zähringischen Stadtgründung östlich des Schwarzwaldes. 1218 reklamierte sie der Kg. als villa nostra (Fürstenbergisches UB I, Nr. 150 S. 89 f.), und tatsächlich übte Friedrich II. dort über vierzig Jahre hinweg die Stadtherrschaft aus. Villingen, auch im berühmten Verzeichnis der Abgaben kgl. Städte und Dörfer von 1241 (»Reichssteuerliste«) entspr. geführt, behauptete sich zunächst sogar noch über Bannung und Absetzung des Ks.s auf dem Konzil von Lyon und die Kg.swahl Heinrich Raspes hinaus als Reichsstadt. Erst ab 1251 verschafften sich die Zähringererben in Person des Gf.en Heinrich von Urach, Herren zu F. (gest. 1284), die Kontrolle über die Stadt. Noch kurz zuvor, zwischen 1245 und 1250, hatte sich Heinrich für die – bald darauf dynastiebildende – Zubenennung nach dem F. entschieden.

Es geschah dies im Zug einer Erbteilung zwischen den beiden Söhnen Gf. Eginos V. von Urach-Freiburg, der 1236 verstorben war und sich bis dahin noch »Gf. zu Urach und Herr zu → Freiburg« gen. hatte. Sein ältester Sohn Konrad erhielt, jedenfalls noch vor der Jh.mitte, den damals – politisch und ökonomisch – lukrativeren Erbteil am Oberrhein mit der Stadt → Freiburg im Breisgau, die fortan das gfl. Dominium Konrads und seiner Nachkommen kennzeichnen sollte. Der Herrschaftsbereich durchdrang auch die westlichen Schwarzwaldtäler, in denen Konrad, wie in der Rheinebene, über eine ansehnliche Ministerialität gebieten konnte. Im Kinzigtal reichte dieses Herrschaftsgebiet am weitesten nach O, doch begegnete Konrad wie bald darauf auch sein jüngerer Bruder Heinrich, dem bei der urachischen Herrschaftsteilung die Gebiete an der Ostabdachung des Schwarzwaldes und auf der Baar, im Kinzigtal aber Haslach, Steinach und Biberach zugefallen waren, hier territorialen Ansprüchen des Hochstifts Straßburg, in dessen Besitz sich um 1250 die Städte Offenburg, Ortenberg und Gengenbach befanden. Mit seinem älteren Bruder teilte Heinrich auch einige kleinere Besitztümer und Ministerialen im Breisgau, sah sich ansonsten aber auf die höher gelegenen östlichen Gebiete der zähringischen Erbmasse verwiesen. Dort gründete er, wohl durchaus in gezielter Aktion gegen Villingen, das ihm noch nicht zugänglich war, 1244 am Schnittpunkt mehrere Seitentäler und Straßenzüge des Schwarzwaldes das oppidum Vöhrenbach. Wiewohl strategisch günstig gelegen, baute Gf. Heinrich dieses Städtchen nicht weiter aus, nachdem er im sechsten Jahrzehnt des 13. Jh.s dann doch im nahen Villingen Fuß gefaßt hatte. Daß er und sämtliche Herrschaftsnachfolger aus seinem Geschlecht bis zum Ende des Alten Reiches in ihren Stammlanden bezeichnenderweise keine einzige Stadtgründung mehr vornahmen, Villingen andererseits innerhalb des ererbten zähringischen Gebietskomplexes östlich des Schwarzwaldes die einzig bedeutsame Stadt war und blieb, hat in der Forschung schon zu der Annahme geführt, der dritte Sohn Eginos V. hätte sich um 1245 gewiß nicht nach dem F., sondern eben nach der Stadt Villingen benannt, hätte er sie denn schon damals in Besitz nehmen können – analog zu seinem älteren Bruder Konrad, der sich, nachdem er noch vorübergehend den Titel seines Vaters beibehalten hatte, alsbald denjenigen eines ›Grafen von → Freiburg‹ gab.

