Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

Zurück zur Liste

Reise

1200-1450

(lat. expeditio Feldzug, Durchführung; ahd. risan aufstehen, sich erheben, aufbrechen zu krieger. Unternehmung; mhd. reise Aufbruch, Zug, Reise, Kriegs-, Heereszug)

Reiseherrschaft. Herrschaftsausübung erforderte Beratung, und dies bedeutete Präsenz. Den Kern des polit. Lebens machten die persönl. Verbundenheit unter den Machtträgern ersten Ranges und der persönl. Umgang miteinander aus. Königsherrschaft manifestierte sich seit den Karolingern traditionell im Reisekgtm., in der period. Präsenz zur persönl. Herrschaftsausübung, die Personengruppen von erhebl. Größenordnung permanent in Bewegung setzte oder hielt. Ebenso galt die Pflicht zur Repräsentation für all jene, die den Hof des Kg.s oder Ks.s aufsuchten. Der Hoftag gehörte zur elementaren Form der Ausübung ma. Reiseherrschaft. Das galt auch in kleinerem Maßstab im Rahmen jeder Adels-, Bischofs- oder Abtsherrschaft. Der Fs. war bei der Weihe einer Kirche zugegen, urkundete für eine Stadt oder einen auswärtigen Empfänger, schloß einen Vergleich, dotierte eine kirchl. Institution; Aufenthalte ergaben sich aus den jeweils vorwaltenden außenpolit. Konstellationen.

Der Kg. mußte auf seinen Zügen durch das Reich verpflegt und versorgt werden. Auch aus diesen Gründen zog er auf nicht exakt festgelegten Routen, aber durchaus nicht gänzl. regellos durch sein Reich. Pfalzen, einfachere Königshöfe, Bischofssitze und Königskl. waren die Stationen einer immerwährenden Herrschaftsreise. Die Dauer der Königsaufenthalte an bestimmten festen Punkten war verschieden lang. Oft währte sie nur wenige Tage. Ähnl. hielten es Äbte und Bischöfe, die zudem in für sie wichtigen Orten und an den dahin führenden Wg. nicht selten eigene Höfe anlegen ließen. Stiftungen von Bettelordenskl.n in der Mgft. Brandenburg dürften in der Mehrzahl der Fälle auf landesherrl. Initiativen zurückgehen. Die geograph. Verteilung der Kl. folgte einer langgezogenen W-O-Achse durch den gesamten mgfl. Herrschaftsbereich. Das legt die Vermutung nahe, daß sich die Mgf.en an den für ihre Reiseherrschaft bes. wichtigen Orten recht planmäßig feste Aufenthaltsorte eingerichtet haben. Sie verfügten somit nicht nur über eine Reihe fester Quartiere, sondern auch über ein Reservoir geeigneter Personen, die sowohl zur Erfüllung seelsorger. Aufgaben als auch zur Übernahme von Kanzleitätigkeiten und ebenfalls für repräsentative Zwecke herangezogen werden konnten.

Da man im MA seinen Rang und seine Stellung zeigte, erforderte die Reise eines Herrschaftsträgers eine seiner dignitas entspr. Begleitung. Die Größe des Gefolges war Indikator für den Rang einer Person. Der dabei betriebene Aufwand war ein Teil der Diplomatie. Auch ein »einfacher« Reichsbf. hatte auf ein standesgemäßes Auftreten zu achten, weniger dem Herrscher gegenüber als mit Blick auf seine Standesgenossen, die mit ihm und untereinander konkurrierten. Mehrere hundert Personen, in bes. Fällen mehrere tsd., stellten ein beträchtl. Versorgungsproblem dar. Der Bedarf an Speisen und Getränken, an Futter für Reit- und Zugtiere überstieg oft die Liefermöglichkeiten eines einzelnen Hofes, auch wenn von diesem verwaltungsmäßig weitere Höfe abhängig waren. Die geradezu permanente Reisetätigkeit aller wichtigen Leute samt ihrer Begleitung erforderte Planung, Organisation und Kommunikation in beträchtl. Ausmaß. Die notwendige Vorbereitung hatte wiederum Mobilität zur Voraussetzung, denn es mußten Boten ausgesandt werden, die die Aufenthaltsorte des Kg.s im voraus bekannt machten und zu den Hoftagen einluden.

Der Besuch des Kg.s oder Fs.en bedeutete aber auch Ehre und Freude. 1235 sollen Isabella von England bei ihrer Ankunft in Köln an die zehntsd. Bürger aus der Stadt mit Blumen und Palmzweigen und in festl. Kleidern entgegen gezogen sein, und die Hauptstraßen der Stadt waren mannigfach geschmückt (Isabella mußte sechs Wochen in Köln auf die Begegnung mit ihrem Bräutigam, Ks. Friedrich II., warten, weil dieser durch den Aufstand seines Sohnes Heinrich aufgehalten wurde). Die Anstrengungen der Kölner Bürger bei der Ausrichtung des Einzugs mögen zugl. als Ausdruck der Freude über die für den Kölner Handel vorteilhafte Hinwendung des Ks.s zu England zu werten sein.

