FREIBURG
I.
Novum castrum (1178), Nuwenburc (1238). Die Stadt N. wurde im späteren 12. Jh. an einem Rheinübergang von den Zähringern gegr. und mit Markt und Münze ausgestattet. Vermutlich 1178 wird der Ort erstmals als novum castrum in einer Papsturk. gen. Nach dem Tod Bertolds V. von Zähringen 1218 zog Kg. Friedrich II. die Stadt an sich. Gf. Konrad I. von → Freiburg gelang es erst nach dem Interregnum, sein Erbrecht auf N. durchzusetzen.
Unzweifelhaft das erste Mal wird die Burg zu N. von dem Chronisten Mathias von N. (um 1295-1365/70) zum Jahr 1272 erwähnt. Nach der Erbteilung erhielt Gf. Heinrich I. von → Freiburg die Besitzungen im südlichen Breisgau mit der Stadt N. Nachdem Heinrich einer N.er Bürgerin Gewalt angetan haben soll, verweigerten die N.er Bürger die Huldigung und verbündeten sich mit dem Basler Bf. Dieser soll sich nachts Zugang zu dem von dem → Freiburger Gf.en gehaltenen castrum Nuwenburg beim Oberen Tor verschafft und dieses zerstört haben. Über das weitere Schicksal der Burg N. ist nichts überliefert. Die Stadt N. wurde 1273 von Rudolf von Habsburg zur Reichsstadt erhoben.