Gf. Heinrich von Urach jedoch erweiterte seine Titel so zunächst um die Bezeichnung DOMINVS IN VVRSTENBERG, für 1250 ist er dann erstmals als comes de Vurstenberg zu bezeugen. Allerdings: Die grafschafft, die zu Fürstenberg gehöret, wie sie in einer Belehnungsurk. Kg. Sigmunds von 1415 umschrieben wird (Fürstenbergisches UB III, Nr. 104 S. 88 f.), war eben ursprgl. keine reichslehenbare, und um ihre Stabilisierung, d.h. ihre Bindung an das Reich hatte Gf. Heinrich I. von F. über dreieinhalb Jahrzehnte zu kämpfen. Denn die ererbte zähringische Allodialgft. im Raum Villingen stieß sich mit Ansprüchen der Gf.en von → Sulz, deren gfl. Gerechtsame in der Baar mind. in die erste Hälfte des 12. Jh.s zurückreichten. Die Sulzer hatten diese Gft. einst als Zähringervasallen verwaltet, später aber vom Reich zu Lehen genommen. Vermutlich 1264 übertrugen sie gerichtsherrliche Funktionen an die ihnen spätestens seit etwa 1250 eng verwandten Herren von Wartenberg, ein aus der Ostbaar stammendes, wohl über eine Bezirksvogtei des Kl.s Reichenau aufgestiegenes Dynastengeschlecht, dessen Herrschaftsbereich sich scharf von dem der Zähringererben abhob. Seither nannte sich Konrad von Wartenberg Lantgravius in Bara.

Hieraus erwuchs ein bewaffneter Konflikt zwischen F. auf der einen und → Sulz/Wartenberg auf der anderen Seite. Er wurde offenbar um 1280 mit einem Kompromiß beigelegt, der alsbald ein Eingreifen des Kg.s erzwang: übten → Sulz und F. doch nun gemeinsam die Grafenrechte in der Baar aus! Diese widerrechtliche Zweiteilung einer Gft. hob Ende 1282 ein Grundsatzurteil des Hofgerichts auf. Sich auf diesen Reichsspruch stützend, übertrug Kg. Rudolf I. am 18. Jan. 1283 die Gft. in der Baar dem Gf.en Heinrich von F., einem seiner treuesten Parteigänger, der zuvor bereits in kgl. Auftrag eine Reihe sensibler Missionen in Dtl. wie Reichsitalien übernommen und den neuen Kg. kräftig unterstützt hatte.

Im Gegenzug wurde Gf. Hermann von → Sulz für den Verzicht auf die Grafenrechte in der Baar offenbar mit dem Hofrichteramt in Rottweil abgefunden. Diese Lösung erleichterte es, die einstige zähringische Allodialgft. durch einen Lehnsakt neu und eindeutig an das Reich zu binden. Allerdings wurde Heinrich von F. mit der Gft. nur ad personam belehnt. Immerhin erreichte er, daß schon wenige Monate nach diesem Akt die Städte Villingen und Haslach, für die er bereits 1278 die Befreiung von auswärtigen Gerichten erwirkt hatte, konsequent in das neu geschaffene Verhältnis eingepaßt wurden, Heinrich also beide Städte verliehen bekam.

Mit der Übertragung der Gft. durch Kg. Rudolf durfte sich Heinrich von F. nunmehr in die Kontinuität zu jenen Amtsgf.en gestellt sehen, die, erkennbar seit dem achten Jh., bis mind. ins frühe 11. Jh. hinein als Vertreter des Kg.s im Raum der westlichen Baar, der frühma. ›Bertoldsbaar‹, den comitatus in Bare innegehabt hatten. Daß diese Gft. dann im frühen 15. Jh. auf F. bezogen wurde, stellt das Paradigma vor Augen, daß, entgegen der weitaus häufiger zu beobachtenden Entwicklung, die Burg eines Gf.en auch erst spät die Gft. an sich zu ziehen vermochte (Maurer, Rolle der Burg, S. 205). Dieser Zeit gehört auch die erste Kg.surk. an, in der die fürstenbergischen Familienangehörigen sichtlich als korporative Genossenschaft angesprochen werden (1425).