Begünstigt wurde das Reisen durch die Verpflichtung der christl. Bevölkerung auf das Gebot der Gastfreundschaft. Seit der Mitte des 13. Jh.s begannen sich zudem Formen einer kommerziellen Gastlichkeit auszubreiten und die älteren Arten der Beherbergung (aus Gastfreundschaft, in Kl.n und Hospizen, im Rahmen herrschaftlicher, also erzwungener Gastung) allmähl. zu verdrängen. Zwar griff man in Zeiten erhöhter Nachfrage, etwa im Falle eines Kaiserbesuchs oder wenn ein Konzil tagte, an kirchl. Festtagen oder bei Jahrmärkten, auf die private, also traditionelle Beherbergung zurück. Doch unter normalen Umständen bot das kommerziell organisierte Gastgewerbe eine ausreichende Anzahl an Unterkünften. Den Gästen zu Ehren wurden Feste und Tänze im Rathaus oder städt. Tanzhaus gegeben.

Während des 14. Jh.s fällt als Bereich des häufigsten Reisens, Nachrichtensendens und -empfangens und auch des Herrschaftshandelns die tatsächl. (zu Pferde) erlebbare und erlebte Region mit dem Radius mehrerer Tagesreisen auf. Innerhalb dieser hat man sich aufgrund eingeübter Lebenserfahrung mit relativ starker Intensität, d. h. auch mit den größten Erfolgsaussichten, bewegt. Um 1400 sind vierzehn Räume dieser Art (z. B. Westfalen) zu unterscheiden. Man zögerte, Verpflichtungen zu übernehmen, die weit über solche Regionen hinauswiesen. Ks. Karl IV. (1346/47-78) aber reiste eifriger als seine Vorgänger und bildete zugl. mit mehr Nachdruck Residenzschwerpunkte aus als diese. 1356 verfügte er, daß seine Nachfolger in Frankfurt am Main gewählt werden, in Aachen gekrönt und in Nürnberg die erste große Reichsversammlung abhalten sollten. Sowohl die Krönungsreise Friedrichs III. von Graz nach Aachen im Sommer 1442 als auch die Fahrt des Ks.s nach Trier, um mit Karl dem Kühnen über ein Heiratsbündnis und die Erhebung des Hzm.s Burgund zu einem Kgr. zu verhandeln (1473), galt einem bestimmten örtl. und sachl. Ziel. Doch Friedrich legte Umwege und Abstecher ein, nahm Regierungshandlungen vor und machte bes. bei längeren Aufenthalten seine Herrschaft im Reich sichtbar. 22 Tage hielt sich Friedrich in Nürnberg auf, um die Reichsheiltümer, den Kronschatz, zu betrachten, den Hzg. von Sachsen als den Erzmarschall des Reiches zu treffen und Festgottesdienste zu feiern. In Frankfurt wurde er von den Kfs.en nach St. Bartholomäus geführt. Nach der Krönung in Aachen nahm er öffentl. das Krönungsmahl ein. Danach vergab er erstmals Lehen unter der Krone. In Speyer gedachte Friedrich seiner kgl. Vorfahren Rudolf und Alrecht, ließ sich deren Grabinschriften übersetzen und die eigenen Rechte an den Stuhlbrüderpfründen im Dom erklären. Friedrichs Reise nach Aachen diente der Inbesitznahme des Reiches.

Heidenfahrt. Ein Spezifikum früher Adelsreisen war der Heidenkampf an allen Fronten des damaligen Europa, von Karelien über Livland und Preußen, über Ungarn, Konstantinopel, Rhodos, Zypern bis nach Granada und Nordafrika. Die Ziele dieser ganz Europa umspannenden Kreuzzugsaktivität im 14. Jh. und Teilen des 15. Jh.s waren untereinander austauschbar und boten ständig Gelegenheit zum Heidenkampf. Das Gesetz der Heidenfahrt hieß devotio et militia, Kampf und Ablaß der Sünden.

Preußenreisen. Etwa ein Jh. lang, von 1320 bis 1420, war der Adel nicht nur aus dem Reich in allen seinen dt., böhm., niederländ. und roman. Teilen, sondern auch aus Frankreich, England und Schottland, sogar aus Italien und Spanien und, bis 1386, auch aus Polen nach Preußen gekommen, um mit dem Deutschen Orden gegen die »Heiden«, hier die Litauer, zu kämpfen und dann in seine Heimat zurückzukehren. Drei bis vier Wochen dürften bei einer Winter-Razzia die Regel gewesen sein. Die sommerl. Schiffsreise konnte über drei Monate in Anspruch nehmen. Die längsten bekannten Preußenreisen dauerten ein ganzes Jahr und mehr.

Reisa, reze wurde in Preußen zum Fachausdruck für Fehde und Krieg (Heeresfolge, Heersteuer). Peter Suchenwirt, Herold des Wiener Hofes, beschreibt die ritterl. Fahrt Hzg. Albrechts III. von Österreich (1377) in ihrem idealen Verlauf: den Empfang durch den Hochmeister, die »Höfe« der Preußenfahrer, den Ehrentisch zu Königsberg, die Vorbereitung der reise, die Schiffahrt auf der Memel, den Zug durch das Niemandsland, Mord und Totschlag in Samaiten, Rossiene (Raseiniau) und Erogel (Ariogala). Wenig ritterl. wurde ein Hochzeitsfest überfallen; Albrecht und 73 andere Teilnehmer verdienten sich damit den Ritterschlag. Aber bei weitem nicht allen Preußenfahrern war es vergönnt, ihre Reise durch eine reise zu krönen. Siebenmal ritt der Hzg. von Geldern ins Ordensland, nur einmal hat er in Litauen tatsächl. kämpfen können.

Viele, darunter Fs.en, kamen nach Preußen, die oft schon lange Ritter waren, wie der Hzg. von Geldern vor der ersten seiner sieben Preußenreisen, andere aber, um die Ritterwürde dort zu erwerben, wie Bgf. Albrecht I. von Nürnberg. Mancher Fs. oder ein Mitglied seiner Familie reiste mehrfach, wie die Beispiele des Hauses Jülich (mind. 15 Reisen innerhalb dreier Generationen 1321-1400) zeigen. Die Winter 1328/29, 1336/37 und 1344/45 sind gekennzeichnet durch die Gegenwart Kg. Johanns von Böhmen; Kg. Johann soll 300 armigeri mitgebracht haben. Am Zug des Winters 1336/37 nahmen an Fs.en außerdem teil Johanns Sohn Karl (IV.), Mgf. von Mähren, Johanns Schwiegersohn, Hzg. Heinrich II. von Niederbayern, ein Pfgf. bei Rhein (?) und Hzg. Wenzel von Liegnitz; im Winter 1344/45: des Kg.s Sohn Karl, dazu sein Schwager, der Hzg. von Bourbon, mit ca. 300 Pferden. Mit weiteren insgesamt 200 Hochadligen mögen an die 3000 Pferde unterwegs gewesen sein. So große Ansammlungen hohen Adels in Preußen hat die zweite Hälfte des 14. Jh.s dann allerdings nicht mehr aufzuweisen. Hzg. Albrecht III. von Österreich brachte 1377 fünf Gf.en und 50 Dienstmannen mit. Litauen wird nach 1386 christl. und tritt 1417 auf dem Konstanzer Konzil auf.

Pilgerfahrt. Der Heidenkampf verlor seine Schauplätze. Die kämpfer. Tat tritt in den Hintergrund. Die Kreuzzugsidee lebt weiter, aber sie verliert ihre Dominanz. Die Fahrt zu den Heiligtümern steht unter dem Zeichen des Ablasses. Nach Preußen war man mehrfach geritten; nach Santiago, Rom oder Jerusalem wallfahrtete man nur einmal oder höchstens zweimal in seinem Leben.

Nach dem Fall von Akkon 1291 verhängte der Papst vorübergehend ein Handelsembargo und ein Verbot von Jerusalemreisen. Nachdem aber um 1330 (zuerst bezeugt 1335) der Ritterschlag über dem Hl. Grab eingeführt worden war, aristokratisierte sich die Jerusalemfahrt. Auch Hochadlige ließen sich hier zum Ritter schlagen, so Kfs. Albrecht Achilles von Brandenburg 1435 von seinem ältesten Bruder Johann; Hzg. Friedrich von Österreich, der spätere Ks. Friedrich III., 1436 von herrn albrechten von Neiperg meines alters 21 jars. Fs.en brachen nach sorgfältigen Vorbereitungen mit großem Gefolge auf – Wettiner, Habsburger, bayer. und pfälz. Wittelsbacher, Zollern, Fs.en aus den Häusern Braunschweig, Hessen, Württemberg, Pommern, Mecklenburg, Kleve, Geldern, Anhalt und Schlesien. Im Hl. Land selbst hielten sich die Pilger in der Regel nur 14 Tage oder sogar weniger auf, davon gewöhnl. eine Woche in Jerusalem. Nach durchschnittl. sieben bis acht Monaten trafen sie zu Hause wieder ein.

1450-1550

Frankfurt am Main als Ort der röm. Kg.s- bzw. Kaiserwahlen, Aachen als Krönungsstadt behielten ihre Bedeutung. 1486 wurde Maximilian I. nach seiner Wahl in Frankfurt am Main gemäß dem Wortlaut der Goldenen Bulle (1356) in Aachen gekrönt; auch die beiden ersten Nachfolger Maximilians, Karl V. und dessen Bruder Ferdinand, wurden 1520 und 1531 in Aachen gekrönt. Zu den Reichsstädten, in denen traditionellerweise die Reichstage stattfanden, zählten Augsburg, Nürnberg, Speyer und Worms. Auf den Reichstagen waren der Ks. und die meisten Fs.en persönl. anwesend.

Maximilian I. (1493-1519) bildete mit mehr Nachdruck als seine Vorgänger Residenzschwerpunkte aus. Dennoch reiste er eifriger als seine Vorgänger. Die niederländ. Städte Gent, Brügge und Mechelen rückten in den Mittelpunkt seiner Regierung und Herrschaft. Als er im röm. Kgtm. und in den österr. Ländern 1486 bzw. 1493 nachfolgte, stieg Innsbruck zur wichtigsten Res. Maximilians im Rahmen der österr. Erbländer auf. Eine Reise zu Höfen führte gleichzeitig zu den städt. Zentren der besuchten Regionen, aber ein Hof auf Reisen fand oft nur in großen Städten Quartier. Als Philipp der Schöne 1503 mit seiner Gemahlin Johanna und großem Gefolge durch Süddtl. nach Innsbruck und dann zurück in die Niederlande reiste, mußte sich der Zug vor kleinen Städten teilen, da die Unterkünfte nicht ausreichten.