II.

Die Lgft. in der Baar, d.h. die seit 1264 durch den fürstenbergischen Konkurrenten Wartenberg beanspruchte Gerichtsherrschaft auf lehensrechtlicher Grundlage, blieb von der Klärung des Gft.sverhältnisses 1283 unberührt. Noch für weitere zwei Jahrzehnte verblieb die Lgft. in wartenbergischer Hand, erst zu Beginn des 14. Jh.s gelangte sie auf dem Erbweg an das rivalisierende Haus F. Die spätma.-frühneuzeitliche Entwicklung bezeugt dann eine Verschmelzung von Gft. und Lgft. in der Baar zur Lgft. F.; die Lgft. stand hier also nicht in ungebrochener Rechtsnachfolge des alten Comitats bzw. diverser frühma. Comitate. Seit Gf. Heinrich II. von F. 1304 nahmen alle betroffenen Gf.en (bzw. späterhin Fs.en) von F. sie bis zum Ende des Alten Reiches jeweils durch den Kg. zu Lehen.

Im schwäbischen Reichskreis durfte F. wg. der Lgft. Baar eine Stimme auf der vierten Bank unter den »Grafen und Herren« beanspruchen, ebenso jeweils für die auf dem Heirats- bzw. Erbweg angefallenen Herrschaften Stühlingen, Hausen im Kinzigtal, Meßkirch und → Gundelfingen. Wg. der gefürsteten Gft. Heiligenberg war F. darüber hinaus sogar auf der zweiten Bank unter den weltlichen Fürsten stimmberechtigt.

Nach dem Dynastiegründer Heinrich I., der als Sonderbevollmächtigter Kg. Rudolfs I. vielfältige Aufgaben in Dtl. und Italien (u. a. Statthalterschaft in Mailand, Rektorat in der Romagna) wahrgenommen hatte, traten vor dem Dreißigjährigen Krieg nur noch zwei fürstenbergische Gf.en im Kg.sdienst hervor: Heinrich VII. und Wolfgang, die als Titularräte Maximilians I. in Diensten Habsburgs und des Reiches aufstiegen.

III.

Die älteste Form des fürstenbergischen Wappens kombinierte den zähringischen Adler mit dem ihn umsäumenden Wolkenband (als Schildrand), eigtl. dem aus dem Wappen der Gf.en von Urach übernommenen ›Feh‹. Zur Vollausbildung gelangte das fürstenbergische Wappen nach der Erhebung der Heiligenberger Linie in den Reichsfs.enstand unter Gf. Hermann Egon (1664). Seither konnten dem Wappenschild, den Wappenhelmen und Schildhaltern noch Fs.enhut und -mantel hinzugefügt werden. Als Wappenschild führten die Fs.en und Lgf.en zu F. im goldenen, mit einem Kürschrand umrahmten Schild einen roten Adler (s.o.) mit blauen Waffen und einem quadrierten Brustschild, in dessen erstem und vierten roten Feld die Kirchenfahne von → Werdenberg und in dessen zweitem und drittem, silbernen Feld der schwarze, eckig gezogene rechte Schrägbalken von Heiligenberg zu sehen ist. Der Schildrand wird üblicherweise mit ›doppelten Wolken‹ dargestellt, d.h. blasoniert als blau mit silbernen Wolken bzw. von Silber und Blau gewölkt.

Repräsentative Bauvorhaben hätten die Finanzkraft der Urach-F.er im SpätMA überspannt, auch wenn sie, im Unterschied zur materiell anfänglich besser gestellten, schließlich 1459 ausgestorbenen → Freiburger Linie ihren Kernbesitz wahren und schließlich in der frühen Neuzeit maßgeblich vergrößern konnten. Zu beachten bleiben indes die weitreichenden Aktivitäten, mit denen Gf. Heinrich I. nach der Inbesitznahme Villingens in die Belange der Stadt eingegriffen hat: Obwohl er de iure zunächst noch nicht über Villingen verfügen konnte, hat er offenbar nach dem Stadtbrand von 1271 den Neu- bzw. Umbau des Münsters vorangetrieben, das damals einen neuen Chor und Türme erhielt. Im neuen, wohl soeben fertiggestellten Münsterchor wurden dann 1282 die Söhne Gf. Heinrichs durch Kg. Rudolf I. zu Rittern geschlagen, und der mit Gold und Edelsteinen besetzte, noch heute vor Ort verwahrte ›Fürstenberg-Kelch, dessen Umschrift das Ehepaar Heinrich und Agnes von F. samt ihren sieben Kindern nennt, dürfte in jenen Jahren dem Münster gestiftet worden sein. Darüber hinaus fällt die vielfältige Förderung oder sogar Ansiedlung von Kl.n auf, die Gf. Heinrich bald nach 1250 in seinem gesamten Herrschaftsraum betrieb, v.a. aber wieder in Villingen selbst, wo er den Johannitern eine Niederlassung ermöglichte und zusammen mit seiner Gemahlin 1268 das Franziskanerkl. gründete, als Wwe. stiftete Agnes noch zusammen mit ihren Söhnen das Hl.-Geist-Spital zur Armen- und Krankensorge. Daß Heinrich nach seinem Tod 1284 im Villinger Münster begr. wurde, manifestiert deutlicher als jede Stiftungs- und Bautätigkeit, wie nachdrücklich er die wichtigste Stadt innerhalb seiner Gft. als deren Herrschaftszentrum angesehen hat und entspr. auszustatten bemüht gewesen war; sein Vater, Gf. Egino V. von Urach, hatte ein knappes halbes Jh. zuvor sein Grab im breisgauischen Zisterzienserkl. Tennenbach gefunden.

Daß Villingen kaum ein halbes Jh. nach Gf. Heinrichs I. Tod an Habsburg fiel (1326), erklärt, weshalb seit der Generation seiner Enkel die F.er ihre Grablege im 1274 gegr. Frauenkl. Auf Hof wählten, seit dem späteren 16. Jh. in den Quellen meist »Maria Hof« gen., was wiederum mit dem zu dieser Zeit erfolgten Ordenswechsel von der ursprgl. dominikanischen zur späterhin zisterziensischen Observanz zusammenhängt. Das Dominikanerinnenkl. Auf Hof lag unterhalb des F.s auf Gemarkung Neudingen; noch nicht geklärt ist, ob das auf dem Hochplateau oberhalb der Donau errichtete Kl. damit genau auf dem Gelände des einstigen frühma. Kg.shofes am Ort seinen Platz erhielt, worauf immerhin die Bezeichnung »Auf Hof« zu verweisen scheint. Jedenfalls lagen Neudingen und F. im SpätMA innerhalb der gleichen Mark, das Kl. somit in engster Nachbarschaft mit und in sinnfälligem Bezug auf die Burg und die auf dem Burgberg entstehende Zwergstadt F., die schließlich erst einem Brand des 19. Jh.s zum Opfer fallen sollte.

Mit Gf. Heinrich II. (gest. 1337) wählte der erste F.er sein Grab in Neudingen. Seither diente das Kl. und dient noch heute das einstige Kl.gelände als fürstenbergische Grablege. Von hier sowie – für die zeitweilig im Kinzigtal beheimatete Hauslinie – auch aus der Haslacher Pfarrkirche bzw. der → Freiburger Dominikanerkirche sind die frühesten fürstenbergischen Grabmonumente bekannt.