1532 ist Wien Aufenthaltsort des ein Jahr zuvor zum röm. Kg. gewählten jüngeren Habsburgers Ferdinand. Nach Böhmen und Ungarn vereint er damit die dritte Königswürde auf sich. Wien stellt nur einen Stützpunkt für die zahlreichen Reisen Ferdinands dar. Die nicht zu leugnende Reisetätigkeit beruht nicht ausschließl. auf der Erfüllung von röm.-kgl. oder ksl. Pflichten, sondern auf der Tatsache, daß Ferdinand den Anforderungen eines böhm. und ungar. Kgtm.s gerecht zu werden trachtet. In eben dem Maße, in dem er seine persönl. Teilnahme an monatelangen Reichstagsverhandlungen für notwendig erachtet, ist er als Kg. von Böhmen überzeugt, in Prag präsent sein zu müssen. Und dasselbe gilt für die Landtage in den Hauptstädten seiner österr. Erblande.

Wir erfahren aus den Quellen viel über die Mühsal des Reisens. Jolantha von Lothringen mußte 1497 auf ihrer Brautfahrt nach Hessen-Kassel in der armseligen und zugigen Wohnung eines Hintersassen übernachten, weil die auf Einhaltung ihrer Ordensregel bedachten Mönche des eigentl. als Herberge vorgesehenen Zisterzienserkl.s Haina den überraschten Damen die Aufnahme verweigerten. Friedrich der Weise von Sachsen fand in (Ober- oder Nieder-) Lahnstein überhaupt kein Quartier und mußte in die Nacht hinein rheinabwärts noch bis Koblenz fahren.

Die Regierungs- und Verwaltungstätigkeit in den Territorien war in den letzten Jahrzehnten des 15. Jh.s von der unmittelbaren Präsenz der Fs.en unabhängiger geworden. Der Fs. wurde bei Bedarf durch Boten informiert und konnte seinerseits den ihn begleitenden Kanzleischreiber mit der Verfertigung etwaiger Antwortschreiben betrauen. Wirtschaftl., religiöses, administratives, polit., dynast. Zentrum konnten getrennt voneinander bestehen und sind von den tatsächl. Aufenthaltsorten des Fs.en zu unterscheiden.

Dennoch blieb die persönl. Anwesenheit des Herrschers von den Zeitgenossen erwünscht. Residenzherrschaft, so zweckmäßig und angenehm sie schien, wurde nur bis zu einem gewissen Grade akzeptiert. Die Ständevertreter in der Mgft. Brandenburg z. B. forderten 1484 ein persönl., unmittelbares Regiment in den einzelnen Landschaften. Auf der Grundlage der vorhandenen Verwaltungsmechanismen und Kommunikationsmöglichkeiten und nicht zuletzt angesichts des Herrschaftsverständnisses von Herrschenden wie Beherrschten war eine Aufgabe der period. Reisetätigkeit undenkbar.

Alte Res.en blieben in der Regel als Verwaltungsmittelpunkte bestehen, deren Ausgliederung eine neue Beweglichkeit des Fs.en zu begründen vermochte. Zudem residierte nicht nur der Fs., auch seine Kinder und Verwandten residierten; sie hatten einen eigenen Hofstaat, eigene Gemächer in oder an der Hauptres. und vertraten den Fs.en bei komplexen Territorien in einzelnen Landesteilen. Die Person des Fs.en wurde durch sie gleichsam vervielfacht.

Auch die Pilgerfahrt wurde fortgeführt: Santiago und Jerusalem, weniger Rom gehörten zu den nahezu obligator. Stationen. V. a. in der zweiten Hälfte des 15. Jh.s waren zahlreiche Fs.en zur Pilgerfahrt ins Hl. Land unterwegs. Andere Reisende erhofften sich im Umfeld von Fs.en bes. Schutz oder eine Steigerung ihres Ansehens. Am stärksten schwoll 1476 die ohnehin große Gruppe von Hzg. Albrecht von Sachsen an: von 104 Personen auf über 230 Personen auf drei Schiffen. Die Reisegruppe des Kfs.en Friedrich der Weise von Sachsen (1493) umfaßte ca. 100 Personen mit Zuwachs in Venedig auf 189 Personen.

Der Umfang der Reisegesellschaft, der Wunsch nach Komfort und die Notwendigkeit angemessener Repräsentation ließen manche Reise so kostspielig werden, daß bes. Steuern, Anleihen und Verpfändungen notwendig wurden. Das mitreisende Personal (Ärzte, Geistliche, Schreiber, Dolmetscher, Kammerdiener und Knechte, oft mehrere Köche samt Gehilfen, Mundschenken, Barbiere, Musiker und Narren) gewährleistete einen komfortablen Reisestil. Doch die Fs.en trugen diese Kosten nicht unbedingt allein. Die Reisekasse Hzg. Wilhelms III. von Sachsen etwa enthielt 1461 Beiträge, die von Mitreisenden eingezahlt worden waren. Hzg. Bogislaw X. von Pommern traf 1497/98 Vereinbarungen mit seinen Begleitern über eine gemeinsame Börse und über bestimmte Ausgaben, die er daraus für seine gefehrten, nicht aber für alle Mitreisenden übernehmen wollte.

Einige Fürstenreisen waren in Form einer Reise von Hof zu Hof durch Dtl. und Italien organisiert. Die Jerusalemreise fungierte schließl. als Pilgerfahrt und Hofreise zugleich. Die Fahrt Hzg. Bogislaws X. von Pommern (1497/98) sollte ihn ursprgl. nicht nach Jerusalem führen; er war einem Aufgebot des Kg.s zum Italienzug gefolgt. Neben persönl. Begegnungen mit dem Kg. brachte ihn die Reise in Kontakt zu anderen Fs.en. Welch große Bedeutung einige Fs.en gerade diesen Reiseetappen zumaßen, läßt sich an ihren Reiseberichten ablesen. Die dem Pommernhzg. erwiesenen Ehrungen und Gunstbezeigungen durch Kg., Kg.in und Fs.en hat der Notar Martin Dalmar genau verbucht: Einladungen zur Jagd, zum Turnier, zur Schlittenpartie und zum Tanz mit der Kg.in, Übernahme der Kosten für die Unterbringung der Reisenden und ihrer Pferde, freye außrichtung und zahlreiche Geschenke, deren Maß bzw. Wert präzise angegeben wird. Hinter den Schilderungen von Einzügen, Empfängen, Festmählern, Tanzverstanstaltungen und Turnieren tritt der Palästinaaufenthalt oftmals deutl. zurück.

Heidenkampf und Pilgerfahrt aber verschwinden nicht völlig. Die Aufzeichnungen Hzg. Christophs von Bayern (1493) belegen das. Hzg. Bogislaw X. von Pommern (1497/98) ließ am St. Ottenstift Stettin ein Gemälde anbringen, das den Kampf der Pilger gegen die türk. Angreifer zeigte. Bogislaws Orator Johannes von Kitscher, ein sächs. Jurist und Humanist, den der Hzg. von der Reise aus Italien mitgebracht hatte, verfaßte am Hof eine »Tragicocomoedia« in lat. Sprache; das 1501 gedruckte Werk stilisiert den Hzg. zum Helden im Kampf gegen die Türken.

Pilgerfahrt und Heidenkampf waren erlaubt, erwünscht, mit Ablässen prämiert. Reines Streben nach ritterl. Ruhm (militia, honor, gloria) und die Neugier (curiositas) waren hingegen verpönt. Dennoch tritt jetzt auch die curiositas, die Neugier (das Reisen um des Reisens willen), die auf der Heidenfahrt kaum zu beobachten ist, deutl. hervor. Hzg. Albrecht von Sachsen nutzte 1476 die Reise, um in Venedig einige Bücher zu erwerben. Verzögerungen bei der Abfahrt und unvorhergesehen lange Landaufenthalte wurden zu Besichtigungen genutzt. Hzg. Wilhelm III. von Sachsen harpunierte 1461 bei schönem Wetter von Bord aus einen Delphin und unternahm während einer Windstille mit einigen Begleitern einen Inselausflug. Ein Vergleich von Pilgerberichten zeigt, daß den Sakralhandlungen an den Gnadenorten immer weniger und dafür den durchreisten Räumen immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Pilgerberichte fungierten als Reiseführer mit prakt. Informationen sowie als Anleitung zu spirituellem Nachvollzug, als möglichst vollständige Dokumentation der heiligen Stätten und des mit ihrem Besuch erworbenen Ablasses wie auch als Erlebnisbericht; sie dienten der Repräsentation, der Erbauung und Unterhaltung. Hzg. Wilhelm III. von Sachsen (1461) und Kfs. Friedrich der Weise von Sachsen (1493) hatten unter ihren Reiseutensilien Papier und Tinte. Selbstgeschriebene Reiseberichte sind überliefert von Hzg. Friedrich von Österreich, dem späteren Ks. Friedrich III. (1436), von Hzg. Christoph von Bayern (1493) sowie vom Pfalzgf.en bei Rhein Otto Heinrich (1521). Hzg. Christoph hatte nach eigener Aussage ein weiteres Büchlein direkt als Pilgerführer für Fs.en angelegt.

1550-1650

Weiterhin war mit den Fs.en ein großes Gefolge von Personen aller Stände unterwegs, so 1587 bei der Inspektionsreise Hzg. Heinrich Julius' von Braunschweig-Wolfenbüttel, der mehrere Herren vom Adel, drei Akademiker, Edelknaben, Trompeter, Furier, Barbier, Apotheker, Einspänner usw. mit sich nahm. Beim Einzug 1572 in Bremen hatte das Gefolge Ebf. Christophs aus 120, das Hzg. Franz' I. von Sachsen-Lauenburg aus 100 Personen bestanden; Hzg. Franz hatte zuvor um angemessene Unterkunft gegen Bezahlung gebeten. Die Herren wurden durchweg an den Höfen sowie in privaten Wohnungen und kirchl. Gebäuden (Kl.n) einquartiert, während die Dienerschaft mit einem Strohlager in einfachen Bürgerhäusern, Scheunen, Ställen usw. Vorlieb zu nehmen hatte. Der Empfang in Res.en und in Städten wie z. B. Bremen erfolgte nach einem bestimmten Ritus, der einem Huldigungseinzug ähnelte: Einholung an der Landesgrenze, Ansprache, Spalier in der Stadt, Salutschießen, Trommelschlag, Gastgeschenke, Besichtigung der Sehenswürdigkeiten (belegt 1601 für Moritz von Hessen, 1611 für Otto von Hessen).

Die Pilgerfahrt büßte ihre Aura ein. Die Humanisten ironisierten sie, die Reformatoren griffen sie als den Inbegriff der »Werkheiligkeit« offen an, und auch die Gegenreformatoren haben sie nur halbherzig verteidigt. Um die Mitte des 16. Jh.s hatte die Pilgerfahrt als das maßgebl. Rechtfertigungsmodell für nichtutilitäre Reisen an Bedeutung verloren. Das weiter steigende Mobilitätsbedürfnis suchte sich eine andere Legitimation. Als solche bot der Humanismus die Idee der Bildung an. Als gemeineuropäische, die staatl. und kirchl. Strukturen übergreifende Bewegung brauchte der Humanismus individuelle Mobilität. Die peregrinatio academica, die aus dem MA vertraute Wanderung zu den Bildungsstätten, wurde ergänzt durch Besuche bei hervorragenden Männern (viri illustres) und durch eine Intensivierung der Briefwechsel. Sehensweise und Ziele änderten sich. Anstelle des Wissens über Heilige und Heiligtümer trat das Wissen von antiker Geschichte, Literatur und Kunst.