Eine eigene Haushistoriographie hat das Geschlecht im MA nicht hervorgebracht, erste genealogisch geprägte Notizen sind sporadisch seit dem ausgehenden 15. Jh. nachweisbar. Gf. Heinrich VI. (gest. 1490, bestattet in Wolfach), letzter Vertreter der älteren Kinzigtäler Linie, hat immerhin in der Person seines Schreibers und Kammerdieners Michel Schryber einen Historiographen gefunden, der eine Bestandsaufnahme von des Gf.en »Thaten« in das von ihm zu führende Kinzigtaler Rechenbuch eintrug (Abdr. Fürstenbergisches UB III, S. 275 ff.).

Den ersten Versuch einer weiter ausgreifenden ›Fürstenbergischen Chronik‹ unternahm 1668 der Abt des seinerzeit schon in Villingen beheimateten Konvents des Schwarzwaldkl.s St. Georgen, Johann Franz Scherer (Fsl. Fürstenbergisches Archiv, Donaueschingen, OB 20, Vol. 3, Fasz. 9). Ihr Autor wertete sogar noch hochma., z.T. nicht immer eindeutig bestimmbare Quellen aus und bietet noch manches nicht hinlänglich gewürdigte Detail, keineswegs allein zur fürstenbergischen Geschichte im engeren Sinne, sondern, darüber hinauszielend, für den einstmals zähringischen Machthorizont seit dem endenden 11. Jh. Das gleichwohl formal anspruchslose Werk wurde zwar bei der Erarbeitung des Fürstenbergischen UBs (vgl. ebd. Bd. I, S. IXf.; Parlow, Zähringer, Regest Nr. 605 S. 394 u.ö.) herangezogen, blieb aber im Ganzen unediert.

IV.

Gf. Heinrich I. von F. hatte bei der urachischen Hausteilung um 1245 neben den zähringischen Besitzungen auf der Baar noch erhebliche Gebietsteile im mittleren Schwarzwald östlich des Kniebis erhalten, durch den Verzicht auf das untere Kinzigtal gegenüber dem Hochstift Straßburg wußte er sich zumindest talaufwärts den altzähringischen Besitz um Haslach zu sichern. Nach seinem Tod kam es zur ersten Hausteilung F.s in zwei Linien: die Haslacher Linie, die sich somit auf die fürstenbergischen Besitztitel im Kinzigtal, darüber hinaus auf Villingen und die nördliche Baar stützte, und die ›Baarer Linie‹, auf die der Großteil des ererbten Besitzes im Kernland der Baar selbst überging. Auf die urachischen Stammgüter auf der schwäbischen Alb, die noch um 1245 beim zweiten Sohn Gf. Eginos V., Berthold IV. von Urach, verblieben waren, hatte Gf. Heinrich I. von F. von diesem die Anwartschaft erhalten und sie 1254 zunächst teilw. auf dem Vertragsweg, schließlich bis 1265 durch Verkauf gänzlich an Württemberg übertragen. Dies markierte einerseits einen äußeren Bruch mit der Familienherkunft, scheint andererseits aber auch vom politischen Weitblick Heinrichs I. zu zeugen, der die mangelnde Entwicklungsmöglichkeit der urachischen Stammlande im Schatten der dort unmittelbar benachbarten, aufstrebenden Territorialmacht Württemberg erkannt haben dürfte; schon zuvor hatte der söhnelos gebliebene Berthold IV. die von der Mutter ererbte Gft. Achalm seiner Geldnot geopfert.