→ vgl. auch Farbtafel 16, 30, 32; Abb. 54, 81, 82, 86, 88, 136, 174

Quellen

Heyen, Franz-Josef: Kaiser Heinrichs Romfahrt. Die Bilderchronik von Kaiser Heinrich VII. und Kurfürst Balduin von Luxemburg 1308-1313, Boppard 1965 (ND München 1978). – Eine Kaiserreise im Jahre 1473. Zeitgenössischer Bericht über Kaiser Friedrichs Reise aus dem östlichen in's westliche Deutschland. 1473 März bis Dezember, hg. von K. Schellhass, in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst. Dritte Folge 4 (1893) S. 161-200. – Europäische Reiseberichte des späten Mittelalters. Eine analytische Bibliographie, hg. von Werner Paravicini, Tl. 1: Deutsche Reiseberichte, bearb. von Christian Halm, Frankfurt am Main u. a. 1994 [2., durchges. und mit einem Nachtrag versehene Aufl., Frankfurt 2001]. – Peter Suchenwirt: Werke, ed. A. Primisser, Wien 1827. – Unvollständiges Tagebuch auf der Reise Kurfürst Friedrichs des Weisen von Sachsen in die Niederlande zum Römischen König Maximilian I. 1494, mitgeteilt von Karl von Reitzenstein, in: Zeitschrift des Vereins für thüringische Geschichte und Altertumskunde 4 (1860) S. 127-137. – Thurnhofer, Franz: Die Romreise des Kurfürsten Ernst von Sachsen im Jahre 1480, in: Neues Archiv für Sächsische Geschichte und Altertumskunde 42 (1921) S. 39-63. – Bericht über die Pilgerfahrt Herzog Johanns I. von Cleve nach dem heiligen Lande (1450-51), mitgeteilt von Woldemar Harless, in: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 35 (1900-1901) S. 125-145. – Hieronymus Weller, Gründliche und warhafftige beschreibung Der löblichen und Ritterlichen Reise und Meerfart in das heilige Land nach Hierusalem des Durchlauchtigsten und Hochgebornen Fürsten und Herrn/Herrn Albrechten/Hertzogen zu Sachssen, Leipzig 1586. – Beschreibung Herzog Bugslaffen des 10. Peregrination nach dem Heyligen Lande. In welcher, wie in einem Diario, alle des H. B. Acten vnd Reisen von einem orth zuhm andern fleissig verzeichnet sind. Durch Martin Dalmar, Notar, welcher allewege mit dabey gewesen, in: Thomas Kantzow's Chronik von Pommern in Niederdeutscher Mundart. Sammt einer Auswahl aus den übrigen ungedruckten Schriften desselben […], hg. von W. Böhmer, 1835 (ND 1973), S. 300-326.

Der Briefwechsel zwischen Philipp Hainhofer und Herzog August d. J. von Braunschweig-Lüneburg, 1984. – Christ 1992. – Politische Correspondenz des Kurfürsten Albrecht Achilles, 1894-1898. – Hiereth, Sebastian: Zeitgenössische Quellen zur Landshuter Fürstenhochzeit 1475, in: Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern 85 (1959) S. 1-64. – Deutsche Hofordnungen, 1, 1905, 2, 1907. – Deutsche Privatbriefe des Mittelalters, 1899. – Schwarzwälder 1987.

Gründliche vnd warhafftige beschreibung Der löblichen vnd Ritterlichen Reise vnd Meerfart in das heilige Land nach Hierusalem des Durchlauchtigen Herrn Herrn Albrechten Hertzogen zu Sachssen […] Hochlöblicher gedechtnus […] Gestellet durch […] Hansen von Mergenthal […] So selbsten persönlich mit vnd darbey gewesen, hg. von Hieronymus Weller. 1586. – Bogislaws X. Briefe an seine Frau (1497), in: Diplomatische Beiträge zur Geschichte Pommerns aus der Zeit Bogislafs X., hg. von Robert Klempin, 1859. – Christ 1992. – Politische Correspondenz des Kurfürsten Albrecht Achilles, 1894-1897. – Deutsche Hofordnungen, 1, 1905, 2, 1907. – Hans Hundts Rechnungsbuch (1493-1494), hg. von Reinhold Röhricht und Heinrich Meisner, in: NASG 4 (1883) S. 37-100. – Eine Kaiserreise. Zeitgenössischer Bericht über Kaiser Friedrichs Reise aus dem östlichen in's westliche Deutschland. 1473 März bis Dezember, hg. von Karl Schellhass., in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst. 3. Folge 4 (1893) S. 161-200. – Deutsche Privatbriefe des Mittelalters, 1899. – Salomon, Richard: Ein Rechnungs- und Reisetagebuch vom Hofe Erzbischofs Boemunds II. von Trier, 1354-1357, in: NA 33 (1908) S. 400-434. – Unvollständiges Tagebuch auf der Reise Kurfürst Friedrichs des Weisen von Sachsen in die Niederlande zum Römischen König Maximilian I. 1494, in: Zeitschrift des Vereins für thüringische Geschichte und Altertumskunde 4,1-2 (1860) S. 127-137. – Verzeichnisse von den Kosten des markgräflichen Hofhaltes bei den Reisen des Markgrafen Ludwig in der Mark und von Ausgaben desselben bei verschiedenen Veranlassungen, von den Jahren 1344 und 1345, in: CDB, III, 1, 1859, Nr. 20.