Heinrich I. von F. hingegen war es schon in den Jahren vor 1250 gelungen, seinen Besitz durch ein Netz von Burgen und befestigten Orten zu konsolidieren. Den von ihm ererbten Besitzstand mehrten seine Nachkommen im Kinzigtal um die Herrschaft Wolfach und weitere Erwerbungen im oberen Talraum, zu denen ca. 1328 noch die Herrschaft Hausach hinzukam. Zwischenzeitlich war auch der westliche Teil der Herrschaft Wartenberg in der Ostbaar durch Erbschaft angefallen, für F. v.a. ein nachhaltiger politischer Zugewinn (1302/04). 1330 erhielt man das Reichstal Harmersbach als Reichspfandschaft, 1364 ging → Badenweiler im Markgräfler Land in fürstenbergischen Besitz über. Während einige dieser Besitztümer nicht lange gehalten werden konnten, drang F. 1491 mit dem Gewinn der Herrschaft Lenzkirch und der – wiederum nur zeitweilig behaupteten – sanblasianischen Vogtei Schluchsee (1491) weit in den Südschwarzwald vor. Noch bedeutsamer war dann der Erbanfall der Gft. Heiligenberg sowie der Herrschaften Trochtelfingen und Jungnau (1534), gefolgt von weiteren erheirateten Herrschaften, die während des Dreißigjährigen Krieges von zwei jüngeren Kinzigtäler Linien dem Haus F. zugebracht wurden: von den Gf.en von → Helfenstein 1627 die Herrschaft Meßkirch, 1636 → Gundelfingen, Neufra sowie ein Drittel an der Herrschaft Wiesensteig (zwei Drittel hielt Bayern), weiterhin 1656 die Herrschaft Waldsberg. Ein jüngerer Zweig dieser fürstenbergischen Hauslinie erlangte durch Heirat von der Familie der Erbmarschälle von → Pappenheim die Herrschaft → Hewen im Hegau und 1639 im Albgau die Lgft. Stühlingen, vormals (bis 1582) im Besitz der Gf.en von → Lupfen, mit denen F. im SpätMA immer wieder heftige Fehden ausgefochten hatte. Noch vor diesem Anfall hatte die Heiligenberger Linie, ebenfalls auf dem Heiratsweg, 1606 mit der Herrschaft Weitra einen Ausgriff nach Niederösterreich erreicht, darüber hinaus 1629 Werenwag erworben, 1664 mit Maursmünster auch eine weitere Besitzung im Elsaß, nachdem schon 1612 dort mit → Hohenlandsberg, rechts des Rheines mit Burkheim und Triberg (die allerdings weiterhin unter habsburgischer Landeshoheit verblieben) Besitztümer des ksl. Feldhauptmanns Lazarus von Schwendi an diese Linie F.s gekommen waren; außer Weitra konnten aber diese Erwerbungen wie einige der oben gen. nicht dauerhaft behauptet werden. Anders verhielt es sich später mit dem reichen Besitz in Böhmen und Mähren, der 1723 durch Heirat über die ›Erbtochter‹ Maria Anna Gf.in von → Waldstein an F. gelangte und der Familie schließlich erst nach dem Ersten Weltkrieg abhanden kam.

Rechnet man noch einige kleinere Erwerbungen des 18. Jh.s hinzu, so entstand ohne jedwede kriegerische Eroberung seit etwa 1245 insgesamt ein – freilich nie geschlossener – Gebietskomplex, der, bezogen auf den Raum des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg, das fürstenbergische Territorium hier am Ende des Alten Reiches als fünftgrößtes erweist. Unter allen weltlichen Fsm.ern, die mit dem Ende des Alten Reiches ihre Unmittelbarkeit einbüßten, ist es in diesem Raum als das größte einzustufen.