Bericht über die Pilgerfahrt Herzogs Johann I. von Cleve nach dem heiligen Lande (1450-51), mitgeteilt von W. Harleß, in: Zschrift des Bergischen Geschichtsvereins 35, NF 25 (1900/1901) S. 125-145. – Bernhard von Breydenbach, Die Reise ins Heilige Land. Ein Reisebericht aus dem Jahre 1485. Übertragung und Nachwort von Elisabeth Geck, veränd. und erw. Aufl. der Aufl. 1961, Wiesbaden 1977. – Der Briefwechsel zwischen Philipp Hainhofer und Herzog August d. J. von Braunschweig-Lüneburg, 1984. – Christ 1992. – Johann Henner, Politischer Discurs de Arte Apodemica, seu vera Peregrinandi ratione. Das ist / Eigentlich Beschreibung der Peregrination, ob dieselbe nützlich? Auch Fürsten und Herren zu rahten? Wann / und wie sie dieselbe anstellen? In gleichen / wie sie sich / daß sie solche sicher und wol volbringen mögen / im raisen verhalten? Und demnach / waß sie für einen Scopum und Zihl ihnen fürsetzen / fürnämblich yberal observiren unnd in acht nemmen sollen? Auch wie sie endtlich alle Sachen in Erfahrung bringen können? etc. Allen Peregrinanten, insonderheit aber Fürsten / Graven / Herrn / vom Adel / Abgesandten / unnd anderen Politices Studiosis zu gutem unnd besserm Unterricht in truck verfertigt Durch J. H. / der Rechten Doctorn / unnd Fürst. Württemberg. Raht etc. Tübingen 1609, 1644. – Lupold von Wedels Beschreibung seiner Reisen und Kriegserlebnisse, 1561-1606. Nach der Urhandschrift hg. und bearb. von Max Bär, in: Baltische Studien 45 (1895) 1-63. – Politische Correspondenz des Kurfürsten Albrecht Achilles, 1894-1898. – Deutsche Hofordnungen, 1, 1905, 2, 1907. – Deutsche Privatbriefe des Mittelalters, 1899. – Ein Rechnungs- und Reisetagebuch vom Hofe Erzbischofs Boemunds II. von Trier (1354-1357), in: NA 33 (1908) S. 400-434. – Schwarzwälder 1987. – Thurnhofer, Franz: Die Romreise des Kurfürsten Ernst von Sachsen im Jahre 1480, in: Neues Archiv für Sächsische Geschichte und Altertumskunde 42 (1921) S. 1-63. – Tagebuch der Heilig-Land-Reise des Grafen Gaudenz von Kirchberg, Vogt von Matsch/Südtirol im Jahre 1470. Bearbeitung und Kommentierung des von seinem Diener Friderich Staigerwallder verfaßten Reiseberichts, bearb. von Werner Kreuer, Paderborn 1990. – Verzeichnisse von den Kosten des markgräflichen Hofhaltes bei den Reisen des Markgrafen Ludwig in der Mark und von Ausgaben desselben bei verschiedenen Veranlassungen, von den Jahren 1344 und 1345, in: CDB III, 1, 1859, Nr. 20.

Deutsche Hofordnungen, 1, 1905, 2, 1907.

Althoff, Gerd: Vom Zwang zur Mobilität und ihren Problemen, in: Reisen und Reiseliteratur im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, hg. von Xenja von Ertzdorff und Dieter Neukirch, Amsterdam 1992 (Chloe. Beihefte zum Daphnis, 13), S. 91-111. – Moraw, Peter: Reisen im europäischen Spätmittelalter im Licht der neueren historischen Forschung, in: Reisen und Reiseliteratur im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, hg. von Xenja von Ertzdorff und Dieter Neukirch, Amsterdam 1992 (Chloe. Beihefte zum Daphnis, 13), S. 113-139. – Nolte 1997, S. 65-92. – Ohler, Norbert: Reisen im Mittelalter, München u. a. 1986. – Paravicini 1989. – Paravicini, Werner: Von der Heidenfahrt zur Kavalierstour. Über Motive und Formen adligen Reisens im späten Mittelalter, in: Wissensliteratur im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, Bd. 13, hg. von Horst Brunner und Norbert Richard Wolf, Wiesbaden 1993, S. 91-130. – Peyer, Hans Conrad: Von der Gastfreundschaft zum Gasthaus. Studien zur Gastlichkeit im Mittelalter, Hannover 1987 (Schriften der MGH, 31). – Reichert, Folker: Erfahrung der Welt. Reisen und Kulturbegegnung im späten Mittelalter, Stuttgart u. a. 2001. – Schimmelpfennig, Bernhard: Romreisen im Mittelalter, in: Reisen und Wallfahrten im Hohen Mittelalter, Göppingen 1999 (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst, 18), S. 128-145. – Schwarzwälder 1987. – Spiess, Karl-Heinz: Unterwegs zu einem fremden Ehemann. Brautfahrt und Ehe in europäischen Fürstenhäusern des Spätmittelalters, in: Fremdheit und Reisen im Mittelalter, hg. von Irene Erfen und Karl-Heinz Spiess, Stuttgart 1997, S. 17-36. – Stagl, Justin: Ars Apodemica: Bildungsreise und Reisemethodik von 1560 bis 1600, in: Reisen und Reiseliteratur im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, hg. von Xenja von Ertzdorff und Dieter Neukirch, Amsterdam 1992 (Chloe. Beihefte zum Daphnis, 13). – Streich 1989. – Reisen in reale und mythische Ferne. Reiseliteratur in Mittelalter und Renaissance, hg. von Peter Wunderli, Düsseldorf 1993.