Quellen

Das Gros hausinterner Überlieferung, der Quellen zur Geschichte der Grafen und nachmaligen Fürsten zu Fürstenberg wie ihrer Territorien wird noch heute in einem zentralen Archiv verwahrt, dessen Bau (1756-1765), Einrichtung und Bestandsstrukturierung im wesentlichen auf die Verlegung der zentralen Residenz nach Donaueschingen im 18. Jh. zurückgeht. Heute gliedern sich seine Bestände in ein Historisches Archiv (bis zur Mediatisierung 1806) und ein Verwaltungsarchiv (ab 1806), darüber hinaus finden sich hier Nachlässe der Familienangehörigen sowie der fsl. Privatverwaltungen. Mehrere Generationen bestens geschulter Archivare des 19. und frühen 20. Jh.s haben, auch aus externen Archiven, in einschlägigen Editionen die – vorzugsweise – urkundliche Überlieferung bis zum 16. Jh. (inkl.) zugänglich gemacht; s. u. Das ›Fürstlich Fürstenbergische Archiv‹ steht derzeit unter wissenschaftlicher Betreuung (Dr. Andreas Wilts) und interessierten Nutzern offen. Adresse: Haldenstraße 3, D-78166 Donaueschingen; weitere Erreichbarkeiten über das Internet-Fachportal Clio-online. – Anniversarien-Buch des Klosters Maria Hof bei Neidingen. Ein Beitrag zur vaterländischen Geschichte, hg. von Carl Borromaeus Alois Fickler, 2 Abteilungen, Donaueschingen 1845/46. – Butz, Eva-Maria: Quellendokumentation zur Geschichte der Grafen von Freiburg 1200-1368, Freiburg i. Br. 2002 (Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg i. Br., 34,2). – Freiburger Urkundenbuch, bearb. von Friedrich Hefele, Bd. 1 (Texte), Freiburg i. Br. 1940, Bd. 2 (Texte) Freiburg i. Br. 1951. – Fürstenbergisches Urkundenbuch. Sammlung der Quellen zur Geschichte des Hauses Fürstenberg und seiner Lande in Schwaben, hg. von d. fürstlichen Hauptarchiv [Bd. 5: Archive] in Donaueschingen, Bde. I-VII, Tübingen 1877-1891. – Hofmeister, Adolf: Die Annalen von St. Georgen auf dem Schwarzwald (Annalium Sancti Georgii in Nigra Silva Fragmenta), in: ZGO 72/NF 33 (1918) S. 31-57. – Inventar über die Bestände des Stadtarchivs Villingen. Urkunden, Akten und Bücher des 12.-19. Jahrhunderts, 2 Bde., bearb. von Hans-Josef Wollasch, Villingen 1970/71 (Schriftenreihe der Stadt Villingen [6,1/2]). – Mitteilungen aus dem F. Fürstenbergischen Archive, Bd. I. Quellen zur Geschichte des F. Hauses Fürstenberg und seines ehedem reichsunmittelbaren Gebietes. 1510-59, bearb. von Franz Ludwig Baumann, unter Beihilfe von Georg Tumbült, Tübingen 1894 sowie Bd. II. 1560-1617 (sonst wie vorstehend), Tübingen 1902. – Necrologium monasterii Nidingensis dicti Uf Hof, hg. von Franz Ludwig Baumann, in: MGH Necrologia Germaniae. Bd. 1: Dioeceses Augustensis, Constantiensis, Curiensis, Berlin 1888, S. 309-314. – Parlow, Ulrich: Die Zähringer, Stuttgart 1999 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Reihe A, 50). – Urkundenregesten zur Tätigkeit des deutschen Königs- und Hofgerichts bis 1451, hg. von Bernhard Diestelkamp, Bd. 3: Die Zeit Rudolfs von Habsburg 1273-1291, bearb. von Bernhard Diestelkamp und Ute Rödel, Köln u. a. 1986; Bd. 5: Die Zeit Ludwigs des Bayern und Friedrichs des Schönen 1314-1347, Köln u. a. 1987. – Vatikanische Akten zur deutschen Geschichte in der Zeit Kaiser Ludwigs des Bayern, hg. von Sigmund Riezler, Innsbruck 1891. – Wirtembergisches Urkundenbuch, hg. von dem königlichen Staatsarchiv in Stuttgart, Bd. 8, Stuttgart 1903. – Zimmern, Froben Christof von, Zimmerische Chronik, hg. von Paul Hermann, 4 Bde. (hier: Bde. 2 und 4), ND Meersburg 1932.

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