Drabek 1964. – Enders, Rudolf: Adelige Lebensformen in Franken im Spätmittelalter, in: Adelige Sachkultur des Spätmittelalters. Internationaler Kongreß, Krems an der Donau, 22. bis 25. September 1980, Wien 1982 (Veröffentlichungen des Instituts für mittelalterliche Realienkunde Österreichs, 5), S. 73-104. – Franke, Birgit: Pracht und Zeremoniell. Burgundische Tafelkunst in franko-flämischen Bildteppichen des 15. Jahrhunderts, in: Die öffentliche Tafel, 2002. – Heppe, Dorothea: Das Schloß der Landgrafen von Hessen in Kassel von 1577 bis 1811, Marburg 1995 (Materialien zur Kunst- und Kulturgeschichte in Nord- und Westdeutschland, 17). – Nolte, Cordula: Erlebnis und Erinnerung. Fürstliche Pilgerfahrten nach Jerusalem im 15. Jahrhundert, in: Fremdheit und Reisen im Mittelalter, hg. von Irene Erfen und Karl-Heinz Spiess, Stuttgart 1997, S. 65-92. – Paravicini 1989. – Schiedlausky 1956. – Streich 1989. – Wirtler 1987. – Witte 2001.

Dirlmeier/Fouquet 1992. – Drabek 1964. – Enders, Rudolf: Adelige Lebensformen in Franken im Spätmittelalter, in: Adelige Sachkultur des Spätmittelalters, Internationaler Kongreß Krems an der Donau, 22. bis 25. September 1980, Wien 1982 (Veröffentlichungen des Instituts für mittelalterliche Realienkunde Öster- reichs, 5), S. 73-104. – Heimpel 1982, bes. S. 389-393. – Nolte, Cordula: Erlebnis und Erinnerung. Fürstliche Pilgerfahrten nach Jerusalem im 15. Jahrhundert, in: Fremdheit und Reisen im Mittelalter, hg. von Irene Erfen und Karl-Heinz Spiess, Stuttgart 1997, S. 65-92. – Ohler, Norbert: Reisen im Mittelalter, 2. Aufl., München 1988. – Paravicini 1995. – Schadendorf 1959. – Schwarzwälder 1987. – Spiess 1993. – Streich 1989. – Witte 2001.

Dirlmeier/Fouquet 1992, S. 113-145. – Ehm, Petra: Der reisende Hof und die Gabe. Zur Geschenkpraxis Philipps des Guten auf seiner Reise 1454 in das Reich, in: Ordnungsformen des Hofes, hg. von Ulf Christian Ewert und Stephan Selzer, Kiel 1997 (Mitteilungen der Residenzen-Kommission. Sonderheft 2), S. 67-76. – Franke, Birgit: Pracht und Zeremoniell. Burgundische Tafelkunst in franko-flämischen Bildteppichen des 15. Jahrhunderts, in: Die öffentliche Tafel. Tafelzeremoniell in Europa 1300-1900, hg. von Hans Ottomeyer und Michaela Völkel (Ausstellungskatalog), Wolfratshausen 2003. – Nolte, Cordula: Erlebnis und Erinnerung. Fürstliche Pilgerfahrten nach Jerusalem im 15. Jahrhundert, in: Fremdheit und Reisen im Mittelalter, hg. von Irene Erfen und Karl-Heinz Spiess, Stuttgart 1997, S. 65-92. – Paravicini 1989. – Stagl, Justin: Ars Apodemica: Bildungsreise und Reisemethodik von 1560 bis 1600, in: Reisen und Reiseliteratur im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, hg. von Xenja von Ertzdorff und Dieter Neukirch, Amsterdam 1992 (Chloe. Beihefte zum Daphnis, 13), S. 141-189. – Stolberg, Lukas: Die Kutschenuhr, Satteluhren, Karossenuhren, Alkovenuhren, München 1993. – Streich 1989. – Walther, Lutz: Von Kutschen- und Reiseuhren. Zeitmessung auf Reisen im 17.-20. Jahrhundert, in: Achse, Rad und Wagen. Beiträge zur Geschichte der Landfahrzeuge 8 (2000) S. 67-73. – Witte 2001.

Althoff, Gerd: Vom Zwang zur Mobilität und ihren Problemen, in: Reisen und Reiseliteratur im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, hg. von Xenja von Ertzdorff und Dieter Neukirch, Amsterdam 1992, S. 91-112. – Bumke, Joachim: Höfische Kultur. Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter, Bd. 1, München 1992. – Maurer, Hans-Martin: Die landesherrliche Burg in Wirtemberg im 15. und 16. Jahrhundert. Studien zu den landesherrlich-eigenen Burgen, Schlössern und Festungen, Stuttgart 1858. – Rohr 2002. – Streich 1989. – Straub 1969.